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Universitätsklinikum Würzburg, Pressemeldung des Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung Würzburg 08.03.2019 Ist Forschung neben der Tätigkeit als Arzt noch zu leisten?

Erstes Symposium zum interdisziplinären und überregionalen Austausch von jungen Forscherinnen und Forschern aus der Medizin

Mehr als 70 junge Medizinerinnen und Mediziner aus 20 deutschen Universitätskliniken trafen sich in Würzburg zum interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch. Die Ärztinnen und Ärzte unterschiedlicher Fach- und Forschungsrichtungen kamen vom 21. – 23. Februar 2019 in erster Linie zusammen, um ihre aktuelle und zukünftige berufliche Situation als Forscherinnen und Forscher an den Kliniken zu diskutieren.

 

Ärztinnen und Ärzte, die neben ihrer Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt auch Forschung betreiben, werden als „Clinician Scientists“ bezeichnet. „Sie sind das Bindeglied zwischen Klinik und Forschung und sorgen dafür, dass in der Forschung das Wohl des Patienten im Mittelpunkt steht“, so Prof. Stefanie Hahner, Prodekanin für Nachwuchsförderung an der Medizinischen Fakultät Würzburg und wissenschaftliche Leiterin des Clinician Scientist-Programms des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung Würzburg (IZKF).
Trotz im Lehrplan verankerter Programme für eine geschützte Forschungszeit neben der Klinik gibt es immer weniger Medizinerinnen und Mediziner, die den Weg eines Clinician Scientists einschlagen möchten, da die Arbeitsbelastung in einer Klinik schon ohne Forschungstätigkeit überdurchschnittlich hoch ist. Das Symposium bot den Nachwuchsforschenden eine Plattform, sich interdisziplinär zur Herausforderung von Klinik und Forschung und auch über die eigene Universitätsklinik hinaus auszutauschen.
Organisation
Angeregt und ausgerichtet wurde das erste Interdisziplinäre Networking-Symposium von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Würzburger IZKF-Clinician Scientist-Programms. In diesem dreijährigen strukturierten Ausbildungsprogramm erhalten die Ärztinnen und Ärzte neben ihrer klinischen Weiterbildung auch eine 18-monatige Freistellung, um sich ausschließlich ihrer Forschung widmen zu können.
Karriere als Clinician Scientist
Clinician Scientist-Programme gibt es inzwischen an vielen Universitätsstandorten. Auch wenn die Ärztinnen und Ärzte durch diese Programme mehr Zeit für ihre Forschung bekommen, verbleibt beim Einschlagen dieses Weges die Herausforderung, Klinik, Forschung, Lehre und Familie langfristig unter einen Hut zu bringen. Hier stoßen viele an ihre Grenzen. Wie dieser und andere Konflikte in der beruflichen Laufbahn eines Clinician Scientists zukünftig entschärft bzw. gelöst werden könnten, war ein häufig diskutiertes Thema auf dem Symposium.
Die Keynote-Vorträge hielten drei erfahrene, sehr erfolgreiche Clinician Scientists: Prof. Marion Subklewe aus München, Prof. Annette Grüters-Kieslich aus Heidelberg und Prof. Wiebke Arlt, die aus Birmingham angereist war. Anhand ihrer eigenen Lebensläufe machten sie den Teilnehmenden Mut, die Herausforderung einer Karriere in der Universitätsmedizin anzunehmen.
Austausch und Vernetzung
Neben den Keynote-Vorträgen und den wissenschaftlichen Vorträgen der jungen Ärztinnen und Ärzte gab es viel Zeit zum individuellen Austausch. In einem Worldcafé diskutierten die Teilnehmenden über Arbeitsmodelle der Zukunft sowie die Vereinbarkeit von Klinik, Forschung und Familie. Ein wichtiger Punkt war die Möglichkeit der Anerkennung von Forschungszeit für die Facharztweiterbildung, die in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt wird. Außerdem wurde diskutiert, welche Kriterien ein gutes Clinician Scientist-Programm erfüllen sollte und welche Perspektiven Clinician Scientists nach ihrer Ausbildung an den Universitätskliniken haben sollten.  Johannes Völker, Clinician Scientist des IZKF-Programms: „Nur wenn genügend Stellen für forschende Fachärzte zur Verfügung stehen, lohnt sich der anspruchsvolle Weg als Clinician Scientist.“ Gut angenommen wurde auch das abendliche Rahmenprogramm in Form von „Get togethers“.

