Aktuelle Pressemitteilungen

Workshop zu fünf bedeutenden Krebserkrankungen

Das Uniklinikum Würzburg lädt die Fachwelt der Region ein, sich am 6. November 2024 bei einem Workshop über diagnostische und therapeutische Neuentwicklungen bei fünf bedeutenden onkologischen Erkrankungen zu informieren.

Grafik fünf wichtigste onkologische Erkrankungen
Das Forum des Uniklinikums Würzburg beschäftigt sich mit fünf wichtigen Feldern hämato-onkologischer Erkrankungen.

Würzburg. Darmkrebs, Magen-, Leber- und Mammakarzinome sowie die Akute Myeloische Leukämie betreffen zahlreiche Patientinnen und Patienten.
„Es ist uns wichtig, dass möglichst viele ärztliche Kolleginnen und Kollegen in unserer Region bei der Diagnostik und Therapie dieser ‚Großen Fünf‘ immer auf dem aktuellen Stand sind“, betont Prof. Dr. Hermann Einsele. Deshalb rief der Krebsexperte und Direktor der Medizinischen Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) im vergangenen Jahr die Veranstaltungsreihe „Häma-Onko-Forum – The Big Five“ ins Leben.
Am Mittwoch, den 6. November 2024 findet die vierte Neuauflage des Workshops statt. Das kostenlose Angebot richtet sich an alle Medizinerinnen und Mediziner aus Unterfranken und den angrenzenden Gebieten, die im Bereich der Hämato-Onkologie tätig sind. 

Referierende aus der ganzen Region

Wie von den Vorgängerterminen gewohnt, spiegelt sich der gewünschte regionale Schulterschluss auch in der Herkunft der Referierenden wider. So werden neben Experten des UKW auch Fachleute des Klinikums Bamberg, des Klinikums Aschaffenburg-Alzenau, des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim und des Medizinischen Versorgungszentrums Leopoldina aus Schweinfurt ihr Wissen mit dem Auditorium teilen.

„Neben dem Informationsgewinn durch die Vorträge ist das Treffen zudem eine Chance, persönliche Kontakte zu pflegen und die Netzwerkarbeit zu stärken“, unterstreicht Prof. Einsele, der auch als Sprecher des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) WERA fungiert. Dieses vereinigt die onkologischen Kompetenzen der Universitätsstandorte Würzburg, Erlangen Regensburg und Augsburg.

Der konstruktive Austausch kann nach dem etwa 2,5-stündigen Vortragsteil bei einem gemeinsamen Abendessen fortgesetzt werden.

Die Veranstaltung findet im Novum Conference Center in der Schweinfurter Straße 11 in Würzburg statt und beginnt um 18:00 Uhr. Wichtig ist eine Anmeldung bei Gabriele Nelkenstock bis 23. Oktober 2024:
unter Tel. 0931-88079447 oder E-Mail: info@ gn-beratung.de

 

Text: Pressestelle / UKW

Grafik fünf wichtigste onkologische Erkrankungen
Das Forum des Uniklinikums Würzburg beschäftigt sich mit fünf wichtigen Feldern hämato-onkologischer Erkrankungen.

Mit Virtual Reality für den echten Notfall rüsten

VR-Simulationen testen Notfallkompetenz von Assistenzärztinnen und -ärzten

Ein Team der Lehrklinik des Universitätsklinikums Würzburg zeigt in seiner aktuellen Studie im International Journal of Emergency Medicine, dass Virtual Reality (VR)-basierte Simulationen ein vielversprechendes Instrument sind, um die notfallmedizinischen Kompetenzen von Assistenzärztinnen und -ärzten sowohl im diagnostischen als auch im therapeutischen Bereich zu überprüfen.

Assistenzärztin in der Lehrklinik des UKW mit virtueller Brille und Sicht auf virtuellen Patienten auf Untersuchungsliege.
Teilnehmerin beim Absolvieren der VR-Prüfung in der Lehrklinik des Uniklinikums Würzburg. © Annett Köhler / AG VR Simulation im Medizinstudium

Würzburg. Eine lebensbedrohliche Magenblutung, ein Herzinfarkt mit schweren Herzrhythmusstörungen und eine akute Verschlechterung einer chronischen Lungenerkrankung. Mit einem dieser drei Notfallszenarien mussten sich 21 Assistenzärztinnen und -ärzte des Universitätsklinikums Würzburg auseinandersetzen - allerdings in der virtuellen Realität der Lehrklinik. Dort wurde im Rahmen einer Pilotstudie das Potenzial von VR-Simulationen zur Vorbereitung des medizinischen Nachwuchses auf komplexe notfallmedizinische Situationen untersucht.

