Gliome (hirneigene Tumoren)

Die meisten hirneigenen Tumoren werden als Gliome bezeichnet. Wir entnehmen Gewebeproben, die zur genauen Bestimmung der Tumorart notwendig sind, und bieten moderne Operationsverfahren für eine schonende und möglichst vollständige Entfernung des Tumors.

Was sind Gliome?

Gliome sind Tumoren, die vom Hirngewebe selbst ausgehen. Sie wachsen fingerförmig ins umgebende gesunde Hirngewebe ein. Je nach Lage des Tumors können unterschiedliche Symptome auftreten, etwa Lähmungen, Sprachstörungen, Persönlichkeitsveränderungen oder auch epileptische Anfälle. Wenn der Tumor zu einem erhöhten Hirndruck führt, können auch Kopfschmerzen oder Bewusstseinsstörungen die ersten Symptome sein.

Man unterscheidet Astrozytome, Oligodendrogliome, Ependymome und Mischgliome. Zur Unterscheidung wird eine Gewebeprobe durch eine Neuropathologin oder einen Neuropathologen feingeweblich analysiert. Diese kann entweder im Rahmen einer offenen Operation oder durch eine Feinnadelbiopsie gewonnen werden.

Entnahme von Gewebeproben

Gewebeproben werden mithilfe einer wenig belastenden Operation entnommen, einer sogenannten navigationsgesteuerten stereotaktischen Feinnadelpunktion. Dabei wird ein Rahmen am Kopf befestigt, die zu untersuchende Stelle im Gehirn computergesteuert millimetergenau anvisiert und mit einer dünnen Nadel die Probe entnommen. Nach dem Ergebnis der Gewebeanalyse können wir eine individuelle Therapiestrategie festlegen.

Therapie

Es gibt verschiedene Arten von Gliomen, die unterschiedlich schnell wachsen und unterschiedlich behandelt werden müssen. In der Regel gehören Operation, Bestrahlung und Chemotherapie dazu. Dabei arbeiten wir sehr eng mit der Neurologischen Klinik, den Kliniken für Strahlentherapie und Nuklearmedizin und der Medizinischen Klinik II der Universitätsklinik Würzburg zusammen sowie mit Kliniken in der Umgebung, die im Comprehensive Cancer Center (CCC) Mainfranken miteinander vernetzt sind.

Wie wird operiert?

Ziel einer offenen Operation ist es, möglichst viel Tumorgewebe zu entfernen ohne dabei wichtige Hirnregionen zu verletzen. Dazu kommen verschiedene moderne Methoden zum Einsatz.

Bei sogenannten fluoreszenzgestützten Verfahren muss vor dem Eingriff eine Substanz eingenommen werden, die sich im Tumorgewebe anreichert und in einen fluoreszierenden Farbstoff umgewandelt wird. Unter blauem Licht lässt sich der Tumor während des Eingriffs dann besser vom gesunden Nervengewebe unterscheiden.

Bei der intraoperativen Neuronavigation werden Bilddaten aus CT-, MRT-, PET- und Ultraschall-Untersuchungen herangezogen, um die Operation präzise zu planen und während des Eingriffs eine exakte Lokalisation des Tumors und der Tumorgrenzen sowie wichtiger Hirnstrukturen zu ermöglichen.

Was geschieht nach der Operation?

Bei manchen Tumoren ist eine Nachbehandlung mittels Bestrahlung und Chemotherapie erforderlich. Die Chemotherapien werden in der Tumorsprechstunde unserer Klinik durchgeführt, die Bestrahlung erfolgt in der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

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Allgemeine Sprechstunde:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag
nur nach Terminvereinbarung unter
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Mittwoch nur nach Terminvereinbarung unter
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Direktor:
Prof. Dr. med. Ralf-Ingo Ernestus

 

 

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Sekretariat:
Krammel_D@ukw.de
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Prof. Dr. med. Ralf-Ingo Ernestus
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Neurochirurgische Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums | Kopfkliniken | Joseph-Schneider-Str. 11 | Haus B1 | 97080 Würzburg | Deutschland