Klinische Studien

In unseren klinischen Studien untersuchen wir in Kooperation mit anderen Kliniken, Universitäten und Arztpraxen neue Diagnose- und Therapiemethoden für Angsterkrankungen. Darüber hinaus prüfen wir die Möglichkeiten der Prävention von Angststörungen und analysieren potenzielle Marker zur Vorhersagbarkeit der Therapiewirksamkeit.

Laufende Studien

Zum breitgefächerten Thema Angsterkrankungen führen wir derzeit am IZA mehrere klinische Studien durch, zu denen wir immer wieder Probandinnen und Probanden suchen. Die Rekrutierung ist noch nicht abgeschlossen. Deshalb besteht bei Interesse unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit zur Teilnahme.

Entstehung von Angsterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Wie und wodurch entstehen Angsterkrankungen schon in jungen Jahren? Wie lässt sich die Entstehung verhindern? Aus den Ergebnissen der groß angelegten Analyse über die Mechanismen der Angstentstehung, der Erfassung von Ängstlichkeit oder der psychischen Belastbarkeit – der sogenannten Resilienz – eines Kindes oder Jugendlichen im Kontext mit den Lebensumständen verspricht man sich Strategien, die zur Verhinderung der Entstehung beitragen. In die Erhebung fließt auch die jeweils genetische Veranlagung mit ein, die über eine Speichelprobe ermittelt wird.

Dies ist weltweit die erste große klinische Studie, die versucht, in einem umfassenden Ansatz die Entstehung von Angsterkrankungen bereits im Kindesalter zu entschlüsseln.

Anforderungsprofil
Teilnehmen können sowohl gesunde als auch unter einer Angsterkrankung leidende Kinder und Jugendliche im Alter zwischen acht und 17 Jahren.

Kontakt
Bei Interesse wenden Sie sich bitte wahlweise an:
Lisa Brandstetter, M.Sc., Doktorandin
Katharina Kneer, M.Sc., Psychologin
Kimberly Mowat, B.Sc., Doktorandin
Dr. rer. nat. Julia Reinhard
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP)
E-Mail: kj_angst@ ukw.de oder kj_studie@ ukw.de

Prävention von Angsterkrankungen bei Kindern

Angsterkrankungen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen bei Kindern und führen oft zu schweren Angsterkrankungen im Erwachsenenalter. In dieser Studie wird untersucht, inwiefern das Auftreten von Angsterkrankungen durch ein Präventionsprogramm verhindert werden kann. In fünf Terminen werden dabei Techniken geübt, um mit stressreichen und angsteinflößenden Situationen besser umgehen zu können.

Anforderungsprofil
Die Studie richtet sich an Kinder im Alter von acht bis elf Jahren, die keine psychische Erkrankung haben, die aber im normalen Rahmen mehr oder weniger ängstlich sind.

Kontakt
Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte an:
Katharina Kneer, M.Sc., Psychologin
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP)
E-Mail: kj_angst@ ukw.de

ELAN

Zur Behandlung von Angststörungen wird oft die  Expositionstherapie – die Konfrontation mit dem angstauslösenden Reiz – eingesetzt. Obgleich die Wirksamkeit dieser Therapieform in vielen Studien nachgewiesen wurde, weiß man nur wenig darüber, welche einzelnen Elemente oder Verfahren der Therapie bei welchen Patientinnen und Patienten im Einzelfall wirken und weshalb. Diesen Fragen geht die Therapiestudie ELAN  in sogenannten Kurzzeit-Therapien nach.

Anforderungsprofil
Teilnehmen an der Elan-Studie können Erwachsene mit sozialen Phobien. Darunter fallen Betroffene mit Angstanfällen oder Panikattacken, die sich aus Angst vor einer Blamage oder schlecht bewertet zu werden nicht unter Menschen wagen oder die es vermeiden, sich weit von zu Hause zu entfernen.

Kontakt
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
Juliane Boschet M.Sc., Psychologin
oder PD Dr. rer. nat. André Pittig, Psychologe
Hochschulambulanz für Psychotherapie,
Telefon: +49 931 31-80821
E-Mail: elan@ uni-wuerzburg.de

Höhenangst und rTMS

Obwohl die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) sehr effektiv in der Behandlung von Angsterkrankungen ist, sprechen nicht alle Patientinnen und Patienten optimal auf diese Therapie an. In der von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) finanzierten Studie wird die nicht invasive Hirnstimulation (NIBS) als zusätzliches Verfahren zur Psychotherapie von Angsterkrankungen überprüft. Dabei wird die Gehirnaktivität durch elektrische oder magnetische Impulse von außen angeregt. Wir am IZA testen, ob der zusätzliche Einsatz der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) die Expositionstherapie bei der Behandlung der Höhenangst verstärken und beschleunigen kann.

Anforderungsprofil
Erwachsene, die unter starker Höhenangst – auch Akrophobie genannt – leiden.

Kontakt
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. phil. Martin Herrmann
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (PPP)
Leitender Psychologe
E-Mail: herrmann_m@ ukw.de

Blut-Spritzen-Phobie

Menschen, die unter dieser speziellen Form der Phobie leiden, können kein Blut sehen. Oftmals reicht schon der Anblick einer Spritze oder einer kleinen Verletzung aus, um sich mulmig zu fühlen oder sogar in Ohnmacht zu fallen. Eine ausgesprochene Blut-Spritzen-Phobie ist für Betroffene ein großes Problem, da nicht selten medizinische Untersuchungen und Behandlungen undurchführbar werden. Aktuell führen wir eine breitflächige Befragung von Patientinnen und Patienten am Universitätsklinikum durch, um das Ausmaß und die Verbreitung dieser Phobie zu ermitteln. Die Erhebung soll als Grundlage zu weiterführenden Untersuchungen und möglichen Hilfen dienen.

