Aktuelle Meldungen

Spendenübergabe von 39.000 €: Nachhaltige Unterstützung schwerkranker Kinder durch den KIWI-Cup 2018 in Bergrheinfeld

Der Verein KIWI e.V. konnte sich am Freitag, den 14.09.2018, 11:00 Uhr über eine Summe von fast 39.000 € als Großspende freuen. Klinik-Direktor Prof. Dr. C. P. Speer von der Universitäts-Kinderklinik Würzburg war überwältigt vom Erfolg des diesjährigen KIWI-Cups und der Unterstützung durch mehrere EDEKA- und Kupsch-Einzelhändler.

Der größte Teil der Spende wurde beim 24. KIWI-Cup eingeworben, der zum 8. Mal als Fußballturnier von 44 U-7 und U-9 Jugend-Fußballmannschaften in Bergrheinfeld ausgerichtet wurde und unter der Schirmherrschaft von Frau Landtagspräsidentin Barbara Stamm stand. Die Organisatoren um den Kupsch-Einzelhändler Burkhard Pfister und den sportlichen Leiter Ernst Gehling konnten auf ein bewährtes Team von Helfern und die Unterstützung der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen zurückgreifen. Herr Gehling betont: „Mir ist es eine Herzens-angelegenheit, KIWI mit unseren Einnahmen zu ermöglichen, die Versorgungsstrukturen für die schwerkranken Patienten der Früh- und Neugeborenenmedizin an der Uni-Kinderklinik in Würzburg immer noch weiter zu verbessern!“ Die Vorsitzende von KIWI e.V. Frau Ina Schmolke freut sich allerdings auch über die vielen kleineren und größeren Beträge, die im Laufe des Jahres von einer Vielzahl von KUPSCH-Edeka-Kaufleuten beigetragen werden. So ist die Aktion „Pfandzettel“ von Kaufmann Popp und seinen Kunden, die jetzt weitere Nachahmer finden wird, ein riesiger und nachhaltiger Erfolg. Ebenso wie die KIWI-Spendendosen, die KIWI-Wein-Aktion und anderes einer Vielzahl von Edeka-Einzelhändlern.
„Diese Unterstützung durch alle Beteiligten ist einmalig. Wir können uns nur aufrichtig im Namen unserer kleinen und großen Patienten herzlichst bedanken!“ so der leitende Oberarzt der Uni-Kinderklinik, Prof. Dr. Johannes Wirbelauer.

Aktionstag an der Würzburger Universitäts-Augenklinik am 9. Oktober 2018

Im Rahmen der bundesweiten „Woche des Sehens“ lädt die Augenklinik des Universitätsklinikums Würzburg am Dienstag, 9. Oktober 2018, ab 14:30 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Neben Präsentationen, Besichtigungen, Beratungen und Infoständen gibt es einen Vortragsblock, bei dem Experten über die Volkskrankheiten Glaukom, Grauer Star und Altersbedingte Makula-Degeneration sowie die Chancen der Hornhauttransplantation referieren. Am selben Tag feiert im Anschluss der Verein der Freunde und Förderer der Universitäts-Augenklinik sein 10jähriges Jubiläum.

Die bundesweite „Woche des Sehens“ macht alljährlich auf die Ursachen vermeidbarer Blindheit und die Lage blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam. Die diesjährige 17. Neuauflage findet vom 8. bis 15. Oktober statt. Die Augenklinik des Würzburger Universitätsklinikums beteiligt sich an der Kampagne und lädt am Dienstag, 8. Oktober 2018, zu einem Tag der offenen Tür ein.

Führung durch die Klinik

Ab 14:30 Uhr bis ca. 16:00 Uhr werden in den Räumen der Poliklinik in der Josef-Schneider-Str. 11 allgemeine und spezielle Augenuntersuchungen demonstriert. In der Low Vision Ambulanz informieren Fachleute über die verschiedenen Möglichkeiten von vergrößernden Sehhilfen, gerne können auch Vergrößerungsgeräte getestet werden. Um 15:15 Uhr startet zudem eine Führung durch die Räume der Augenklinik, bei der moderne Untersuchungsmethoden vorgestellt werden.

