Erkrankungen des Enddarms

Über die Hälfte der Bevölkerung leidet an Enddarmbeschwerden. Dennoch ist die Hemmschwelle, sich medizinische Hilfe zu suchen, sehr hoch. Dabei sind viele Beschwerden und Erkrankungen gut behandelbar.

Mit Erkrankungen des Enddarms beschäftigt sich die chirurgische Proktologie. Dazu gehören Hämorrhoiden, Analfissuren, Abszesse und Fisteln, Perianalthrombosen, Stuhlinkontinenz, Verstopfung, Störungen der Darmentleerung sowie seltene bösartige Tumoren (Analkarzinome).

Was versteht man unter einem Hämorrhoidalleiden?

Bei einem Hämorrhoidalleiden – umgangssprachlich auch Hämorrhoiden – können je nach Stadium kleinere ambulante Prozeduren wie Verödung oder Gummibandligatur eine Besserung bringen. Sicher und effektiv, aber erst ab einer gewissen Größe sinnvoll ist eine operative Verkleinerung der Hämorrhoidalknoten. Dabei kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Die bei uns durchgeführten Operationstechniken sind besonders schonend, schmerz- und komplikationsarm.

Analabszesse und Analfisteln: Was versteht man darunter?

Analabszesse sind abgekapselte eitrige Entzündungen, in deren Verlauf sich Fisteln bilden können. Da sie nicht von allein abheilen, ist fast immer eine Operation notwendig. Bei einem Abszess ist nur eine meist kurz andauernde Operation notwendig. Analfisteln dagegen werden von uns grundsätzlich in zwei aufeinanderfolgenden Operationen entfernt.

Was versteht man unter einer Analfissur?

Unter einer Analfissur versteht man einen Einriss der Haut oder Schleimhaut des Afters. Eine akut auftretende Analfissur wird mit Salben behandelt. Bei Nichtansprechen oder längerem Vorhandensein einer Analfissur kann eine operative Entfernung des betroffenen Gewebes erforderlich sein.

Was versteht man unter Stuhlinkontinenz?

Stuhlinkontinenz ist ein Tabuthema und stellt eine große psychosoziale Belastung dar. Dabei steht heute eine breite Palette operativer und nicht-operativer Therapieoptionen zur Verfügung, mit denen sich Stuhlinkontinenz gut behandeln lässt. Die Art der Therapie richtet sich dabei nach den Ursachen der Stuhlinkontinenz, die sehr vielfältig sein können. Zu den häufig eingesetzten Operationsverfahren gehört die sogenannte sakrale Nervenstimulation. Dabei werden Elektroden eingepflanzt, die den Schließmuskel ähnlich wie ein Herzschrittmacher stimulieren. Insbesondere bei geburtsbedingten Verletzungen wird der Schließmuskel operativ rekonstruiert.

Was versteht man unter einer Stuhlentleerungsstörung?

Verstopfung kann verschiedene Ursachen haben, unter anderem auch eine Entleerungsstörung des Enddarms, ein sogenanntes obstruktives Defäkationssyndrom. Dieses kann wiederum paradoxerweise eine Stuhlinkontinenz zur Folge haben. Neben stuhlregulierenden Maßnahmen kommen unterschiedliche operative Verfahren zum Einsatz. Eine sorgfältige Diagnostik ist hier besonders wichtig, um den besten Ansatzpunkt für eine Therapie zu finden.

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J. Reibetanz

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