Thoraxchirurgie im Kindesalter

Zu den Schwerpunkten unserer Abteilung für Kinderchirurgie gehört die Behandlung von Fehlbildungen des Brustkorbs wie der Trichterbrust und der Kielbrust. Hier bieten wir sowohl operative als auch nicht-operative Verfahren an.

Was ist eine Trichterbrust?

Die Trichterbrust ist eine der häufigsten Fehlbildungen des Brustkorbs. Die Ursache liegt in einer Veränderung der Knorpelverbindungen zwischen Brustbein und Rippen. Es kommt zu einem trichterförmigen Einsinken des vorderen Brustkorbs. Je nach Ausprägung kann es dadurch zu Funktionseinschränkungen von Herz und Lunge sowie zu Fehlhaltungen kommen. Auch die psychische Belastung kann ein Problem sein.

Wie kann man eine Trichterbrust behandeln?

Wenn eine Behandlung der Trichterbrust sinnvoll erscheint, stehen sowohl operative als auch nicht-operative Verfahren zur Verfügung. Welche Therapie am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und muss im Einzelfall entschieden werden.

  • Saugglockentherapie: Eine Saugglocke aus Silikon wird auf den Brustkorb aufgesetzt und darin ein Unterdruck erzeugt. Durch regelmäßige Anwendung kommt es zu einem allmählichen Anheben des Brustkorbs. Die Therapie muss täglich für ein bis drei Stunden durchgeführt werden und dauert circa zwei Jahre.
  • Operation: Eine weitere Möglichkeit ist die operative Therapie. Es stehen mehrere Operationsmethoden zur Verfügung. Man unterscheidet offene Verfahren und die sogenannte minimal-invasive Trichterbrustkorrektur nach Nuss. Welche Methode am besten geeignet ist, muss individuell entschieden werden.

Was ist eine Kielbrust?

Auch bei der Kielbrust liegt die Ursache in den Knorpelverbindungen zwischen Brustbein und Rippen: Hier kommt es jedoch nicht zu einem Einsinken, sondern zu einer Vorwölbung des Brustbeins. Herz und Lunge nehmen davon in der Regel keinen Schaden, aber die Körperhaltung kann beeinträchtigt sein, und auch die psychische Belastung ist unter Umständen problematisch.

Wie sieht die Behandlung aus?

Eine Behandlung ist grundsätzlich nur dann notwendig, wenn subjektive Probleme vorhanden sind. In einigen Fällen kann eine Kompressions-Therapie mit Hilfe eines Polsters (Pelotte) sinnvoll sein. Eine andere Möglichkeit ist die operative Korrektur.

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Thomas Meyer

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