Aktuelle Pressemitteilungen

Wenn Angst krank macht – Online-Vortrag des Uniklinikums Würzburg für Selbsthilfegruppen

Das Uniklinikum Würzburg setzt seine digitale Vortragsreihe für Selbsthilfegruppen und weitere Interessierte fort: Am Samstag, den 3. Oktober 2020, spricht die Psychologin Dr. Elisabeth Jentschke über die Symptome von Angsterkrankungen und über Strategien zum Minimieren von Ängsten.

Dr. Elisabeth Jentschke ist die Referentin eines digitalen Vortrags für Selbsthilfegruppen am Uniklinikum Würzburg zum Thema Angsterkrankungen. Bild: Uniklinikum Würzburg

Als ausgezeichnetes „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ bleibt das Uniklinikum Würzburg (UKW) auch während der Corona-Pandemie mit seinen kooperierenden Selbsthilfegruppen in Kontakt – und zwar vornehmlich online. So findet am Samstag, den 3. Oktober dieses Jahres, erneut eine digitale Informationsveranstaltung statt. Dr. Elisabeth Jentschke wird über krankhafte Angst referieren. Die Psychologin leitet am Comprehensive Cancer Center Mainfranken die Abteilung für Psychoonkologie und an der Neurologischen Klinik des UKW die Abteilung für Neuropsychologie. Sie erläutert: „Angst ist ein wichtiger Schutzmechanismus. Allerdings können unkontrollierbare Ängste auch zur Krankheit werden.“ Bei ihrem Vortrag wird sie die natürliche Angstreaktion von einer Angsterkrankung abgrenzen und Strategien aufzeigen, mit denen sich Ängste minimieren lassen.

Die Veranstaltung richtet sich an Mitglieder der Selbsthilfegruppen und sonstige Interessierte. Diese können kostenlos per PC, Smartphone oder Telefon teilnehmen und dabei auch Fragen an die Expertin stellen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung bis spätestens 18. September 2020 wichtig. Wer sich rechtzeitig anmeldet, erhält per E-Mail die Zugangsdaten und eine detaillierte Anleitung zum Ablauf. Für die Anmeldung kontaktieren alle Interessierten Gabriele Nelkenstock, die externe Selbsthilfebeauftragte des UKW, unter E-Mail: selbsthilfe@ ukw.de.

Tag der Selbsthilfe ebenfalls digital

Laut Gabriele Nelkenstock wurden mit den bisherigen digitalen Veranstaltungen am Uniklinikum Würzburg nur gute Erfahrungen gemacht – sowohl beim organisatorischen Ablauf, bei den Anmeldezahlen wie vor allem auch bei den Rückmeldungen der Teilnehmer/innen. „Deshalb blicken wir auch zuversichtlich nach vorne auf den Tag der Selbsthilfe am 5. Dezember, der im Corona-Jahr 2020 ebenfalls nur online stattfinden kann und für den wir aktuell das Programm planen“, kündigt die Selbsthilfebeauftragte an.

 

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Dr. Elisabeth Jentschke ist die Referentin eines digitalen Vortrags für Selbsthilfegruppen am Uniklinikum Würzburg zum Thema Angsterkrankungen. Bild: Uniklinikum Würzburg

Wenn Brustkrebs ins Gehirn eindringt

Bei Patientinnen mit Brustkrebs können Metastasen im Gehirn entstehen – das bedeutet eine noch schlechtere Überlebenschance. Womöglich gibt es im Blut Faktoren, mit denen sich diese Metastasierung vorhersagen lässt.

Brustkrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung in Industrienationen. Er verursacht die höchste tumorassoziierte Sterberate bei Frauen. Dabei hat es einen entscheidenden Einfluss auf die Sterblichkeitsrate und Überlebenszeit der Patientinnen, ob und wie der Tumor metastasiert.

Früherkennungsmaßnahmen und Vorsorgeuntersuchungen haben die Sterblichkeitsrate zwar erheblich gesenkt. Doch trotz der Fortschritte in Diagnostik und Therapie sterben weiterhin viele Patientinnen. Vor allem die Tumorabsiedlung im Gehirn führt zu einer hohen Sterblichkeitsrate und einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Trotz intensiver Forschung ist noch viel zu wenig über die Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und seiner Metastasierung ins Gehirn bekannt.

