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Würzburger Universitäts-Kinderklinik: Neues Kursangebot für Eltern von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen

Nach einer Frühgeburt oder bei einem kranken Neugeborenen kann der Start ins Familienleben eine besondere Herausforderung sein. Mit einem neuen, kostenlosen Kursangebot will die Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg den Eltern hilfreiche Informationen an die Hand geben und ihnen den Rücken stärken.

Raketenstart ins Familienleben – so heißt ein neues Kursprogramm an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik. Zielgruppe sind die Eltern von Frühgeborenen oder kranken Neugeborenen. „Ein vergleichsweise langer Klinikaufenthalt, die speziellen Bedürfnisse der Kinder sowie die Sorge um deren Gesundheit und Entwicklung zählen zu den besonderen Herausforderungen, denen sich viele dieser Familien stellen müssen“, schildert Klinikdirektor Prof. Dr. Christoph Härtel und fährt fort: „Um ihnen in dieser Situation gezielt unter die Arme zu greifen, hat unser Elternberatungsteam ein innovatives Schulungs- und Kommunikationsangebot entwickelt.“ 

Sechs eigenständige Module

Das kostenlose Kursprogramm besteht aus sechs inhaltlich eigenständigen Modulen, die unabhängig voneinander besucht werden können. Sie widmen sich Fragen wie: Wie sieht die Erlebniswelt eines Frühgeborenen aus? Wie kann ich mein Kind in seiner Entwicklung unterstützen? Was ist bei der Ernährung zu beachten? Was tue ich zuhause bei gesundheitlichen Problemen – vom ersten Schnupfen bis zur Ersten Hilfe? Wie finde ich für mich selbst in einer anstrengenden Zeit Zugang zu kraftspendenden Ressourcen? 

Laut Prof. Härtel kam bei der Zusammenstellung der Kursinhalte die interdisziplinäre Struktur des Elternberatungsteams voll zum Tragen. Während die Initiative von hoch engagierten Pflegekräften ausging, gehören dem Team neben Kinderärztinnen und -ärzten auch Expertinnen und Experten der Physiotherapie, Seelsorge, Psychologie und Sozialpädagogik an. Die Gestaltung der Themen wurde zudem von betroffenen Eltern maßgeblich unterstützt. „Raketenstart ins Familienleben ergänzt unser entwicklungsförderndes Behandlungskonzept, zu dem ansonsten Anleitungen während der Pflege der Kinder und individuelle Einzelschulungen, wie zum Beispiel die Badeanleitung, gehören“, erläutert Regina Thoma, die als stellvertretende Stationsleitung der Kinderintensivstation und Pflegewissenschaftlerin Teil des Elternberatungsteams ist.

Möglichkeit zum Austausch mit anderen Eltern

Bei den rund einstündigen Treffen wechseln sich Lerneinheiten und interaktive Elemente ab. Da es sich um Gruppenschulungen handelt, besteht immer auch die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern in einer ähnlichen Lebenssituation auszutauschen.

Die Kursmodule werden in einem regelmäßig wiederkehrenden Intervall angeboten. Sie finden mit Ausnahme von Feiertagen immer donnerstags um 13:00 Uhr im Konferenzraum der Seelsorge im dritten Stock der Universitäts-Frauenklinik an der Josef-Schneider-Straße statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Das Programm gibt es unter www.ukw.de/kinderklinik bzw. unter www.ukw.de/kinderklinik/stationaere-behandlung/raketenstart-ins-familienleben/ 

 

Höhenangst verlernen

Virtuelle Aufzugsfahrt kann bei Akrophobie helfen / Teilnahme an Studie in Würzburg weiterhin möglich

 

Würzburg. Die allererste virtuelle Fahrt mit dem gläsernen Aufzug endet bei vielen Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern schon im ersten oder zweiten Stock. Zwei Therapiesitzungen und ein halbes Jahr später schaffen es die meisten von ihnen schon ein paar Stockwerke höher. Einige fahren sogar hoch bis in den 49. Stock und genießen den Ausblick von der Dachterrasse, manche von ihnen ganz nah an der Brüstung. „Eine ehemalige Angst-Patientin ist sogar nach erfolgreicher Therapie mit einem Gleitschirm durch die Lüfte geflogen“, freut sich Lisa Cybinski vom Studienteam. „Die ersten Zwischenergebnisse unserer Höhenangst-Studie sind wirklich beachtlich“, bemerkt Prof. Dr. Martin J. Herrmann, der die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Studie PAN_VR am Zentrum für Psychische Gesundheit (ZEP) des Universitätsklinikums Würzburg leitet. PAN steht für Psychotherapie bei Angsterkrankungen, VR für Virtual Reality.

