Roboter-assistierte Laparoskopie

Weltweit sind etwa 4200 Da Vinci-Roboter im Einsatz. Auch das Team der Urologie des Universitätsklinikums Würzburg führt roboter-assistierte Operationen durch, um minimal-invasive Eingriffe zu präzisieren und zu ermöglichen. In der Urologie wird die Roboterchirurgie vor allem zur Entfernung von Prostata, Niere oder Nebenniere bei bösartigen Tumoren angewandt.

Die Roboterchirurgie ist ein schnell wachsendes Gebiet in den operativen Fachgebieten. Sie ermöglicht es, minimal-invasive Eingriffe mit höchster Genauigkeit auszuführen. Das System mit dem Namen Da Vinci zählt zum derzeit modernsten medizinischen Verfahren. Der Operationsroboter besteht aus einer Videotechnik und mehreren Arbeitsarmen.

Durchführung

Die operierende Urologin oder der operierende Urologe sitzt an einer Steuerkonsole und bewegt mit einem Joystick zwei Roboterinstrumente und das optische Gerät. Diese drei Sonden werden vorher per Hand und über kleine Schnitte in den Körper der Patientin oder des Patienten eingeführt und mit dem System verbunden. Mit den Füßen lässt sich die dreidimensionale Kamera steuern, die qualitativ hochwertige Bilder in bis zu zehnfacher Vergrößerung vom Operationsfeld liefert. Ein Infrarotsensor verfolgt die Blicke des Operateurin oder des Operateurs und synchronisiert diese mit den Bewegungen von Laparoskop und Roboterarmen zu einem erstarrten, virtuellen Echtzeitbild. Das gesamte Operationsteam verfolgt den Eingriff über Monitore.

Weiterer Vorteile

Durch die Computersteuerung haben die Instrumente ein zusätzliches Gelenk und sind wendiger und „gelenkiger“ als die starren Geräte der normalen Schlüssellochtechnik. So können auch Bereiche operiert werden, die dem normalen Zugriff verwehrt sind. Auf diese Weise erweitern sich die Möglichkeiten für einen minimal-invasiven Eingriff. Theoretisch wäre auch die Hinzuziehung einer Expertin oder eines Experten aus einem anderen Krankenhaus per Fernsteuerung möglich

Keine Eigenständigkeit!

Der Roboter führt keine selbstständigen Tätigkeiten aus, sondern setzt nur die exakt vorgegebenen Bewegungen und Steuerbefehle um. Sobald die operierende Urologin oder der operierende Urologe die Hände von der Konsole nimmt, stoppen auch die Instrumente des Geräts.

Sicherheit ist gewährleistet

Sollte es dennoch zu Komplikationen kommen, ist das Operationsteam jederzeit in der Lage einzuschreiten und durch eine Erweiterung des Zugangs innerhalb weniger Minuten die Komplikation zu beseitigen.

Urologische Operationen

In der Urologie zählt die Roboterchirurgie vielfach bereits zum Standard. Insbesondere bei Krebserkrankungen können die Prostata, die Nebenniere und die Niere mit Hilfe der Robotertechnik in einem minimal-invasiven Eingriff entfernt werden. Kleinere Nierentumore lassen sich exakt abgrenzen und zuverlässig aus der Niere herausschneiden. Durch den kleineren Zugangsweg sind Narbenbildung und Schmerzempfinden geringer. Die Erholungsphase ist kürzer und die Komplikationsrate liegt niedriger.

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Katharina Kasumow
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Anschrift

Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | 97080 Würzburg | Deutschland

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