Resümee

Das durchweg positive Feedback zu der Veranstaltung bestätigte die Organisatorinnen und Organisatoren. Die Ärztinnen und Ärzte waren in erste Linie wegen des interdisziplinären Austauschs mit ihren Kolleginnen und Kollegen und zum Netzwerken angereist In den abschließenden Evaluationen des Kongresses hoben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die mitreißenden Vorträge der Keynote-Sprecherinnen und die gute Organisation des Symposiums hervor. Die Teilnehmenden betrachteten das Würzburger Symposium als Startschuss für eine zukünftige enge Vernetzung untereinander.
Konsens bestand auch darin, dass Clinician Scientists durch ihre klinische Erfahrung optimal translationale Forschung betreiben und steuern können. Das bedeutet, dass Ergebnisse aus der Grundlagenforschung rasch ihren Weg an das Patientenbett finden. Das Berufsmodell stelle dadurch eine unschätzbare Bereicherung für die Medizin. Ärztinnen und Ärzte, die sich mit der akribischen, systematischen Arbeit in der Grundlagenforschung und dem kritischen Hinterfragen feststehender Dogmen beschäftigen, seien für die moderne Medizin unverzichtbar.
 
Im Austausch waren sich die Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer einig, dass die Vernetzung und ein gemeinschaftliches Auftreten essenziell für die Durchsetzung übergeordneter Ziele der Programme und zukunftsfähiger Arbeitsmodelle seien. Nur durch eine nachhaltige Stärkung des Berufsstandes der klinischen Forscherin bzw. des klinischen Forschers könne dessen Zukunft und eine internationale Konkurrenzfähigkeit deutscher Universitätsmedizin gesichert werden.
Der Wunsch der Würzburger, den Staffelstab für die Organisation und Veranstaltung des Symposiums im nächsten Jahr weiterzugeben, wurde positiv aufgenommen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus fünf weiteren Unikliniken haben bereits ihr Interesse bekundet, dieses wichtige und wegweisende Netzwerktreffen im nächsten Jahr fortzuführen. 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten interdisziplinären Networking Symposiums für Clinician Scientists
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten interdisziplinären Networking Symposiums für Clinician Scientists. Fotograf: Jörg Fuchs
Teilnehmerinnen und Teilnehmer World Café
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Vorstellung der Ergebnisse aus den Themenbereichen des World Cafés. Fotograf: Jörg Fuchs

Fastenzeit am Uniklinikum Würzburg: Ein Kreuz, viele beschriftete Steine und fünf Meditationen

Das ökumenische Seelsorgeteam des Uniklinikums Würzburg markiert die Fastenzeit wieder mit besonderen Angeboten: An einem Holzkreuz in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin und am Altar der katholischen Klinikkapelle können bis Karfreitag beschriftete Steine niedergelegt werden – und eine öffentliche Meditationsreihe lädt zur Besinnung ein.