Üben mit der Angst umzugehen

Mittels Virtual Reality will das Würzburger Studienteam Menschen zwischen 18 und 65 Jahren, die unter Höhenangst leiden, die Chance geben, zu üben, mit ihrer Angst umzugehen. „Die Angst verlernen“, nennt es der Psychologe Martin J. Herrmann. „Unsere Probandinnen und Probanden sollen verlernen, in der Höhe Angst zu haben. Dazu stellen wir ihnen ein therapeutisches Konzept zur Verfügung.“

Das Aufnahmegespräch und die Diagnostiksitzungen mitsamt Fahrt im Fahrstuhl, welche vor und nach der Therapie stattfinden, führt unter anderem die Psychologin Lisa Cybinski aus der Arbeitsgruppe Funktionelle Bildgebung und nicht-invasive Hirnstimulation im Zentrum für Psychische Gesundheit durch. „Wir machen zudem von jedem ein Kopf-MRT, um ein Bild von der Hirnregion zu bekommen, welche beim Verlernen der Angst involviert ist und später kurz vor der Expositionsübung mittels Gehirnstimulation zusätzlich aktiviert werden soll. Eine Studiengruppe erhält eine aktive transkranielle Magnetstimulation (TMS), die andere eine scheinbare Hirnstimulation, ein Placebo. So überprüfen wir den Zusatzeffekt der TMS auf die Therapie.“

Alle Studienteilnehmer nehmen daher am gleichen virtuellen Training teil, welches in zwei Sitzungen im 3D Multisensoriklabor, dem so genannten CAVE, des Lehrstuhls für Psychologie an der Universität Würzburg stattfindet. „Danach haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwa sechs Monate Zeit das Gelernte in ihren Alltag zu integrieren. Am Ende dürfen sie zeigen, was sie gelernt haben. Im ZEP fahren sie noch einmal mit dem virtuellen gläsernen Aufzug, und wir gehen gemeinsam in der Stadt Würzburg eine reale, außen am Gebäude liegende Treppe hinauf“, erzählt Lisa Cybinski. „Bislang konnten wir mit Freude feststellen, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich verbessert haben. Durch den Einsatz einer computersimulierten Welt kann die Angst überwunden werden.“ Inwiefern die Hirnstimulation Aufwind gibt, kann das Studienteam noch nicht sagen, da die Studie doppelblind ist, sie also erst am Ende wissen, wer tatsächlich eine Hirnstimulation erhalten hat.

Aus Erfahrung Angst

Angststörungen und Phobien sind nicht zu unterschätzen. Allein hierzulande sind ein bis zwei von zehn Personen betroffen. Sie geraten ins Schwitzen, zittern, Magen und Darm spielen verrückt, das Herz stolpert und das Sehvermögen kann mitunter beeinträchtig sein. Drei bis fünf Prozent der Bevölkerung haben Höhenangst, in der Fachsprache Akrophobie genannt. Einige Ängste resultieren aus eigener Erfahrung. Man besteigt einen Berg, kommt erschöpft, müde und hungrig oben an und erfährt statt Begeisterung Schwindel und Übelkeit, wenn man plötzlich hinunterschaut und nicht mit der Höhe umgehen kann. Anderen wird die Angst durch ein role model wie etwa einem Familienmitglied vorgelebt. Der Leidensdruck ist bei vielen Betroffenen extrem hoch. „Eine Probandin nahm sogar einen vierstündigen Anfahrtsweg auf, um an unserer Studie teilzunehmen“, berichtet Lisa Cybinski.

Studieninformationen

Jeder Erwachsene mit Höhenangst, der die Einschlusskriterien erfüllt, ist herzlich willkommen in der PAN-VR-Studie. Der Zeitaufwand beträgt insgesamt rund 7,5 Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos. Für die diagnostischen Sitzungen erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung von 45 EUR. Interessenten melden sich bitte unverbindlich beim Studienteam „PAN_VR“ unter der Telefonnummer 0931/201-77430 oder per E-Mail an Pan_VR@ukw.de. 

