Aktuelle Pressemitteilungen

Würzburger Universitätsmedizin: Albert-Kölliker-Lehrpreis für Prof. Ulrich Schlagenhauf

Die Medizinische Fakultät der Würzburger Universität ehrt Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf, den Leiter der Abteilung Parodontologie an der Würzburger Universitäts-Zahnklinik, für seine fachkompetenten und therapeutisch topaktuellen Lehrveranstaltungen.

 

Anfang Dezember dieses Jahres zeichnete die Medizinische Fakultät der Uni Würzburg Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf für seine gute Lehre aus: Der Leiter der Abteilung Parodontologie an der Würzburger Universitäts-Zahnklinik erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Albert-Kölliker-Lehrpreis. In der Begründung für die Preisvergabe heißt es unter anderem: „Seine Lehrveranstaltungen sind einzigartig und beinhalten stets moderne, neue Erkenntnisse, zu denen er selbst forscht und zahlreiche Publikationen veröffentlicht hat. Er überzeugt die Studierenden durch seine hohe Fachkompetenz und begeistert durch die Einflechtung von innovativen Therapieansätzen.“

Darüber hinaus setzt sich Prof. Schlagenhauf in hohen Maße für die kontinuierliche Qualitätsverbesserung des Studiengangs Zahnmedizin ein. Dies zeigt sich beispielsweise in seinem Engagement bei der Erstellung des nationalen kompetenzbasierten Lernzielkataloges Zahnmedizin, bei dem er als Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie als Impulsgeber beteiligt war.

Der Lehrpreis wird zwei Mal im Jahr vergeben. Benannt ist er nach Albert Kölliker (1817 – 1905), der ab dem Jahr 1849 für mehr als 50 Jahre in Würzburg lehrte und forschte.

 

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Psychischen Erkrankungen vorbeugen

Angsterkrankungen, Depression, ADHS, Selbstverletzungen – viele Kinder und Jugendliche leiden an psychischen Erkrankungen. Für eine bessere Prävention wurde in Würzburg das Deutsche Zentrum für Präventionsforschung psychische Gesundheit gegründet.

 

Kinder und Jugendliche in Deutschland sind in einem erschreckend hohen Ausmaß von psychischen Erkrankungen betroffen. Das ist durch verschiedene Studien belegt. Eine repräsentative Erhebung des Robert-Koch-Instituts (Berlin) zum Beispiel gibt an, dass jedes fünfte Kind Symptome von psychischen Erkrankungen zeigt. Auch Untersuchungen über 20 Jahre hinweg belegen, dass mindestens 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter psychischen Störungen wie Angsterkrankungen, Depression und Suchterkrankungen leiden.

Oft stellen sich außerdem Folgekrankheiten ein, so dass viele Betroffene ihr Leben lang mit Einschränkungen zu kämpfen haben. Das bedeutet erhebliche Belastungen für die individuelle Lebensqualität und Persönlichkeitsentwicklung, die schulische und berufliche Leistungsfähigkeit, aber auch für familiäre und andere soziale Beziehungen.

Der in den vergangenen Jahren beobachtete deutliche Zuwachs an Krankschreibungen bei Erwachsenen wegen psychischer Erkrankungen belegt diese Problematik. Solche negativen Entwicklungen, die sich bis ins Erwachsenenalter hinein fortsetzen, gilt es frühzeitig zu erkennen und präventiv zu verhindern.

Aus gutem Grund fordern darum das Bundesforschungsministerium und andere Institutionen, der Prävention psychischer Krankheiten einen höheren Stellenwert einzuräumen. Um auf diesem Feld für Fortschritte zu sorgen, hat die Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg das Deutsche Zentrum für Präventionsforschung Psychische Gesundheit (DZPP) gegründet.