Wie schon in den vergangenen Jahren steht auch heuer wieder ein Fastenkreuz in der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) des Uniklinikums Würzburg (UKW), nahe des Raums der Stille. Am Fuß des etwa mannshohen Holzkreuzes können sechs Wochen lang beschriftete Steine abgelegt werden. „Alle – Patientinnen und Patienten, deren Besucherinnen und Besucher sowie natürlich auch die Beschäftigten des Klinikums – sind herzlich eingeladen, ihre persönlichen Gedanken mit den bereitliegenden Stiften auf die ebenfalls zur Verfügung gestellten Steine zu schreiben“, sagt die Klinikseelsorgerin Marion Mack. Sinnsprüche und Bibelzitate, Dankes- und Trostworte, Fürbitten und Fragen, Klagen und Hoffnungen – vieles ist hier denkbar.
Parallel dazu läuft die Aktion auch in der katholischen Klinikkapelle im Altgelände des UKW an der Josef-Schneider-Straße. Hier können die Steine am Altar niedergelegt werden. Am Karfreitag sind das Fastenkreuz und die Anliegen-Steine dann Teil des dortigen Gottesdienstes.

15-minütiges Meditationsangebot

Ein weiteres Fastenzeit-Angebot der Klinikseelsorge ist in diesem Jahr eine Reihe von jeweils 15-minütigen, öffentlichen Meditationen. Immer um 13:00 Uhr ist im ökumenischen Meditationsraum in der Universitätsfrauenklinik (Gebäude C15, dritter Stock, Josef-Schneider-Straße) Raum und Zeit, um mit Musik, einem Gedankenimpuls, Stille und Segen zur Ruhe zu kommen. Verbleibende Termine sind der 14., 21. und 27. März sowie der 3. und 11. April.

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Fastenkreuz am UKW
Bei einer Fastenaktion des ökumenischen Seelsorgeteams des Uniklinikums Würzburg können beschriftete Steine an einem Holzkreuz abgelegt werden. Bild: Marion Mack / Uniklinikum Würzburg

Abendsprechstunde: Das Uniklinikum Würzburg informiert über Behandlungsmöglichkeiten bei starkem Übergewicht

Am Montag, den 8. April 2019, lädt das Uniklinikum Würzburg gemeinsam mit der Main-Post-Akademie zu einer „Abendsprechstunde“ zum Thema Adipositas ein. Bei der kostenlosen Veranstaltung informieren vier Expertinnen und Experten über die Gesundheitsgefahren und Therapiemöglichkeiten bei starkem Übergewicht. Außerdem beantworten sie individuelle Fragen der Zuhörer/innen.

Laut dem Robert Koch-Institut sind etwa zwei Drittel der Männer und die rund die Hälfte der Frauen in Deutschland übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen ist stark übergewichtig, also adipös. Neben Einschränkungen in der Lebensqualität haben adipöse Menschen zudem ein deutlich erhöhtes Risiko, an Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfällen, Gelenkleiden sowie bestimmten Krebsarten zu erkranken. Hinzu kommen Atembeschwerden bei Belastung, Sodbrennen und verschiedene andere Sekundärerscheinungen. Mehr als genug Gründe für das Uniklinikum Würzburg (UKW), dieses Krankheitsbild am 8. April dieses Jahres in einer „Abendsprechstunde“ aufzugreifen. Die Abendsprechstunde ist eine kostenlose Veranstaltungsserie, die vom UKW gemeinsam mit der Main-Post-Akademie organisiert wird. Sie dauert von 18:00 bis 19:30 Uhr und findet im Hörsaal 1 der Zahnklinik am Pleicherwall in Würzburg statt.

Adipositas – kein auswegloses Schicksal

Bei der aktuellen Ausgabe unter dem Titel „Adipositas – kein auswegloses Schicksal“ informiert ein interdisziplinäres Expertenteam die Teilnehmer/innen: Der Chirurg Privatdozent Dr. Florian Seyfried, die Endokrinologin Dr. Ann-Kathrin Koschker, der Psychiater Dr. Bodo Warrings und die Ökotrophologin Christina Haas. Sie beantworten Fragen wie: Ab wann ist Übergewicht eine Krankheit? Warum ist es so schwierig, nachhaltig Gewicht abzunehmen? Was tun, wenn eine konservative Therapie nicht funktioniert? Wann könnte eine Operation helfen, wie sieht eine solche Operation aus und wie wirkt sie? Was sind die postoperativen Herausforderungen?

