Würzburg. Am 7. Mai dieses Jahres besuchte eine kleine Delegation des Faschingsvereins „Krackenblitze Goßmannsdorf“ das Uniklinikum Würzburg (UKW). Im Gepäck hatten die Gäste zwei symbolische Riesen-Spendenschecks über jeweils 1.111 Euro. In Empfang nahmen diese jeweils Dr. Maria-Elisabeth Goebeler, die oberärztliche Leiterin der Early Clinical Trial Unit (ECTU) am UKW, und Dr. Pius Jung, Oberarzt in der Pneumologie des Würzburger Großkrankenhauses. Ungeachtet der „närrischen“ Summen und der humorvoll gestalteten Übergabe ist der Anlass der Aktion ernst. „Eine Trainerin aus unserem Verein ist wegen einer speziellen bösartigen Lungenerkrankung seit Februar 2025 am Uniklinikum Würzburg in Behandlung. Mit der Spende wollen wir unsere Wertschätzung für die dort geleistete, hervorragende Arbeit ausdrücken“, erläutert Anna Maag, die zweite Vorsitzende der Krackenblitze. Nach ihren Angaben wurde das Geld während der vier Prunksitzungen des Vereins im Januar dieses Jahres gesammelt und anschließend von diesem auf die Schnapszahl erhöht.
Studie mit innovativer Erhaltungsbehandlung
Die dankbare Empfängerin Dr. Goebeler erläutert die therapeutischen Hintergründe: „Unsere Patientin wurde in eine sogenannte randomisierte Phase-3-Studie eingeschlossen, die ein neues, teilweise experimentelles Erhaltungsbehandlungskonzept überprüft.“ Als Teil des Comprehensive Cancer Centers Mainfranken sei das Interdisziplinäre Studienzentrum mit ECTU auf die Durchführung genau solcher innovativer Behandlungsansätze spezialisiert.
„Dabei arbeiten wir eng mit anderen Abteilungen des UKW zusammen, wie in diesem Fall zum Beispiel mit der Lungenmedizin“, verdeutlicht Dr. Horst-Dieter Hummel, Prüfarzt der Studie, und fährt fort: „Durch diese Kooperationen haben Patientinnen und Patienten häufig zusätzlich zum Angebot einer aktuellen, leitliniengerechten Standardtherapie die Möglichkeit, eine Studienberatung zu erhalten, um innovative Therapien gemeinsam mit den Fachdisziplinen zu besprechen. Kommen solche Therapien zur Anwendung, teilen wir uns die Betreuung der Erkrankten, was für diese sehr vorteilhaft ist.“
Für die Teams der ECTU und der Pneumologie war die Spende nicht nur eine freudige Überraschung, sondern auch eine nicht alltägliche Form der Anerkennung für ihren Einsatz.
Text: Pressestelle / UKW