Illustrationsbild Viszeralonkologisches Zentrum

Darmkrebs-Behandlung

Die operative Entfernung ist bei Darmkrebs das Mittel der Wahl. Wir haben viel Erfahrung mit den verschiedenen Operationsmethoden und bieten auch modernste robotergestützte Verfahren an. Für Strahlentherapien, Chemotherapien und weitere innovative Behandlungsmethoden können wir auf ein breit gefächertes Experten-Netzwerk zurückgreifen.

Wie wird Darmkrebs behandelt?

Eine Operation ist derzeit das einzige Behandlungsverfahren, mit dem Darmkrebs geheilt werden kann. Gelingt es, den Tumor komplett zu entfernen, sind die Heilungsaussichten sehr gut. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, vor oder nach der Operation eine Chemotherapie oder eine kombinierte Strahlen-Chemotherapie durchzuführen.

Operative Behandlung

Was passiert vor der Operation?

Wenn bei Ihnen die Diagnose Darmkrebs gestellt wurde, sind vor der Operation eine Reihe von Untersuchungen nötig. Mittels Röntgen, CT oder Ultraschall wird die Tumor-Ausdehnung bestimmt. Im Blut werden die Tumormarker CEA und CA19-9 gemessen. Zudem werden Sie von einer Narkoseärztin oder einem Narkosearzt über die Narkoserisiken aufgeklärt.

Liegt der Tumor im letzten Abschnitt des Darms, dem Rektum, kann es sinnvoll sein, vor der Operation eine Strahlentherapie oder eine kombinierte Strahlen-Chemotherapie durchzuführen, um den Tumor zu verkleinern und damit die Behandlungsaussichten zu verbessern.

Welche Operationsverfahren werden angeboten?

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Operationsverfahren zur Entfernung eines bösartigen Darmtumors: die offene Operation über einen Bauchschnitt, die minimal-invasive Operation über eine Bauchspiegelung, auch Laparoskopie genannt, sowie robotergestützte Operationsverfahren. Wir führen alle Techniken regelmäßig durch und bieten auch innovative, besonders schonende Techniken wie die sogenannte transanale totale mesorektale Exzision, kurz taTME, an.

Video Gesund und Fit: DaVinci-Operationssystem

Wie läuft die Operation ab?

Die Patientinnen und Patienten werden normalerweise einen Tag vor der Operation aufgenommen. Um den Darm zu entleeren, müssen Sie Abführmittel trinken. Zum Schutz vor einer Keim-Ausbreitung während der Operation wird vorsorglich ein Antibiotikum verabreicht.

Während der gesamten OP werden Sie von einer Narkoseärztin oder einem Narkosearzt überwacht, die oder der für Sie persönlich zuständig ist. Das Operationsteam besteht aus einer Oberärztin oder einem Oberarzt sowie ein bis zwei Fach- oder Assistenzärztinnen oder -ärzten. Teil des Teams ist immer eine zertifizierte Darmkrebschirurgin oder ein Darmkrebschirurg mit viel Erfahrung auf diesem Gebiet.

Was geschieht nach der Operation?

Nach der OP verbringen Sie eventuell eine Nacht auf der Überwachungs- oder Intensivstation. Auf der Normalstation wird dann mit Mobilisation, Kostaufbau und Physiotherapie begonnen.

Nachbehandlung nach der Operation

Wie die weitere Behandlung aussieht, richtet sich nach dem Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung – also danach, ob der Tumor komplett entfernt wurde, wie aggressiv er ist und ob Lymphknoten befallen sind.

Jeder Fall wird außerdem von allen behandelnden Fachabteilungen in einem interdisziplinären Tumorboard besprochen. Unsere Patientenlotsen kümmern sich darum, dass Sie über das Ergebnis und Ihren persönlichen „Behandlungsfahrplan“ informiert werden.

Wird der Darmkrebs in einem frühen Stadium komplett entfernt, reicht es aus, wenn man nach der Operation in ein Nachsorgeprogramm eingebunden wird.

Im mittleren Erkrankungsstadium wird anschließend an die Operation eine Chemotherapie über drei bis sechs Monate durchgeführt. Die Art der Chemotherapie wird immer individuell nach den neusten Erkenntnissen der Wissenschaft festgelegt.

Wenn sich die Erkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium befindet und bereits Metastasen in Leber, Lunge oder Bauchfell vorliegen, wird in unserem Tumorboard diskutiert, ob diese operativ entfernbar sind oder ob Sie zunächst eine Chemotherapie erhalten. Auch Immuntherapien und andere innovative Behandlungsformen können wir im Rahmen klinischer Studien anbieten.

Chemotherapie

Sollte bei Ihnen eine Chemotherapie nötig sein, wird diese entweder heimatnah durch niedergelassene Kolleginnen und Kollegen oder in unserem IOT verabreicht. Unsere Patientenlotsen kümmern sich um eine Anbindung und sind Ihr Ansprechpartner.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Onkologische Sprechstunde:
Montag bis Freitag
von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Chirurgische Leber- und Pankreassprechstunde:
Montag von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Interdisziplinäre Sprechstunde für Tumoren des Magen-Darm-Trakts:
Donnerstag von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Telefon:  

Zentrales Patientenmanagement:
+49 931 201-39999
+49 931 201-38888

E-Mail:

Patientenlotsin:
Gabriele Evans
E-Mail: evans_g@ ukw.de
Telefon: +49 931 201-40440


Anschrift:

Viszeralonkologisches Zentrum des Universitätsklinikums | Onkologisches Zentrum | Josef-Schneider-Str. 6 | Haus C16 | 97080 Würzburg | Deutschland