Getragen wird das Zentrum von den JMU-Fakultäten für Medizin und Humanwissenschaften. Die Leitung wurde Professor Marcel Romanos, dem Direktor der kinder- und jugendpsychiatrischen Universitätsklinik, zusammen mit Professor Paul Pauli, dem Leiter des Lehrstuhls für Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie, übertragen. Bayerns Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm hat die Schirmherrschaft übernommen.

Das Zentrum verfolgt das Ziel, Präventionsprogramme zur Verringerung psychischer Erkrankungen zu entwickeln, ihre Effektivität zu evaluieren und sie in der Fläche verfügbar zu machen. Zudem berät das DZPP Betroffene, Familienangehörige, Schulen und andere Institutionen. Damit bildet das DZPP ein Scharnier zwischen Grundlagenforschung und Versorgungsstrukturen.

Eine Million Euro für Neubau auf dem Campus Nord von Sternstunden e.V.

Das neue Zentrum wird auf dem Campus Nord in einen Neubau der Universität Würzburg einziehen. Dafür stellt der Würzburger Förderverein Menschenskinder e.V. eine Million Euro zur Verfügung. Der Verein hat das Geld bei der Initiative Sternstunden e.V. eingeworben, einer Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks.

Baubeginn für das Sternstunden-Präventionszentrum ist voraussichtlich Ende 2020, die Bauzeit ist auf ein Jahr veranschlagt. Die Universität wird das Gebäude auf einem neu zu erschließenden Baufeld im Matthias-Lexer-Weg errichten, östlich des Zentrums für Sprachen. In dem dreigeschossigen Neubau erhält das DZPP eine Nutzfläche von rund 230 Quadratmetern. Der restliche Platz ist für weitere Nutzer aus der Universität vorgesehen.

Würzburg als bundesweit einzigartiger Standort

Bei der Prävention psychischer Krankheiten spielen Angsterkrankungen eine zentrale Rolle. Sie sind die häufigste psychische Störung und regelhaft Vorläufer von depressiven und anderen psychischen Erkrankungen. Zudem ist das Erleben von Angst ein typisches Merkmal vieler weiterer psychischer Störungen und tritt auch häufig infolge somatischer Erkrankungen auf. Die Prävention von Angsterkrankungen dürfte also breit gefächerte positive Auswirkungen haben.

Weil es in Würzburg insbesondere in Bezug auf Angsterkrankungen eine in Deutschland einzigartige interdisziplinäre Forschungsinfrastruktur gibt, wurde der Name „Deutsches Zentrum“ mit Bedacht gewählt.

Hier arbeiten im Interdisziplinären Zentrum für Angsterkrankungen (IZA) nicht nur Würzburger Kliniken und Institute aus Medizin, Psychologie, Sonderpädagogik und Pädagogik Hand in Hand. Ins IZA integriert sind auch alle stationären psychiatrischen und kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken in Unterfranken sowie weitere aus Bayern und Baden-Württemberg. Außerdem sind hochrangige Forschende aus Berlin, Freiburg, Tübingen, Frankfurt und anderen Städten eingebunden.

In Würzburg werden schon jetzt viele Fragen zur Prävention erforscht, hier bestehen umfangreiche Erfahrungen mit der Durchführung von Präventionsprojekten. Würzburger Einrichtungen sind außerdem seit vielen Jahren immer wieder an großen Forschungsverbünden im nationalen Netzwerkverbund „Psychische Störungen“ beteiligt.

Erste Präventionsprogramme laufen an

Die Mitglieder des DZPP werden in den kommenden Monaten die Vernetzung mit Kindergärten, Schulen, Fachärzten, Ämtern, Beratungsstellen und anderen Akteuren weiter vorantreiben. Sie werden auch Forschungsfragen definieren und gemeinsam neue Projekte anstoßen.