Für Fortschritte auf diesem Gebiet hat jetzt eine Arbeitsgruppe der Julius-Maximilians-Universität (JMU) und des Universitätsklinikums Würzburg gesorgt: Das Team um Dr. Carolin Curtaz (Frauenklinik) und PD Dr. Malgorzata Burek (Anästhesiologie) hat seine neuen Erkenntnisse im Journal Fluids and Barriers of the CNS veröffentlicht. Dr. Curtaz erhielt als Erstautorin außerdem den mit 2.500 Euro dotierten Wissenschaftspreis 2020 der Bayerischen Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde.

Die wichtige Rolle der Blut-Hirn-Schranke


Entscheidend für die Metastasierung von Brustkrebs ins Gehirn ist es, dass die Tumorzellen die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Das ist eine natürliche Barriere in den Blutgefäßen, die das Gehirn vor schädlichen Substanzen aus dem Blutkreislauf schützt. Sie wird von hoch differenzierten Endothelzellen gebildet und in Wechselwirkung mit anderen Zellen aufrechterhalten.
Können bestimmte Faktoren im Blut von Brustkrebs-Patientinnen diese natürliche Schutzbarriere beeinflussen oder sogar schädigen? Und damit den Durchgang der Tumorzellen ins Gehirn fördern? Das haben Carolin Curtaz und Malgorzata Burek untersucht.

Zwei Zytokine in erhöhter Konzentration


Die JMU-Forscherinnen verwendeten dafür Serumproben von Patientinnen, deren Brustkrebs ins Gehirn metastasiert hatte, und verglichen sie mit Proben von Patientinnen mit Primärtumoren, Knochenmetastasen und viszeralen Metastasen. Zudem untersuchten sie das Serum von Kontrollpersonen ohne Tumorerkrankung.

Fündig wurden sie im Bereich der Zytokine: Bei den Patientinnen mit Hirnmetastasen war die Konzentration von Fractalkin (CX3CL1) und BCA-1 (B cell-attracting chemokine 1, CXCL13) erhöht. Zytokine sind Proteine, die vom menschlichen Körper produziert werden. Sie wirken als Botenstoffe zwischen den Zellen und spielen eine wichtige Rolle bei der Immunantwort. Tumorzellen können ebenfalls Zytokine produzieren und so die Kommunikation zwischen Zellen beeinflussen.

Gutes in-vitro-Modell für die Blut-Hirn-Schranke

Dann untersuchten die Forscherinnen, wie die Serumproben auf die Blut-Hirn-Schranke wirken. Dafür verwendeten sie eine Zellkultur. Lange Zeit war es nicht möglich, Endothelzellen aus dem menschlichen Gehirn zuverlässig zu gewinnen und zu kultivieren. Doch durch Fortschritte in der Stammzellforschung sind jetzt gute in-vitro-Modelle für die Blut-Hirn-Schranke des Menschen verfügbar.

Curtaz und Burek setzten ein Modell ein, das auf CD34+-Zellen basiert. Es wurde in Zusammenarbeit mit französischen Forschern in Würzburg etabliert. Die Behandlung dieser künstlichen Blut-Hirn-Schranke mit dem Serum von Patientinnen mit Gehirnmetastasen führte zu Veränderungen der Genexpression und zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Schranke für Testsubstanzen.

Das weist darauf hin, dass es im Serum dieser Patientinnen Faktoren gibt, die aktiv die Eigenschaften der Blut-Hirn-Schranke verändern können. Ihr Nachweis im Blut könnte künftig als prognostischer Marker dienen um vorherzusagen, bei welchen Patientinnen mit Gehirnmetastasen zu rechnen ist. Ob es sich bei den Faktoren um die beiden Zytokine handelt, steht aber noch nicht fest. Hier sind weitere Analysen mit einer Vielzahl von Patientinnen erforderlich. Aktuell sucht das Team der beiden Wissenschaftlerinnen weiter nach Faktoren, die einen Einfluss auf die Blut-Hirn-Schranke haben.

Publikation

Curtaz, C.J., Schmitt, C., Herbert, S. … Burek M. Serum-derived factors of breast cancer patients with brain metastases alter permeability of a human blood–brain barrier model. Fluids Barriers CNS 17, 31 (2020). https://doi.org/10.1186/s12987-020-00192-6

Uniklinikum Würzburg: Interdisziplinär zu gesundem Schlaf

Experten aus verschiedenen Fachbereichen des Uniklinikums Würzburg haben sich in diesem Frühjahr zum Interdisziplinären Zentrum für gesunden Schlaf zusammengeschlossen. So vernetzt gelingt es, die mannigfaltigen Ursachen für Schlafstörungen sowie die oft komplexen Zusammenhänge mit anderen Erkrankungen noch besser zu erkennen und die individuell richtige Therapie einzuleiten.