Das Bild zeigt ein Training mit Virtueller Realität im CAVE, dem 3D Multisensoriklabor des Lehrstuhls für Psychologie.
Im so genannten CAVE, dem 3D Multisensoriklabor des Lehrstuhls für Psychologie an der Universität Würzburg, lernen die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer mittels Virtual Reality, mit ihrer Höhenangst umzugehen. © Martin J. Herrmann
Das Bild zeigt eine virtuelle Aufzugsfahrt im ZEP.
In der Studie PAN_VR am Zentrum für Psychische Gesundheit (ZEP) des Universitätsklinikums Würzburg können Erwachsene, die unter Höhenangst leiden, mittels Virtual Reality lernen, mit ihrer Angst umzugehen. © Lisa Cybinski

Neuigkeiten aus dem Bereich Personal - wir gratulieren

Dr. Philipp Capetian, Geschäftsführender Oberarzt, Neurologische Klinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 09.06.2022 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Neurologie“ erteilt.

Dr. Heribert Hänscheid, Mitarbeiter an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, wurde mit Wirkung vom 21.06.2022 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Medizinphysik“ erteilt.

Dr. Kristen Rak, Privatdozent für das Fachgebiet Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Leitender Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen, wurde mit Wirkung vom 21.06.2022 zum „außerplanmäßigen Professor“ bestellt.

Dr. Karsten Schmidt, Privatdozent für das Fachgebiet Plastische und Ästhetische Chirurgie, Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, wurde mit Wirkung vom 15.06.2022 zum außerplanmäßigen Professor bestellt.

Dr. Florian Seyfried, Privatdozent für das Fachgebiet Chirurgie, Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie (Chirurgische Klinik I), wurde mit Wirkung vom 15.06.2022 zum außerplanmäßigen Professor bestellt.

 

einBlick - Das Online-Magazin vom 28.06.2022

Krebs: Online-Informationsveranstaltung für Patientinnen und Patienten am 8. Juli

Die Veranstaltung findet online via Zoom von 15 bis 18 Uhr statt.

Würzburg. Am 8. Juli informieren die Expertenteams des Onkologischen Zentrums an der Uniklinik Würzburg über aktuelle Diagnose- und Behandlungsstrategien. Zudem können Patientinnen und Patienten sowie Angehörige und Interessierte direkt ihre Fragen stellen. Die Veranstaltung findet online via Zoom von 15 bis 18 Uhr statt.

Dabei gibt es verschiedene Vorträge unter der Überschrift „Krebsmedizin am Onkologischen Zentrum Würzburg – Vielfalt und Vernetzung zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten“. Auf der Homepage des Comprehensive Cancer Center Mainfranken finden Interessierte direkt die Zoom-Links zu den einzelnen Vorträgen.

Zwei aufeinanderfolgende Vorträge im ersten Programmteil ab 15:00 Uhr informieren darüber, wie neueste Forschungsergebnisse dank eines schnellen, vernetzten Wissens unmittelbar Anwendung in der klinischen Praxis finden und welche individuellen Behandlungsmöglichkeiten das Onkologische Zentrum Würzburg für Krebspatientinnen und -patienten anbietet.

Im zweiten Programmteil ab 16:30 Uhr informieren die Expertenteams aus neun Organkrebszentren in parallel stattfindenden Vorträgen über aktuelle Forschungsergebnisse, Diagnostik und neueste Behandlungsmöglichkeiten ihres Fachs:

·        Endokrine Tumore

·        Hautkrebs

·        Kinderonkologie

·        Kopf-Hals-Tumore

·        Lungentumore

·        Neuroonkologie

·        Prostatakrebs und Uroonkologie

·        Sarkome

·        Viszeralonkologie

Das komplette Programm sowie die Anmeldelinks sind online hier zusammengefasst. Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Das Comprehensive Cancer Center Mainfranken (CCC MF) ist eine gemeinsame Einrichtung des Universitätsklinikums Würzburg und der Universität Würzburg. Es wird von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum gefördert.

Das CCC MF ist außerdem Mitglied des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) sowie der CCC Allianz WERA, dem Zusammenschluss der Tumorzentren an den Universitätskliniken Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg.

