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Uniklinikum Würzburg: Prof. Dr. Heike Rittner mit dem Franz-Koehler-Inflammation-Award geehrt

Prof. Dr. Heike Rittner, Schmerzexpertin am Uniklinikum Würzburg, wurde für ihre herausragende Forschung auf dem Gebiet der Entzündungen mit dem Franz-Koehler-Inflammation-Award 2021 ausgezeichnet.

Prof. Dr. Heike Rittner, die Leiterin des Zentrums interdisziplinäre Schmerzmedizin an der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Uniklinikums Würzburg, erhielt im September dieses Jahres von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) den Franz-Koehler-Inflammation-Award 2021. Die Preisträgerin ist eine international renommierte Expertin für die Rolle des Immunsystems bei entzündlichen und neuropathischen Schmerzen. Dabei konnte sie unter anderem zeigen, dass Immunzellen mit ihren Botenstoffen Schmerzen auslösen, diese aber auch über körpereigene Endorphine lindern können. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr ihre neuere Forschung zur Bedeutung des Zusammenbruchs von schützenden Barrieren nach Nerventrauma und entsprechenden Entzündungsprozessen sowie zu den Ursachen des komplexen regionalen Schmerzsyndroms – einer seltenen Schmerzerkrankung nach Verletzungen der Extremitäten. 

Über den Preis

Der mit 5.000 Euro dotierte Franz-Koehler-Inflammation-Award wird seit dem Jahr 2010 jährlich verliehen. Die DGAI zeichnet damit herausragende Verdienste auf dem Gebiet der Erforschung von Pathophysiologie, Prophylaxe und Therapie von Entzündungen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen im Umfeld von Operationen aus. Das Preisgeld stiftet die Dr. F. Köhler Chemie GmbH.

 

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Fakten oder Furcht

Was motiviert Menschen dazu, sich an Coronaregeln zu halten: Fundierte Informationen oder die Angst vor der Ansteckung? Diese Frage hat ein Team der Uni und des Uniklinikums Würzburg untersucht – mit einem überraschenden Ergebnis.

Bleiben Sie zu Hause! Verlassen Sie Ihre Wohnung nur für wirklich dringende Erledigungen! Treffen Sie sich nicht mit Freunden und Verwandten! Mit diesem eindringlichen Appell an die Bevölkerung wollten Verantwortliche aus der Politik in Deutschland in der Zeit des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus verhindern. In Kombination mit den entsprechenden Vorschriften und Bußgeldern sorgten sie dafür, dass Busse und Bahnen leer blieben, in Parks nur noch Pärchen unterwegs waren und Familienfeiern reihenweise abgesagt wurden.

Doch nicht alle waren dazu bereit, sich an diese Vorschriften zu halten. Maskenverweigerer und illegale Partys hielten die Polizei auf Trab und sorgten für Schlagzeilen in den Medien. Wie Menschen dazu motiviert werden können, sich an Regeln zu halten, die ihrem eigenen Schutz und dem der Gesellschaft dienen: Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und des Universitätsklinikums Würzburg in dieser Zeit untersucht. Die Ergebnisse ihrer Studie haben sie jetzt in der Fachzeitschrift Preventive Medicine Reports veröffentlicht.

Angst ist nicht die wesentliche treibende Kraft

„Eigentlich könnte man erwarten, dass Menschen, die Angst davor haben, sich mit dem neuen Coronavirus zu infizieren und schwer zu erkranken, sich eher an die Vorschriften zur Eindämmung der Coronapandemie halten, verglichen mit Menschen, bei denen weniger Emotionen im Spiel sind“, sagt Grit Hein, Professorin für Translationale Soziale Neurowissenschaften an der Universität Würzburg. An der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Würzburger Universitätsklinikums erforscht sie, welche Motive menschliches Verhalten in welcher Weise beeinflussen.

Wie die Würzburger Studie jedoch zeigt, waren es im Fall der Coronapandemie andere Aspekte, die den Ausschlag dafür gaben, dass sich die Befragten an die Regeln hielten: das Wissen um die potenziellen Gefahren einer Covid-19-Erkrankung sowie Informationen über die Möglichkeiten, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. „Wir konnten nachweisen, dass Personen, die während der Pandemie stark gefühlsbetont reagierten, nicht unbedingt eher dazu bereit waren, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten“, erklärt Matthias Gamer, Professor für Experimentelle Klinische Medizin an der Uni Würzburg. Hein und Gamer sind Erstautoren der jetzt veröffentlichten Studie.

