Translationale Pädiatrie

Mit dem angeborenen Immunsystem, mit Entzündungen und Infektionen bei Neu- und Frühgeborenen, der frühkindlichen Prägung des Immunsystems und den Auswirkungen dieser Faktoren auf die Entwicklung von Gesundheit und Krankheit beschäftigt sich die Abteilung für Translationale Pädiatrie.
 

Die Kindheit ist ein Lebensabschnitt, der sich durch ständige Veränderungen und eine große Wandelbarkeit auszeichnet. Wachstum, Entwicklung und Anpassung an gegebene Umweltbedingungen werden dadurch erst möglich. Nach der Geburt muss sich der Körper an die Umwelt adaptieren. Dabei spielt das Immunsystem überall im Körper eine wichtige Rolle: im Blut, in den Organen und an allen Grenzflächen von Haut und Schleimhäuten. Insbesondere in der frühen Kindheit muss das Immunsystem möglichst schnell ein energiesparendes Gleichgewicht zwischen Toleranz und Abwehr etablieren, um die Entwicklung von Gesundheit auf lange Sicht zu gewährleisten. Die Abteilung für Translationale Pädiatrie hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Vorgänge noch besser zu verstehen. Sie startete im Juli 2021 ihre Arbeit und gehört der Universitäts-Kinderklinik Würzburg und dem Zentrum für Infektionsforschung (ZINF) der Universität Würzburg an. 

In unserer Forschungsarbeit interessieren uns insbesondere folgende Schlüsselfragen: Welche körpereigenen Faktoren und welche Faktoren aus der Umwelt sind förderlich und trainieren die biologischen Systeme des Individuums auf dienliche Art und Weise? Welche äußeren Faktoren oder anlagebedingten Fehlprogrammierungen beeinträchtigen Wachstum und Reifung? Hier klären wir, in welchem Alterszeitfenster der Einfluss eines spezifischen Faktors kritisch ist, und in welchem Ausmaß und wie nachhaltig er die Entwicklung von Gesundheit stört. 

Das übergeordnete Ziel unserer Forschung ist es, unsere Erkenntnisgewinne für die klinische Praxis zu verwerten, indem wir neue Präventions- und Behandlungsstrategien identifizieren, die lebenslange Gesundheit für unsere Kinder sichern sollen.
 

Im Speziellen erstreckt sich unsere Forschungsarbeit über die gesamte Pipeline von Grundlagenforschung bis hin zur klinischen Anwenderstudie. Unser Fokus liegt dabei auf dem angeborenen Immunsystem, Entzündungsmechanismen und Wirts-Pathogen-Interaktionen – also den Wechselwirkungen zwischen Körper und Erregern – bei bakteriellen und viralen Infektionen. Dafür setzen wir experimentelle Modelle ein und involvieren gesunde Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer sowie Patientinnen und Patienten einschließlich reif und frühgeborener Kinder von der Geburt bis zum frühen Erwachsenenalter.
 


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Prof. Dr. med.
Dorothee Viemann

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