Erste Präventionsprogramme laufen bereits an – etwa das Programm DUDE, das von der Kaufmännischen Krankenkasse KKH gefördert wird. DUDE steht für „Du und deine Emotionen“. Mit Hilfe dieses Programm sollen Kinder lernen, ihre Emotionen zu regulieren. Die Fachleute gehen davon aus, dass dies ein wirksamer Schutz vor selbstverletzenden Verhaltensweisen und emotionalen Störungen ist. Solche körperlichen Autoaggressionen treten in Deutschland bei bis zu 20 Prozent der Schulkinder auf.

Das Programm DUDE wird im Lauf des Jahres 2020 an 1.500 nordbayerischen Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 14 Jahren evaluiert werden. Die Teilnehmer werden dann im Verlauf erneut kontaktiert und zu ihrer Gesundheitssituation befragt, um den langfristigen Nutzen des Programms zu untersuchen.

In welchem Lebensalter Präventionsprogramme sinnvoll sind, ist gut bekannt. Um beispielsweise Sozialverhaltensstörungen zu verhindern, ist eine Intervention bereits im Kindergartenalter denkbar. Um sozialen Phobien effektiv zu begegnen, sollte man bei Acht- bis Zwölfjährigen ansetzen, und eine Prävention von psychotischen Störungen macht ab etwa dem 14. Lebensjahr Sinn. Auch der Übergang ins Erwachsenenalter ist eine „Hochrisikophase“, in der geeignete Interventionen einen Nutzen bieten. Wichtig und sinnvoll sind auch präventive Interventionen nach besonderen Lebensereignissen, etwa nach schweren Erkrankungen oder Unfällen, die psychische Erkrankungen auslösen können und den Verlauf der Genesung negativ beeinflussen.

 
Gründungsmitglieder des DZPP

• Prof. Dr. Jürgen Deckert (Psychiatrie, Zentrum für Psychische Gesundheit)
• Prof. Dr. Andreas Dörpinghaus (Systematische Bildungswissenschaft)
• Prof. Dr. Ildiko Gagyor (Allgemeinmedizin)
• Prof. Dr. Helge Hebestreit (Pädiatrie, Präventionsmedizin, Zentrum Seltene Erkrankungen)
• Prof. Dr. Peter Heuschmann (Klinische Epidemiologie und Biometrie)
• Prof. Dr. Thomas Keil (Prävention und Gesundheitsförderung)
• Prof. Dr. Sarah Kittel-Schneider (Entwicklungspsychiatrie)
• Prof. Dr. Paul Pauli (Biologische Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie)
• Prof. Dr. Christoph Ratz (Sonderpädagogik)
• Prof. Dr. Marcel Romanos (Kinder- und Jugendpsychiatrie)
• Prof. Dr. Anne Simmenroth (Allgemeinmedizin)
• Prof. Dr. Achim Wöckel (Frauenheilkunde und Geburtshilfe)

Assoziiertes Gründungsmitglied:

• Prof. Dr. Silke Neuderth (Angewandte Sozialwissenschaften, Hochschule für angewandte Wissenschaften, FHWS Würzburg-Schweinfurt).

 

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Organspende: Bundestagsabgeordnete diskutierten am Uniklinikum Würzburg

Zustimmungs- oder Widerspruchslösung? Bundestagsabgeordnete berieten sich mit Experten des Uniklinikums Würzburg und einem Betroffenenvertreter über die Zukunft der Organspende in Deutschland.

 

Nur 36 Prozent der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis. Die Zahl der gespendeten Organe deckt den Bedarf in Deutschland bei weitem nicht ab. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn strebt deshalb eine „doppelte Widerspruchslösung“ an. Demnach sollen alle Volljährigen als Organspender gelten, ein Widerspruch ist aber jederzeit durch den Betroffenen oder seine nächsten Angehörigen möglich. Bisher sind Organentnahmen nur bei ausdrücklich erklärter Zustimmung erlaubt. Der Gesetzentwurf der Neuregelung wird kontrovers diskutiert – auch am Uniklinikum Würzburg (UKW). So trafen sich am 2. Dezember dieses Jahres die Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar, Paul Lehrieder und Prof. Dr. Andrew Ullmann mit Experten des Klinikums zu einer Gesprächsrunde zu diesem Themenkomplex. Von Seiten der Betroffenen nahm Heiner Röschert teil, der seit dem Jahr 2016 einem Netzwerk für Angehörige von Organspendern vorsteht.

