Behandlung von Penistumoren

Selbst bei fortgeschrittenem Peniskrebs ist immer noch Heilung möglich. Die Urologie am Universitätsklinikum Würzburg bietet das gesamte Spektrum der operativen Therapien des Peniskrebs. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter einem Dach, insbesondere mit der Radiologie und der Onkologie, ist eine auf den Patienten zugeschnittene optimale Behandlung gewährleistet.

Peniskrebs ist eine sehr seltene Erkrankung. In Deutschland erkranken etwa 800 Männer pro Jahr, vorwiegend im Alter über 60 Jahre. Am häufigsten entsteht der Penistumor an Eichel und Vorhaut. Dabei variieren die Symptome von flachen rötlichen Hautveränderungen bis zu blumenkohlähnlichen Wucherungen, welche sich auch auf die Schwellkörper, bis hin zur Bauchdecke ausbreiten können.

Ursachen und Symptome

Als Risikofaktoren zur Entwicklung eines Peniskarzinoms gelten Vorhautverengung, chronische Reizung, Infektion mit dem Humanen Papilloma Virus (HPV) sowie mangelnde Hygiene. Aus Schamempfinden suchen Betroffene oft erst spät medizinische Hilfe auf, wenn die typischen knotigen Geschwülste schmerzen oder bluten. Manchmal steht auch ein hartnäckiger Ausfluss im Vordergrund.

Diagnose

Meist lässt sich die Diagnose bereits bei der körperlichen Untersuchung stellen. Durch eine Probeentnahme wird die Diagnose gesichert. Entscheidende Kriterien für die weitere Therapie ist die Gewebebeschaffenheit, die Lage und die Größe des Tumors, der Befall von Nachbarstrukturen und Lymphknoten, in erster Linie die der Leiste. Ergänzende Untersuchungen wie Sonographie, CT oder MRT können hilfreich sein, um die Chancen auf Erhaltung des Penis abschätzen zu können.

Therapie

Oberstes Ziel der Therapie ist immer die komplette operative Entfernung des Tumors unter möglichem Erhalt des Penis. Dies ist jedoch nur im Anfangsstadium möglich. Bei ausgedehnteren Befunden muss der Penis teilamputiert, bei schwerem Befall ganz entfernt werden. Eine Biopsie des Wächter-Lymphknotens in der Leiste bestimmt das Ausmaß der weiteren Behandlung. Ist dieser von Krebszellen befallen, werden alle Lymphknoten im Leistenbereich und Becken entfernt. Ist der Tumor inoperabel oder hat er sich durch Tochtergeschwülste schon auf den Körper ausgebreitet, können Chemotherapie und Strahlentherapie sinnvoll sein.

Operation

  • Laserbehandlung: Kleinere und oberflächliche Tumore an Eichel oder Vorhaut können unter Erhalt der Vorhaut operativ oder mit dem Laser entfernt werden.
  • Teilresektion: Bei größeren Tumoren an der Eichel muss diese entfernt werden. Über den verbleibenden Penisstumpf jedoch ist das Urinieren noch möglich.
  • Penisamputation: Ist der Tumor groß, muss der Penis komplett entfernt werden. Die Harnröhre wird freigelegt und zum Damm geführt. Dort wird die Harnröhrenöffnung neu angelegt. Die Kontrolle über die Urinentleerung bleibt voll erhalten.

Ansprechpartner

Prof. Dr. med.
Georgios Gakis

Oberarzt

+49 931 201-32012

Dr. med.
Arkadius Kocot

Leitender Oberarzt

+49 931 201-32012

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten:

Öffnungszeiten:

Sprechzeiten:
Uro-Onkologie & Harnableitung
Dienstag von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Telefon:

Spezialsprechstunden Anmeldung:
Herr Kraus, Frau Sibig
+49 931 201-32100/-32101

E-Mail:
urologie@ mail.uni-wuerzburg.de

Fax:
Poliklinik, Spezialsprechstunden:
+49 931 201-32109


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | D-97080 Würzburg | Germany

schließen