1,7 Milliarden für UKW-Norderweiterung beschlossen

Entscheidung des Bayerischen Ministerrates am 23. Juni / „Spitzenmedizin weiter ausbauen“

 

Würzburg. Grünes Licht für das Erweiterungsgelände Nord des Universitätsklinikums Würzburg (UKW): Der Bayerische Ministerrat hat in seiner Sitzung am 23. Juni 2026 den Beschluss für den Neubau auf dem Erweiterungsgelände Nord des UKW gefasst. Rund 1,7 Milliarden Euro werden für das Bauprojekt bereitgestellt.

„Der Beschluss belegt erneut die Strahlkraft des Universitätsklinikums Würzburg und ist ein starkes Bekenntnis für Spitzenmedizin in Unterfranken. Durch die Norderweiterung können wir die Leistungsstärke der hiesigen Universitätsmedizin in den kommenden Jahrzehnten weiter ausbauen“, betont Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW. 

Neubau führt Klinikbereiche zusammen

Der erste Bauabschnitt auf dem Erweiterungsgelände Nord wird zukünftig für die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und die Augenklinik – beide bisher in der Kopfklinik – sowie für die Frauenheilkunde eine Nutzungsfläche von insgesamt rund 30.000 qm schaffen. Das bietet Platz für rund 270 Betten, Operationssäle, Intensivpflegeplätze und Zentraleinrichtungen. Die topmodernen Räumlichkeiten werden die jetzigen Flächen aus den 1970er (Kopfklinik) bzw. 1930er Jahren (Frauenklinik) ersetzen. Ein zweiter Bauabschnitt soll in den kommenden Jahrzehnten folgen.

„Die Zusammenführung der Klinikbereiche an einem Standort bringt ganz konkrete Vorteile für die Patienten und für die Mitarbeitenden. Der Neubau bietet modernste Infrastruktur, Wege werden kürzer und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Klinikbereiche wird gestärkt“, betont Marcus Huppertz, Pflegedirektor am UKW.

Erste sichtbare Etappe für den Neubau startet im Herbst

„Wir sind sehr dankbar über die große Unterstützung des Freistaates Bayern, auch bei diesem Projekt. Bereits in diesem Herbst kann mit der Erschließung des Baufeldes die erste sichtbare Etappe für den Neubau gestartet werden“, sagt Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor des UKW. Bereits am 16. April hatte der Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag den Vorabmaßnahmen zur Erschließung des Erweiterungsgeländes Nord am UKW zugestimmt. Auch für die Gesamtmaßnahme bedarf es noch der Zustimmung des Haushaltsauschusses im Bayerischen Landtag. 

„Die Entscheidung ist ein großartiger Impuls für die Versorgung in der Region und natürlich ebenso für den biomedizinischen Forschungsstandort Würzburg, der damit einen weiteren Schub in seiner exzellenten Entwicklung erfährt“, so Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät in Würzburg.

Stärkung der kritischen Infrastruktur

Mit dem Neubauvorhaben wird auch die Krisenresilienz der UKW-Infrastruktur deutlich gestärkt: So ist geplant, dass die künftige Tiefgarage des Neubaus im Krisenfall für 100 unterirdische Behandlungsplätze mit 2 OP-Sälen und 40 Intensivplätzen umgerüstet werden kann.

Das Modell zeigt den Entwurf für den ersten Bauabschnitt auf dem Erweiterungsgelände Nord am UKW. Im Herbst 2026 können nun die Vorabmaßnahmen zur Erschließung starten. Fotonachweis: H.-P. Wuthenow
Das Modell zeigt den Entwurf für den ersten Bauabschnitt auf dem Erweiterungsgelände Nord am UKW. Im Herbst 2026 können nun die Vorabmaßnahmen zur Erschließung starten. Fotonachweis: H.-P. Wuthenow

Das Modell zeigt den Entwurf für den ersten Bauabschnitt auf dem Erweiterungsgelände Nord am UKW. Im Herbst 2026 können nun die Vorabmaßnahmen zur Erschließung starten. Fotonachweis: H.-P. Wuthenow