Kontakt:

Comprehensive Cancer Center Mainfranken

Zentrale Anlauf- und Geschäftsstelle

Tel: 0931 201-35350

E-Mail: anmeldung_ccc@ukw.de

Uniklinikum Würzburg: Neuer Förderverein unterstützt komplementärmedizinisches Angebot für Menschen mit Krebs

Der neugegründete Förderverein zur Unterstützung der Komplementärmedizin für onkologische Patienten e.V. trägt durch eine Spende dazu bei, dass die komplementärmedizinische Pflegesprechstunde am Comprehensive Cancer Center Mainfranken fortgesetzt werden kann.

Der Bereich „Komplementäre Onkologie Integrativ“ (KOI) des am Uniklinikum Würzburg angesiedelten Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken widmet sich einer wissenschaftlich fundierten, ganzheitlichen Betreuung und Unterstützung von Menschen mit einer onkologischen Erkrankung. „Zu unserem Angebot gehört eine Pflegesprechstunde. Unter anderem wird dort Patientinnen und Patienten während oder nach einer Chemotherapie geholfen, Nebenwirkungen besser zu kompensieren – zum Beispiel durch Akkupunktur“, schildert Dr. Claudia Löffler, die Leiterin des KOI-Teams. Allerdings ist nach ihren Angaben die Stellenfinanzierung der beiden dort tätigen, speziell ausgebildeten Pflegerinnen problematisch.
Hier springt jetzt der neue Förderverein zur Unterstützung der Komplementärmedizin für onkologische Patienten e.V. bei. Gegründet wurde er von ehemaligen Krebspatientinnen und -patienten. „Angetrieben durch eigene positive Erfahrungen mit der Komplementärmedizin, wollen wir uns für diese wichtige Säule der Therapie stark machen“, betont Reinhold Stauder, der 1. Vorsitzende des Vereins. Als erste Maßnahme auf diesem Weg überreichte Stauder am 24. Juni dieses Jahres eine Spende von 3.450 Euro an Dr. Löffler. „Dieser Betrag reicht aus, um unsere Pflegesprechstunde drei weitere Monate sicherzustellen“, freut sich die Teamleiterin.

Kontakt:
Förderverein zur Unterstützung der Komplementärmedizin für onkologische Patienten e.V.
Reinhold Stauder (1. Vorsitzender)
Tel. 0931/68083782
E-Mail: koi.foerderverein@ gmail.com
Spendenkonto: Sparkasse Mainfranken
IBAN: DE05 7905 0000 0049 283617

Spendenübergabe KIO-Spende am Uniklinikum Würzburg
Bei der Spendenübergabe am Uniklinikum Würzburg (UKW), v. l.: Gisela Walter (2. Vorsitzende Förderverein KOI), Manuela Sauer (UKW), Beate Beyerich (Schatzmeisterin Förderverein KOI), Reinhold Stauder (1. Vorsitzender Förderverein KOI) und Dr. Claudia Löffler (UKW). Bild: Stefan Dreising / Uniklinikum Würzburg

Nährstoffe statt Antibiotika

Kann eine Nahrungsergänzung schwere Infektionen bei Neugeborenen verhindern? Translationale Pädiatrie und Kinderklinik des Universitätsklinikums Würzburg erhalten mit Kooperationspartnern für gemeinsames Forschungsprojekt PROSPER 1,9 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Würzburg. Eine Blutvergiftung (Sepsis) ist lebensbedrohlich – besonders für Frühgeborene, denn sie können innerhalb von wenigen Stunden daran sterben. Bei ihnen kann eine Blutvergiftung auch die Ursache einer jahrelang erhöhten Anfälligkeit für weitere Krankheiten sein. Da man derzeit nur schwer abschätzen kann, welches Baby tatsächlich eine Sepsis entwickelt, erhalten die meisten der Frühgeborenen (bis zu 85 Prozent) vorsorglich Antibiotika. Diese Medikamente können somit Leben retten, haben aber auch Nachteile wie die Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen oder eine Störung der Darmflora. Letzteres kann langfristig chronisch entzündliche Erkrankungen, Allergien, Fettleibigkeit und Diabetes nach sich ziehen.