 „Der Umgang mit Notfallsituationen, die schnelle klinische Entscheidungen erfordern, stellt im Klinikalltag eine besondere Herausforderung dar“, weiß Dr. Tobias Mühling, Leiter der Lehrklinik und gemeinsam mit Prof. Dr. Sarah König Letztautor der im International Journal of Emergency Medicine veröffentlichten Studie. Mehrere Studien zeigten bereits, dass der medizinische Nachwuchs bei der Arbeit mit Simulationspersonen und in Notfallsituationen meist schlechter abschnitt als bei Routineaufgaben. Nach Ansicht der Autorinnen und des Autors liefert ihre neueste Pilotstudie wertvolle Einblicke in die Stärken und Schwächen des medizinischen Nachwuchses zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn und zeigt mögliche Verbesserungen, was im vorausgehenden Studium optimiert werden kann. 

65,6 Prozent der erforderlichen Maßnahmen wurden korrekt durchgeführt

Die Assistenzärztinnen und -ärzte mit bis zu sechs Monaten Berufserfahrung schnitten in der Diagnostik und bei allgemeinen stabilisierenden Maßnahmen recht gut ab. Verbesserungsbedarf zeigte sich jedoch bei krankheitsspezifischen, therapeutischen Maßnahmen wie der Entscheidung für eine nicht-invasive Beatmung (NIV) oder der Behandlung eines langsamen Herzrhythmus (Bradykardie) nach aktuellen medizinischen Leitlinien. Im Durchschnitt wurden 65,6 % der erforderlichen Maßnahmen korrekt durchgeführt, ohne signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Szenarien. Tobias Mühling betont, dass diese Ergebnisse nicht überraschen, da die jungen Ärztinnen und Ärzte gerade in die Weiterbildung eingetreten sind, dabei natürlich unter engmaschiger Aufsicht durch Fachärztinnen und -ärzte arbeiten und die Behandlung spezifischer Erkrankungen nun erlernen. 

Die Leistung der Teilnehmenden wurde automatisch anhand einer szenariospezifischen Checkliste bewertet. Zusätzlich führten die Teilnehmenden eine Selbsteinschätzung sowie einen Test zur klinischen Entscheidungsfähigkeit mit dem sogenannten Post-Encounter-Formular durch. In diesem erreichten sie eine durchschnittliche Punktzahl von 80,5 %, was auf eine solide Fähigkeit zur Bewältigung diagnostischer Entscheidungen hinweist. Die Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten stimmte jedoch nicht immer mit den objektiven Leistungsergebnissen überein, was die Notwendigkeit objektiver Tests deutlich macht. 

VR-Simulationen sind wertvolle Ergänzung der medizinischen Ausbildung

Aus den Ergebnissen der Pilotstudie zieht die Erstautorin Franca Keicher das Fazit, dass „unsere Teilnehmenden zwar gut auf Routinetätigkeiten vorbereitet sind, dem Management komplexer Fälle aber mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Generell sind VR-Szenarien eine interessante neue Möglichkeit, sich ein umfassendes und praxisnahes Bild von den notfallmedizinischen Kompetenzen neuer medizinischer Fachkräfte sowohl im diagnostischen als auch im therapeutischen Bereich zu machen.“

VR-Simulationen seien aber nicht nur ein Beurteilungsinstrument, sondern auch ein wertvolles Training zur traditionellen medizinischen Ausbildung. „Die Technologie ermöglicht eine praxisnahe und gleichzeitig sichere Umgebung, in der junge Ärztinnen und Ärzte ihre Fähigkeiten verbessern können“, kommentiert Tobias Mühling. Nun haben wir klare Hinweise darauf, wo wir in der Lehre gezielt ansetzen können“, resümiert Prof. Dr. Sarah König, Leiterin des Lehrstuhls für Medizindidaktik und Ausbildungsforschung.

