Die Behandlung von Nierenkrebs

Die Therapiemöglichkeiten bei Nierentumoren haben sich aufgrund verfeinerter Operationsmethoden und weiterer Innovationen in den letzten Jahren drastisch verbessert. Insbesondere durch minimal-invasive, robotergestützte Eingriffe zur Entfernung des Tumors, durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen und durch neuartige Krebsmedikamente sind spürbare Fortschritte erzielt worden.

Der Großteil der Nierentumoren wird dank der mittlerweile breiten Anwendung der Ultraschall-Diagnostik bereits im operativ gut behandelbaren Anfangsstadium erkannt. In mehr als 90 Prozent der Fälle handelt es sich hierbei um ein Nierenzellkarzinom, um bösartige Zellen der Harnkanälchen. Seltene andere Krebsarten der Niere sind sogenannte Sarkome, die aus entartetem Bindegewebe entstehen, sowie verschiedene Mischformen. In zirka fünf Prozent der Fälle erweist sich der Tumor als gutartig.

Diagnostische Verfahren

Zur weiterführenden Bildgebung werden die Urographie, die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) angewandt. Bei einer bereits eingeschränkten Nierenfunktion vor der Operation liefert das Nierenfunktionsszintigramm Aussagen zur seitengetrennten Nierenfunktion. Das Skelettszintigramm dient zum Ausschluss oder zur Lokalisierung einer Tumorstreuung ins Skelett.

Individuelle Therapie 

Je nach Befund lässt sich für jede Patientin oder jeden Patienten eine individuelle Therapie zusammenstellen. Vorrangiges Ziel dabei ist die komplette Entfernung des Tumors unter bestmöglichem Erhalt der Niere und somit der natürlichen Nierenfunktion.

Teilresektion der Niere

Wann immer möglich, wird eine organerhaltende Resektion angestrebt. Dabei wird der Tumor selbst und zur Sicherheit ein Saum von gesundem Gewebe entfernt. Der Zugang der offenen Nierenoperation erfolgt über die Flanke oder über den Bauch. In vielen Fällen ist auch ein minimal-invasiver Eingriff per Laparoskopie möglich. Dieser erfolgt häufig mit Roboterunterstützung.

Radikale Nephrektomie

Insbesondere bei ausgedehnten Tumoren muss die komplette Niere entfernt werden. Die Zugangswege entsprechen denen der Nierenteilresektion. Auch hier kommen sowohl offene als auch minimal-invasive operative Verfahren zum Einsatz.

Ergänzende Behandlung

Zur Behandlung des Nierenzellkarzinoms stehen zahlreiche neuartige Medikamente zur Verfügung, welche gezielt Oberflächenstrukturen – sogenannte Rezeptoren – auf Krebszellen angreifen. Diese Targeted Therapy kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn nach der Entfernung des Nierenkrebses noch weitere Absiedelungen im Körper bestehen. Seit dem Jahr 2016 gibt es außerdem als Checkpoint-Inhibitoren bezeichnete Wirkstoffe, welche das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen Tumorzellen unterstützen. Auch diese kommen in unserer Klinik zum Einsatz.

Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. med.
Hubert Kübler

Klinikdirektor

+49 931 201-32001

Prof. Dr. med.
Georgios Gakis

Oberarzt

+49 931 201-32012

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten:

Öffnungszeiten:

Sprechzeiten:
Uro-Onkologie & Harnableitung
Dienstag von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Telefon:

Spezialsprechstunden Anmeldung:
Herr Kraus, Frau Sibig
+49 931 201-32100/-32101

E-Mail:
urologie@ mail.uni-wuerzburg.de

Fax:
Poliklinik, Spezialsprechstunden:
+49 931 201-32109


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | D-97080 Würzburg | Germany

schließen