Wichtiger als Emotionen seien demnach kognitive und soziostrukturelle Variablen. Aus diesem Grund sollten sich nach Ansicht der Forscherinnen und Forscher politische Maßnahmen in Zukunft darauf konzentrieren, gesicherte Informationen und die gesellschaftliche Relevanz des jeweiligen Problems in den Vordergrund zu stellen, wenn sie Bürgerinnen und Bürger dazu bewegen wollen, sich verantwortungsbewusst und vorsichtig zu verhalten.

Umfrage unter rund 4.100 Studierenden

Für seine Studie hat das Forschungsteam die Antworten einer Online-Umfrage unter rund 4.100 Studierenden ausgewertet, an der sich diese im April 2020 beteiligt hatten. Gut zwei Drittel der Befragten waren weiblich, das Durchschnittsalter betrug 22,3 Jahre.

„Inwieweit sind Sie besorgt, bei einer Infektion mit dem Coronavirus schwer zu erkranken? Fühlen Sie sich den Herausforderungen durch die Coronapandemie gewachsen? Werde Sie ängstlich und nervös, wenn Sie Nachrichten über das Coronavirus-19 auf sozialen Medien sehen?“ Auf diese und viele weitere Fragen sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie Antwort geben. Dazu kamen Fragen zum Informationsverhalten – den Quellen, aus denen sich die Befragten informierten, ihren bevorzugten Social-Media-Plattformen, der täglich dort verbrachten Zeit – sowie Fragen zur Befindlichkeit und zu ihren Erwartungen und Befürchtungen für die Zukunft.

Konkurrierende Erklärungsmodelle

„Den Hintergrund unserer Studie bildet die Tatsache, dass es in der Psychologie konkurrierende Modelle dazu gibt, welche Aspekte menschliches Verhalten, speziell das Gesundheitsverhalten, steuern“, erklärt Grit Hein. So geht das Emotions-Motivations-Modell davon aus, dass emotionale Reaktionen eine wesentliche treibende Kraft darstellen. Oder, vereinfacht gesagt: Wer Angst vor einer bestimmten Situation hat, wird diese tunlichst meiden.

Im Gegensatz dazu gehen sozial-kognitive Modelle davon aus, dass das Sicherheitsverhalten durch eine andere Gruppe von Variablen bestimmt wird, die hauptsächlich kognitive und soziostrukturelle Aspekte widerspiegeln. Das können eigene Erfahrungen sein, Beobachtungen Anderer sowie Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen.

„Wer die Risiken bestimmter Verhaltensweisen für die eigene Gesundheit kennt, wer informiert ist über den Verlauf einer Krankheit und deren Auswirkungen auf das Alltagsleben, wer sich darüber bewusst ist, dass er mit seinem eigenen Verhalten kontrollieren kann, welchen Risiken er sich aussetzt, der verfolgt mit einer größeren Wahrscheinlichkeit konkrete Pläne und Strategien, um dieses Risiko zu minimieren“, sagt Matthias Gamer.

Weitere Studien sind erforderlich

Ist die Frage nach dem gültigen Modell damit also geklärt? Nicht ganz. „Auf praktischer Ebene deuten unsere Ergebnisse zwar darauf hin, dass sich junge Erwachsenen eher an Sicherheitsvorschriften halten, wenn sie über die Auswirkungen einer Krankheit für den Einzelnen und seine Angehörigen sowie ihre gesellschaftliche Bedeutung gut informiert sind“, sagt Grit Hein.

Weil an der Umfrage allerdings ausschließlich Studierende teilgenommen haben, könne es sein, dass das Bildungsniveau einen relevanten Einfluss ausübt. Dementsprechend schlägt das Würzburg Team vor, dass zukünftige Studien untersuchen sollten, ob die jetzt beobachteten Zusammenhänge auch für Personen mit niedrigerem Bildungsniveau gelten. Für eine Fortsetzung der Studie konnten Hein, Gamer und der ebenfalls beteiligte Professor Paul Pauli bereits Geld bei der Volkswagenstiftung einwerben.