Publikation: Franca Keicher, Joy Backhaus, Sarah König und Tobias Mühling. Virtual reality for assessing emergency medical competencies in junior doctors – a pilot study. Int J Emerg Med 17, 125 (2024). doi.org/10.1186/s12245-024-00721-2

Text: Kirstin Linkamp / UKW 

Assistenzärztin in der Lehrklinik des UKW mit virtueller Brille und Sicht auf virtuellen Patienten auf Untersuchungsliege.
Teilnehmerin beim Absolvieren der VR-Prüfung in der Lehrklinik des Uniklinikums Würzburg. © Annett Köhler / AG VR Simulation im Medizinstudium

Würzburger Hebammenschule schließt: Abschiedsfeier mit neuen Perspektiven

Über 200-jährige Tradition / Neuer Studiengang „Hebammenwissenschaften“ bereits 2022 etabliert

Schulleiterin Edith Kroth, Christine Hildebrand (Leiterin des Staatlichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe), Christiane Völk, Lehrkraft der Hebammenschule und Martina Göb, Lehrkraft der Hebammenschule und stellv. Schulleiterin.
Bei der Abschiedsfeier: Schulleiterin Edith Kroth, Christine Hildebrand (Leiterin des Staatlichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe), Christiane Völk, Lehrkraft der Hebammenschule und Martina Göb, Lehrkraft der Hebammenschule und stellv. Schulleiterin. Foto: UKW / Katja Zischler

Würzburg. Der letzte Ausbildungsjahrgang hat bereits die Zeugnisse erhalten, am 30. September wurde bei einer offiziellen Abschiedsfeier nochmals auf die lange Geschichte der staatlichen Hebammenschule in Würzburg geschaut – und auf die neuen Perspektiven. Denn: Bereits seit zwei Jahren gibt es den Studiengang Hebammenwissenschaften an der Würzburger Universitätsmedizin. Als offizieller Startschuss für die Hebammenausbildung in Würzburg kann allerdings das Jahr 1805 gelten. Damit ist Würzburg nach München und Bamberg der drittälteste Standort der Hebammenausbildung in Bayern.

Der Hintergrund zur neuen Ausbildungsform und zur Schließung der Schule: Ende 2019 trat das neue Hebammengesetz in Kraft, das eine Akademisierung der Ausbildung vorsieht. Daher wurde 2022 an der Würzburger Universitätsmedizin der Studiengang Hebammenwissenschaften etabliert. Seit 2022 liefen beide Systeme – die Ausbildung an der staatlichen Berufsfachschule und der Studiengang, zunächst parallel. Die Berufsfachschule war ein Teil des Staatlichen beruflichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe in Würzburg. 

„Ein Stück Würzburger Medizingeschichte“

„Die Hebammenschule ist auch ein Stück Würzburger Medizingeschichte. Das kann man bei über einer 200-jährigen Tradition schon sagen“, betont Edith Kroth, die seit 1999 die Würzburger Hebammenschule geleitet hat und künftig Aufgaben im Studiengang übernimmt. Als offizieller Startpunkt gilt das Jahr 1805. In diesem Jahr gelang es Adam Elias von Siebold, am Juliusspital eine erste „Gebärklinik“ einzurichten. Teile der Ausbildung der Hebammen fanden damals u.a. in den Privatwohnungen der Ärzte statt, so Kroth. Natürlich gab es schon viele Jahrhunderte vorher Hebammen in Würzburg, so die langjährige Leiterin der Berufsfachschule, aber das Jahr 1805 sei aufgrund der Klinikgründung herausragend.

Das 19. Jahrhundert war von mehreren Standortwechseln und unterschiedlichen Zuständigkeiten geprägt. Ein wichtiger Schritt aus Sicht der Universitätsmedizin war dabei der Übergang von der „Kreisentbindungsanstalt“, in Verantwortung des Kreises Unterfranken, hin zur „Königlichen Universitäts-Frauenklinik und Hebammenschule“, bevor dann später mit dem Bezug der „neuen“ Frauenklinik am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) in den 1930er Jahren die Hebammenschule dort eine neue Heimat fand. Seit 2020 fand die theoretische Ausbildung in den Schulräumen am Berliner Platz statt.

