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First-in-human-Studie: Vielversprechender neuer PET-Tracer zeigt hochauflösende Bildgebung des sympathischen Nervensystems

Erste Anwendung beim Menschen von [18F]Fluproxadin für die PET-Bildgebung des Noradrenalin-Transporters

Gruppenbild der AG vor einem PET-Gerät
Prof. Dr. Takahiro Higuchi (3. v. links) und seine Arbeitsgruppe am DZHI Würzburg. © Katrin Heyer
Vier Mitarbeiterinnen der AG von Takahiro Higuchi arbeiten in weißen Kitteln mit Mundschutz und Handschuhen im Labor der Nuklearmedizin
In-vivo-Testung neuer Radiotracer am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI). © Katrin Heyer
Mitarbeiter mit Schutzausrüstung - hier Kittel, Mundschutz, Handschuhe und eine Bleischürze - im Labor
Radiosynthese: Hier wird der Tracer radioaktiv markiert. © Katrin Heyer

Die Nuklearmedizin des Uniklinikums Würzburg (UKW) entwickelte mit [18F]Fluproxadine einen neuartigen und vielversprechenden PET-Radiotracer zur Darstellung des Noradrenalin-Transporters (NET). Ziel ist eine hochauflösende Bildgebung des sympathischen Nervensystems. In einer im “Journal Clinical Nuclear Medicine” veröffentlichten First-in-Human-Studie zeigt das Team nun gemeinsam mit der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München und Partnern aus Japan, dass eine hochauflösende Bildgebung des sympathischen Nervensystems beim Menschen mit [18F]Fluproxadine sicher und technisch gut möglich ist.

Würzburg. Das sympathische Nervensystem ist ein wichtiger Bestandteil des autonomen Nervensystems. Es steuert viele unbewusste Körperfunktionen, darunter Herzfrequenz, Blutdruck und Stressreaktionen. Bei zahlreichen Erkrankungen, wie Herzkrankheiten, neurodegenerativen Erkrankungen und bestimmten Tumoren, sind Veränderungen in der Aktivität des sympathischen Nervensystems sichtbar, oft noch bevor es zu strukturellen Schäden kommt. Deshalb spielt die Bildgebung mit sogenannten Tracern für die Diagnose, Prognose und Therapie dieser Erkrankungen eine zentrale Rolle. 

Ein Tracer ist ein radioaktiv markierter Stoff, der bei einer PET-Untersuchung (Positronen-Emissions-Tomographie) bestimmte Vorgänge im Körper sichtbar macht. Je nach Fragestellung binden sich die Tracer an bestimmte Zellen, Rezeptoren oder Eiweiße. Eine Kamera misst die dabei entstehende Positronenstrahlung. Das heißt, beim Zerfall des radioaktiven Bestandteils entsteht ein Positron, welches auf ein Elektron trifft. Beide Teilchen vernichten sich gegenseitig und erzeugen messbare Gammastrahlen. 

Die bisherigen zur Darstellung des sympathischen Nervensystems zugelassenen Tracer weisen jedoch Limitationen hinsichtlich Bildqualität, Sensitivität und diagnostischer Aussagekraft auf. 

[18F]Fluproxadin macht den Noradrenalin-Transporter NET präzise sichtbar 

Prof. Dr. Takahiro Higuchi, Leiter der präklinischen Bildgebung in der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am UKW, entwickelte mit seinem Team einen neuen, vielversprechenden PET-Tracer zur Darstellung des Noradrenalin-Transporters (NET): [18F]Fluproxadin. Das Transportprotein NET sitzt in der Zellmembran von Nervenzellen, die den Botenstoff Noradrenalin verwenden. Noradrenalin beeinflusst neben Blutdruck und Stressreaktionen auch Stimmung und Konzentration. Der Transporter bestimmt mit, wie lange und wie stark Noradrenalin wirkt.

Umfassende Voruntersuchungen des Tracers in Zell- und Tiermodellen verliefen vielversprechend, sodass [18F]Fluproxadin nun im Rahmen einer internationalen Kooperation erstmals im gesunden Menschen eingesetzt wurde.

