Forschung

Wir betreiben exzellente Forschung mit dem Ziel, neue Erkenntnisse und vielversprechende Ansätze möglichst schnell in die Praxis umzusetzen. So tragen wir dazu bei, die Patientenversorgung stetig zu verbessern.

Schwerpunkte der Forschung

Die Forschungsschwerpunkte des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie umfassen die Themen Intervention, neue MR-Messmethoden, kardio-vaskuläre Schnittbildgebung, Kinderradiologie, MR-mammographische Darstellung von Pathologien der weiblichen Brust, MRT der Lunge und Computertomographie / Dual Energy CT.

Intervention

Aktuell werden die Effektivität und das klinische Outcome der Implantation von gecoverten Stents im Rahmen von aktiven Blutungen infolge Pankreaschirurgie evaluiert. Einen weiteren Forschungsschwerpunkt stellt unter anderem die periprozedurale Flussmessung nach perkutaner Fenestration von Aortendissektionsmembranen im Rahmen eines Malperfusionssyndroms dar. Zur Optimierung der postinterventionellen Hämostase nach Eingriffen mit großkalibrigen Schleusensystemen (6 – 8 French) werden die Effektivität und das klinische Outcome von Patches mit bioaktiver Oberfläche getestet.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Ralph Kickuth, Dr. med. Nicole Rickert

Neue MR-Messmethoden

Es wurden neue Messmethoden zur Beschleunigung der MR-Tomographie für die Echtzeitbildgebung der menschlichen Lunge, des menschlichen Herzens und der dynamischen Defäkographie entwickelt. Die schnelle Bestimmung von MR-Relaxationsparametern und die Artefaktreduktion in der schnellen MR-Bildgebung mit refokussierten Gradienten (bSSFP) waren ebenfalls Schwerpunkte. Dafür werden Techniken für die nicht kartesische Datenaufnahme und die Rekonstruktion mit Hilfe von Paralleler Bildgebung und Compressed Sensing verwendet.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Herbert Köstler, Dr. med. Simon Veldhoen, Dr. rer. nat. Anne Slawig, Dr. rer. nat. Tobias Wech, Dr. rer. biol. hum. Andreas Weng

Kardio-vaskuläre Schnittbildgebung

Der Schwerpunkt in der kardialen Hochfeld-MR-Bildgebung liegt derzeit in der funktionellen und metabolischen Bildgebung sowie der Gewebecharakterisierung. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) werden in BMBF-geförderten Projekten zum einen Zusammenhänge zwischen Myokardödem, Myokardperfusionsstörung und Myokardnekrose bei Herzinfarktpatienten untersucht. Techniken zur Darstellung der myokardialen Hämorrhaghie sowie der quantitativen Perfusionsauswertung stehen hierbei im Vordergrund. Zum anderen wird mit der Hochfeld-Natrium-MR-Bildgebung die Quantifizierung des Salzgehaltes im Skelettmuskel und Myokard bei Patienten mit Hyperaldosteronismus durchgeführt. Weiterhin werden am Hochfeld-MRT 1H-Spektroskopien zur Erfassung der myokardialen und hepatischen Steatose als negative Prognoseparameter durchgeführt. Darüber hinaus liegt ein besonderes Augenmerk auf der Identifikation und Quantifizierung der diffusen myokardialen Fibrose unterschiedlicher Kardiomyopathien mit Hilfe von T-Mapping Verfahren. Ziel eines weiteren Forschungsprojekts ist die Erweiterung der von uns inaugurierten MRT-Diagnostik der Riesenzellarteriitis. Eine umfassende Charakterisierung der entzündlichen Veränderungen von arteriellen Gefäßlumina und Gefäßwänden in Kopf, Hals, Thorax und Abdomen sollen auf der Basis neuer MRT-Methoden erfasst werden.
Weiterhin wird die Wertigkeit der CT-Diagnostik hinsichtlich der Interventionsplanung vor Transarterial Aortic Valve Implantation (TAVI) und operativen Klappenersatzverfahren untersucht.
Die 4D-Fluss Phasenkontrast-MRA findet wissenschaftliche Anwendung bei der Untersuchung von Veränderungen der aortalen Hämodynamik nach Eingriffen an der Aortenklappe und bei angeborenen Herzfehlern.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Thorsten Bley, Univ.-Prof. Dr. Herbert Köstler, Dr. med. Nicole Rickert, Dr. med. Stefan Herz, Dr. med. Tobias Gassenmaier, PD Dr. med. Dr. med. univ. Bernhard Petritsch, Dr. rer. nat. Tobias Wech, Dr. rer. biol. hum. Andreas Weng, Dr. med. Aleksander Kosmala, Natalia Konasin, Andreas Kunz