Publikation

Social cognitive factors outweigh negative emotionality in predicting COVID-19 related safety behaviors. Grit Hein, Matthias Gamer, Dominik Gall, Marthe Gründahl, Katharina Domschke, Marta Andreatta, Matthias J. Wieser, Paul Pauli. Preventive Medicine Reports. https://doi.org/10.1016/j.pmedr.2021.101559

Kontakt

Prof. Grit Hein, PhD, Professur für Translationale Soziale Neurowissenschaften, Universität und Universitätsklinikum Würzburg, T: +49 931 201-77411, hein_g@ ukw.de

Prof. Dr. Matthias Gamer, Lehrstuhl für Psychologie I der Universität Würzburg, T: +49 931 31-89722, matthias.gamer@ psychologie.uni-wuerzburg.de

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Thrombozyten mit doppelter Mission

Professor David Stegner nahm kürzlich die Professur für Vaskuläre Bildgebung am Rudolf-Virchow-Zentrum an. Er erforscht mit seiner Gruppe die Interaktionen von Thrombozyten (Blutplättchen) mit Immunzellen und wie sich diese auf Entzündungsprozesse, wie beispielsweise bei einem Schlaganfall, auswirken.

Prof. Dr. David Stegner nahm den Ruf auf die Professur für Vaskuläre Bildgebung am Rudolf-Virchow-Zentrum – Center for Integrative and Translational Bioimaging im Sommer 2021 an. Er nutzt hochmoderne Fluoreszenzmikroskopie um die sogenannte „Thrombo-Inflammation“, also entzündliche Prozesse die von Thrombozyten gesteuert werden, besser zu verstehen. „Dieses Entzündungsgeschehen kann bei einem Infarkt oder Schlaganfall das gesunde Gewebe zusätzlich schädigen. Wir wollen die genauen Vorgänge verstehen, damit Patientinnen und Patienten in Zukunft besser behandeln werden können“, erklärt Stegner.

Thrombozyten haben mehrere Funktionen

Die Funktion der Thrombozyten bei der Blutstillung bei Wunden ist schon lange bekannt. Im ungünstigsten Fall kann die Blutgerinnung auch zu Blutgerinnseln (Thromben) führen, die die Blutgefäße verstopfen und zum Absterben des dahinterliegenden Gewebes führen können. Dies ist beispielsweise bei einem Schlaganfall der Fall, weshalb die Standardbehandlung eine möglichst schnelle Beseitigung des Thrombus vorsieht, um das unterversorgte Gewebe zu retten. Allerdings zeigte sich, dass bei vielen Patienten und Patientinnen auch nach der Entfernung des Thrombus das Gewebe hinter dem Verschluss geschädigt wird. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zeigten in früheren Studien, dass Thrombozyten Immunzellen in das betroffene Gewebe locken können. „In gewissem Umfang ist das durchaus sinnvoll, denn es muss zum Beispiel Zellschrott der abgestorbenen Zellen durch die Immunzellen entsorgt werden. Allerdings kann eine überschießende Reaktion des Immunsystems auch zum Absterben von gesunden Zellen führen“, erläutert Stegner.

Genau in diesem Spannungsfeld zwischen erwünschter und überschießender Immunreaktion setzt Stegner mit seiner Forschung an, die er nun, mit den zusätzlichen Ressourcen der Professur ausgestattet, nochmals intensivieren und auch auf infektiöse Krankheitsmodelle ausweiten kann.

Hochleistungsmikroskopie zeigt alle Mitspieler

Ein wichtiges Werkzeug seiner Forschung sind dabei die Mikroskope mit denen seine Gruppeintravitale Bilder, also am lebenden Organismus, aufnehmen kann. „Mit den am Rudolf-Virchow-Zentrum und Institut für Experimentelle Biomedizin vorhandenen Hochleistungs-Fluoreszenzmikroskopen, wie dem Konfokalen- oder 2-Photonenmikroskop, können wir nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich beobachten wie die Prozesse ablaufen und welche Rezeptoren und Proteine daran beteiligt sind“, erklärt Stegner. Denn erst wenn diese Faktoren alle bekannt sind, kann man auch an medizinische Eingriffe denken.

Über David Stegner

David Stegner kam nach seinem Biochemiestudium in Bayreuth für die Promotion nach Würzburg an den Lehrstuhl für Experimentelle Biomedizin. Nach verschiedenen Postdoktorandenprojekten am Universitätsklinikum Würzburg und dem Rudolf-Virchow-Zentrum startete er seine eigene Forschungsgruppe am Institut für Experimentelle Biomedizin am Universitätsklinikum Würzburg. Er war mehrfach Projektleiter verschiedener Sonderforschungsbereiche und ist Wissenschaftlicher Sekretär des Transregio-SFBs 240. Seit 2021 ist er W2 Professor am Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg.

