Wiederherstellung, Rehabilitation und Nachsorge

Ist nach einer Tumoroperation ein wiederherstellender Eingriff erforderlich, bieten wir unseren Patientinnen und Patienten ein großes Repertoire rekonstruktiver Möglichkeiten an: von der Lappenplastik bis hin zum mikrochirurgischen Gewebetransfer.

Das Gesicht, so sagt man, ist der Spiegel der Seele: Wir drücken mit ihm unsere Gefühle aus. Gleichzeitig sind mit Gesicht und Mundhöhle wichtige Funktionen wie Essen oder Sprechen verbunden. Nach einer Operation in diesem Bereich haben Aussehen und Funktion daher eine entscheidende Bedeutung für die Lebensqualität der Betroffenen. Moderne Operationsmethoden sind darauf ausgerichtet, den Tumor radikal zu entfernen und gleichzeitig Form und Funktion zu erhalten oder sofort wiederherzustellen.

Wiederherstellung von Defekten

Tumoroperationen im Kopf­ und Halsbereich lassen sich in zwei Schritte unterteilen: Die Entfernung des Tumorgewebes und den Wiederaufbau des operierten Gebietes. Dies kann zum Teil im Rahmen einer einzigen Operation geschehen, in anderen Fällen sind mehrere Eingriffe nötig.
Bei der plastischen Rekonstruktion muss entferntes Gewebe unter Umständen durch eine Übertragung von Weichteil- oder Knochengewebe aus einer anderen Körperregion ersetzt werden. Dafür kann zum Beispiel Haut aus dem Bereich der Brust, des Unterarmes, des Rückens oder von anderen Stellen in die Mundhöhle oder das Gesicht übertragen werden. Bei knöchernen Defekten kann Knochen aus der Beckenregion, dem Schulterblatt oder dem Wadenbein verwendet werden.
In einigen Fällen muss die operative Rekonstruktion oder plastische Korrekturen und Verbesserungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Vielleicht erfordert die operative Wiederherstellung sogar mehrere nachfolgende Operationen. Welche Möglichkeiten zur Rekonstruktion es in Ihrem Fall gibt, wird Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt Ihnen in einem ausführlichen Gespräch darlegen.
Mehr zum Thema operative Rekonstruktionen nach Tumorentfernungen erfahren Sie im Schwerpunkt Plastisch-rekonstruktive Gesichtschirurgie.

Moderne Operationsverfahren

Wir bieten ein breites Spektrum modernster Verfahren an. So kommt zum Beispiel zum Wiederaufbau des Unterkiefers eine virtuell geplante Transplantation von Knochen aus dem Wadenbein mit einer individualisierten Rekonstruktionsplatte zum Einsatz. Die virtuelle Planung des Eingriffs verkürzt nicht nur die Operationszeit, sondern ermöglicht auch eine genauere Anpassung des Implantats. Außerdem steht ein Navigationssystem zur Verfügung, bei dem das OP-Gebiet während des Eingriffs mit Hilfe einer Tomographie abgetastet wird. Dadurch lassen sich Instrumente genauso lokalisieren wie wichtige anatomische Strukturen wie Nerven und Gefäße, die dadurch optimal geschont werden können.

Rehabilitation

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus wird oftmals eine Anschlussheilbehandlung oder eine Kur in einer speziellen Nachsorgeklinik empfohlen. Bei Tumoren im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich ist eine Rehabilitation etwa für die Schluck- und Sprechfunktion oft besonders hilfreich.

Nachsorge

Auch wenn der Tumor vollständig entfernt wurde, müssen nach abgeschlossener Behandlung regelmäßige Nachsorgetermine wahrgenommen werden.
Dies dient zum einen dazu, ein eventuelles Wiederauftreten der Erkrankung möglichst früh erkennen und behandeln zu können. Zum anderen besteht bei Krebs der Mundhöhle oder der Haut ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer neuen Geschwulst an einer anderen Stelle, eines sogenannten Zweitkarzinoms. Frühzeitig erkannt lassen sich diese kleinen Tumoren oftmals durch einen kleineren Eingriff entfernen.
Darüber hinaus können bei den Nachsorgeterminen Begleit- und Folgeerkrankungen erkannt und funktionelle oder plastische Korrekturmaßnahmen geplant und durchgeführt werden. Außerdem wird bei körperlichen, psychischen und sozialen Problemen Hilfe angeboten.
Durchgeführt wird die Nachsorge in der Regel durch die behandelnde Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgin oder den -chirurgen. In Einzelfällen kann sie auch abwechselnd mit einer niedergelassenen Kollegin oder einem Kollegen erfolgen.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Montag bis Donnerstagnachmittag nur nach Terminvereinbarung

Spezialsprechstunden siehe Ambulante Behandlung

Telefon:  

Direktor: Prof. Dr. Dr. Alexander Kübler

Sekretariat:

Beate Karl
+49 931 201-72720

Befundanforderungen:
+49 931 201-74854

E-Mail:
mkg@ukw.de

Fax:
+49 931 201-72700


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums | Pleicherwall 2 | 97080 Würzburg | Deutschland