„Unsere Studie zeigte, dass sich der Tracer gut und interpretierbar im Körper verteilt, die Strahlenbelastung war akzeptabel, und es gab keinen Hinweis auf relevante Nebenwirkungen“, schildert Takahiro Higuchi. Neben den positiven Ergebnissen zur Verteilung, Strahlendosis und Sicherheit freut sich der Wissenschaftler vor allem über die Bildqualität: „Mit [18F]Fluproxadin konnten wir die Aktivität des sympathischen Nervensystems sehr präzise sichtbar machen.“ 

Verbesserte Darstellung des sympathischen Nervensystems könnte Diagnostik und Therapie verbessern

Dies deute darauf hin, dass der Tracer künftig ein wertvolles neues bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von Erkrankungen des autonomen Nervensystems sein könnte. Dazu zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, neurologische Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer sowie Tumoren des Nervensystems wie Neuroblastom, Phäochromozytom und Ganglioneurom. 

„Eine verbesserte Darstellung des sympathischen Nervensystems kann Ärztinnen und Ärzten dabei helfen, solche Erkrankungen früher und genauer zu erkennen“, so Higuchi. Langfristig könnte dies zu einer besseren Diagnostik und individuelleren Behandlung führen.

Im nächsten Schritt wird [18F]Fluproxadin bei Patientinnen und Patienten mit Herz-, Nerven- und Tumorerkrankungen weiter untersucht. Zusätzlich wird geprüft, wie gut sich der Tracer im klinischen Alltag einsetzen lässt.

An der im Fachjournal Clinical Nuclear Medicine veröffentlichten Studie waren neben der Würzburger Klinik für Nuklearmedizin das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI), die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am LMU Klinikum unter der Leitung von Prof. Dr. Rudolf Werner, der auch der Antragsteller der Studie war, das Universitätsklinikum Augsburg sowie die Okayama University und das Kobe City Medical Center General Hospital beteiligt. Das Projekt wurde teilweise finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unter der Projektnummer 50780330 und dem Titel Bildgebungsgesteuerte Neurohumorale Therapie-Interventionen nach Myokardinfarkt.

Publikation: Yamane, Tomohiko; Iimori, Hitoshi; Akamatsu, Go; Ikari, Yasuhiko; Hoda, Yuki; Shimizu, Keiji; Matsumoto, Keiichi; Senda, Michio; Werner, Rudolf A.; Nose, Naoko; Chen, Xinyu; Higuchi, Takahiro. First-In-Human Evaluation of [18F]Fluproxadine for Norepinephrine Transporter PET: Biodistribution, Dosimetry, and Safety. Clinical Nuclear Medicine 51(7):p 555-564, July 2026. | DOI: 10.1097/RLU.0000000000006504

Gruppenbild der AG vor einem PET-Gerät
Prof. Dr. Takahiro Higuchi (3. v. links) und seine Arbeitsgruppe am DZHI Würzburg. © Katrin Heyer
Vier Mitarbeiterinnen der AG von Takahiro Higuchi arbeiten in weißen Kitteln mit Mundschutz und Handschuhen im Labor der Nuklearmedizin
In-vivo-Testung neuer Radiotracer am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI). © Katrin Heyer
Mitarbeiter mit Schutzausrüstung - hier Kittel, Mundschutz, Handschuhe und eine Bleischürze - im Labor
Radiosynthese: Hier wird der Tracer radioaktiv markiert. © Katrin Heyer

Baskets und s.Oliver unterstützen Regenbogen

Spende stärkt Angebote für Familien krebskranker Kinder

Scheckübergabe
Scheckübergabe zugunsten der Elterninitiative Regenbogen: Jana Lorenz-Eck, Thomas Lurz und Konstantin Zeuch mit dem Spendenscheck über 10.000 Euro. Foto: Viktor Meshko

Würzburg, 03.06.2026 – Über eine Spende in Höhe von 10.000 Euro durfte sich die Elterninitiative Regenbogen e.V. freuen. Gemeinsam mit s.Oliver, langjähriger Partner der Fitness First Würzburg Baskets, sammelten diese in der laufenden Saison für jeden erfolgreichen Dreipunktewurf der Baskets 50 Euro für die Elterninitiative. Im Verlauf der Saison kam so die Spendensumme von 10.000 Euro zusammen.

Die symbolische Scheckübergabe fand am 24. Mai im Rahmen des Playoff-Spiels der Fitness First Würzburg Baskets gegen die Telekom Baskets Bonn statt. Überreicht wurde der Scheck von Thomas Lurz. Jana Lorenz-Eck nahm die Spende stellvertretend für die Elterninitiative Regenbogen entgegen und bedankte sich für die Aktion und die Unterstützung der Arbeit des Elternvereins. Als gemeinnütziger Verein finanziert die Elterninitiative Regenbogen ihre Angebote ausschließlich durch Spenden. Die Unterstützung kommt Familien mit krebskranken Kindern sowohl während als auch nach der Therapie zugute.