Schlafstörungen sind ein Massenphänomen: Rund ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat relevante Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Weitere bis zu acht Prozent sind von schlafbezogenen Atmungsstörungen betroffen. „Insgesamt unterscheiden wir über 100 Arten von Schlafstörungen mit den unterschiedlichsten Ursachen“, berichtet Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Hagen, der Direktor der HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg (UKW), und fährt fort: „Außerdem ist es immer wieder überraschend, bei wie vielen Erkrankungen, wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Depressionen, ein Zusammenhang zu einem gestörten Schlaf existiert.“ Um diesem komplexen Feld in Zukunft noch besser – sprich ganzheitlicher – gerecht zu werden, wurde unter Leitung seiner Klinik im Frühjahr dieses Jahres das Interdisziplinäre Zentrum für gesunden Schlaf (IZgS) am UKW ins Leben gerufen. Privatdozent Dr. Philipp Schendzielorz, HNO-Oberarzt und ärztlicher Leiter des Zentrums, erläutert: „Mit dieser neuen Struktur vereinen wir die Kompetenzen der Hals-Nasen-Ohren-Medizin mit denen der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der Pädiatrie, der Psychiatrie und Psychosomatik, der Neurologie, der Pneumologie und Kardiologie sowie der zahnärztlichen Schlafmedizin.“ Im IZgS ergänzen sich auf kurzen Kommunikationswegen die jeweiligen Experten in ihren Diagnostik- und Therapieangeboten. Außerdem treffen sie sich regelmäßig zum Austausch über schwierige Fälle. „Dabei entwickelt sich fast von selbst auch ein lernendes System“, freut sich Dr. Schendzielorz.

Schlafapnoe als häufiges Krankheitsbild

Das häufigste in der Schlafmedizin zu behandelnde Krankheitsbild sind nach seinen Worten nächtliche Atemaussetzer, sogenannte Apnoen. Für diesen vorrübergehenden gänzlichen oder teilweisen Verschluss der Atemwege gibt es viele mögliche Ursachen – von kurzfristigen Faktoren, wie Infektionen oder Allergien, über Übergewicht und vergrößerte Rachenmandeln bis zum Zurücksinken der Zunge durch die Erschlaffung der Mund- und Rachenmuskulatur im Schlaf. Als Sonderform – der zentralen Schlafapnoe – kann außerdem eine fehlerhafte neuronale Steuerung der Atemmuskulatur vorliegen. „Allein an dieser Vielfalt wird deutlich, wie sinnvoll ein interdisziplinäres Herangehen ist“, sagt Dr. Schendzielorz. Die Standardtherapie bei Schlafapnoe erfolgt nach seinen Worten über eine spezielle Maske, die dem Patienten während des Schlafens kontinuierlich Umgebungsluft mit einem leichten Überdruck (CPAP-Therapie) zuführt und so die Atemwege offen hält. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind eine Unterkiefer-Protrusionsschiene oder ein operativer Eingriff. Außerdem bietet die HNO-Klinik seit Ende 2018 in geeigneten Fällen auch die Implantation eines Zungenschrittmachers an.

Schlaflabor als zentrale Diagnostik-Einheit

Hauptsächlicher Zugang zum gebündelten Fachwissen des IZgS ist die schlafmedizinische Sprechstunde der HNO-Klinik. Hier finden das Erstgespräch und eine Screening-Untersuchung statt. Bei weiterem Diagnosebedarf kommt das von der HNO-Klinik betriebene, langjährig etablierte Schlaflabor zum Einsatz. Zu den bestehenden zwei Untersuchungsplätzen im vierten Stock der Kopfklinik soll demnächst ein weiterer hinzukommen. Während die Patientin oder der Patient dort schläft, werden Parameter wie Hirnaktivität, Sauerstoffgehalt des Bluts, Herzaktion, Atembewegungen, Schnarchgeräusche oder Beinbewegungen bestimmt und aufgezeichnet.

„Bei Bedarf können wir zusätzliche Untersuchungen durchführen oder eine Spezialsprechstunde der Inneren Medizin, der Kinderheilkunde, der Neurologie und der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik hinzuziehen“, berichtet Dr. Schendzielorz. Für einen möglichen Einsatz einer Unterkiefer-Protrusionsschiene und bei kieferorthopädischen Fragen – insbesondere bei Kindern – gibt es zudem eine Sprechstunde der zahnärztlichen Schlafmedizin.