Die Teilnehmer/innen tauschten in einer lebhaften Diskussion ihre Argumente für und gegen die Zustimmungs- und die Widerspruchslösung aus. Konsens bestand in dem Wunsch nach einem Rahmen, in dem sich jede/r Einzelne zur Organspende positioniert – ansonsten werden die Angehörigen zur Entscheidung gezwungen.

„Wir freuen uns immer, wenn sich Politikerinnen und Politiker gerade bei so wichtigen gesundheitspolitischen Weichenstellungen für unsere praxisnahen Perspektiven interessieren“, betont Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW, und fährt fort: „Dabei hoffen wir, dass wir stichhaltige Argumente liefern und zu profunden Entscheidungen beitragen können.“

Die zweite und dritte Lesung des aktuellen Gesetzentwurfes wird für die erste Sitzungswoche des Bundestages im Januar 2020 erwartet.

 

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Praxisphasen sind ein wichtiger Bestandteil des Studiums an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW, Stuttgart). Schließlich bestreiten die Studierenden die Hälfte ihres Studiums beim Praxispartner. Vor diesem Hintergrund zeichnet die DHBW jährlich Praxispartner aus, die in den Kernfeldern Theorie-Praxis-Transfer, Betreuungskonzept und Unterstützungsmaßnahmen zu Studienbeginn besonders überzeugen können. Mit seinem Konzept „1000 Wege. Deine Entscheidung – das vielfältige Duale Studium am Universitätsklinikum Würzburg“ gewann das mainfränkische Krankenhaus der Supramaximalversorgung in diesem Jahr den „Dualen Partner Award“ in der Kategorie Gesundheit.

Die Jury hob unter anderem die eng verzahnten Rückmeldungsmechanismen am Würzburger Uniklinikum hervor: Dank regelmäßiger Feedbackgespräche und bereichsübergreifender Präsentationen vor Führungskräften lernen die Studierenden von Anfang an, sich im Arbeitsalltag zurechtzufinden. In diesem Theorie-Praxis-Transfer erwerben sie sowohl soziale, wie auch fachliche Kompetenzen.

Daneben lobte die Jury die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Studierenden während der Praxisphasen. Durch diese lernen sie den kompletten Prozess der Patientenbehandlung kennen und sind nach ihrem Studium bestens für ihre Tätigkeit am Klinikum ausgebildet.
Die Preisverleihung fand am 28. November 2019 vor mehr als 200 Gästen im Beisein der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in Stuttgart statt. Verliehen wurde der Award in insgesamt neun Kategorien. Eine Fachjury hatte zuvor aus mehr als 100 Einreichungen 33 Konzepte nominiert und schließlich neun Gewinner gekürt.

 

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Uniklinikum Würzburg als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet

Der Lohn eines mittlerweile gut einjährigen kooperativen Prozesses: Das bundesweite Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ zeichnete das Uniklinikum Würzburg bei einem Festakt in Gegenwart von Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm und Oberbürgermeister Christian Schuchardt als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ aus.

 

Das Datum war mit Bedacht gewählt: Am 5. Dezember 2019, dem internationalen Tag des Ehrenamtes, überreichte Antje Liesener, Koordinatorin des bundesweiten Netzwerks „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ die Urkunde zum „Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus“ an Prof. Dr. Georg Ertl, den Ärztlichen Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW). Dies war der vorläufige Höhepunkt eines aufwändigen Prozesses, in dem das unterfränkische Krankenhaus der Supramaximalversorgung seit gut einem Jahr danach strebt, seine Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe noch weiter zu optimieren.