Kontakt

Prof. Dr. David Stegner (Rudolf-Virchow-Zentrum, Universität Würzburg)
Tel.: +49 931 31-80419, stegner@ virchow.uni-wuerzburg.de  

Dr. Judith Flurer (Pressestelle, Rudolf-Virchow-Zentrum)
Tel.: +49 931 31-85822, judith.flurer@ virchow.uni-wuerzburg.de 

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 05.10.2021

 

Uniklinikum Würzburg: Unterstützen Sie die Migräne-Forschung!

Die Neurologische Klinik des Uniklinikums Würzburg will in einer Studie mehr über die Entstehung von Migräne herausfinden. Dazu werden sowohl Menschen mit Migräne, wie auch Gesunde als Kontrollgruppe gesucht.

„Bei vielen Migräne-Patientinnen und -Patienten sind die Kopfschmerzattacken auf bestimmte auslösende Faktoren, sogenannte Trigger, zurückzuführen“, sagt Prof. Dr. Claudia Sommer. Die Schmerzexpertin der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „In einer aktuellen Studie wollen wir untersuchen, wie Migräne-Trigger mit einem bestimmten Neuropeptid im Blut sowie mit der Sensibilisierung für Schmerzen zusammenhängen.“ Für diese wissenschaftliche Arbeit werden jetzt Migräne-Patient*innen sowie Gesunde als Kontrollgruppe gesucht. 

Fragenbogen innerhalb von 20 Minuten bearbeiten 

Die Teilnehmer*innen sollen dabei zunächst einen Fragebogen ausfüllen. Dieser fragt das Alltagserleben mit Migräne, die Schmerzstärke und das Schmerzerleben ab. Außerdem werden Aspekte wie Depressivität, Angst und Impulsivität erfasst. Die Beantwortung der Fragen dauert etwa 20 Minuten. 

Auf Wunsch Teilnahme an zweiter Phase

„Nach der Auswertung der Fragebögen laden wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einigen Monaten zum zweiten Teil der Studie ein. Dann wollen wir untersuchen, welche Verbindungen zwischen Migräne-Triggern und dem Neuropeptid CGRP bestehen“, kündigt Claudia Sommer an. 

Nach ihren Worten haben die Patient*innen und Proband*innen von der Studienteilnahme zwar keinen persönlichen Nutzen. „Sie helfen jedoch der Forschung, zum Verständnis und in der Zukunft auch zur besseren Behandlung dieser Erkrankung beizutragen“, unterstreicht die Professorin. 

Weitere Informationen zur Studie gibt es bei der Neurologischen Klinik telefonisch unter 0931/201-23741 (immer donnerstags zwischen 16:00 und 19:00 Uhr) sowie per E-Mail unter loeffl_S@ukw.de. 

Oder man schaut sich die Fragebögen direkt an unter https://ls1.psychologie.uni-wuerzburg.de/so/mig/ 

 

 

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Uniklinikum Würzburg: 20 fertige Operationstechnische Assistentinnen gefeiert

Nach einer dreijährigen Ausbildung an der OTA-Schule des Uniklinikums Würzburg konnten kürzlich erneut 20 Operationstechnische Assistentinnen ihren erfolgreichen Abschluss feiern.

Hinter ihnen liegen 1.600 Stunden theoretischer (Online-)Unterricht und 3.000 Stunden praktische Ausbildung in den diversen Operationsbereichen des Uniklinikums Würzburg (UKW). Nachdem sie auch noch die Prüfungen – praktisch, mündlich und schriftlich – gemeistert haben, dürfen sich die diesmal ausschließlich weiblichen 20 Absolventinnen der OTA-Schule des UKW jetzt Operationstechnische Assistentinnen (OTA) nennen. 

Geehrt wurden die frischgebackenen Fachkräfte bei einer „coronabedingt“ kleinen Abschlussfeier im Hörsaal des Anatomischen Instituts am 24. September 2021. Den beiden Prüfungsbesten Carina Broghammer und Julia Kuhnt überreichte Felix Mensch, der Leiter der OTA-Schule, als kleine Anerkennung Einkaufsgutscheine.

Bei dieser „Ausbildungsstaffel“ kamen zehn Teilnehmerinnen aus externen mainfränkischen Krankenhäusern. Von den zehn UKW-internen Absolventinnen wurden neun in ein Anstellungsverhältnis am Uniklinikum übernommen.