Anforderungsprofil
Erwachsene, die kein Blut sehen können und bei Blutentnahme mit Ohnmacht reagieren. Allerdings besteht hier nicht die Möglichkeit sich bei uns zu melden, sondern wir kommen auf Sie zu!

Kontakt
Cand. med. Marie Edel, Doktorandin
Prof. Dr. med. Angelika Erhardt-Lehmann
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (PPP)
W2-Professur für Klinische Angstforschung
E-Mail: erhardt_A@ ukw.de

Abgeschlossene Studien

Die folgenden Studien sind bereits abgeschlossen oder so weit fortgeschritten, dass keine neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr aufgenommen werden.

PROTECT-AD

Man schätzt, dass über zwölf Millionen Deutsche unter irgendeiner Form einer Angststörung leiden. Bei einem nicht unerheblichen Prozentsatz derer ist das Alltagsleben stark beeinträchtigt. Für solch eine Angsterkrankung dann schnell eine passende Therapie zu finden, ist nicht leicht. Gegen lange Wartezeiten, gegen begrenzt wirksame Therapiemethoden, aber für die Optimierung von Therapie und Versorgung der Angsterkrankungen hat sich der Forschungsverbund PROTECT-AD zu einer breit angelegten Studie zusammengeschlossen.

Das Ziel des IZA ist es, sowohl eine intensive als auch nachhaltige Kurzzeit-Therapie zu etablieren, die allen Betroffenen zugänglich ist.

Die Rekrutierung ist abgeschlossen!

Weitere Informationen
Ausführliche Informationen erhalten Sie im Flyer zur Studie, auf der Forschungsseite  BMBF PROTECT-AD des IZA  sowie auf der Homepage des Forschungsverbundes PROTECT-AD.

KibA – Kinder bewältigen Angst

Das Projekt „Kinder bewältigen Angst“ analysiert, welche Faktoren einen Einfluss auf die erfolgreiche Behandlung von Kindern mit Angststörungen und ihren Familien haben und wie sich diese Behandlung weiter verbessern lässt. Im Einzelnen wird geprüft, ob es zum Beispiel besser ist, sich in der Therapie allein auf das Kind zu konzentrieren oder die Eltern mit einzubeziehen. Außerdem wird der Einfluss der Therapie auf körperliche Angstreaktionen untersucht.

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) ist eines von vier Behandlungszentren, das im Rahmen dieser Studie deutschlandweit 400 Kinder und ihre Familien behandelt.

Die Rekrutierung ist abgeschlossen!

Weitere Informationen
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Website der Kiba-Studie.

Spider VR

Ekel vor Spinnen ist weitverbreitet. Führt jedoch alleine der Anblick dieser achtbeinigen Tiere zu Panikattacken mit Herzklopfen, Schweißausbrüchen oder sogar Atemnot, handelt es sich um eine Spinnenphobie, die behandelt werden sollte. Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs (SFB) Transregio 58 erhalten Patientinnen und Patient in der geförderten Therapiestudie „Spider VR“ eine Expositionstherapie in virtueller Realität (VR). Ziel der Untersuchung ist es, neurobiologische Wirkmechanismen der Therapie und Merkmale zu untersuchen, die eine Vorhersage des Behandlungserfolgs erlauben.

Die Rekrutierung ist abgeschlossen!

Weitere Informationen
Ausführliche Informationen zu „Spider VR“ und zum Sonderforschungsbereich Furcht, Angst, Angsterkrankungen (SFB Transregio 58) erhalten Sie auf der Forschungsseite des IZA sowie auf der Projektseite der Studie und im Flyer zur Studie.

PANDA

Der Name steht für Prävention von Angst durch Angstsensitivitätstraining und gibt das Ziel der Studie vor, für Menschen mit einem erhöhten Risiko für Angsterkrankungen ein vorbeugendes Programm zu entwickeln und anzubieten, so dass es erst gar nicht zum Auftreten von Angsterkrankungen kommt. Dazu untersuchen wir die biologischen und
psychologische Risikofaktoren der Angst und beobachten die die Wirksamkeit eines Präventionstrainings, das unter anderem den Umgang mit Körperempfindungen bei Angst und Stress zum Inhalt hat.

Die Rekrutierung ist abgeschlossen!

Weitere Informationen
Detailliertere Informationen erhalten Sie auf der Schwerpunktseite Prävention des IZA sowie im Flyer der Studie.

Kontakt, Sprechzeiten

Telefon

Anmeldung zur ambulanten Behandlung in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (PPP)
+49 931 201-77800

Anmeldung in der Hochschulambulanz
+ 49 931 3182839

Anmeldung zur ambulanten Behandlung im Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP)
+49 931 201-79600

E-Mail und Fax

Sekretariat PPP
ps_sekr@ ukw.de

+49 931 201-77020

Sekretariat Hochschulambulanz
angstambulanz@ psychologie.uni-wuerzburg.de

+4931 31-828390

Sekretariat KJPPP
kj_ambulanz@ ukw.de

+49 931 201-78620

 


Anschrift

Interdisziplinäres Zentrum für Angsterkrankungen | Universitätsklinikum Würzburg | Magarete-Höppel-Platz 1 |  97078 Würzburg | Deutschland