Aktuelle Meldungen

Betroffener spendet für die Myelom-Forschung am Uniklinikum Würzburg

Ein an Multiplem Myelom erkrankter Patient des Uniklinikums Würzburg will mit einer großzügigen Spende helfen, dass andere von der bösartigen Krebserkrankung des blutbildenden Systems Betroffene von den zukünftigen Forschungsergebnissen des Klinikums profitieren können.

Die Medizinische Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) ist eine der international führenden Einrichtungen bei der Erforschung und Therapie des Multiplen Myeloms. Ein Patient mit dieser bösartigen Erkrankung der Plasmazellen will mit einer Spende von 10.700 Euro dazu beitragen, die Forschungsarbeit der Klinik voranbringen. Nach seinem Willen soll das Geld gezielt in die wissenschaftliche Arbeit der Professorin Dr. Franziska Jundt gehen, die ihn bisher am UKW behandelte. Prof. Jundt, die Leiterin des Bereichs Autologe Stammzell-Transplantation der Medizinischen Klinik II, erläutert: „Das Multiple Myelom gilt bisher als nicht heilbar. Unserem Spender ist es wichtig, dass andere Patienten zukünftig von neuen Forschungsergebnissen und Therapiemöglichkeiten profitieren können.“ Nach ihren Angaben wird die Spende konkret für die Untersuchung von Blutproben eingesetzt, die im Rahmen einer Pilotstudie zum Thema „Sport gegen Krebs“ gewonnen wurden. Übergeordnet geht es um Fragen wie: Wie wirkt sich Sport auf das Wachstum von Tumorzellen im Knochen aus? Ist Bewegung eine zusätzliche Maßnahme, die Krebspatienten helfen kann, das Multiple Myelom zu bekämpfen? Prof. Jundt: „Das Thema ist sehr innovativ und bedarf deshalb in seiner Anfangsphase besonderer Unterstützung. Gerade deshalb danke ich dem großzügigen Spender sehr herzlich!“ Nach den Worten der Professorin für Hämatologie und Internistische Onkologie dient die Pilotstudie als Vorarbeit zu einer großen multizentrischen Studie mit den Standorten Köln, Hamburg und Würzburg, für die bei der Deutschen Krebshilfe eine Förderung beantragt wird.

Weitere Spenden für das Vorhaben sind jederzeit herzlich willkommen:

Uniklinikum Würzburg
Stichwort „Translationale Myelomforschung“, Finanzstelle 8693060
UniCredit Bank AG
BIC: HYVEDEMM455
IBAN: DE12790200760326255084

 

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Das Uniklinikum Würzburg stellt die Notbetreuung von Mitarbeiterkindern sicher

Mit Plätzen bei den Grombühlzwergen – und bei Bedarf auch an weiteren Ausweichstandorten – sorgt das Uniklinikum Würzburg dafür, dass seine Beschäftigten in jedem Fall einen Notbetreuungsplatz für ihre Kinder finden. Ein weiterer Baustein, der die Arbeitsfähigkeit des Großkrankenhauses während der Corona-Pandemie sicherstellt.

Wie die Schulen sind auch die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen in Deutschland bis einschließlich 19. April 2020 zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen. Damit entfallen derzeit die regulären Betreuungsangebote. Familien, bei denen beide Elternteile in systemrelevanten Berufen arbeiten, können in der Regel bei ihrer bisherigen Betreuungsstätte eine Notbetreuung in Anspruch nehmen. Für Beschäftigte in der Gesundheitsversorgung und Pflege gilt in Bayern seit Beginn dieser Woche darüber hinaus eine Sonderregelung: Sie dürfen die Notbetreuung bereits dann in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil in diesen speziellen Bereichen tätig ist und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten an einer Betreuung des Kindes gehindert ist.