Der Verein unterstützt bereits seit über 40 Jahren die drei Würzburger Kinderkrebsstationen mit kindgerechter Ausstattung und verschiedenen Angeboten auf Station. Dazu gehören unter anderem die Musik-, Kunst- und Sporttherapie sowie gemeinsame Koch- und Backnachmittage mit den Erziehern, bei denen die Wunschgerichte der Kinder zubereitet werden. Darüber hinaus begleitet die Elterninitiative Regenbogen Geschwisterkinder mit dem „GeschwisterClub“, einem durch die gesetzlichen Krankenkassen geförderten Angebot, das die Geschwister der jungen Patienten besonders stärken und fördern soll.

Die Elterninitiative Regenbogen bedankt sich herzlich bei den Fitness First Würzburg Baskets und s.Oliver für die Initiative und die großzügige Unterstützung zugunsten von Familien mit krebskranken Kindern.

 

Text: Nadine Kempa (Öffentlichkeitsarbeit, Elterninitiative Regenbogen e.V.)

Scheckübergabe
Scheckübergabe zugunsten der Elterninitiative Regenbogen: Jana Lorenz-Eck, Thomas Lurz und Konstantin Zeuch mit dem Spendenscheck über 10.000 Euro. Foto: Viktor Meshko

Tag der Organspende am 6. Juni: Ausstellung und Online-Umfrage am UKW

Am Uniklinikum Würzburg werden seit über 40 Jahren Organe transplantiert / Umfrage soll helfen, besser aufzuklären

Im UKW ist aktuell eine Ausstellung zum Thema Organspende zu sehen.  Sie informiert über den Ablauf einer Organspende und die Funktion des Organspenderregisters. Foto: UKW / Stefan Dreising
Im UKW ist aktuell eine Ausstellung zum Thema Organspende zu sehen. Sie informiert über den Ablauf einer Organspende und die Funktion des Organspenderregisters. Foto: UKW / Stefan Dreising

Würzburg. Am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) werden seit über 40 Jahren Organe transplantiert, am häufigsten Niere und Leber, aber auch Pankreas (Bauchspeicheldrüse). Im Jahr 2025 wurden insgesamt 74 Organtransplantationen am UKW durchgeführt:36 Nierentransplantationen, 37 Lebertransplantationen sowie eine Pankreastransplantation. Bis Ende Mai 2026 wurden am UKW 16 Nieren transplantiert sowie 11 Lebern. Zum Tag der Organspende am 6. Juni informiert eine Ausstellung am UKW zum Thema. Aktuell sind rund 200 Menschen am UKW auf der Warteliste für ein neues Organ am UKW, bzw. in Vorbereitung zur Aufnahme auf die Warteliste.

Ausstellung am UKW informiert über Organspende und Register

In der Magistrale des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) des UKW ist aktuell eine Ausstellung zum Thema Organspende zu sehen. Sie informiert über den Ablauf einer Organspende und die Funktionen des Organspenderregisters. Ergänzt wird die Ausstellung um Informationsmaterialien – und natürlich liegen auch Organspendeausweise bereit. Die Ausstellung ist noch bis Ende Juni zu sehen.

Online-Umfrage soll regional weiteren Aufklärungsbedarf ermitteln 

Begleitet wird die Ausstellung von einer Online-Umfrage. Damit will das Team des UKW-Transplantationszentrums herausfinden, welche Ängste die Menschen in Würzburg und der Region Mainfranken bei der Organspende haben, wo noch Aufklärungsbedarf besteht und wie dieser noch besser gedeckt werden kann. Den Fragenkatalog erreicht man unter www.ukw.de/behandlungszentren/transplantationszentrum

Zum Tag der Organspende:

In ganz Deutschland findet einmal im Jahr der Tag der Organspende statt – immer am ersten Samstag im Juni. Schon seit 1983 macht der Aktionstag auf das Thema Organspende aufmerksam. Erstmalig in seiner über 40-jährigen Historie findet die zentrale Veranstaltung 2026 zum Tag der Organspende nicht nur am ersten Samstag im Juni statt, sondern auch am nachfolgenden Sonntag. Im Rahmen des Leipziger Stadtfestes wird so an zwei Tagen vor Ort auf das Thema Organspende aufmerksam gemacht. Programminfos: Startseite - Organspendetag

 

Im UKW ist aktuell eine Ausstellung zum Thema Organspende zu sehen.  Sie informiert über den Ablauf einer Organspende und die Funktion des Organspenderregisters. Foto: UKW / Stefan Dreising
Im UKW ist aktuell eine Ausstellung zum Thema Organspende zu sehen. Sie informiert über den Ablauf einer Organspende und die Funktion des Organspenderregisters. Foto: UKW / Stefan Dreising

Ausstellung über Tod und Sterben lädt zum Nachdenken ein

Wie gehen wir mit Sterben, Tod und Abschied um? Eine Ausstellung im Zentrum für Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg nähert sich dieser Frage aus unterschiedlichen Perspektiven. Erarbeitet wurde sie von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Veitshöchheim, die sich intensiv mit einem Thema auseinandergesetzt haben, das viele Menschen verdrängen.