 

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Uniklinikum Würzburg: Online-Vortrag zu Problemen im Analbereich

Am Mittwoch, den 30. September 2020, beantworten zwei Fachleute des Uniklinikums Würzburg in einem Online-Vortrag Fragen zur Diagnostik und Behandlung von Hämorrhoiden, Stuhlentleerungsstörungen sowie Schmerzen im Analbereich. Die kostenlose Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Mediengruppe Main-Post.

Schmerzen am Anus oder Probleme beim Stuhlgang sind Gesundheitsthemen, die viele Betroffene aus Scham nur ungern ansprechen. Entsprechend groß ist das Informationsdefizit. Eine Chance, aus Expertenmund mehr über die Diagnostik und Behandlung von Hämorrhoiden, Stuhlentleerungsstörungen sowie Schmerzen im Analbereich zu erfahren, bietet ein Online-Vortrag des Uniklinikums Würzburg (UKW) am Mittwoch, den 30. September 2020. An diesem Termin werden die Privatdozentin Dr. Mia Kim und Dr. Sven Flemming, beide von der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie des UKW, zwischen 18:00 und 19:30 Uhr verbreitete Probleme und deren Behandlungsmöglichkeiten schildern. Zudem besteht bei der Veranstaltung unter dem Titel „Wenn es juckt und brennt (am Po)“ für die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, Antworten auf individuelle Fragen zu erhalten.

„Schmerzen am After und vor allem Blutabgang sollte man auf jeden Fall ernstnehmen und ausschließen lassen, dass keine bösartige Erkrankung dahintersteht“, betont Dr. Flemming, der an seiner Klinik die Chirurgische Endoskopie und die Sprechstunde für chronisch entzündliche Darmerkrankungen leitet.

Weit verbreitete Störenfriede im Analbereich sind vergrößerte Hämorrhoiden, die sich bei bis zu 70 Prozent der Über-30-Jährigen nachweisen lassen. „Viele denken, dass Hämorrhoiden sofort operiert werden müssen. Tatsächlich sind sie bis zu einem gewissen Grad normal und wichtig für unsere Kontinenzleistung“, berichtet Dr. Flemming und fährt fort: „Statt eines chirurgischen Eingriffs können oftmals schon konservative Maßnahmen, wie eine Ernährungsumstellung oder Salben, zum Erfolg führen.“

Ein anderes, in unserer Gesellschaft häufiges Gesundheitsproblem ist eine erschwerte, seltene oder unvollständige Stuhlentleerung. Die sogenannte Obstipation nimmt mit dem Lebensalter an Häufigkeit zu, Frauen sind dreimal so oft betroffen wie Männer. „Ursachen können eine Vielzahl von Erkrankungen sowie strukturelle oder funktionelle Veränderungen des Darmes sein“, sagt Dr. Mia Kim. Die Leiterin der Koloproktologie am UKW wird am Informationsabend unter anderem die jeweils passenden Therapiemöglichkeiten aufzeigen – vom Hausmittel bis zur Operation.

Der Online-Vortrag nutzt die Plattform „Skype for Business“. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC. Mit dem digitalen Format setzen die Mediengruppe Main-Post und das UKW ihre gemeinsame, seit Jahren erfolgreiche Reihe „Abendsprechstunde“ fort, die bislang aus Hörsaal-Vorträgen bestand. Die Teilnahme ist kostenlos. Wichtig ist eine Anmeldung ausschließlich bei der Main-Post unter Tel: 0931/6001 6009 oder unter http://akademie.mainpost.de.

 

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Uniklinikum Würzburg: Zweiter digitaler Vortrag für Selbsthilfegruppen und Interessierte - Thema: Wenn Angst krank macht

Menschen verfügen über natürliche Schutzmechanismen. Die Angst ist ein wichtiger Schutzmechanismus.

Poster für die Veranstaltung - "Wenn Angst krank macht"

Dieser normale Schutzmechanismus „Angst“ kann aber auch zu einem Krankheitsbild werden, wenn sich die Angst zu einer Bedrohung und Belastung entwickelt, die der Mensch nicht mehr kontrollieren kann.Der Vortrag wird neben der natürlichen Schutzfunktion die Symptome einer Angsterkrankung beschreiben und Strategien aufzeigen, um Ängste zu überwinden.