Fragen schon bei der Anmeldung einreichen

Für die Teilnahme wichtig ist eine Anmeldung unter www.akademie.mainpost.de oder Tel: 0931/6001 6009. Eine besondere Chance: Zusammen mit der Anmeldung können Fragen eingereicht werden, die die Referentinnen und Referenten dann bei der Veranstaltung beantworten.

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Referent/innen der Abendsprechstunde zu Adipositas
Privatdozent Dr. Florian Seyfried, Dr. Ann-Kathrin Koschker, Dr. Bodo Warrings und Christina Haas (von links oben nach rechts unten) sind die Referent/innen der Abendsprechstunde zu Adipositas am 8. April 2019. Bilder: Uniklinikum Würzburg

Tag der offenen Tür: Zehn Jahre Comprehensive Hearing Center am Uniklinikum Würzburg

Das Comprehensive Hearing Center (CHC) an der HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg feiert am 6. April dieses Jahres sein zehnjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Das Zentrum bündelt alle an der Versorgung von Schwerhörigen beteiligten Disziplinen an einem Ort.

Am 6. April 2019 breitet das Comprehensive Hearing Center (CHC) Würzburg zwischen 10:00 und 15:00 Uhr sein umfassendes Diagnostik-, Therapie- und Beratungsangebot vor allen interessierten Besucher/innen aus. Bei einem Tag der offenen Tür zeigen die Experten des Interdisziplinären Hörzentrums des Uniklinikums Würzburg (UKW) unter anderem, wie man die Hörfähigkeit – auch die von Babys und Kleinkindern – messen kann, wie Hörimplantate und Cochlea-Implantate funktionieren, welche anderen Therapiemöglichkeiten bei Schwerhörigkeit bestehen und was ein Hörtraining bewirken kann. Auch die Forschungsaktivitäten der Einrichtung werden laienverständlich beleuchtet.

Vor zehn Jahren gegründet

Der Tag der offenen Tür des an der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen des UKW angesiedelten CHC markiert in diesem Jahr auch ein besonders Jubiläum: Vor zehn Jahren gründete der Klinikdirektor, Prof. Dr. Rudolf Hagen, das Zentrum mit seiner wegweisenden Struktur. „Ziel dabei war es, zum Wohle der Patienten alle an der Versorgung von Schwerhörigen beteiligten Fachgruppen räumlich kompakt zusammenzufassen, vom Wartezimmer über die Diagnostik bis hin zur Geräteanpassung und dem Hörtraining“, schildert Prof. Hagen. Diese Zentrierung des CHC auf ein mit akustisch optimierten Räumen ausgestattetes Stockwerk der Kopfklinik an der Josef-Schneider-Straße, konnte bald erreicht werden. Seitdem durchlaufen die Patienten hier ihr individuelles Untersuchungs- und Beratungs- und Behandlungsprogramm.

Hochpersonalisierte Versorgungsleistungen

Kinder aller Altersgruppen werden apparativ oder mit den notwendigen Implantaten versorgt. Für die Erwachsenen halten die Spezialisten, wenn die Hörgeräteversorgung nicht ausreicht, alle aktuellen Hörimplantatlösungen bereit – von aktiven Mittelohrimplantaten über Knochenleitungshörgeräte bis hin zu vollimplantierbaren Hörgeräten und Cochlea-Implantaten. In Zusammenarbeit mit der im selben Haus untergebrachten Neurochirurgie werden darüber hinaus Hirnstammimplantate eingesetzt. „Mit diesem einzigartigen Gesamtkonzept sind wir in der Lage, unseren Patienten eine maßgeschneiderte, hochpersonalisierte Versorgung zu bieten“, betont Prof. Hagen.
Eine Leistung, die von Menschen aus ganz Deutschland und teilweise auch aus dem Ausland genutzt wird, ist die Spezialsprechstunde für Patienten mit einem Akustikusneurinom, einer gutartigen Tumorerkrankung des Gleichgewichtsnervs.

