Eine musikalische Reise, die Mut macht

Tristan Schulz sorgte für unterhaltsame und berührende Momente

„Theoretisch nicht, praktisch aber schon“ – unter diesem Motto nahm Tristan Schulz sein Publikum am vergangenen Sonntag mit auf eine musikalische Reise im Felix-Fechenbach-Haus. Der 28-jährige Berufsmusiker erzählte von seiner Leidenschaft zur Musik, die ihn auf seinem Lebensweg schon lange begleitet. Im Alter von 14 Jahren erhielt er seine erste Krebsdiagnose. Es folgte eine langwierige Behandlung am Universitäts-Kinderklinikum. Rund vier Jahre nach Abschluss der Therapie erlitt er einen schweren Rückschlag: Der Krebs war zurückgekehrt. In dieser schwierigen Zeit gab ihm die Musik Kraft und half ihm, auch in schweren Momenten die Hoffnung nicht zu verlieren. Tristan begleitete seinen Vortrag am Klavier und spielte dem Publikum Stücke vor, die bestimmte Stationen in seinem Leben geprägt haben.

Er berichtete von seiner Zeit auf der Station Regenbogen und wie er und seine Familie eine Krebsdiagnose im Jugendalter erlebt und verarbeitet haben. Mit seiner persönlichen Geschichte und musikalischen Begleitung berührte Tristan das Publikum auf vielfältige Weise. Neben bewegenden Momenten gab es auch immer wieder Anlass zum Lachen. Seine Offenheit und seine ermutigenden Worte regten zum Nachdenken an und zeigten, dass auch Dinge möglich werden können, die zunächst unmöglich erscheinen. Prof. Dr. Paul-Gerhardt Schlegel dankte Tristan im Namen der Kinderklinik für den besonderen Abend und sprach ihm seine Bewunderung für seinen Lebensweg aus.

Auch die Angebote der Elterninitiative Regenbogen e.V. waren für Tristan und seine Familie während seiner Erkrankung eine wertvolle Unterstützung. Bis heute fühlt er sich dem Verein eng verbunden und unterstützt ihn seit vielen Jahren musikalisch bei Benefizkonzerten. Der vergangene Abend wurde gemeinsam mit Mein Hoffnungsschimmer e.V. organisiert. Dabei kamen rund 1.600 Euro zugunsten der Elterninitiative Regenbogen zusammen, die Familien mit einem krebskranken Kind während der Behandlung und darüber hinaus begleitet. Die Elterninitiative bedankt sich herzlich bei Tristan für seine langjährige Verbundenheit und sein großes Engagement sowie bei Mein Hoffnungsschimmer e.V. für die gemeinsame Organisation des Abends.

Text: Nadine Kempa für die Elterninitiative Regenbogen e.V.
 

Vortrag in einem großen Saal mit Leinwand.
Tristan Schulz bei seinem Vortrag (Foto: Nicole Walter).

Tristan Schulz bei seinem Vortrag (Foto: Nicole Walter).