Als Leitschnur auf diesem Weg dienten vom Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung“ vorgegebene Qualitätskriterien. Diese wurden von Vertreter/innen aus Selbsthilfegruppen, von Mitarbeiter/innen der Selbsthilfekontaktstellen des Aktivbüros der Stadt Würzburg und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Unterfranken e.V. sowie von UKW-Beschäftigten in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Leben gefüllt.

Selbsthilfe als anerkannter Partner in der Patientenbetreuung

„Wir sind nicht mehr dasselbe Krankenhaus wie vor dem Prozess für die heutige Auszeichnung“, sagte Prof. Ertl vor den rund 200 Gästen des Festakts im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin des UKW. So seien die Voraussetzungen geschaffen und vielfach schon umgesetzt worden, dass von nun an das Erfahrungswissen und die Betroffenenkompetenz der Selbsthilfe noch stärker und strukturierter in das ärztliche und pflegerische Handeln am UKW einfließen können. Dr. Renate Fiedler, eine der beiden Selbsthilfevertreterinnen des UKW, drückte es so aus: „Die Selbsthilfe hat ihr Schattendasein beendet und ist nun ein anerkannter Partner in der Patientenbetreuung am Uniklinikum Würzburg.“

Antje Liesener betonte in ihrer Ansprache die gewaltigen Dimensionen, die ein solcher kooperativer Prozess an einem so großen Krankenhaus, wie dem UKW, einnimmt. „Diese Auszeichnung ist wortwörtlich schwer verdient“, unterstrich die Netzwerkkoordinatorin und fuhr fort: „Sie signalisieren damit: Bei uns steht wirklich der Mensch im Mittelpunkt.“


Weitere Zitate von Redner/innen des Festakts:

„Die Selbsthilfe ist eine wichtige Stütze im Gesundungsprozess. Über das sogenannte Empowerment hat sie nachweislich positive Effekte auf die Lebensqualität und -länge der Betroffenen.“
Prof. Dr. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums Würzburg

„Die Auszeichnung des Uniklinikums Würzburg ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg der Selbsthilfe in Würzburg.“
Christian Schuchardt, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg.

„Heute ist nicht der Abschluss, sondern ein Schritt in einem Prozess.“
Dr. Hülya Düber, Sozialreferentin der Stadt Würzburg

„Ich hoffe, dass das Uniklinikum Würzburg als Leuchtturmprojekt in die gesamte Region ausstrahlt.“
Kathrin Speck, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Unterfranken

„Heute wissen auch die Krankenkassen: Wenn es die Selbsthilfe nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Das war nicht immer so.“
Barbara Stamm, Bayerische Landtagspräsidentin a. D.

 

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Qualitätsbericht zum Download

Für die 49 Kinder jagte ein Abenteuer das nächste: Erst eine Entdeckungsreise durch die Kinderchirurgie, dann ging es zum Gipsen in die Zentrale Notaufnahme. Der Oberkurs der Physiotherapieschule hatte bewegungstherapeutische Lauf-, Hüpf und Denkspiele entwickelt, die die Kinder begeistert ausprobierten.

Kreativ sein und lernen

Für weihnachtliche Stimmung sorgte das Engelbasteln mit Naturmaterialien und Gips gemeinsam mit der Ergotherapie. Neben dem Ausleben ihrer Kreativität konnten die Kinder so auch ihre motorischen Fähigkeiten testen.

Abschließend sahen sich die Kinder einen Film über den Blutkreislauf an und erlernten in einem Mini-Kurs die Grundlagen der Wiederbelebung. Prof. Ralf-Ingo Ernestus hieß als Stellvertretender Ärztlicher Direktor die Kinder herzlich willkommen.
Ein gesundes Frühstück, Zwischensnacks, Getränke und ein leckeres Mittagessen für die wissbegierigen Kleinen ergänzten das Programm und sorgten für die nötige Grundlage dieses ereignisreichen Tages.

