Spezialisten im Porträt

Im September 2004 habe ich meine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin beendet. Vor sechs Jahren begann ich, im OP-Bereich der Unfall-, Hand- und Plastischen Chirurgie im ZOM zu arbeiten. Schließlich bekam ich die Möglichkeit, mich zwei Jahre lang zur Fachkrankenschwester für den Operationsdienst weiterzubilden. Ich schätze den OP-Bereich der Unfall-, Hand- und Plastischen Chirurgie wegen der kollegialen Zusammenarbeit: Ärzte und Pflegekräfte – wir können uns aufeinander verlassen. Das gibt mir täglich das gute Gefühl, dass ich beruflich angekommen bin.

Ortrud Heilmann, Fachkrankenschwester für den Operationsdienst


Wir klären mit pflegebedürftigen Patienten und deren Angehörigen alle Fragen rund um die pflegerische Versorgung nach der Entlassung aus der Klinik. Für manche Patienten ist eine ambulante Versorgung durch Pflegedienste hilfreich, andere profitieren von Hilfsmitteln, einem Menüservice oder dem Hausnotruf. Für wieder andere ist ein Umzug ins Pflegeheim überlegenswert. Wir beraten allerdings nicht nur, sondern organisieren die Angebote teilweise auch direkt oder suchen auf Wunsch nach einem Platz im Pflegeheim. Ein großes Thema aktuell ist die neue Einteilung in Pflegegrade, die wir ebenfalls direkt aus der Klinik beantragen können. Es motiviert uns immer wieder zu erleben, wie dankbar die Betroffenen sind, wenn wir in schwierigen Situationen eine schnelle und angepasste Lösung finden.

Doris Eyrich,
Leiterin der Pflegeberatung


Nach meiner Grundausbildung qualifizierte ich mich zum Fachkrankenpfleger für Onkologie weiter. Daneben absolvierte ich noch eine Zusatzqualifikation in Palliative Care, um auch Patienten in ihrer letzten Lebensphase pflegen zu können. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren Erlebnisse in meiner eigenen Familie. In der Onkologie habe ich es mit sehr speziellen Pflegeproblemen zu tun. Zum Beispiel ist bei Patienten mit akuter Leukämie die Mundschleimhaut durch die Chemotherapie stark entzündet, so dass sie nicht mehr essen und trinken können. Um die Entzündung zu reduzieren, leite ich die Patienten zum Beispiel zur richtigen Mundpflege an.

Michael Kießling,
Onkologische Fachpflegekraft


Ich arbeite in der Dialyse und damit in einem hochspezialisierten Fachgebiet. Das Herzstück unserer Einrichtung ist die Dialysemaschine, die wir in jeder Situation souverän bedienen müssen. Auf Notfälle sind wir immer gefasst und reagieren schnell und konzentriert. Unsere Patienten sind höchst unterschiedlich. Es gibt den chronischen, jungen Dialysepatienten, der über seine Situation sehr gut Bescheid weiß. Andererseits aber auch den älteren Patienten, der gerade dialysepflichtig wurde und ganz aufgeregt zu uns kommt. Ganz besonders hoch ist die Motivation und Disziplin bei den nierentransplantierten Patienten, da sie meist jahrelang auf ein Organ warten mussten.

Heike Andres,
Fachpflegekraft für Dialyse

Mich hat es schon immer gereizt, Verantwortung zu übernehmen. Ich war Klassen- und Kurssprecher, Familiensprecher und Vereinsvorstand. Etwas zu organisieren und mir für auftauchende Probleme Lösungen auszudenken, motiviert mich und bereitet mir Freude. Nach meiner zweijährigen Zusatzausbildung zum Fachkrankenpfleger für Intensivpflege habe ich mich in einem vierteljährigen Vollzeitkurs zum Stationsleiter fortgebildet. Bei unseren Intensivpatienten steht das Management der Herzkreislauffunktion im Vordergrund. Einige Patienten benötigen zum Beispiel Geräte, die das Herz oder die Lunge solange unterstützen, bis die eigenen Organe wieder ausreichend funktionieren.

Hubert Riedmann,
Leiter der Intensivstation der Herz-, Thorax- und Thorakalen Gefäßchirurgie


Eigentlich benötigt man keine spezielle Fortbildung, um als Pflegekraft in einem Herzkatheterlabor zu arbeiten. Ich habe mich dennoch für eine Weiterbildung zur Intermediate-Care-Fachkraft entschieden, um den Ansprüchen im Rufdienst gerecht zu werden. Auch wollte ich mich in verschiedenen Situationen sicherer fühlen und sie besser einschätzen können. Natürlich sind viele unserer Untersuchungen reine Routine. Jederzeit kann daraus allerdings ein Notfall werden. Konzentration und eine schnelle Auffassungsgabe sind aus diesem Grund unerlässlich. Die Arbeit im Herzkatheterlabor ist sehr anspruchsvoll, dennoch ist genau das meine berufliche Erfüllung.

Katharina Hellmich,
Pflegekraft im Herzkatheterlabor


Das Einsatzgebiet in der Anästhesie ist sehr abwechslungsreich. Wir führen in jederoperativen Fachabteilung Narkosen durch. Von Blinddarm-Operationen bis zur Herz-OP ist alles dabei. Aktuell bin ich für Augen-, HNO- und neurochirurgische Patienten zuständig. Im OP der Kopfklinik haben wir 13 Säle und versorgen durchschnittlich 40 Patienten am Tag. Wir betreuen Patienten jeden Alters: Säuglinge ab der Geburt bis zu hochaltrigen Senioren. Dies erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, macht den Arbeitsplatz dadurch aber auch sehr interessant.

Katharina Oppmann,
Fachpflegekraft für Anästhesiologie


Ich bin gelernte Krankenschwester. Von 2010 bis 2012 bildete ich mich zur psychiatrischen Pflegerin weiter. In dieser Zeit wurde ich von meinem Vorgänger gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Leitung der Weiterbildung zu übernehmen. Für mich hieß das, schnell zu einem pädagogischen Abschluss zu kommen. Im Internet stieß ich auf einen Fernlehrgang zur Dozentin in der Erwachsenenbildung, an dem ich teilnahm. In der psychiatrischen Weiterbildung ist es mir wichtig, dass die Teilnehmer lernen, empathisch mit seelisch kranken Patienten umzugehen.

Juliane Engel,
Leiterin der Weiterbildung für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

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