Zelltherapie-(GMP)-Labor

Die Herstellung von Zellen für die Anwendung am Menschen ist eine besondere Herausforderung, die nur in hochspezialisierten Labors und durch gemeinsame Anstrengung verschiedener Fachdisziplinen zu bewältigen ist. Sie unterliegt den gleichen hohen gesetzlichen Anforderungen wie die Herstellung von Arzneimitteln, der sogenannten guten Herstellungspraxis (englisch Good Manufacturing Practice, kurz GMP), und wird von den Landes- und Bundesgesundheitsbehörden engmaschig überwacht.

Seit 2006 besitzen wir eine Herstellungserlaubnis der zuständigen Bayerischen Gesundheitsbehörde (RegvOFr) sowie über 15 Genehmigungen der zuständigen Bundesoberbehörde (Paul-Ehrlich Institut) für die Anwendung von Zellprodukten. Zu den Produkten, die wir für die klinische Routine herstellen, zählen:

  • autologe und allogene Stammzellpräparate aus Knochenmark und peripherem Blut zur Transplantation, gegebenenfalls mit Lagerung
  • spezielle Stammzellpräparate mit modifiziertem Zellgehalt bei schwieriger Spender-Empfänger-Konstellation (CD34-Selektion, TCRαβ-/CD19-Depletion und andere)
  • Spenderlymphozyten zur Immuntherapie bei drohendem Rezidiv oder drohender Abstoßung des Transplantats

Jedes Präparat wird individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Patientin oder des einzelnen Patienten zugeschnitten, was besonders bei Kindern mit ihrem niedrigeren Körpergewicht außerordentlich wichtig ist.

Ferner entwickeln wir im GMP-Labor auch neuartige Zelltherapien, die momentan noch überwiegend im Rahmen von klinischen Studien eingesetzt werden oder geplant sind:

  • Krebsimpfstoffe auf der Basis von dendritischen Zellen, die eine optimale Immunaktivierung gegen Krebszellen bewirken können
  • Gedächtnis-T-Zellpräparate, die Patientinnen und Patienten gegen Infektionen schützen können, gleichzeitig aber ein vermindertes Risiko für die Graft-versus-host-Krankheit (GvHD) haben
  • T-Lymphozyten, die speziell gegen Tumorzellen gerichtet sind, inklusive genmodifizierter (CAR-) T-Zellen
  • Knorpelmatrices zum Einsatz bei Kniegelenksschäden
  • Luftröhrenersatzknorpel

Standort

Haus D30, Untergeschoss
Stammzelltransplantationszentrum

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Kontakt

Telefon: +49 931 201-27630

Ansprechperson

Portraitfoto von Prof. Dr. med. Matthias Eyrich

Prof. Dr. med.
Matthias Eyrich

Oberarzt

+49 931 201-27728 (Pforte)

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Terminvereinbarung

nur für ambulante Termine
+49 931 201-27855

Montag bis Donnerstag
08:00 bis 12:00 Uhr

ki_ambtermin@ ukw.de

Telefon

Kinderklinik-Pforte
+49 931 201-27728 oder
+49 931 201-27915

Notfälle
+49 931 201-27728

Intensivstation
+49 931 201-27726

Direktions-Sekretariat
+49 931 201-27831 oder
+49 931 201-27832

Fax

+49 931 201-27798


Anschrift

Kinderklinik und Poliklinik des Universitätsklinikums und der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität | Josef-Schneider-Straße 2 | Haus D31 | 97080 Würzburg | Deutschland

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