Weitere Absicherung durch Plätze bei den Grombühlzwergen

Mit den „Grombühlzwergen“ gibt es für die Beschäftigten des Uniklinikums Würzburg (UKW) darüber hinaus noch eine weitere Absicherung. Die Kinderbetreuungseinrichtung des Klinikums in der Wickenmayer Str. 2 im Würzburger Stadtteil Grombühl wird in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Würzburg seit dem Jahr 2014 betrieben. „Mit der Sonderregelung für Gesundheits- und Pflegeberufe ist auch die Nachfrage nach Notbetreuungsplätzen nochmals erkennbar gestiegen“, berichtet Prof. Gunter Adams, der Einrichtungsleiter der Evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Würzburg, und fährt fort: „Wir haben allerdings noch einige Kapazitäten bei den Grombühlzwergen und können zudem bei noch weiter steigendem Bedarf zusätzliche Ausweichmöglichkeiten auf dem Klinikumsgelände schaffen.“

Damit könne man sich auf viele individuellen Szenarien einstellen. Sei es, dass bei einem bisher genutzten, örtlichen Kindergarten die Notversorgungsgruppe schließen muss. Oder dass, wie schon geschehen, eine UKW-Ärztin in Baden-Württemberg lebt, wo noch ausnahmslos die Bedingung „beide Elternteile in systemrelevanten Berufen“ gilt. Hier konnte die fünfjährige Tochter unkompliziert bei den Grombühlzwergen untergebracht werden.

Eine Sorge weniger

„Unser gemeinsames Ziel ist es, eine Betreuung für die Kinder unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nach Möglichkeit sicherstellen zu können“, betont Bettina Steinmetz, kommissarische Kaufmännische Direktorin des UKW. Steinmetz fährt fort: „Ich bin sehr froh, dass wir unsere Beschäftigten, die im Moment beruflich und menschlich schon extrem gefordert sind, zumindest an dieser Stelle etwas entlasten können. Eine Sorge weniger!“
Generell sollten UKW-Beschäftigte jedoch weiterhin primär die Betreuungsstätte, die ihr Kind im Normalfall besucht, für die Notbetreuung nutzen. Sollte dies nicht möglich sein, steht die Personalabteilung des UKW für die Vermittlung einer Versorgung am Klinikum zur Verfügung.

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Gastronomen spenden Schutzausrüstung an die Würzburger Universitäts-Kinderklinik

Die Geschäftsführer der beiden Würzburger Sumo Sushi Bars spendeten Einmalhandschuhe und Schutzmasken an die Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg.

Die Geschäftsführer der beiden Würzburger Sumo Sushi Bars, Quang Tao Tu und Xuan-Thang Vu, hatten aus den Medien erfahren, dass Schutzausrüstung für medizinisches Personal derzeit knapp ist. In Kürze konnten die beiden Gastronomen 2 000 Einmalhandschuhe und mehrere Dutzend Mund-Nasen-Schutzmasken organisieren, die sie gestern Prof. Dr. Christian P. Speer, dem Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik, für das medizinische Personal seiner Klinik überreichten. Prof. Speer zeigte sich von dem privaten Engagement begeistert: „Diese großzügige Sachspende ist nicht nur für unsere Arbeit hilfreich, sondern auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uni-Kinderklinik ein äußerst positives und motivierendes Signal.“

 

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Uniklinikum Würzburg hält Beatmungsplätze für COVID-19 Patienten vor

Entgegen anderslautender Meldungen hält das Uniklinikum Würzburg derzeit 72 Beatmungsplätze vor, die bei vermehrter Notwendigkeit für die Behandlung von Patienten, die aufgrund von COVID-19-Infektionen künstlich beatmet werden müssen, auf bis zu 152 Beatmungsplätze ausgebaut werden können.

Im DIVI-Intensiv-Register (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) wurde der Eintrag zur Verfügbarkeit aktualisiert. 

Grüne Herren des Uniklinikums Würzburg leiten die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe

Albert Fischer und Gernot Hornberger von den Grünen Damen und Herren des Uniklinikums Würzburg haben seit März dieses Jahres den kommissarischen Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Krankenhaus-Hilfe.

