Peritonealkarzinosezentrum

Unser Zentrum ist von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) als Kompetenzzentrum für Peritonealkarzinose zertifiziert. Damit sind wir eines von wenigen Zentren in Deutschland, die über weitreichende Erfahrung mit der Behandlung dieses Krankheitsbilds verfügen. Wir bieten unseren Patientinnen und Patienten eine individualisierte Therapie und Betreuung einschließlich innovativer Behandlungsmethoden wie dem HIPEC- und dem PIPAC-Verfahren an.

Was ist eine Peritonealkarzinose?

Das Bauchfell oder Peritoneum kleidet unsere Bauchhöhle von innen aus. Es produziert das Bauchwasser, das wie ein Schmierstoff der Verschieblichkeit der Organe dient, und spielt bei Entzündungen eine wichtige Rolle.

Als Peritonealkarzinose bezeichnet man einen flächigen Befall des Bauchfells mit Tumorzellen , der fast immer von anderen Tumoren im Bauchraum seinen Ursprung nimmt, meist von Tumoren des Magen-Darm-Trakts oder Eierstockkrebs. Bei 10 bis 20 Prozent aller Patientinnen und Patienten mit einem bösartigen Tumor des Magens, des Darms oder der Eierstöcke haben die Tumorzellen sich bereits bei der Erstdiagnose im Bauchraum oder am Bauchfell abgesiedelt. Aber auch im Verlauf der Behandlung kann es noch zu einer solchen Ausbreitung kommen.

Etwa 20 000 Menschen erkranken pro Jahr in Deutschland an Peritonealkarzinose. Ihr Auftreten ist meist ein Zeichen dafür, dass die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist. Die Behandlung ist oft schwierig und die Prognose ungünstig.

Probleme bei der Behandlung einer Peritonealkarzinose

Da der Befall des Bauchfells in den meisten Fällen diffus ist, ist es nur in wenigen Fällen möglich, die Tumormasse komplett chirurgisch zu entfernen. Eine Strahlentherapie ist dann aufgrund der großen Behandlungsfläche ebenfalls nicht möglich. Auf eine herkömmliche Chemotherapie über die Vene sprechen die Tumoren meist nicht gut an, da das Bauchfell nur schlecht durchblutet ist.

In den letzten 30 Jahren wurden daher verschiedene andere therapeutische Optionen zur Behandlung der Peritonealkarzinose entwickelt, mit denen sich der Verlauf zumindest deutlich hinauszögern lässt und in manchen Fällen sogar eine Heilung möglich ist. Ob sie im Einzelfall sinnvoll sind und welche Verfahren einzeln oder in Kombination zum Einsatz kommen, ist immer eine individuelle Entscheidung.

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Ansprechpartner

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PD Dr. med.
A. Wiegering

Koordinierender Arzt Viszeralonkologisches Zentrum

+49 931 201-0

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N. Matthes

Assistenzarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie

+49 931 201-0

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

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Chirurgische Leber- und Pankreassprechstunde
Montag
09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

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Donnerstag
09:00 Uhr bis 13:00 Uhr

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evans_g@ ukw.de
Telefon: +49 931 201-40440


Anschrift

Viszeralonkologisches Zentrum des Universitätsklinikums | Onkologisches Zentrum | Josef-Schneider-Straße 6 | Haus C16 | 97080 Würzburg | Deutschland

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