Forschung

Wir betreiben exzellente Forschung mit dem Ziel, neue Erkenntnisse und vielversprechende Ansätze möglichst schnell in die Praxis umzusetzen. So tragen wir dazu bei, die Patientenversorgung stetig zu verbessern.

Schwerpunkte der Forschung

Forschungsschwerpunkte der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie (Chirurgie II) sind die Themen Knochenbruchheilung und Muskelregeneration, Biomechanik in der Frakturversorgung und der Sehnenregeneration, Ganganalyse, Tissue Engineering von Fettgewebe und Knorpelregeneration.

Knochenbruchheilung und Muskelregeneration

In einem tierexperimentellen Projekt wird der Einfluss von proangiogenen Wachstumsfaktoren auf die Muskel- und Knochenregeneration nach muskuloskelettalem Trauma untersucht. Bisher konnten im Kaninchenmodell vielversprechende Effekte etablierter Faktoren wie VEGF165, nachgewiesen werden. Darüber hinaus wurden in Kooperation mit N. Schütze, Orthopädie, bei lokaler Applikation von CYR61 ebenfalls Verbesserungen in der Knochenregeneration beobachtet. In weiteren Untersuchungen soll zur Messung der Muskelkraft auch ein Mausmodell eingesetzt werden.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. med. Rainer H. Meffert, PD Dr. Sönke Frey

Biomechanik in der Frakturversorgung und der Sehnengeneration

Es wurden unterschiedliche Frakturmodelle (Tibiakopf, Sprunggelenk, Hand u.a.) etabliert, an denen biomechanische Untersuchungen zum Einsatz von winkelstabilen Implantaten und Osteosynthesematerialien durchgeführt werden können. Daneben werden unterschiedliche Nahttechniken für die Sehnenregeneration untersucht. In einem IZKF-geförderten Projekt wurde zunächst ein Testmodell am Tibiakopf an Kunstknochen entwickelt und etabliert. An diesem wurden unterschiedliche Stabilisierungstechniken von Tibiakopfimpressionsfrakturen biomechanisch analysiert. Aus den Ergebnissen ließen sich entscheidende Rückschlüsse für die klinische Versorgung und Operationstechnik dieser Frakturen ziehen. Zum einen werden verschiedene Schrauben- und Plattenkonfigurationen getestet und miteinander verglichen. Zum anderen wurden unterschiedliche Knochenzemente, die bereits als Knochenersatzmaterialien zur Defektauffüllung eingesetzt werden, sowohl auf ihre Eigenschaften bei der Injektion in den Knochen, der Verteilung im Defekt als auch auf Stabilitätsunterschiede unter Belastung untersucht.

Ansprechpartner: Dr. med. Stefanie Hölscher-Doht, Dr. Martin Jordan, Univ.-Prof. Dr. med. Rainer H. Meffert

Ganganalyse

Das Ganglabor der Chirurgischen Klinik II verfügt über eine dynamische Pedobarographie. In eine Art „Laufsteg“ von 1.2×8.0 m ist eine Messplattform eingelassen, die beim normalen Gang in Echtzeit den kompletten Abrollvorgang des Fußes aufzeichnet und softwaregestützt analysiert. Der Fuß wird dabei nochmals in 10 einzelne Zonen unterteilt. Hierdurch können die Belastungen, die Kräfte auf den Fuß und die Gangachse sehr genau untersucht werden. Die Ergebnisse der Untersuchung können dabei sowohl zur Diagnostik von Fuß- und Gangproblemen als auch zur Kontrolle nach Operationen am Fuß und  Sprunggelenk beitragen.

Ansprechpartner: PD Dr. Hendrik Armin Jansen, Univ.-Prof. Dr. med. Rainer H. Meffert

Tissue Engineering von Fettgewebe

Primäres Ziel des Tissue Engineerings von Fettgewebe ist die Entwicklung von Fettgewebekonstrukten für die plastisch-rekonstruktive Chirurgie. Im Fokus stehen dabei Strategien zur Vaskularisierung und Volumenstabilität, was u.a. in einem von der Bayerischen Forschungsstiftung geförderten Konsortium (Sprecher: T. Blunk) bearbeitet wurde. Zum ersten Mal konnte hierbei gezeigt werden, dass die stromal-vaskuläre Fraktion (SVF) aus dem Fettgewebe erfolgreich zum Fettgewebe-Engineering eingesetzt werden kann. In einem weiteren Projekt im Rahmen des Forschungsverbundes FORMOsA (Bayerische Forschungsstiftung) wird ein vaskularisiertes Fettgewebe in vitro entwickelt, das auch als Grundlage für ein Bio-Delivery-Device mit genetisch modifizierten Zellen dienen soll (Kooperation mit H. Walles und F. Jakob). Außerdem wurden 2D und 3D Fettgewebemodelle zum Einsatz in der Grundlagenforschung aufgebaut, in denen u.a. der Crosstalk verschiedener Zelltypen (u.a. Stammzellen und Endothelzellen) und die Rolle der Zell-Zell- und Zell-Extrazellulärmatrix-Interaktion in der Adipogenese untersucht wird.

Ansprechpartner: Dr. Petra Michaela Bauer-Kreisel, Prof. Dr. Torsten Blunk

Knorpelregeneration

Einen weiteren Fokus bildet das Tissue Engineering von Knorpelgewebe. Hierbei werden insbesondere Stammzellen aus dem Knochenmark und Chondrozyten eingesetzt. Einen Schwerpunkt bildet die Untersuchung der Effekte von Wachstumsfaktoren (TGF-β, GDF-5, IGF-I u.a.) insbesondere auf die Entwicklung der Extrazellulärmatrix im Knorpelgewebe. Besondere Berücksichtigung findet die Evaluation biomimetischer Materialien für die Knorpelregeneration. Hier werden neuartige Hydrogelsysteme untersucht, bspw. mit der Möglichkeit der kovalenten Bindung von Peptiden und Wachstumsfaktoren. Im Rahmen des EU-geförderten Konsortiums HydroZONES wird die Integration von Knorpelgewebe im Defekt in Zellkultur und biomechanisch untersucht; hierzu werden neben grundlegenden Untersuchungen auch neue Materialien (Kooperation mit J. Groll) zur Förderung der Integration untersucht.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Torsten Blunk

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:  

Allgemeine unfallchirurgische Sprechstunde
(Hand/Sport/Endoprothetik/Wirbelsäule):
Dienstag bis Freitag 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Privatsprechstunden:
Montag 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Donnerstag 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Telefon:

Prof. Dr. med. Rainer H. Meffert
Sekretariat: Frau Sandner / Frau Hofmann
+49 931 201-37001

Anmeldung allgemeine + Spezialsprechstunde / Ambulanz / Zentrale Notaufnahme:
+49 931 201-37501

E-Mail:
unfallchirurgie@ ukw.de

Fax:
+49 931 201-37009


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie (Chirurgische Klinik II) des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Str. 6 | Haus A2 | 97080 Würzburg | Deutschland