Albert Fischer ist seit dem Jahr 2014 der Gruppenleiter der Grünen Damen und Herren des Uniklinikums Würzburg (UKW). Im März dieses Jahres übernahm er zusätzlich den Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Katholische Krankenhaus-Hilfe. Als Stellvertreter steht ihm dort Gernot Hornberger zur Seite, der ihn auch bei der Führung der Würzburger Grünen Damen und Herren unterstützt. Die BAG Katholische Krankenhaus-Hilfe ist ein Zusammenschluss von deutschlandweit rund 200 Krankenhaus-Hilfe-Gruppen mit zusammen über 3.500 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Der Vorsitz von Fischer und Hornberger ist kommissarisch bis zu nächsten Bundestagung der Arbeitsgemeinschaft im April 2021.

Die „Grünen Damen und Herren“ besuchen einsame und hilfsbedürftige Patientinnen und Patienten des UKW. Derzeit engagieren sich in Würzburg 26 Frauen und vier Männer in diesem, unter dem Dach der Caritas organisierten Ehrenamt. Sie nehmen sich Zeit für Gespräche, erledigen kleine Einkäufe und kümmern sich um Organisatorisches. Der Name des Patientenbesuchsdienstes leitet sich ab von den mintgrünen Kitteln, die die Frauen und Männer bei ihrer Arbeit tragen. Wegen der Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie ruht die Arbeit der Würzburger Grünen Damen und Herren derzeit – wie bei den meisten Patientenbesuchsdiensten in Deutschland.

 

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Uniklinikum Würzburg: Landrat Nuß lernt Liberal-Studie kennen

Bei einem Besuch an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie des Uniklinikums Würzburg lernte der Würzburger Landrat Eberhard Nuß sowohl den neuen Klinikdirektor Prof. Dr. Patrick Meybohm, wie auch die von diesem geleitete, speziell für ältere Patienten hochrelevante Bluttransfusionsstudie „Liberal“ kennen.

Anfang März dieses Jahres lud das Uniklinikum Würzburg (UKW) den scheidenden Landrat Eberhard Nuß an die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie ein. Bei diesem Info-Besuch lernte der Politiker zum einem Prof. Dr. Patrick Meybohm kennen, der Anfang dieses Jahres die Leitung der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie übernahm. Zum anderen informierte Prof. Meybohm den Politiker über eine von ihm geleitete klinische Studie, die erstmalig untersucht, ob bei Patienten über 70 Jahren ein höherer Ziel-Hämoglobinwert (Hb-Wert) mittels Fremdbluttransfusionen besser geeignet ist, potenzielle Dysfunktionen von Herz, Gehirn, Niere oder Darm während und nach einer Operation zu vermeiden. Ein weiteres Ziel der bundesweiten Studie namens „Liberal“ ist es, zu erfahren, ob sich die Lebensqualität operierter Patienten mithilfe einer bestimmten Transfusionsstrategie verbessern lässt. „Basierend auf den aktuellen Leitlinien können derzeit kaum verlässliche Angaben gemacht werden, ab welchem Wert des Blutfarbstoffes der geeignete Moment gekommen ist, eine Blutkonserve zu verabreichen. In der Studie vergleichen wir nun die Gesundheitseffekte einer restriktiven Transfusionsstrategie, bei der der Zielwert für den Hb-Wert zwischen 7,5 und 9 g/dl liegt mit denen bei einer Patientengruppe, die frühzeitiger bereits ab einem Hb-Wert von unter 9 g/dl eine Bluttransfusion erhält und bei denen der angestrebte Zielwert höher – zwischen 9,0 und 10,5 g/dl – liegt“, erläuterte Prof. Meybohm. „Da die Querschnittsleitlinien derzeit durch eine Arbeitsgruppe im Auftrag der Bundesärztekammer aktualisiert werden und Studiendaten gerade bei älteren Patienten kaum vorhanden sind, werden die Ergebnisse dieser Studie ganz besonders sehnsüchtig erwartet“, unterstrich Prof. Dr. Peter Kranke. Der Ärztliche Leiter für Klinische Studien an der Klinik für Anästhesiologie ist als Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin Mitglied der Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer.