Vorträge zu bedeutenden Augenkrankheiten

Geballte Information bietet außerdem ein Vortragsblock, der von 16:45 bis etwa 17:45 Uhr im Hörsaal der Augenklinik stattfindet. Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Jost Hillenkamp, dem Direktor der Universitäts-Augenklinik, berichten vier seiner Experten über die Behandlungsmöglichkeiten der verbreiteten Augenkrankheiten Glaukom, Katarakt (Grauer Star) und Altersbedingte Makula-Degeneration sowie über die Chancen der Hornhauttransplantation. Viele Augenkrankheiten sind Volkskrankheiten. So leidet in Deutschland knapp eine Million Menschen an einem Glaukom, bei weiteren 1,3 Millionen lassen sich wichtige Risikofaktoren, wie ein erhöhter Augeninnendruck feststellen. „Durch die rechtzeitige Therapie sind die meisten Augenerkrankungen heutzutage gut behandel- und eine Sehbehinderung vermeidbar“, unterstreicht Dr. Gunda Kann. Die Oberärztin an der Würzburger Universitäts-Augenklinik und eine der Referentinnen des Aktionstags fährt fort: „In vielen Fällen ist jedoch die Früherkennung extrem wichtig. Manche Schäden fallen dem Augenarzt schon auf, bevor der Patient selbst überhaupt Symptome wahrnimmt.“

Laut den Statistiken sind zehn Millionen Menschen in Deutschland vom Grauen Star betroffen, jedes Jahr werden etwa 650.000 Menschen deswegen operiert. Über diese Erkrankung informiert Dr. Olga Lamm.
Frühe Anzeichen einer altersabhängigen Makula-Degeneration zeigen sich bei 2,6 Millionen Menschen, ernstlich daran erkrankt sind 1,6 Millionen. Die Details zur Diagnostik und Therapie liefert am Aktionstag Andreas Berlin.

Als vierter Referent erläutert Oberarzt Dr. Daniel Kampik, wann eine Hornhauttransplantation die Therapie der Wahl ist und welche neuen minimal-invasiven lammellären Techniken die OP noch schonender machen.

Infostände der Partnerorganisationen

Der Tag der offenen Tür läuft in Kooperation mit der Selbsthilfevereinigung Pro Retina, dem Berufsförderungswerk Würzburg-Veitshöchheim, der Blindeninstitutsstiftung Würzburg, dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund und der Low-Vision Ambulanz der Augenklinik. Die Partnerorganisationen sind am Aktionstag mit Infoständen vor Ort vertreten. Es gibt die Möglichkeit, lebenspraktische Fertigkeiten zu erproben sowie Einblicke in das Orientierungs- und Mobilitätstraining zu gewinnen.
Außerdem feiert der Verein der Freunde und Förderer der Universitäts-Augenklinik Würzburg e.V. beim Tag der offenen Tür sein zehnjähriges Jubiläum. Der Förderverein subventioniert durch Mitgliedschaften und Spenden Projekte, die Menschen mit Sehbehinderungen unterstützen sowie den Lehrauftrag und die Forschung der Augenklinik fördern.

Kein Ersatz für Arztbesuch

Auch wenn der Aktionstag viele wertvolle Informationen und Einblicke gibt, ist es den Medizinern der Würzburger Universitäts-Augenklinik wichtig zu betonen, dass der Aktionstag eine individuelle Untersuchung und Beratung durch einen Augenarzt nicht ersetzen kann.

