Unsere Forschung

Wir betreiben exzellente Forschung mit dem Ziel, neue Erkenntnisse und vielversprechende Ansätze möglichst schnell in die Praxis umzusetzen. So tragen wir dazu bei, die Patientenversorgung stetig zu verbessern. In der Chirurgischen Klinik I werden klinisch relevante Fragestellungen mit Mitteln der Grundlagenforschung in enger Kooperation zwischen Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern sowie Chirurginnen und Chirurgen bearbeitet.

Besondere Forschungsschwerpunkte bilden die Themen Inflammation und Sepsis, Onkologie und Erkrankungen des Stoffwechsels. Hierfür stehen eigene moderne Forschungslaboratorien zur Verfügung.

Vielseitig vernetzt

Die Projekte sind, zusätzlich zu nationalen und internationalen Kooperationen, innerhalb des Klinikums und der Universität vielseitig vernetzt und in etablierte Forschungsstrukturen wie das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) integriert. Erfolgreiche Drittmitteleinwerbungen von Deutscher Forschungsgemeinschaft und Bundesforschungsministerium, Patente, Preise und Auszeichnungen sowie Stipendien ergänzen das Leistungsspektrum der Projekte.

Aus- und Weiterbildung

Auch bei der Aus- und Weiterbildung des chirurgischen und naturwissenschaftlichen Nachwuchses übernimmt der Forschungsbereich wichtige Aufgaben.

Schwerpunkte der Forschung

In der Chirurgischen Klinik I werden klinisch relevante Fragestellungen aus verschiedenen Gebieten der Viszeralchirurgie wissenschaftlich untersucht. Dies erfolgt durch translationale Grundlagenforschung in Verbindung mit klinischer Forschung.

Forschungsschwerpunkte der Chirurgischen Klinik I sind die Themen Inflammation und Sepsis, Onkologie und Erkrankungen des Stoffwechsels. Zudem werden Fragestellungen aus der Transplantationsmedizin in interdisziplinären Projekten betreut.

Inflammation und Sepsis

Die Arbeitsgruppe Inflammation und Sepsis beschäftigt sich mit der entzündungsinduzierten Störung biologischer Barrieren.

Störung des mikrovaskulären Gefäßendothels

Die Pathophysiologie der Mikrozirkulation und mikrovaskulären Endothelbarriere werden bei akuten systemischen Entzündungsreaktionen (SIRS) und  Sepsis untersucht. Es steht aktuell hierbei die pathophysiologische Bedeutung von Spaltprodukten des vaskulär-endothelialen Cadherins (englisch kurz sVE-cadherin) bei der Induktion einer mikrovaskulären Schrankenstörung im Mittelpunkt.

Störung der Darmbarriere bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Die Pathogenese von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist nach wie vor unverstanden. Ein wichtiger Aspekt in der Entstehung dieser Erkrankungen ist eine Störung der Funktion der Darmbarriere. Um die zugrundeliegenden Mechanismen besser zu verstehen arbeiten wir mit verschiedenen Modellen. Dazu gehören  Zellkultur, Enteroide und in vivo-Modelle. Im Fokus stehen die Bedeutung des enterischen Nervensystems und die Rolle der dadurch veränderten Regulation von Desmosomen. Die desmosomalen Zell-Zellkontakte sind von zentraler Bedeutung für die Aufrechterhaltung und Regulation der Darmbarriere.

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. N. Schlegel, Dr. rer. nat. Natalie Burkard, Dr. med. Sven Flemming, Dr. med. Michael Meir

Onkologie

Tumoren des Gastrointestinaltraktes werden unter anderem auf therapierelevante intrazelluläre Signalwege untersucht. Für das kolorektale Karzinom werden Strategien zur Reduktion der MYC-Expression bzw. Hemmung der MYC-Funktion untersucht. Die Leber ist das am häufigsten mit Metastasen des kolorektalen Karzinoms besiedelte Organ. Fortschritte in der Leberchirurgie und Chemotherapie beim hepatisch metastasierten kolorektalen Karzinom, das lange Zeit als unheilbar galt, haben die Prognose signifikant verbessert. Doch besteht weiterhin Bedarf an effizienten Präparaten für die neoadjuvante Behandlung von Lebermetastasen, ebenso an neuen Therapieschemata, die bisher aufgrund von Limitation bei den zur Verfügung stehenden Chemotherapeutika klinisch nicht durchführbar sind. Ein Ausweg zeichnet sich nur durch die Identifizierung neuer Therapeutika ab, die über eine antitumorale Wirkung verfügen, aber idealerweise die Leberregeneration nicht beeinflussen - im Gegensatz zu den gegenwärtig in der Klinik eingesetzten Chemotherapeutika.

Ansprechpartner:  Prof. Dr. rer. nat. Christoph Otto, PD Dr. med Armin Wiegering

Metabolik / Endokrinium

Unser Hauptziel ist es, die Regulationsmechanismen, die zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung des Diabetes mellitus nach bariatrischen Operationen wie Roux-Y-Magenbypass und Schlauchmagenbildung beitragen, besser zu verstehen. Mithilfe von Tiermodellen sollen die nach bariatrischer Chirurgie beobachteten Veränderungen detailliert charakterisiert werden. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Veränderungen, die in der Kommunikation zwischen den metabolisch relevanten Organen Darm, Leber und Fettgewebe mit dem Gehirn entstehen. Hinzu kommen Untersuchungen zur Energieregulation des Körpers und der Regulation der Glucosehomöostase.
Darüber hinaus spielen die in der Bariatrie veränderten Stoffwechselprozesse eine Rolle für die Regulation der Darmbarriere. Die diesem Phänomen zugrundeliegenden Mechanismen werden in einem weiteren Projektteil untersucht.

Ansprechpartner: PD Dr. med. Florian Seyfried, Dr. rer. nat. Mohammed Hankir

Transplantation

Schädigungen durch Ischämie / Reperfusion und das Immunsystem stellen klinisch relevante Probleme nach Organtransplantation dar. Forschungsschwerpunkte sind Ischämie-Reperfusionsschäden an der Leber und die Stärkung beziehungsweise Wiederherstellung regulierender Funktionen von Immunzellen (regulatorische T-Lymphozyten) zur antigenspezifischen Hemmung der Transplantatabstoßung (Stichwort Immuntoleranz). In diesem Zusammenhang stehen Untersuchungen zum Wirkort von regulatorischen T-Lymphozyten im Vordergrund. Erkenntnisse hierzu sind für eine potentielle Therapie mit regulatorischen T-Lymphozyten von großer Bedeutung, da diese zum Beispiel ein gezieltes Monitoring ermöglichen könnten. Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit der Regulation der Organtransplantatabstoßung auf transkriptioneller Ebene, der Identifizierung von Schlüsseltranskriptionsfaktoren und ihrer funktionellen Hemmung zur Vermeidung der Transplantatabstoßung.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. med. Ingo Klein, Dr. rer. nat. Monika Camara,  Prof. Dr. rer. nat. Christoph Otto


Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Telefon:

Pforte:
+49 931 201-55777

Zentrales Patientenmanagement:
+49 931 201-39999
+49 931 201-38888

Notfall:
+49 931 201-0

E-Mail:
zpm-chirurgie@ ukw.de

Fax:
+49 931 201-39994


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und 
Kinderchirurgie (Chirurgische Klinik I) des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | 97080 Würzburg | Deutschland