Bemühen um das Wohlergeben der älteren Generation

Landrat Nuß zeigte sich bei dem Treffen, an dem auch eine 77-jährige Liberal-Studienteilnehmerin des UKW teilnahm, von dem Projekt begeistert: „Aus der zwischenmenschlichen Perspektive finde ich es genial, dass sich die klinische Forschung hier ein weiteres Mal gezielt um das Wohlergehen der älteren Generation kümmert, der wir so viel verdanken.“ Darüber hinaus sei das damit erneut dokumentierte Bemühen um eine möglichst optimale medizinische Versorgung ein bedeutender Standortvorteil für Würzburg und die Region.

Studienleitung jetzt am Uniklinikum Würzburg

Das UKW beteiligt sich schon seit Anfang 2018 als eines von 14 deutschen Universitätsklinika an der Liberal-Studie. Mit dem Wechsel von Prof. Meybohm vom Universitätsklinikum Frankfurt nach Würzburg wechselte auch die Studienleitung ans UKW. „Die Aufmerksamkeit für die Studie in der Öffentlichkeit und der Fachwelt wird in den kommenden Monaten sicher noch weiter wachsen. Liberal passt sehr gut in unser Portfolio von Maßnahmen für ein Altersgerechtes Krankenhaus, um das wir uns auf allen Ebenen bemühen“, freut sich Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW.

 

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Die Region Würzburg im Kampf gegen Corona

Die Krankenhäuser der Region Würzburg haben sich gerüstet und dazu nach intensivem Austausch einen gemeinsamen Plan entwickelt, um eine bestmögliche Versorgung von Patienten mit einer COVID-19 Infektion auch dann sicherzustellen, wenn die Krankheitswelle die üblichen Zahlen an Schwerkranken übersteigen wird.

Hierzu fand, Freitag den 20. März 2020, im Anschluss an das regelmäßige behördenübergreifende Gespräch von Stadt und Landkreis Würzburg zu COVID-19 eine Besprechung von Vertretern der Kliniken der Region statt.

Bislang halten sich die Fallzahlen noch in Grenzen: am Uniklinikum sind es derzeit sieben Patienten auf der Infektionsstation, drei Patienten müssen auf Intensivstation behandelt werden. Würzburg ist leider besonders hart von Todesfällen betroffen, da als besondere Risikogruppe die Bewohner eines Pflegeheimes befallen sind.  Auch fünf der derzeit auf der Infektionsstation des UKW behandelten Patienten stammen aus diesem Heim.

Die Infektionsquelle des Pflegeheims ist unbekannt, aber inzwischen sind zahlreiche Pflegekräfte betroffen, eine Situation, die auch in Kliniken bei allen Vorsichtsmaßnahmen immer wieder auftreten kann. Die Infektionswelle hat die Altenpflegeeinrichtung getroffen, als COVID-19 in Deutschland noch eine Rarität war.

Alle hygienisch notwendigen Maßnahmen werden ergriffen - aber natürlich ist der Kampf der Ärzte und des Pflegepersonals gegen die Krankheit in einem Pflegeheim noch weitaus schwieriger als in den rund um die Uhr mit ärztlichem und pflegerischen Fachpersonal für Infektionskrankheiten ausgestatteten Kliniken. „Wir tun unser Bestes,“ so Dr. Michael Schwab, Chefarzt des Geriatrie-Zentrums der Stiftung Bürgerspital, „auch wenn uns die hohe Ansteckungsgefahr vor größte Herausforderungen stellt.“

Bisher sind noch zehn weitere Bewohner des Heimes positiv getestet und bedürfen der umsichtigen Pflege. „Wir stehen bereit, wenn eine stationäre Behandlung notwendig wird, aber Hut ab vor dem Team des Pflegeheimes, das solche Leistungen erbringt, stets selbst auch bedroht von der Infektion, die aber bei Jüngeren meist nicht so schwer verläuft“, so der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, Prof. Dr. Georg Ertl. Der Schulterschluss aller in der Würzburger Region im Kampf gegen Corona engagierten Einrichtungen und Menschen sei hoch anzuerkennen und auch berührend.

 

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