Die Behandlung von Tumoren der Nebenniere

Bei bösartigen Tumoren der Nebenniere ist eine vollständige operative Entfernung die Therapie der Wahl. Da jedoch eine Entnahme immer mit hormonellen Ausfällen einhergeht, ist eine optimale Therapie nur in Verbindung mit internistischer Fachkompetenz gewährleistet. Diese in Kombination mit innovativen Operationsverfahren hat das Universitätsklinikum Würzburg zu einem der bedeutendsten Zentren Europas für Nebennierentumoren gemacht.

Funktion der Nebenniere

Die Nebennieren sind kleine dreieckige Drüsen und sitzen jeweils auf dem oberen Pol der Niere. Sie bestehen funktionell aus zwei Anteilen: der Nebennierenrinde und dem Nebennierenmark. In der Nebennierenrinde werden die Hormone Kortisol und Aldosteron gebildet, im Mark Adrenalin und Noradrenalin. All diese Hormone sind lebensnotwendig, da sie Einfluss auf den Blutdruck, Herzfrequenz, Zuckerstoffwechsel oder den Mineralhaushalt nehmen.

Diagnose

Bei Nebennierentumoren besteht meist eine Überproduktion dieser Hormone, was zur Symptomatik führt und auf einen Tumor hinweist. Bei klinischem Verdacht schließen sich Laboruntersuchungen an, bei denen die Hormonwerte bestimmt werden. Die Tumore lassen sich durch die Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Bauches darstellen. Manchmal ist auch noch eine Szintigraphie oder eine spezielle Untersuchung mit einem Katheter erforderlich, der in den zuführenden Gefäßen der Nebenniere platziert wird

Therapie

Während gutartige Tumore mit der Ausprägung eines Conn-Syndroms oder eines Cushing-Syndroms und das Phäochromozytom manchmal mit Medikamenten beherrscht werden können, ist Nebennierenkrebs nur durch Entfernung des Tumors, der Nebenniere oder beider Nebennieren zu behandeln.

Operation

Bei größeren und verdächtigen Tumoren sowie beim bösartigen Phäochromozytom zählt die offene Operation über einen mittleren Bauchschnitt oder die Flanke zum Standard. Bis zu einer Tumorgröße von etwa sieben Zentimetern ist bei allen anderen Tumoren auch ein minimal-invasiver Eingriff mittels roboterassistierter Schlüsselloch-Chirurgie möglich. Dazu werden in der Flanke sowie am Mittel- und Oberbauch drei kleine Schnitte gesetzt, über welche die Operationsinstrumente eingeführt werden. So kann der Tumor, die Nebenniere oder auch nur Teile der Nebenniere präzise entfernt werden.

Nachbetreuung

Da bösartige Tumoren bei Diagnosestellung oftmals schon gestreut haben, muss in diesen Fällen eine Chemotherapie oder medikamentöse Behandlung angeschlossen werden. Diese und eine eventuell erforderliche Neueinstellung des Hormonhaushalts übernehmen die Kolleginnen und Kollegen der Endokrinologie. Die im Bedarfsfall auch mögliche Kooperation mit anderen Fachrichtungen, insbesondere der Onkologie und der Nuklearmedizin, bietet optimale Voraussetzungen für eine maßgeschneiderte Therapie und die Aussicht auf Heilung.

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