Referentin Dr. phil. Elisabeth Jentschke leitet am Comprehensive Cancer Center Mainfranken die Abteilung für Psychoonkologie und in der Neurologie die Abteilung für Neuropsychologie. Dort betreut sie Tumorpatienten, ihre Angehörigen aber auch Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Sie hat zunächst Psychologie, Pädagogik und Soziologie studiert mit dem Abschluss Magister danach ein weiteres Studium der Psychogerontologie absolviert und mit Diplom abgeschlossen. Sie promovierte im Bereich der Palliativmedizin.

Ihr Forschungsinteresse gilt neben der Verbesserung der Lebensqualität der Tumorpatienten mit ihren Angehörigen auch die der älteren Patienten.
Durch die Etablierung mehrerer Selbsthilfegruppen wird deutlich, welche Kraft von der Selbsthilfe ausgehen kann!

 

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Poster für die Veranstaltung - "Wenn Angst krank macht"

Schlaganfall - Hohe Sterblichkeitsrate und Wiederholungsgefahr

Nach einem Schlaganfall variieren die Überlebenschancen und das Risiko eines zweiten Anfalls innerhalb der folgenden Jahre stark – je nach Auslöser. Das haben Forscher der Universitäten Würzburg und Erlangen jetzt herausgefunden.

Der Schlaganfall ist in Deutschland nach Herz- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen im Erwachsenenalter. Rund 200.000 Männer und Frauen sind jährlich davon neu betroffen; etwa 66.000 erleiden zum wiederholten Mal einen Schlaganfall. Sogenannte ischämische Schlaganfälle bilden dabei die häufigste Variante. In diesem Fall ist eine Minderdurchblutung des Gehirns verantwortlich für den Hirninfarkt, ausgelöst häufig durch ein Blutgerinnsel.
  
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Würzburg und Erlangen haben jetzt neue Erkenntnisse über die Sterblichkeit und die Wiederholungsraten nach einem ischämischen Schlaganfall gewonnen. Sie haben dafür Krankheitsverläufe über einen Zeitraum von 20 Jahren hinweg verfolgt. Auf Würzburger Seite daran beteiligt waren Professor Peter U. Heuschmann, Leiter des Instituts für klinische Epidemiologie und Biometrie, und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Viktoria Rücker. Sie haben sich auf die statistische Auswertung der Daten konzentriert. In der international renommierten Fachzeitschrift Stroke hat das Forscher-Team die Ergebnisse seiner Studie veröffentlicht.

Fast jeder Zweite stirbt innerhalb von fünf Jahren

„Insgesamt zeigen unsere Zahlen hohe Raten sowohl für die Sterblichkeit als auch die Wiederholungsfälle: Fast jeder zweite Patient stirbt innerhalb von fünf Jahren nach dem ersten Schlaganfall. Und jeder fünfte erleidet in diesem Zeitraum einen erneuten Schlaganfall“, fasst Viktoria Rücker die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen. Dabei sei die Wahrscheinlichkeit zu sterben bei Frauen etwas höher als bei Männern (49,6 Prozent bei Frauen gegenüber 41,8 Prozent bei Männern).

Das Langzeitüberleben und die Wiederholungsrate unterschieden sich jedoch erheblich je nach Ursache des ersten Schlaganfalls: „Betrachtet über einen Zeitraum von fünf Jahren, haben Patienten, deren Schlaganfall durch den Verschluss kleiner Arterien ausgelöst wurde, die höchste Überlebenswahrscheinlichkeit“, erklärt Peter Heuschmann. Dagegen liegt diese Rate bei Patienten mit einem sogenannten kardioembolischen Schlaganfall, der unter anderem durch ein Vorhofflimmern verursacht werden kann, am niedrigsten.
Und die Gefahr, innerhalb von fünf Jahren einen erneuten Schlaganfall zu erleiden, war besonders gering in solchen Fällen, bei denen Verengungen der kleinen Hirngefäße oder Ablagerungen in den großen hirnversorgenden Blutgefäßen den ersten Schlaganfall ausgelöst hatten.

Überlebenswahrscheinlichkeit ist gestiegen

Was die Zahlen auch zeigen: In den vergangenen Jahrzehnten hat sich in Erlangen die Überlebenswahrscheinlichkeit nach einem ischämischen Schlaganfall deutlich verbessert – und zwar über alle Schlaganfall-Subtypen hinweg. Dies steht im Einklang mit der bundesweiten Entwicklung. Mögliche Erklärungen sind nach Ansicht der Wissenschaftler Verbesserungen bei den Behandlungsmöglichkeiten und im Umgang mit der Erkrankung, etwa durch die Einrichtung von sogenannten Stroke Units – also Spezialstationen für Schlaganfallpatienten.