OTA unterstützen Ärztinnen und Ärzte bei operativen Eingriffen. Weitere Aufgaben sind das Vorbereiten und Lagern der Patienten, die Gewährleistung der Patientensicherheit, das Warten und Pflegen der technischen Geräte sowie die Mitverantwortung für die Einhaltung der Hygienevorschriften im OP-Bereich. Um alle diese verantwortungsvollen Tätigkeiten korrekt ausführen zu können, sind hohe Konzentration, Stehvermögen, technisches Interesse und sehr viel Fachwissen erforderlich. 

 

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Uniklinikum Würzburg: Das Corona-Testzentrum in Haus D20 schließt

Nach einer Gesamtbetriebszeit von über eineinhalb Jahren und rund 28.000 durchgeführten Covid-19-Tests schließt das Uniklinikum Würzburg jetzt das Testzentrum in Haus D20 auf dem Klinikum-Campus an der Josef-Schneider-Straße. Anlass sind anstehende Umbauarbeiten an dem historischen Gebäude sowie eine gesunkene Testnachfrage, die von anderen lokalen Stellen gut abgedeckt werden kann.

Bild zeigt Vertreter der beteiligten Institutionen bei der Abschlußfeier des Testzentrums
Bei der Abschlussfeier des „Bayerischen Testzentrums Uniklinik“ kamen Vertreter*innen aus den beteiligten Institutionen in Haus D20 zusammen. Im Vordergrund links Prof. Dr. Oliver Kurzai, Vorstand des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg, und rechts Dr. Thiên-Trí Lâm, der ärztliche Leiter des Testzentrums. Bild: Margot Rössler / Uniklinikum Würzburg

Markiert durch eine kleine Feier mit Vertreter*innen der wesentlichen beteiligten Institutionen endete am 30. September 2021 die Nutzung des Hauses D20 des Uniklinikums Würzburg (UKW) als Corona-Teststelle. Eine Nutzung, die zurückreicht bis in den März 2020, als die Corona-Pandemie in Deutschland gerade erst anlief. Wesentlicher Motor dieses „Testzentrums der ersten Stunde“ war Prof. Dr. Oliver Kurzai. Der Vorstand des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg berichtete bei der Abschlussveranstaltung von dem „rückblickend fast unglaublich schnellen Start“ der Untersuchungsstelle. „Nach den ersten Gesprächen dazu dauerte es nur wenige Tage, bis die Strukturen geschaffen waren, dass hier am 6. März 2020 der erste Abstrich durchgeführt werden konnte“, so Kurzai. Bei diesem Kraftakt zogen – neben seinem Institut – das UKW und das Institut für Virologie und Immunbiologie der Uni Würzburg an einem Strang. In den folgenden Monaten wurden in dem historischen Gebäude auf dem Klinikums-Campus an der Josef-Schneider-Straße unter der ärztlichen Leitung von Dr. Thiên-Trí Lâm vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie tausende Abstriche durchgeführt.

Seit November 2020 „Bayerisches Testzentrum“

Ein weiterer Meilenstein war der Vertragsschluss mit dem Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt und dem Landrat Thomas Eberth Ende Oktober 2020, der die Einrichtung zu einem „Bayerischen Testzentrum“ machte. „Dadurch wurden die Strukturen weiter professionalisiert und die Testkapazitäten nochmals ausgeweitet“, schildete Prof. Kurzai, was auch Dr. Johann Löw, der Leiter des Gesundheitsamts von Stadt und Landkreis Würzburg, bei seiner kurzen Ansprache bestätigte. Als wesentliche personelle Leistungsträger kamen damals nach den Worten von Prof. Kurzai auch die Johanniter ins Spiel. In Summe wurden zwischen Anfang März 2020 und Ende September 2021 im Haus D20 rund 28.000 Covid-19-Tests durchgeführt. „Dieses enorme Volumen konnte nur durch das außerordentliche Engagement vieler Beschäftigten der Universität, des Uniklinikums und der Partnerinstitutionen erbracht werden. Für diese bemerkenswerte Gemeinschaftsleistung bedanken wir uns nochmals auf’s Herzlichste“, betonte Prof. Maschmann im Namen des Klinikumsvorstands.