Ansprechpartner:
Matthia Röser, Low Vision Ambulanz der Augenklinik, E-Mail: Roeser_M@ ukw.de
Dr. Daniel Kampik, PhD, Oberarzt der Augenklinik, E-Mail: kampik_d@ ukw.de 

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Besuch von Staatsminister MdL Georg Eisenreich und MdL Oliver Jörg am 13.09.2018 in der Universitätsmedizin Würzburg im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI)

Auf Initiative von MdL Oliver Jörg, stellvertretender Vorsitzender des Hochschulausschusses des bayerischen Landtags, besuchten am 13. September der bayerische Staatsminister für Digitales, Medien und Europa MdL Georg Eisenreich, sowie weitere hochrangige CSU Mitglieder aus Stadtrat, Bezirkstag und Kreisverband das DZHI.

Bei der Begrüßung des Staatsministers stellte MdL Jörg die Universitätsmedizin als eine der Stärken der Universität Würzburg und der Region heraus. Experten der Universitätsmedizin Würzburg präsentierten die im Vergleich zu anderen Universitätsklinika weit entwickelte IT-Infrastruktur des Universitätsklinikums und die Einbindung der Universitätsmedizin Würzburg in bundesweite Fördermaßnahmen zur Medizininformatik.

Prof. Ertl dankte für die stete und umfassende Unterstützung der Würzburger Projekte durch die Landesregierung und weist darauf hin, dass die Digitalisierung für die Medizin ein besonderes Thema ist: Einerseits würde sie kaum noch ohne Digitalisierung funktionieren und es lägen in der Digitalisierung riesige Chancen für eine sicherere, präzisere und personalisierte Medizin auf Wissensbasis. Andererseits bestünden berechtigte Ängste vor einer „entpersonalisierten Medizin“, die Ärzte durch Informatiker oder Techniker ersetzt.

In einer Live-Demonstration wurden zwei beeindruckende Anwendungsbeispiele vorgestellt. Eine am Universitätsklinikum selbst entwickelte App-Lösung dient der Unterstützung des Stationsarztes und erlaubt am Krankenbett den Zugriff auf alle wichtigen Untersuchungsergebnisse, Bilddaten und Befunde auf einem Tablet-PC. Die Forschungsdatenbank des Universitätsklinikums enthält mehrere Millionen Patientendaten in anonymisierter Form und erlaubt wissenschaftliche Analysen mit hocheffizienten Auswerteverfahren, die in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Informatik VI „Künstliche Intelligenz“ der Universität entwickelt wurden.

Der ehemalige Ärztliche Direktor, Seniorprofessor und derzeit wissenschaftlicher Sprecher der Plattform Gesundheit/Medizin des Zentrums Digitalisierung Bayern (ZD.B) Prof. Dr. Christoph Reiners ist an diesen Projekten wesentlich beteiligt. Auf seine Initiative wird zukünftig im Rahmen des vom Wissenschaftsministeriums geförderten neuen „Digitalisierungszentrums Präzisions- und Telemedizin (DZ.PTM)“ unter Einbindung des Zentrums für Telemedizin in Bad Kissingen die Kooperation noch intensiviert werden. Darüber hinaus wollen Universität und Uniklinikum sich intensiv am Aufbau des Forschungsschwerpunkts „Künstliche maschinelle Intelligenz“ in Würzburg beteiligen.

Staatsminister Eisenreich bedankte sich für die spannenden Einblicke, die er gewinnen konnte. Generell hob er hervor, dass sich im Bereich der Digitalisierung unglaublich viel tue.

Er sei als Staatsminister für Digitales, Medien und Europa für die Koordination, Steuerung und strategische Weiterentwicklung des Masterplans „Bayern Digital II“ zuständig. Digitalisierung müsse aber als Querschnittaufgabe aller politisch Verantwortlichen verstanden werden. Jeder müsse das Thema Digitalisierung „mitdenken“. So sei jeder Minister für sein Ressort gleichzeitig auch der jeweilige Digitalisierungsminister.

Dabei betonte er, dass es wichtig sei, die sich aus der Digitalisierung ergebenden Chancen zu nutzen, ohne aber die damit potenziell verbundenen Risiken aus den Augen zu verlieren. In diesem Zusammenhang müsse man die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und auf diese eingehen. Gerade aber im ländlichen Raum, weit weg von den Ballungszentren, würde durch eine weitere Digitalisierung der Arbeits- und Alltagsprozesse eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreicht werden können. Gleiches gelte für die Krankenversorgung wie die Altenpflege.

