„Die Linke“ auf Infobesuch am Uniklinikum Würzburg

Anfang Mai dieses Jahres besuchte eine Delegation von Mandatsträgern der Partei „Die Linke“ das Uniklinikum Würzburg. Beim Gedankenaustausch mit dem Vorstand, dem Personalrat sowie mit Mitarbeiter/innen des Krankenhauses zeigten sich Gemeinsamkeiten bei den gesundheitspolitischen Zielen: Mehr Gelder für Krankenhausleistungen und bessere Bedingungen für die Beschäftigten des Gesundheitswesens.

Bundestagsabgeordneter Harald Weinberg von der Partei „Die Linke“ besucht nach eigenen Angaben regelmäßig in den sitzungsfreien Wochen Krankenhäuser, weil, wie er sagt: „unter der Kuppel des Bundestages eine zweite Realität geschaffen wird. Ich möchte aber den Kontakt zur ersten Realität, sprich den Krankenhäusern vor Ort, halten, um diese in Berlin mehr einbringen zu können.“ Vor diesem Hintergrund statteten er und seine Parteigenossin MdB Simone Barrientos am 3. Mai dieses Jahres dem Uniklinikum Würzburg (UKW) eine Visite ab. Landtagskandidat der Linken, Stefan Kimmel, begleitete die Abgeordneten.
Empfangen wurden sie von Mitgliedern des Klinikumsvorstands, vom Vorsitzenden des Personalrats des UKW Christian Huß, von Dr. Sebastian Ziegaus, dem Geschäftsführer des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI), sowie von drei Vertretern aus der Belegschaft des Krankenhauses.

Oberthema: Die Arbeitsbedingungen in der Pflege

Anja Simon, die Kaufmännische Direktorin, Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor und Pflegedirektor Günter Leimberger lieferten eine Kurzvorstellung des UKW, schilderten dessen aktuelle und geplante Entwicklung und verdeutlichten die derzeitigen Herausforderungen im Gesundheitswesen. Christian Huß und die UKW-Beschäftigten fügten die Perspektive von Belegschaftsseite hinzu. Zum Oberthema des Nachmittags, den Arbeitsbedingungen in der Pflege, sagte Pfleger Willy Baier: „Pflege ist ein großartiger Beruf, der viel Freude bringt. Aber die immer dünnere Personaldecke macht es zunehmend schwierig, sein Wissen mit der gebotenen Sorgfalt weiterzugeben.“ Christian Huß ergänzte hierzu: „Viele Pflegekräfte wünschen sich, ihren Beruf wieder so ausüben zu können, wie sie ihn einst gelernt haben.“ Anja Simon wies daraufhin, dass in der Hochschulmedizin die Anforderungen an die Pflege aufgrund des hohen Case Mix Indexes besonders hoch seien. Und Prof. Ertl wandte sich an die Politikerin und die Politiker mit der Aufforderung: „Wir benötigen eine Pflegebedarfsplanung, die sich an den tatsächlichen Bedarfen in der Spitzenmedizin orientiert.“

Denken in die gleiche Richtung

Bei der folgenden Diskussion zeigte sich, dass Klinikum und Volksvertreter ähnliche Wünsche haben. So bestätigte Harald Weinberg: „Die Koalitionsvereinbarungen zum Thema Pflege sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber bei weitem nicht ausreichend.“ Simone Barrientos fügte hinzu: „Wir unterstützen das Anliegen der Pflegekräfte nach einer besseren Personalausstattung und einer angemessenen Finanzierung nachdrücklich.“
Anschließend führte Dr. Ziegaus die interessierten Gäste durch das DZHI Würzburg. In diesem international einmalig multidisziplinär und translational strukturierten Zentrum werden die Volkskrankheit Herzschwäche und ihre Komplikationen erforscht und behandelt.