Gründe der Schließung: Baumaßnahmen und Bedarfswandel

Warum endet jetzt dieses eingespielte System? „Noch in diesem Herbst werden hier planungsgemäß umfangreiche Baumaßnahmen beginnen, die das Gebäude für eine zukünftige Nutzung durch das Institut für Anatomie und Zellbiologie der Uni Würzburg fit machen sollen“, erläutert Prof. Dr. Jens Maschmann. Der Ärztliche Direktor des UKW fährt fort: „Außerdem hat sich die allgemeine Situation soweit weiterentwickelt, dass aus Sicht des Uniklinikums und des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie der lokale Testbedarf an anderer Stelle – wie zum Beispiel im Testzentrum auf der Talavera – gut befriedigt werden.“ Die Entscheidung, das „Bayerische Testzentrum Uniklinik“ für Bevölkerungstestungen nicht weiter zu betreiben, wurde nach seinen Worten einvernehmlich mit Stadt, Landkreis und Gesundheitsamt getroffen. Eine weitere Zusammenarbeit in speziellen Einzelfällen oder zu besonderer Diagnostik sei natürlich auch zukünftig möglich und gewollt.

Für Testungen von Beschäftigten und Patient*innen des Klinikums steht weiterhin eine Untersuchungsstelle am Zentrum für Operative Medizin des UKW zur Verfügung.

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Institut für Psychologie sucht Personen für die Teilnahme an Studien

Die psychologische Forschung untersucht systematisch das menschliche Verhalten, Denken und Fühlen. Die wichtigste Methode ist dabei die kontrollierte Datenerhebung im Rahmen von Studien mit freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

„Wissenschaftliche psychologische Arbeit hängt fast immer davon ab, dass Menschen an unseren Studien teilnehmen”, sagt Matthias Gamer, Professor für Experimentelle Klinische Psychologie an der Universität Würzburg. Wer diese Arbeit genauer kennenlernen und unterstützen möchte, ist daher sehr herzlich eingeladen, sich für Studien am Institut für Psychologie der Universität zu registrieren.

Die einmalige Registrierung erfolgt auf der Online-Plattform SONA. Alle volljährigen Personen können sich dort mit ihrem Namen, ihrer E-Mail-Adresse und ihrer Handynummer registrieren. Die Zugehörigkeit zur Universität ist keine Voraussetzung – jede und jeder kann unabhängig von Bildungshintergrund oder Computerkenntnissen mitmachen. Neben spannenden Einblicken in die aktuelle Forschung erhalten die Versuchspersonen in der Regel unkompliziert eine finanzielle Aufwandsentschädigung.

Anmeldung auf SONA: https://psywue.sona-systems.com 

Direkt nach der Registrierung sieht man alle Informationen zu den aktuell laufenden Studien der Würzburger Psychologie. Interessierte können auf SONA auch direkt Termine für ihre Studienteilnahme buchen. Natürlich kann man immer selbst entscheiden, an welcher Studie man teilnehmen möchte.

Fakten zum Ablauf der Studien

Häufig finden die Studien in Gebäuden in der Würzburger Innenstadt statt; immer wieder gibt es zudem Studien auf dem Hublandcampus. Auch Online-Studien, bei denen die Versuchspersonen zuhause ihr eigenes Smartphone oder ihren eigenen Computer verwenden, werden immer häufiger durchgeführt.

Die Studienteilnahme dauert meist zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Die Aufwandsentschädigung beträgt in der Regel zehn Euro pro Stunde. Der Betrag wird nach der Teilnahme entweder bar ausgezahlt oder auf das Bankkonto überwiesen.

Freiwilligkeit und Unversehrtheit haben oberste Priorität

Die Entscheidungsfreiheit und die körperliche sowie psychische Unversehrtheit der Versuchspersonen stehen bei allen Studien an erster Stelle. Daher sind alle kritischen Aspekte vorher durch eine Ethikkommission des Instituts geprüft und genehmigt worden.

Vor jeder Studienteilnahme steht die umfassende Aufklärung über die Studie und die Verwendung der Daten. Die Studien werden immer von wissenschaftlichem Personal oder geschulten studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt.

Für die aktuelle Situation in der Covid-19-Pandemie hat das Institut für Psychologie ein umfassendes Hygienekonzept erstellt, das konsequent angewandt wird, um maximale Sicherheit zu gewährleisten. Auch dazu finden sich alle Informationen auf SONA.

Kontakt

Dr. Hannes Münchow, Institut für Psychologie, Universität Würzburg, hannes.muenchow@ uni-wuerzburg.de  

Weitere Informationen für Versuchspersonen:

https://www.psychologie.uni-wuerzburg.de/forschung/sona/ 

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 30.09.2021