Neben dem Standort München fördere die Staatsregierung das zukunftsträchtige Thema Künstliche Intelligenz am Standort Würzburg an Universität und Fachhochschule mit zweistelligen Millionenbeträgen. Minister Eisenreich bezeichnete die Zusammenarbeit der Universitätsmedizin mit der Informatik speziell in Würzburg als „großartig“, so dass er diese gerne auch weiterhin unterstützen wolle.

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Die besten Lehrveranstaltungen der Humanmedizin

Am Ende jedes Semesters können die Würzburger Medizin-Studierenden per Online-Umfrage die Lehrveranstaltungen bewerten. Hier sind die Teile der Ergebnisse aus dem Wintersemester 2017/18 zusammengefasst.

 „Die Medizinische Fakultät der Würzburger Universität hat ein hohes Interesse daran, die Qualität ihres Lehrangebots regelmäßig zu analysieren und in einem kontinuierlichen Prozess immer weiter zu verbessern“, unterstreicht Prof. Dr. Sarah König. Die Leiterin des Instituts für Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung am Uniklinikum Würzburg fährt fort: „Eine wesentliche Informationsquelle dazu ist die umfassende Online-Umfrage unter allen Humanmedizinstudentinnen und -studenten am Ende jedes Semesters.“

Bestätigung und Ansatz für Verbesserungen

Für das Wintersemester liegen jetzt die Ergebnisse dieser Befragung vor. Die nachstehende Tabelle bildet die 20 am besten bewerteten Lehrveranstaltungen ab. „Für die jeweils verantwortlichen Dozentinnen und Dozenten ist dies natürlich eine sehr erfreuliche Bestätigung in ihren Bemühungen um gute Lehre“, weiß Prof. König. Und auch am anderen Ende der Bewertungsskala hat die Evaluation Folgen. „Vergleichsweise schlechte Bewertungen werden vom Studiendekan mit den Lehrverantwortlichen besprochen, um die Ursachen zu ergründen und Möglichkeiten zur Abhilfe zu klären. Bei übergeordnet strukturellen oder curricularen Defiziten wird das Studiendekanat miteinbezogen“, berichtet die Institutsleiterin.

Die Rücklaufquoten der Befragung bei den hier wiedergegebenen Top 20-Veranstaltungen lagen zwischen 27 und 51 Prozent. „Ich bedanke mich – auch im Namen der Medizinischen Fakultät – bei allen Studierenden, die sich die Zeit für die Beantwortung genommen haben. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung Ihres Studiengangs“, betont Prof. König.

So läuft die Umfrage

Die Zugangsdaten zur Online-Befragung werden per Mail an alle Humanmedizin-Studierenden am Semesterende versendet. Pro Lehrveranstaltungsreihe, Modul oder Fach können sie eine Globalnote zwischen 1 und 5 vergeben. Außerdem wird ein Freitextkommentar erhoben.
Die Freitextkommentare, die personenbezogene Äußerungen enthalten können, gehen direkt an die Instituts- oder Klinikleitungen.
Mehr zum Evaluationskonzept unter www.med.uni-wuerzburg.de/studium/lehrevaluation

Die Evaluationsdaten bzw. -zahlen werden für alle Medizinstudierende und Dozierende über die universitätsinterne
Plattform WueCampus im Kursraum „Evaluation Humanmedizin“ veröffentlicht.

 

Hier geht es zu den kompletten Freitextkommentaren zum Download.

Die Ergebnisse aus der Online-Umfrage für das Wintersemester 2017/18 hier zum Download.

 

 

 

Auszeichnung für Johannes Wagener

Aus dem Onlinemagazin der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vom 18.09.2018

Dr. Johannes Wagener, Akademischer Oberrat und Oberarzt am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg, hat den Forschungsförderpreis der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft erhalten.


