Fehlbildungen im Säuglings- und Kindesalter

Etwa 49 000 Kinder kommen jedes Jahr in Deutschland mit Fehlbildungen zur Welt. Viele dieser Fehlbildungen können bereits in der Schwangerschaft diagnostiziert werden und sind chirurgisch gut behandelbar.

Unter einer Fehlbildung versteht man eine bereits im Mutterleib angelegte Fehlgestaltung eines Organs. In einigen Fällen sind mehrere Organe betroffen, zum Teil auch in Form von einem Fehlbildungssyndrom.
Wir sind ein Zentrum für die Behandlung von Ösophagus- und Anal-Atresien. Aber auch Bauchwandfehlbildungen und Fehlbildungen der Finger und Zehen werden häufig behandelt.

Bauchwandfehlbildungen: Omphalozele und Gastroschisis

Eine Omphalozele ist ein angeborener Defekt der Bauchwand, bei dem die Bauchorgane in einer dünnen Membran vor der Bauchwand liegen. In der Regel ist eine Operation nötig. Bei der Gastroschisis handelt es sich um einen Bauchwanddefekt neben dem Nabel. Die vorgelagerten Organe sind nicht von einer Membran umgeben, daher sollte eine erste chirurgische Versorgung innerhalb der ersten Stunden nach der Geburt erfolgen.

Fehlbildungen des Magen-Darm-Trakts: Ösophagus-Atresie und Anal-Atresie

Zu den Fehlbildungen des Magen-Darm-Trakts, die wir in unserer Abteilung behandeln, zählen vor allem sogenannte Atresien. Darunter versteht man das Fehlen einer natürlichen Körperöffnung. Es sind vor allem Speiseröhre (Ösophagus-Atresie), Dünndarm (Dünndarm-Atresie) und Enddarm (Anal-Atresie) betroffen. Wir haben sehr viel Erfahrung mit der Behandlung.

Fehlbildungen an Händen und Füßen

Zu den häufigsten Fehlbildungen an Händen und Füßen, die in unserer kinderchirurgischen Abteilung behandelt werden, gehören Hexadaktylie und Syndaktylie. Unter Hexadaktylie versteht man das Vorhandensein eines sechsten Fingers oder Zehs. Bei einer Syndaktylie sind mehrere Zehen- oder Fingerglieder miteinander verwachsen. Wenn eine Operation notwendig wird, erfolgt diese meist im zweiten oder dritten Lebensjahr.

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Prof. Dr. med.
Thomas Meyer

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