Kinderradiologie

Interdisziplinäre Projekte befassen sich mit Ganzkörper-MR-Verfahren inklusive der Diffusionsbildgebung bei inflammatorischen und onkologischen Erkrankungen. Die ultraschallbasierte Gewebeelastographie wird bei Erkrankungen der Schilddrüse sowie der Leber analysiert. Einen klinischen Forschungsschwerpunkt bilden beschleunigte MR-Techniken zur kontrastverstärkten T1-Bildgebung (TWIST-Angiographie, CAIPIRINHA) und hochauflösende artefaktarme Diffusionsbildgebung (RESOLVE) zur schnellen und schonenden MR-Bildgebung im Kindesalter. Andere interdisziplinäre Schwerpunkte beinhalten Langzeitstudien zur Kontrastmittelsicherheit im Ultraschall und zu morphologischen Veränderungen bei Hypophosphatasie unter Enzymersatztherapie.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Thorsten Bley, Univ.-Prof. Dr. Herbert Köstler, Andreas Kunz, Dr. rer. nat. Thomas Pabst, Dr. med. Simon Veldhoen, Dr. rer. biol. hum. Andreas Weng, Dr. med. Clemens Benoit

MR-mammographische Darstellung von Pathologien der weiblichen Brust

Mit dem Ziel der Verbesserung der Spezifität der MR-Mammographie wird eine Darstellung von Pathologien der weiblichen Brust mittels einer zeitlich hochaufgelösten MR-Technik zur Visualisierung und Quantifizierung der Kontrastmittel-Anflutung, einer Fettsättigungsmethode und der diffusionsgewichteten Bildgebung durchgeführt.

Ansprechpartner: Dr. med. Stephanie Sauer, Dr. rer. nat. Thomas Pabst

MRT der Lunge

Bislang war die Anwendung von Röntgenstrahlung und/oder intravenösen Kontrastmitteln notwendig, um Informationen über die Lungenperfusion und -ventilation zu erhalten. Die SENCEFUL–Sequenz (SElf-gated Non-Contrast-Enhanced FUnctional Lung imaging) liefert diese Informationen im Rahmen einer Magnetresonanztomographie in freier Atmung und ohne Verwendung von Kontrastmittel. In aktuell vom interdisziplinären Zentrum für klinische Forschung (IZKF) Würzburg geförderten Forschungsarbeiten wird diese neue Technik in der klinischen Anwendung evaluiert.

Ansprechpartner: Dr. med. Simon Veldhoen, Andreas Kunz, Dr. med. Christian Kestler, Dr. med. Clemens Benoit, Dr. rer. biol. hum. Andreas Weng, Univ.-Prof. Dr. Herbert Köstler, Prof. Dr. med. Thorsten Bley, Dr. med. Julius Heidenreich

Computertomographie / Dual Energy CT

Die Dual Energy Computertomographie wird zur Darstellung von (im Röntgen und der Standard-CT) okkulten Frakturen untersucht. Gemeinsam mit der Medizinischen Klinik und Poliklinik II werden Patienten mit Plasamazellerkrankungen hinsichtlich einer Knochenmarksinfiltration mit Hilfe einer Dual Energy Computertomographie untersucht. Ziel ist es, unter Anwendung der spektralen CT-Bildgebung neben morphologischen Veränderungen in der Knochenstruktur (Osteolysen) auch pathologische Knochenmarksinfiltrationen im Sinne eines fokalen bzw. generalisierten Myelombefalls des Knochenmarks nachzuweisen. In interdisziplinärer Zusammenarbeit werden Untersuchungen an speziellen QRM-Phantomen und Herzen von Körperspendern zur Messung des Kalzium-Scores (Agatston Score) in Abhängigkeit von Röhrenspannung und Röhrenstromstärke am 3rd Generation Dual-Source CT unter Verwendung verschiedener Rekonstruktionsalgorithmen durchgeführt.

Ansprechpartner: PD Dr. med. Dr. med. univ. Bernhard Petritsch, Dr. med. Aleksander Kosmala, Dr. med. Tobias Gassenmaier, Dr. med. Simon Veldhoen, Univ.-Prof. Dr. Herbert Köstler, Dr. rer. biol. hum. Andreas Weng, Prof. Dr. med. Thorsten Bley

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MRT im König-Ludwig-Haus:
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Angiographie / Intervention:
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Mammadiagnostik:
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Kinderradiologie:
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Direktion:
Prof. Dr. med. Thorsten Bley

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Telefon: +49 931 201-34001
Fax: +49 931 201-634001
E-Mail: rapps_c@ ukw.de
oder herzog_a@ ukw.de


Anschrift

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2/A3 | 97080 Würzburg | Deutschland