Vom 6. bis 8. September 2018 hat in Innsbruck die Jahrestagung der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft (DMykG e.V.) – gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Medizinische Mykologie – stattgefunden. Dabei wurde der Privatdozent Dr. Johannes Wagener mit dem Forschungsförderpreis der DMykG ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und ist damit der höchste Forschungspreis dieser wissenschaftlichen Fachgesellschaft.

Wagener ist Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie und habilitierte sich im Fach Medizinische Mikrobiologie und Hygiene. Seit 2017 ist er Oberarzt am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg. Er ist seit Jahren wissenschaftlich auf dem Gebiet der medizinischen Mikrobiologie und Mykologie aktiv und gilt als anerkannter Experte für die Zellwandbiologie des Erregers Aspergillus fumigatus. Dieser Schimmelpilz kann schwere und häufig tödlich verlaufende Infektionen beim Menschen auslösen. Vor allem Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem, etwa nach einer Stammzell- oder einer Organtransplantation, sind davon betroffen.


Zahlreiche Publikationen in renommierten Fachzeitschriften


Wagener beschäftigt sich in seiner Forschung insbesondere mit der Frage, wie die Zellwand und die Zellwandbiosynthese krankheitserregender Pilze unter Stress – beispielsweise unter dem Einfluss von Antipilzmitteln – reguliert werden. Darüber hinaus hat er die Funktion und Struktur von Mitochondrien in A. fumigatus analysiert und charakterisiert sowie weitere Arbeiten zur Evaluierung infektionsdiagnostischer Verfahren in renommierten Fachzeitschriften publiziert.

Insgesamt veröffentlichte Wagener bisher 25 Originalarbeiten – darunter drei Fallberichte – sowie einige Übersichtsarbeiten. Für seine Arbeiten erhielt Wagener bereits im Jahr 2012 den Becton-Dickinson-Forschungspreis „Klinische Mikrobiologie” der Stiftung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM-Stiftung) und im Jahr 2016 den Robert-Koch-Förderpreis der Stadt Clausthal-Zellerfeld. Vor seinem Wechsel an die Universität Würzburg war Wagener Oberarzt am Max-von-Pettenkofer-Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München.


Die Tagung in Innsbruck


Aktuelle internationale Forschungsergebnisse der medizinischen Mykologie wurden vom 6. bis 8. September 2018 in Innsbruck präsentiert. Mehr als 200 Mykologen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern informierten sich über Themen zur Prävention, Klinik, Diagnostik und Therapie oberflächlicher und invasiver Pilzinfektionen. Erkrankungen durch Pilze stellen eine Herausforderung für die gesamte Medizin dar. Als interdisziplinäre Gesellschaften bilden die DMykG und die ÖGMM bedeutende wissenschaftliche und organisatorische Plattformen für Krankenversorgung, Forschung, Weiterbildung, Lehre und Vernetzung. Zur Förderung der mykologischen Forschung und insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses schreiben die Gesellschaften jährlich diverse Preise aus.

Weitere Informationen unter www.dmykg.de

Kontakt
Dr. Johannes Wagener, Institut für Hygiene und Mikrobiologie,
T.: +49 931-31-84941, E-Mail: j.wagener@ hygiene.uni-wuerzburg.de

Das Uniklinikum Würzburg freut sich über ausgezeichnete Berufsschulabsolventinnen

Das Uniklinikum Würzburg ist stolz auf seine Auszubildenden. Beispielhaft erhielten in diesem Jahr vier Berufsschülerinnen mit hervorragenden Abschlüssen eine besondere Ehrung – nicht nur vom Klinikumsvorstand, sondern auch von der Regierung von Unterfranken. Die Preisträgerinnen verstärken jetzt als Fachkräfte das Universitätsklinikum Würzburg.