In der Grundlagen- und Klinischen Forschung aktiv

In der Grundlagenforschung beschäftigen sich die Experten des CHC Würzburg derzeit von der Stammzelle bis zu hörphysiologischen und psychologischen Themen. Die angewandte klinische Forschung fokussiert sich aktuell auf Bereiche der Elektrophysiologie und Audiologie sowie auf chirurgische Techniken. Eine neu eingerichtete Professur für experimentelle Hörforschung rundet das Themenspektrum ab.
Weitere Details zum Programm des Tages der offenen Tür finden sich unter www.chc.ukw.de

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interdisziplinäres Team am CHC Würzburg
Ein interdisziplinäres Team sorgt am CHC Würzburg für eine bestmögliche Diagnostik und Behandlung von schwerhörigen Menschen. Bild: Michael Bogar / Uniklinikum Würzburg

Kinderuni-Vorlesung zum Umgang mit kleinen Wunden

Unter dem Titel „Autsch – das hat weh getan! Wie der Körper Wunden heilt“ wendet sich Prof. Dr. Sarah König am Samstag, den 16. März 2019, bei einer Kinderuni-Vorlesung an eine ganz junge Zuhörerschaft.

Die Leiterin des Instituts für Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung am Uniklinikum Würzburg erklärt, welche Arten von Hautverletzungen es gibt, wie die Wundheilung normalerweise funktioniert und warum Schorf und Juckreiz dabei ganz normal sind. Außerdem wird sie an einem Silikonmodell vorführen, wie bei größeren Verletzungen die Ränder einer Wunde zusammengenäht werden, um die Heilung zu beschleunigen. Veranstaltungsort ist die Neue Universität am Sanderring 2, es gibt zwei Durchläufe um 10:00 und 10:45 Uhr. Weitere Details, auch zur Anmeldung, unter www.uni-wuerzburg.de/kinderuni

Prof. Dr. Sarah König
Bei ihrer Kinderuni-Vorlesung wird Prof. Dr. Sarah König unter anderem an einem Silikonmodell demonstrieren, wie Wunden genäht werden. Bild: Andrew Entwistle

Uniklinikum Würzburg: „Ängstliche Typen“ für Präventionsprogramm gesucht

Das Zentrum für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Würzburg testet in einer Studie ein Präventionsprogramm, das das Entstehen von Angsterkrankungen verhindern soll. Für das Angstsensitivitätstraining werden noch Teilnehmer/innen zwischen 18 und 30 Jahren gesucht.

Macht es Ihnen Angst, wenn Sie starkes Herzklopfen verspüren? Befürchten Sie, nicht mehr richtig atmen zu können, wenn Sie ein Beklemmungsgefühl in der Brust haben? Hatten Sie schon einmal eine Panikattacke oder sind generell eher ein „ängstlicher Typ“? Dann könnten Sie ein/e potenzielle/r Teilnehmer/in für die PANDA-Studie des Zentrums für Psychische Gesundheit (ZEP) des Uniklinikums Würzburg sein! PANDA steht als Abkürzung für „Prävention von Angst durch Angstsensitivitätstraining“. Hierbei wird Menschen mit einem erhöhten Risiko für Angsterkrankungen ein Training zur Vorbeugung geboten. Durch die Vermittlung von Informationen zum Thema Stress sowie Übungen zum Umgang mit Körperempfindungen soll die sogenannte Angstsensitivität verringert werden. Gemeint ist damit der Grad, wie sehr wir in uns hinein hören und Signale unseres Körpers als gefahrvoll interpretieren – ein bereits gut untersuchter Risikofaktor für die Entstehung von Angsterkrankungen.
Das etwa fünfwöchige Präventionsprogramm wurde an der Florida State University in den USA entwickelt und hat sich dort bereits als wirksam erwiesen. Nun wird es erstmalig und exklusiv im deutschen Sprachraum am ZEP angewendet.