Palliativmedizin Aspekte
Ausschnitt aus dem Plakat, das die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Veitshöchheim zum Aspekt Palliativmedizin gestaltet haben. © Gymnasium Veitshöchheim

Würzburg. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) und das Gymnasium Veitshöchheim laden zur Eröffnung einer besonderen Plakatausstellung ein. Unter dem Leitthema „Tod und Sterben“ präsentieren 14 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Veitshöchheim die Ergebnisse eines P-Seminars im Leitfach Religion. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 18:00 Uhr in der Magistrale des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) des UKW an der Oberdürrbacher Straße eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. 

Ganzheitliche Annäherung an ein Tabuthema

„Ausgangspunkt des Projekts war die Frage, wie sich junge Menschen einem Thema nähern können, das gesellschaftlich oft tabuisiert wird“, berichtet die Seminarleiterin Katharina Weikert und fährt fort: „Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich hierbei für einen ganzheitlichen Ansatz. Die Ausstellung beleuchtet medizinische, gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Aspekte von Sterben und Tod und regt zugleich zur persönlichen Reflexion an.“ 

Wichtige Impulse und Informationen erhielten die Jugendlichen durch Gespräche mit diversen Expertinnen und Experten. Zu diesen zählte auch Prof. Dr. Carmen Roch, die Leiterin des Interdisziplinären Zentrums Palliativmedizin am UKW. Von ihr erfuhren die Schülerinnen und Schüler bei einem Klinikbesuch im November 2025 mehr über das Konzept der Palliativmedizin, die Versorgung schwerkranker Menschen sowie den Umgang mit Sterben und Abschied. Die Professorin freute sich sehr über die Anfrage und das Interesse der Schülerinnen und Schüler. „Ich finde es ausgesprochen mutig und bemerkenswert, sich bereits zu einem Zeitpunkt über schwere Krankheit, Sterben und Tod zu informieren, an dem diese Themen emotional oft noch weit entfernt erscheinen“, betont Roch. 

Plakate und interaktive Elemente

Die Ausstellung umfasst fünf Plakate zu unterschiedlichen Facetten. Neben der Palliativmedizin werden auch das Bestattungswesen, der Umgang mit Tod und Trauer in verschiedenen Weltreligionen sowie persönliche Perspektiven und Erfahrungen thematisiert. Interaktive Elemente laden die Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich mit ihren eigenen Gedanken und Einstellungen auseinanderzusetzen. 

Die Schau ist bis zum 11. September 2026 zu sehen. 

Text: Pressestelle / UKW

Palliativmedizin Aspekte
Ausschnitt aus dem Plakat, das die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Veitshöchheim zum Aspekt Palliativmedizin gestaltet haben. © Gymnasium Veitshöchheim

Kunstwerke bereichern die Kardiologische Ambulanz

Vom 18. Juni bis zum 31. Dezember 2026 zeigt die Kunstausstellung „Berührungspunkte“ in der Kardiologischen Ambulanz der Medizinischen Klinik I des Uniklinikums Würzburg Gemälde von Claudia Grehn und Simone Rössler sowie Fotografien von Johannes Landstorfer.

Claudia Grehn
Simone Rössler
Johannes Landstorfer

Würzburg. Die Klinik für Innere Medizin I des Uniklinikums Würzburg setzt die Ausstellungsreihe „Kunst im ZIM“ fort. Als Galerie dienen erneut die Räume der Kardiologischen Ambulanz im Zentrum für Innere Medizin (ZIM, Haus A3, Ebene -2) an der Oberdürrbacher Straße. Unter dem Titel „Berührungspunkte“ bringt die Schau dieses Mal zwei Malerinnen und einen Fotografen zusammen.

Claudia Grehn aus Berlin erschafft mit Pinsel, Spachtel und bloßen Händen vielschichtige abstrakte Werke in kräftigen Farben. Inspiriert wird sie dabei von der Natur und der emotionalen Welt.