Daten von mehr als 3.000 Patienten

Für ihre Studie haben die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Daten von 3.346 Patientinnen und Patienten aus dem Zeitraum von 1996 bis 2015 verwendet. Diese stammen aus dem Erlanger Schlaganfall-Register (ESPRO). Dort werden alle Schlaganfälle registriert, die innerhalb der Stadt Erlangen diagnostiziert werden. Die jeweiligen Krankheitsverläufe werden vom ersten Tag der Erkrankung an detailliert erfasst und in regelmäßigen Abständen bis zum Lebensende weiterverfolgt – inklusive Risikofaktoren, erneuten Schlaganfällen und Spätfolgen.

Kontakt

Viktoria Rücker, Institut für klinische Epidemiologie und Biometrie, T: +49 931 201 47317, E_Ruecker_V@ ukw.de

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg

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Pressemitteilung der Stadt Würzburg: Stadt und Universitätsklinikum bauen gemeinsames Lager für medizinische Schutzausrüstung auf

Die Stadt Würzburg und das Universitätsklinikum Würzburg haben ein gemeinsames Lager mit persönlicher Schutzausrüstung wie FFP2-Masken, Handschuhen und Schutzkitteln angelegt.

v.li. Philip Rieger (Kaufmännischer Direktor Universitätsklinikum Würzburg), Silke Götz(UKW, Leiterin Einkauf), Jens Sesselmann (Leiter Zentrallager UKW), Thorsten Ante (stv. Leiter Amt für Zivil- und Brandschutz), Wolfgang Kleiner (Kommunalreferent und Leiter der Katastrophenschutzbehörde.) Foto: Claudia Lother

Die Stadt Würzburg und das Universitätsklinikum Würzburg haben ein gemeinsames Lager mit persönlicher Schutzausrüstung wie FFP2-Masken, Handschuhen und Schutzkitteln angelegt. Hintergrund ist, bei einer möglicherweise zweiten Welle der Coronapandemie, durch Absprachen bei der Lagerhaltung mehr Flexibilität und größere Sicherheit für alle Beteiligten zu erreichen.
„Die Stadt Würzburg als Katastrophenschutzbehörde und die Universitätsklinik entwickeln ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Coronapandemie hiermit strategisch weiter“, bedankt sich Kommunalreferent und Leiter der kommunalen Katastrophenschutzbehörde, Wolfgang Kleiner. Denn: „Wir haben das gemeinsame Interesse, die dauerhafte Verfügbarkeit persönlicher Schutzausrüstungen sicher zu stellen, als wirksame Schutzmaßnahme für das medizinische Personal der Kliniken und Praxen.“ Indem die Vorratshaltung nun über das UKW gebündelt wird, können Lagerflächen besser genutzt und Einlagerungszeiten besser logistisch geplant werden. „Das Material, das die Katastrophenschutzbehörde im Vorgriff auf eine mögliche zweite Welle angeschafft hat, entspricht in Qualität und Ausstattung dem Material des Universitätsklinikums“, stellt Thorsten Ante, stellvertretender Leiter des Amts für Zivil- und Brandschutz, klar.
„Wir halten getrennte Lagerflächen für das Material der Stadt Würzburg und des Universitätsklinikums vor, können aber bei Bedarf jederzeit gemeinsam auf den Bestand zugreifen“, erklärt Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor, Universitätsklinik Würzburg. Damit können sich beide Seiten im Bedarfsfall aushelfen – und das Material wird nicht „alt“ und bleibt damit nutzbar.
Die gemeinsame Vorratshaltung wird vertraglich geregelt. Die Katastrophenschutzbehörde hält Schutzausrüstung vor, damit die Handlungsfähigkeit der medizinischen Versorgung in Krisensituationen gewährleistet ist. In dem Lager finden sich 55 Europalettenplätze und damit Platz für Tausende von Masken, Handschuhen und Kitteln für den medizinischen Einsatz.

v.li. Philip Rieger (Kaufmännischer Direktor Universitätsklinikum Würzburg), Silke Götz(UKW, Leiterin Einkauf), Jens Sesselmann (Leiter Zentrallager UKW), Thorsten Ante (stv. Leiter Amt für Zivil- und Brandschutz), Wolfgang Kleiner (Kommunalreferent und Leiter der Katastrophenschutzbehörde.) Foto: Claudia Lother