Der Aufwand wird mit bis zu 150 Euro belohnt

Konkret gesucht werden gesunde Frauen und Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren. Vor und nach dem Präventionsprogramm gibt es für sie zwei Untersuchungstermine, die insgesamt jeweils rund zwei Stunden dauern. Nach sechs und nach zwölf Monaten wiederholen sich Teile der Untersuchungen, um den Langzeiterfolg des Programms zu beurteilen. Diese Termine dauern jeweils eine Stunde. Alle Treffen finden in Würzburg statt. Die Teilnahme am Präventionstraining ist kostenlos. Je nach Anzahl der absolvierten Untersuchungstermine wird eine Aufwandsentschädigung von 50 bis 150 Euro pro Person gezahlt.
Interessenten können sich unverbindlich an die Ansprechpartnerin der PANDA-Studie M.Sc. Psych. Melanie Vietz vom Zentrum für Psychische Gesundheit wenden unter E-Mail: panda-studie@ ukw.de.

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Uniklinikum Würzburg: Symposium stellt Morbus Menière in den Mittelpunkt

Am 16. März dieses Jahres lädt die HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg zu einem Symposium über die Diagnose und Behandlung der Innenohrerkrankung Morbus Menière ein. Die patientenorientierte Veranstaltung feiert außerdem das 25-jährige Jubiläum des Selbsthilfevereins „Kontakte und Informationen für Morbus Menière“ (KIMM e.V.).

Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohres, die gekennzeichnet ist durch Anfälle von Schwindel, Hörverlust und Ohrgeräusche (Tinnitus). Der Leidensdruck der Betroffenen ist in vielen Fällen hoch. Die genauen Ursachen der Menière-Krankheit sind bisher noch nicht bekannt und eine Frühdiagnose ist oft schwierig. „Gerade diese Faktoren führen dazu, dass die Diagnostik, Beratung und Behandlung von Menière-Patienten an unserem Comprehensive Hearing Center und in unserer Gleichgewichtsambulanz einen sehr hohen Stellenwert haben“, sagt Prof. Dr. Rudolf Hagen, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen des Uniklinikums Würzburg.

Expertenvorträge und Jubiläumsfeier

Dieser Bedeutung und der in Würzburg vorhandenen Expertise entsprechend, widmet die Klinik der Menière-Krankheit am 16. März dieses Jahres ein ganztägiges Patientensymposium. Am Vormittag referieren vier ihrer Spezialist/innen laienverständlich zu aktuellen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden. Am Nachmittag feiert dann der Würzburger Selbsthilfeverein „Kontakte und Informationen für Morbus Menière“ (KIMM e.V.) im Rahmen des Symposiums sein 25-jähriges Jubiläum. Hierbei steht unter anderem ein Festvortrag von Dr. Helmut Schaaf von der Tinnitus Klinik Dr. Hesse in Bad Arolsen auf dem Programm. Außerdem verspricht der Verein eine Überraschung in Form einer Aufführung.
Das Symposium findet zwischen 9:30 und 17:00 Uhr im Hörsaal 1 der HNO-Klinik, Josef-Schneider-Straße 11, statt. Für die Teilnahme wird eine Tagespauschale von 10,– € erhoben. Eine Anmeldung ist bis zum 1. März möglich bei Margarete Bauer vom KIMM e.V. unter der E-Mail: m.bauer@ kimm-ev.de. Das detaillierte Programm gibt es unter www.ukw.de/hno.

Modell Innenohr
Die genauen Ursachen für die Menière-Krankheit sind noch nicht geklärt. Offenbar spielen Veränderungen im Flüssigkeitshaushalt des Innenohrs eine wichtige Rolle. Bild: Universitätsklinikum Würzburg