Die Malerei von Simone Rössler ist voller Bewegung und Gefühl. Die Künstlerin aus dem Taubertal nutzt fließende und gespachtelte Techniken für energetische und dynamische Kompositionen.

Einen Gegenpol hierzu bilden die sachlichen Aufnahmen des Würzburger Fotografen Johannes Landstorfer. Die ausgestellten Motive stammen aus der Serie „Luxus – eine visuelle Untersuchung“, die im Rahmen seiner Masterarbeit entstand. Zu sehen sind fragmentarische Blicke in Auslagen luxuriöser Boutiquen, reduziert auf grafische Elemente, Strukturen und Gestaltung.

Vernissage am 18. Juni 2026

Die Schau wird am Donnerstag, 18. Juni 2026, um 18:30 Uhr mit einer Einführung der Kunsthistorikerin Maria Schabel eröffnet. Musikalisch begleitet die Grazer Harfenistin Lotte Krüger die kostenlose Veranstaltung. 

Die Ausstellung läuft bis 31. Dezember dieses Jahres und ist täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

 

Text: Pressestelle / UKW

Claudia Grehn
Simone Rössler
Johannes Landstorfer

Personalia vom 2. Juni 2026 +++ Wir gratulieren!

Hier lesen Sie Neuigkeiten aus dem Bereich Personal: Neueinstellungen, Dienstjubiläen, Forschungsfreisemester und mehr.

Dr. Carmina Fuß, Juniorprofessorin, Medizinische Klinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 24.05.2026 erneut zur Juniorprofessorin für Translationale Medizin an der Universität Würzburg ernannt.

Dr. Florian Kleefeldt, Juniorprofessor, Institut für Anatomie und Zellbiologie, ist mit Wirkung vom 25.05.2026 erneut zum Juniorprofessor für Translationale Medizin an der Universität Würzburg ernannt worden.

Dr. Rhonda McFleder, Juniorprofessorin, Neurologische Klinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 24.05.2026 erneut zur Juniorprofessorin für Translationale Medizin an der Universität Würzburg ernannt.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 2. Juni 2026

Zum Ethiktag ein satirischer Blick auf den Gesundheitskult

Gastredner des diesjährigen Ethiktags des Uniklinikums Würzburg ist Dr. Manfred Lütz. Der Bestseller-Autor analysiert bei der kostenlosen Veranstaltung am 18. Juni den aktuellen, aus seiner Sicht lebensfeindlichen Gesundheitswahn und Fitnesskult.

Dr. Manfred Lütz
Dr. Manfred Lütz ist der Gastreferent des Ethiktags 2026 am Uniklinikum Würzburg. © Amanda Berens

Würzburg. „Lebenslust – Über Risiken und Nebenwirkungen der Gesundheit“ – unter dieser Überschrift steht der Vortrag, den Dr. Manfred Lütz am Donnerstag, 18. Juni 2026, am Uniklinikum Würzburg (UKW) halten wird. Lütz ist Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Philosoph und Theologe, war lange Jahre Chefarzt eines großen psychiatrischen Krankenhauses in Köln und hat mehrere Bestseller geschrieben. Seine am UKW ebenso scharfsinnig wie unterhaltend untermauerte These: Gesundheit ist eine fundamentalistische, durchgeknallte Religion – albern, anstrengend, ruinös teuer und lebensfeindlich. An ihre Stelle setzt er ein ganzheitliches Konzept, bei dem der Spaß am Leben nicht länger ein künstliches Produkt der Gesundheitsindustrie ist.

Den Rahmen für den Vortrag bildet der 16. Ethiktag des Klinischen Ethikkomitees (KEK) des UKW. Die jährliche Veranstaltungsreihe richtet sich nicht nur an die Klinikumsbeschäftigten, sondern auch an alle sonstigen Interessierten. 

Beginn im Hörsaal des Rudolf-Virchow-Zentrums, Haus D15, an der Josef-Schneider-Straße ist um 17:00 Uhr. Für die Teilnahme wird um eine Anmeldung unter www.ukw.de/ethiktag gebeten.

Über das Klinische Ethik-Komitee 

Das KEK ist ein unabhängiges Gremium aus Mitarbeitenden verschiedener Berufsgruppen am UKW. Es hat die Aufgabe, in ethischen Krisensituationen alle an der Behandlung beteiligten Personen beratend zu unterstützen. Mehr dazu unter www.ukw.de/kek 

 

Text: Pressestelle / UKW

Dr. Manfred Lütz
Dr. Manfred Lütz ist der Gastreferent des Ethiktags 2026 am Uniklinikum Würzburg. © Amanda Berens