Ein Team um Professorin Dr. Dorothee Viemann, Leiterin der Translationalen Pädiatrie und Professor Dr. Christoph Härtel, Klinikdirektor der Kinderklinik am Universitätsklinikum Würzburg, untersucht nun im Forschungsprojekt PROSPER, ob eine bestimmte Nahrungsergänzung Frühgeborene vor einer Blutvergiftung schützen kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt dieses Vorhaben mit rund 1,9 Millionen Euro. 

Alarmine könnten der Schlüssel sein

Professorin Viemann und Dr. Sabine Pirr von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben zuvor herausgefunden, dass sogenannte Alarmine die Entwicklung der Darmflora und des Immunsystems nach der Geburt positiv beeinflussen. Diese Proteine befinden sich in hohen Mengen in der Muttermilch. „Das Sepsisrisiko erhöht sich deutlich, wenn es Frühgeborenen an Alarmin S100A8/A9 mangelt“,erklärt Dorothee Viemann. Im Projekt PROSPER (Prevention of Sepsis by personalized nutritional S100A8/A9 supplementation to vulnerable neonates) soll nun gezeigt werden, dass die Nahrungsergänzung mit S100A8/A9 Frühgeborene, die niedrige Spiegel dieses Alarmins aufweisen, vor einer Sepsis schützt.

In PROSPER arbeiten Expertinnen und Experten der Kinderklinik des Universitätsklinikums Würzburg, der Medizinischen Hochschule Hannover, des Instituts für Immunologie der Universität Münster und des experimentell-klinischen Forschungszentrums des Max-Delbrück-Zentrums und der Charité in Berlin zusammen. Es soll die Voraussetzungen für die Durchführung einer anschließenden klinischen Studie schaffen und ist somit ein Beispiel für die schrittweise Translation von Grundlagenforschung in die klinische Anwendung. 

Professorin Dorothee Viemann hat im Jahr 2021 die Leitung der neuen Abteilung Translationale Pädiatrie am Uniklinikum Würzburg übernommen.

Starke Leistung: UKW als größtes Team beim Firmenlauf ausgezeichnet

Starke Teamleistung des UKW: Nach dem Lauf gab es die nötige Erfrischung am Stand der Würzburger Uniklinik – gute Stimmung inklusive.

 

Würzburg. Größtes Team und mehrere Staffeln auf dem Siegerpodest: Das Team des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) konnte beim Würzburger Firmenlauf am Donnerstag (23. Juni) einen tollen und erfolgreichen Abend genießen. 161 Läuferinnen und Läufer hatten sich angemeldet, trotz großer Hitze waren fast alle am Start. In der Damenteamwertung gab es die Plätze 1 und 3, bei den Mixed-Teams die Plätze 1 und 2. Zudem wurde das UKW offiziell als größtes Team ausgezeichnet.


Prof. Dr. Jens Maschmann, Ärztlicher Direktor der Uniklinik, der selbst auch mitlief, dankte allen Teilnehmern und dem Organisationsteam am UKW: „Es freut mich sehr, dass wir eine so tolle Gemeinschaftsleistung geschafft haben. Genau das zeichnet unser Klinikum quer durch die alle Berufsgruppen aus. Und natürlich: Herzlichen Glückwunsch an alle Läuferinnen und Läufer. Im kommenden Jahr wollen wir dann unseren Titel als größtes Team verteidigen.“ 

161 Läuferinnen und Läufer aus der Uniklinik Würzburg hatten sich angemeldet, trotz großer Hitze waren fast alle am Start. Das UKW war damit das größte Team beim Würzburger Firmenlauf 2022. Foto: UKW/Kim Sammet
161 Läuferinnen und Läufer aus der Uniklinik Würzburg hatten sich angemeldet, trotz großer Hitze waren fast alle am Start. Das UKW war damit das größte Team beim Würzburger Firmenlauf 2022. Foto: UKW/Kim Sammet
Starke Teamleistung des UKW: Nach dem Lauf gab es die nötige Erfrischung am Stand der Würzburger Uniklinik – gute Stimmung inklusive. Foto: UKW/Kim Sammet
Starke Teamleistung des UKW: Nach dem Lauf gab es die nötige Erfrischung am Stand der Würzburger Uniklinik – gute Stimmung inklusive. Foto: UKW/Kim Sammet