Männliche Hebammen? Fehlanzeige

Auf eine häufig gestellte Frage antwortet Edith Kroth: „Einen männlichen Auszubildenden hatten wir übrigens in den ganzen Jahren nicht. Es gab zwar einzelne Bewerbungen in den 1980er Jahren, aber daraus folgte keine Ausbildung.“ Sehr wohl habe sich aber der gesellschaftliche Wandel und natürlich der medizinische Fortschritt auch in den Ausbildungsinhalten gezeigt. „Bis in die 1960er Jahre war die Hausgeburt etwa dominierend, erst dann setzte die Entwicklung ein, dass die meisten Geburten in Kliniken stattfanden. Das beeinflusste natürlich auch die Aufgaben der Hebammen“, erklärt Kroth. Und auch etwas, was heute alltäglich ist bei der Geburt, setzte sich erst sehr langsam seit den 1980er Jahren durch: Die Anwesenheit des Vaters bei der Geburt. „Das war lange eine absolute Ausnahme, heute ist es der Normalfall.“ Zudem prägten viele weitere Entwicklungen die Ausbildungsinhalte: Verändertes Frauen- und Familienbild, Fortschritte bei der Hygiene, moderne Anästhesieverfahren, die Gründung von Geburts- und Hebammenhäusern vor allem in städtischen Regionen – stets begleitet von den sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen und medizinischen Leitlinien.

„Vielfältiges Berufsbild“

Eines ist Edith Kroth besonders wichtig: „Das Berufsbild ist so vielfältig. Dazu zählt die Schwangerenberatung, die Vorsorge, die Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft, selbstverständlich die Geburt als solches und natürlich die Versorgung und Beratung im Wochenbett – es gibt so viele Facetten.“ Der letzte Ausbildungsjahrgang konnte bereits vor einigen Wochen die Zeugnisse entgegennehmen. Pro Jahr verließen zuletzt etwa 16 ausgebildete Hebammen die Schule. Kroth: „Unsere Absolventinnen sind weit verstreut – auch international.“

Zuletzt bestand das Team der Schule aus drei hauptberuflichen Hebammen-Lehrerinnen und zusätzlichen nebenberuflichen Dozenten verschiedener Fachbereiche. Die Zahl der Bewerbungen lag in den vergangenen Jahren bei jährlich etwa 300. „Das zeigt, dass der Beruf auch heute attraktiv ist“, so Kroth. Auch daher habe ihr immer die inhaltliche sowie die methodisch-didaktische Weiterentwicklung des Unterrichts besonders am Herzen gelegen. Das zeigt etwa, dass sie intensiv an der Weiterentwicklung des Lehrplans beteiligt war. Und: Natürlich ist der Abschied der Schule auch mit Wehmut verbunden, aber ganz bewusst habe man die Abschiedsfeier auch unter das ergänzende Motto „Neue Perspektiven“ gestellt.

Studiengang erfolgreich gestartet

„Durch diesen Übergang können wir die langjährige Erfahrung hier am Standort auch zukünftig in die akademische Hebammen-Ausbildung integrieren“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Pecks, Lehrstuhlinhaber „Maternale Gesundheit und Hebammenwissenschaft“ in Würzburg und Leiter der Geburtshilfe am UKW. „Durch den Start des Studienganges 2022 wird Würzburg weiter mit großem Erfolg Hebammen ausbilden und damit diese Würzburger Medizingeschichte weiterschreiben.“

Das Studium schließt mit dem Titel „Bachelor of Science“ ab. Prof. Pecks betont: „Die praktische Erfahrung ist ein wesentlicher Teil des Studiums, das die Hebammen auf die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten vorbereitet. Das ermöglicht auch die Theorie-Praxis-Verzahnung mit den zahlreichen kooperierenden Praxiseinrichtungen in der Region.“ Und ebenso wichtig sei auch: Die lange Tradition der Hebammenausbildung in Würzburg bleibt ein wichtiges Element im Studiengang und Verpflichtung zugleich.

