Plastisch-rekonstruktive Gesichtschirurgie

Wir bieten ein breites Spektrum moderner plastisch-rekonstruktiver Operationsmethoden einschließlich mikrochirurgischer Techniken an und führen auch aufwendige Rekonstruktionen bei fortgeschrittenen Tumoren sehr häufig durch.

Was ist plastisch-rekonstruktive Gesichtschirurgie?

Plastisch-rekonstruktive Gesichtschirurgie zielt darauf ab, die Form und Funktion des Gesichts nach Tumoroperationen und Unfällen sowie bei angeborenen Fehlbildungen wiederherzustellen. Im Mittelpunkt steht neben ästhetischen Gesichtspunkten auch die Wiederherstellung wichtiger Funktionen wie Sprechen, Kauen oder Schlucken. Nach größeren Tumoroperationen oder Unfällen kann es notwendig sein, verlorengegangenes Gewebe wie Haut, Muskelfaszien, Nerven, Knorpel oder Knochen zu ersetzen. Idealerweise wird dafür Gewebe von der Patientin oder dem Patienten selbst verwendet.

Welche Operationsmethoden kommen zum Einsatz?

Zum Ersatz von verlorengegangenem Gewebe stehen grundsätzlich drei unterschiedliche Methoden zur Verfügung.

  • Eine lokale Deckung kommt dann zum Einsatz, wenn aus der unmittelbaren Nachbarschaft überschüssige Gewebsanteile in den Defekt verlagert werden können. Mithilfe verschiedener Techniken ist dies bei kleineren Defekten möglich, etwa bei Basaliomen oder auch kleineren Karzinomen der Unterlippe.
  • Mit sogenannten gestielten Lappenplastiken lassen sich bei größeren Defekten sehr gute Heilungserfolge erzielen. Hier wird Gewebe aus der weiteren Umgebung mitsamt den versorgenden Blutgefäßen in den entstandenen Defekt im Gesicht- oder Mundbereich verlagert, etwa aus dem Brustmuskel, dem Schultergürtel- oder dem Rückenbereich.
  • Reicht das Gewebe in der näheren Umgebung nicht zur Wiederherstellung des ausgedehnten Defektareales, kommt auch eine mikrovaskuläre Lappenplastik infrage. Hier wird das Gewebe mitsamt den versorgenden Gefäßen am Rumpf oder an den Extremitäten entnommen und mit Hilfe des Operationsmikroskops im Gesichtsbereich angeschlossen. Das transplantierte Gewebe wird somit sofort durchblutet. In unserer Klinik werden häufig Transplantate aus dem Unterarm, dem Dünndarm, dem Schulterblatt, dem Beckenkamm und dem Wadenbein entnommen. 
  • Größere Eingriffe wie etwa den Wiederaufbau des Unterkiefers mit Knochen aus dem Wadenbein planen wir virtuell. Dies führt zu kürzeren Operationszeiten und ermöglicht eine besonders genaue Anpassung des Implantats. Dank eines Navigationssystems können empfindliche Strukturen wie Nerven oder Gefäße noch besser geschont werden.

Rekonstruktionen nach Tumorentfernung

Die breite Auswahl an Rekonstruktionsmöglichkeiten, die unsere Klinik bietet, kommt besonders Tumorpatientinnen und -patienten zugute. Selbst bei ausgedehnten Tumoren, bei denen ganze Funktionseinheiten wie Zunge, Kiefer, Nase oder Gesichtsweichteile entfernt werden müssen, ist es unser Anspruch, die Form und Funktion möglichst im Rahmen der ersten Operation optimal wiederherzustellen.

Die hierfür notwendige aufwändige mikrochirurgische Operationstechnik wird in unserer Klinik über hundertmal im Jahr durchgeführt. In unserem hochmodernen Operationssaal mit Operationsmikroskop können zwei Ärzteteams gleichzeitig operieren.

Patientinnen und Patienten mit einem Tumorleiden können sich in der onkologischen Sprechstunde individuell beraten lassen.

Wohin kann ich mich wenden?

Gerne können Sie sich in unserer plastisch-rekonstruktiven Sprechstunde individuell beraten lassen.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Montag bis Donnerstagnachmittag nur nach Terminvereinbarung

Spezialsprechstunden siehe Ambulante Behandlung

Telefon:  

Direktor: Prof. Dr. Dr. Alexander Kübler

Sekretariat:

Beate Karl
+49 931 201-72720

Befundanforderungen:
+49 931 201-74854

E-Mail:
mkg@ukw.de

Fax:
+49 931 201-72700


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums | Pleicherwall 2 | 97080 Würzburg | Deutschland