Alljährlich zeichnet die Regierung von Unterfranken hervorragende Leistungen von Berufsschüler/innen aus. Der Staatspreis geht an Absolventinnen und Absolventen der bayerischen Berufsschulen für besondere schulische Leistungen. Voraussetzung ist ein Notendurchschnitt von mindestens 1,5. Eine Hürde, die Anna Elsner an der Staatlichen Berufsschule Bad Kissingen mit der Note 1,0 bestmöglich übersprang. Die nun ehemalige Auszubildende des Uniklinikums Würzburg (UKW) erwarb den Titel Kauffrau im Gesundheitswesen.

Ihre Klassenkameradin Hanna Ziegler erhielt mit der Durchschnittsnote von 1,3 ebenfalls den Staatspreis. Das UKW übernahm beide Absolventinnen im Bereich der Aufnahme und Kostensicherung.

Die Medizinische Fachangestellte Kim Alessa Grebe besuchte die Klara-Oppenheimer-Schule in Würzburg und erzielte einen Notendurchschnitt von 1,0. Nach ihrer Übernahme ist sie als Dokumentationsassistentin und DRG-Assistentin am UKW beschäftigt.

Stefanie Freiberg lernte ebenfalls an der Klara-Oppenheimer-Schule, allerdings in der Fachklasse für Kaufleute für Büromanagement. Sie schloss mit einem Notendurchschnitt von 1,5 ab. Sie ist jetzt Assistentin der Abteilungsleiterin Controlling am Uniklinikum Würzburg.

„In einer Zeit, in der alle Unternehmen um die besten Köpfe konkurrieren, sind wir natürlich besonders froh und stolz, solche exzellenten Mitarbeiterinnen in unseren Reihen zu haben“, sagt Anja Simon. Die Kaufmännische Direktorin des UKW gratulierte den vier jungen Frauen mit einer kleinen Anerkennung.
Das Uniklinikum Würzburg bietet inklusive der angeschlossenen Berufsfachschulen mehr als 700 Ausbildungsplätze in mehr als 20 Berufen.

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Ein Leuchtturm mit Strahlkraft

Pressemitteilung der Julius-Maximilians-Universität vom 11.September 2018

Gut zwei Jahre Bauzeit und Kosten von rund sechs Millionen Euro: Das sind die Rahmendaten des Neubaus für die Graduate School of Life Sciences (GSLS), den die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) am Dienstag, 11. September 2018, feierlich eingeweiht hat.

Die Graduiertenschule ist eine Einrichtung, die seit dem Jahr 2006 Nachwuchskräfte in den Lebenswissenschaften gezielt fördert. In ihr werden zurzeit über 600 Doktorandinnen und Doktoranden aus mehr als 250 Arbeitsgruppen der Biologie, Medizin, Chemie, Pharmazie, Physik und Psychologie betreut. Über ein Drittel davon kommt aus dem Ausland – die hohe Internationalität war von Anfang an ein besonderes Merkmal der Graduiertenschule.

Durch innovative Konzepte und Programme, die mittlerweile auch Masterstudierende und Postdocs einbeziehen, kommt der GSLS ein Vorzeigecharakter für die Nachwuchsförderung zu. Sie gehört zu den großen, international und interdisziplinär ausgerichteten Graduiertenschulen in Deutschland.

Der Neubau

Im Neubau stehen den Promovierenden und Beschäftigten der GSLS unter anderem ein großer Vortragssaal, Seminarräume, ein Bibliotheks- und Lesebereich und Büros zur Verfügung – auf einer Hauptnutzfläche von rund 1.200 Quadratmetern, verteilt auf drei Geschosse.  Die Promovierenden sollen hier in Ruhe an ihrer Dissertation schreiben, Tagungen und Seminare besuchen und sich fächerübergreifend begegnen können.
Der symbolische erste Spatenstich für den Bau war im Juni 2016 gesetzt worden, im Dezember 2016 folgte das Richtfest.