 

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Seit 30 Jahren treuer Blutspender des Uniklinikums Würzburg

Joachim Brennfleck zählt zu den besonders treuen „Partnern“ des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg: Seit mittlerweile 30 Jahren spendet er regelmäßig Blut – und rettet dadurch vielen Menschen das Leben.

 

70 Prozent aller Menschen brauchen mindestens einmal im Leben Blutprodukte, aber nur fünf Prozent spenden Blut. Ein besonders langjähriger Blutspender ist Joachim Brennfleck (Jahrgang 1968): Seit dem Jahr 1989 kommt er alle vier bis fünf Wochen ans Uniklinikum Würzburg (UKW) und gibt seinen Lebenssaft für die Allgemeinheit. Bei seinem jüngsten Spendenaufenthalt am Klinikum am 25. November 2019 dankten ihm die Beschäftigten des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie im Namen der vielen Empfänger herzlich für dieses 30-jährige Engagement.

Der Beginn der Blutspender-Kariere von Joachim Brennfleck war allerdings eher zufällig. Er erinnert sich: „Meine damalige Freundin und heutige Frau war seinerzeit schon Blutspenderin und ich kam mehrfach als Begleitung und Fahrer mit. Irgendwann sprachen mich die Schwestern im Wartezimmer an, ob ich nicht auch spenden wolle.“

Bislang 225 Mal Blut gespendet

Aus dem ersten Mal wurden für ihn mittlerweile 225 Spenden – und alle ausschließlich am UKW. Etwa alle vier bis fünf Wochen nimmt er eine rund 40 km weite Anfahrt auf sich, um dann rund eine Stunde lang Thrombozyten und Plasma zu spenden. Hinzu kommt die Zeit für die erforderlichen Gesundheitsuntersuchungen vorab. „Da ich im Schichtdienst arbeite, kann ich den Gesamtaufwand von knapp vier Stunden in meinem Leben recht gut unterbekommen“, erläutert Brennfleck, der pro Sitzung eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro erhält. Die Blutentnahmen hat er in den drei Jahrzehnten immer problemlos vertragen.

Angenehme Atmosphäre am Institut

Besonders schätzt er das gute Verhältnis zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Transfusionsmedizin. „Mittlerweile kennt man sich sehr gut, wir finden immer ein nettes Gesprächsthema und es gibt auch immer wieder etwas zu lachen“, beschreibt der „Stammkunde“. Vor dem Hintergrund dieser guten Erfahrungen hat er nach eigenen Angaben schon etliche Freunde und Bekannte animieren können, selbst Blutspender/in zu werden. Und wie lang soll das für ihn selbst noch so weitergehen? „Im Moment plane ich, die 300 Spenden am Uniklinikum Würzburg vollzumachen und dann mit etwa 60 Jahren aufzuhören“, kündigt Joachim Brennfleck an. Außer seinem „Dienst“ als Blutspender ließ er sich zwischenzeitlich auch beim NETZWERK HOFFNUNG, der Stammzellspenderdatei des UKW, als potenzieller Stammzellspender registrieren.

Der Bedarf ist hoch wie nie

„Verlässliche Spender wie Herrn Brennfleck brauchen wie heute mehr denn je“, sagt Prof. Dr. Markus Böck. Nach Angaben des Direktors des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des UKW steigt der Bedarf an Blutprodukten stetig. So werden zum Beispiel immer kompliziertere Operationen möglich, immer mehr schwer verletzte Unfallopfer erreichen lebend die Krankenhäuser und immer aufwändigere Transplantationen werden durchgeführt. „Allein am UKW transfundieren wir aktuell pro Jahr mehr als 30.000 Blutkonserven. Würden diese nicht zur Verfügung stehen, würden viele Menschen sterben“, betont Prof. Böck.

Interessierte Spender wenden sich bitte an die Anmeldung der Blutspende unter Tel: 0931 / 201-31230.

 

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