Krankhaftes Übergewicht

Als erste Klinik in Bayern wurde die chirurgische Universitätsklinik als Adipositaszentrum zertifiziert. Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Internisten und Psychologen.

Seit 1997 bieten wir an der chirurgischen Universitätsklinik in Zusammenarbeit mit der Inneren Medizin, der Ernährungsberatung und der Psychiatrie Adipositaschirurgie an. Als erste Klinik in Bayern wurden wir als Adipositaszentrum zertifiziert.

Was versteht man unter krankhaftem Übergewicht?

Von krankhaftem Übergewicht (morbider Adipositas) spricht man bei einem BMI (body mass index) über 40 oder wenn Begleiterkrankungen vorhanden sind. Krankhaftes Übergewicht und seine Folgen werden immer mehr zu einem gesellschaftlichen, gesundheitlichen und auch ökonomischen Thema.

Was ist Adipositaschirurgie?

Bei der Behandlung von krankhaftem Übergewicht hat die Adipositaschirurgie mittlerweile einen festen Platz eingenommen, nicht zuletzt weil es zunehmend schonende und minimal-invasive Operationsmethoden gibt. Man spricht auch von bariatrischer Chirurgie, nach dem griechischen Wort „baros“ für Schwere oder Gewicht.

Das Würzburger Modell

In Zusammenarbeit von Chirurgischer Klinik I und Medizinischer Klinik I sowie dem Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg wurde das „Würzburger Modell“ zur integrativen Adipositas-Therapie entwickelt. Es zeichnet sich aus durch die enge Zusammenarbeit von Chirurgie, Innerer Medizin und Psychologie, die eine umfassende Diagnostik und Indikationsstellung aus verschiedenen Blickwinkeln ermöglicht.

Wann kommt eine Operation infrage?

Übergewicht kann mit verschiedenen Methoden behandelt werden. Eine Operation sollte dabei nie an erster Stelle stehen. Medizinische Voraussetzungen für eine Operation sind ein BMI über 40 oder ein BMI über 35 mit Begleiterkrankungen und ein Versagen von nichtoperativen Therapien. Zudem müssen Stoffwechselstörungen ausgeschlossen worden sein.

Welche Operationsverfahren gibt es?

In der Adipositaschirurgie kommen verschiedene Operationsverfahren zum Einsatz. Einige funktionieren ausschließlich über eine Reduktion der Essmenge (beispielsweise Magenband, Magenverkleinerung). Bei anderen Methoden wird auch der Ablauf der Verdauung geändert, sodass der Körper einen Teil der Nahrung unverdaut ausscheidet (beispielsweise Magenbypass).

Wohin kann ich mich wenden?

Wenn Sie sich für eine chirurgische Adipositas-Therapie interessieren, können Sie einen Termin in unserer Adipositas-Sprechstunde vereinbaren. In der Regel folgen Termine in der Inneren Medizin und im Institut für Psychologie. Diese Beurteilung ist auch wichtig für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf den Seiten des Adipositaszentrums oder in unserer Informationsbroschüre Adipositas.

Ansprechpartner

PD Dr. med.
F. Seyfried

Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie

+49 931 201-0

Dr. med.
Alexander Wierlemann

Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie

+49 931 201-0

Dr. med.
C. Corteville

Assistenzärztin der Allgemein- und Viszeralchirurgie

+49 931 201-0

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Telefon:

Pforte:
+49 931 201-55777

Zentrales Patientenmanagement:
+49 931 201-39999
+49 931 201-38888

Notfall:
+49 931 201-0

E-Mail:
zpm-chirurgie@ukw.de

Fax:
+49 931 201-39994


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und 
Kinderchirurgie (Chirurgische Klinik I) des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | 97080 Würzburg | Deutschland