Fakten zur Graduiertenschule

Die GSLS der Universität Würzburg wird seit 2006 in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Bislang sind rund 16 Millionen Euro staatliche Fördermittel in die GSLS geflossen – hauptsächlich in Stipendien für herausragende Promovierende und in das überfachliche Trainings- und Qualifizierungsprogramm.
2012 wurde die Graduiertenschule im Rahmen der Exzellenzinitiative sehr positiv begutachtet. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst beschloss daraufhin den Neubau eines zentralen Gebäudes neben der Mensateria.
Seit 2007 bilanziert die GSLS mehr als 450 abgeschlossene Promotionsverfahren und über 1600 Publikationen.

Der Festakt

Zahlreiche Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kirche waren zur feierlichen Einweihung des neuen Gebäudes auf den Campus Hubland gekommen, um sich selbst einen Eindruck von den Räumen zu verschaffen. Hier ein paar Stimmen aus den Grußworten:

Prof. Dr. Alfred Forchel, Präsident der Universität Würzburg: „Der Neubau ist der zentrale Knotenpunkt für alle Aktivitäten der Graduiertenförderung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und eine interdisziplinäre Lehr-, Lern- und Begegnungsstätte. Hier kann die Universität jungen Menschen die Fähigkeiten vermitteln, die sie in die Lage versetzen, noch in 20 Jahren die Probleme zu lösen, vor denen die Gesellschaft dann steht.“

Prof. Dr. Caroline Kisker, Direktorin der GSLS: „Die Graduate School of Life Sciences bildet die gemeinsame Plattform zur Vernetzung von Medizinern und Naturwissenschaftlern. Das ist eines ihrer Erfolgsrezepte, schließlich sind interdisziplinäre Promotionen heutzutage Standard. Das neue Gebäude erleichtert die Vernetzung ungemein.“

Dr. Michael Mihatsch, Abteilungsleiter Universitäten / Hochschulmedizin, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst: „Der Neubau ist eine verhältnismäßig kleine, aber feine Ergänzung des Angebots in den Lebenswissenschaften und steht für die Kompetenz und wissenschaftliche Exzellenz der Universität Würzburg in diesem Bereich. Der unauffällige Verlauf des Baugeschehens macht Mut für weitere Projekte in Würzburg.“

Oliver Jörg, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst
im Bayerischen Landtag: „Der Neubau für die Graduate School of Life Sciences ist ein wichtiges Puzzleteil in den Anstrengungen, die wir unternehmen, damit die Region Mainfranken auch morgen noch erfolgreich aufgestellt ist. Es ist unser Ziel, im nordbayerischen Raum Projekte zu entwickeln, die weltweit einen guten Ruf haben. Die Universität Würzburg ist da mit dabei.“

Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken: „Die Universität Würzburg hat sehr früh die Zeichen der Zeit erkannt und ihre Graduiertenschulen entwickelt. Der Neubau befindet sich an einem zentralen Standort zwischen altem und neuem Campus und steht symbolträchtig an der Schnittstelle von wissenschaftlichem Fortschritt und der Entwicklung der Stadt. Denn Wissenschaft, Forschung und Entwicklung müssen zusammenarbeiten für den Erfolg der Region.

Christian Schuchardt, Oberbürgermeister von Würzburg: „Die Regiopolregion Mainfranken hat strategische Leuchttürme definiert, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. In solch einem Leuchtturmprojekt befinden wir uns heute. Dieser Neubau ist ein Meilenstein für die Stadt Würzburg und die gesamte Region. Er kann die Strahlkraft von Universität und Region zeitgemäß fortschreiben.“

Jan Knippel, Bereichsleiter Universitätsbau, Staatliches Bauamt Würzburg: „Der Neubau ist stabil, hochwertig, langlebig und sparsam – oder in einem Wort: nachhaltig. Holz und helle Farben sorgen für eine angenehme und kommunikative Atmosphäre.“

Im Anschluss an die Begrüßung und die Grußworte nahmen Domkapitular Dr. Stefan Rambacher und Dekanin Dr. Edda Weise die ökumenische Weihe für das neue Gebäude vor. Das Trio „Züngelnder Saitenwind“ sorgte mit Akkordeon, Cello und Saxophon für den musikalischen Rahmen.