Informationen zum Studiengang „Hebammenwissenschaften:
https://www.med.uni-wuerzburg.de/studium/hebammenwissenschaft/
 

Schulleiterin Edith Kroth, Christine Hildebrand (Leiterin des Staatlichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe), Christiane Völk, Lehrkraft der Hebammenschule und Martina Göb, Lehrkraft der Hebammenschule und stellv. Schulleiterin.
Bei der Abschiedsfeier: Schulleiterin Edith Kroth, Christine Hildebrand (Leiterin des Staatlichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe), Christiane Völk, Lehrkraft der Hebammenschule und Martina Göb, Lehrkraft der Hebammenschule und stellv. Schulleiterin. Foto: UKW / Katja Zischler

Neu am UKW: Florian Waldmann leitet den Geschäftsbereich „Einkauf, Logistik, Liegenschaften, Dienstleistungen“

Neben dem klinikweiten Einkauf und dem Flächenmanagement ist u.a. auch die tägliche Logistik und Speisenversorgung an den einzelnen Standorten des UKW ein wichtiger Baustein für Patientenversorgung

Neu am UKW: Florian Waldmann leitet seit Anfang Oktober am Universitätsklinikum Würzburg den Geschäftsbereich 4 („Einkauf, Logistik, Liegenschaften, Dienstleistungen“). Foto: UKW / Anna Wenzl

Würzburg. Florian Waldmann leitet seit Anfang Oktober am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) den Geschäftsbereich 4 („Einkauf, Logistik, Liegenschaften, Dienstleistungen“). Der 35-Jährige wechselte vom Rhön-Klinikum an das UKW. Dort war er Mitglied der Geschäftsleitung der Rhön-Klinikum Services GmbH sowie der Rhön-Cateringgesellschaft mbH.

Der Wirtschaftswissenschaftler, ausgebildete Elektroniker und Industriemeister Elektrotechnik tritt damit die Nachfolge von Diana Ristau an, die das UKW verlassen hat. Vor seinen Tätigkeiten beim Rhön-Klinikum arbeitete der gebürtige Thüringer u.a. in verschiedenen Leitungsfunktionen bei der Bundeswehr.

Philip Rieger, Kaufmännischer Direktor des UKW: „Florian Waldmann bringt u.a. wertvolle Erfahrungen aus dem Klinikbetrieb mit. Seine Kompetenzen werden sicher auch neue Impulse für diesen wichtigen Aufgabenbereich am UKW bringen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“

Neben dem klinikweiten Einkauf und dem Flächenmanagement ist u.a. auch die tägliche Logistik und Speisenversorgung an den einzelnen Standorten des UKW ein wichtiger Baustein für Patientenversorgung. Diese vielfältigen Aufgaben deckt der Geschäftsbereich am UKW ab, den Florian Waldmann nun leitet. „Die Qualität der Dienstleistungen aus dem Geschäftsbereich sind für den reibungslosen Ablauf im Klinikalltag von enormer Wichtigkeit. Gemeinsam mit dem Team möchte ich die Abläufe auch in Zukunft so aufstellen, dass sie diesen Anspruch optimal erfüllen. Dazu zählt natürlich auch der Blick auf die bestehenden Strukturen und Prozesse innerhalb des UKW und den damit verbundenen Aufgaben“, so Waldmann.

Direkt im Geschäftsbereich arbeiten etwa 420 Menschen. Operativ wird der Bereich durch die UKW Service GmbH unterstützt, in der rund 1250 Menschen beschäftigt sind.

Florian Waldmann ist Vater eines Sohnes und lebt im unterfränkischen Veitshöchheim.

Neu am UKW: Florian Waldmann leitet seit Anfang Oktober am Universitätsklinikum Würzburg den Geschäftsbereich 4 („Einkauf, Logistik, Liegenschaften, Dienstleistungen“). Foto: UKW / Anna Wenzl

Wissenschaftsminister Markus Blume besucht UKW
Von links: Intensiver Austausch am UKW: Philip Rieger (KD), Marcus Huppertz (PD), Staatsminister Markus Blume, PD Dr. Tim von Oertzen, ÄD und Vorstandsvorsitzender des UKW und Prof. Dr. Matthias Frosch (Dekan).
Von links: Intensiver Austausch am UKW: Philip Rieger (Kaufmännischer Direktor, UKW), Marcus Huppertz (Pflegedirektor, UKW), Staatsminister Markus Blume, PD Dr. Tim von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW und Prof. Dr. Matthias Frosch (Dekan der Medizinischen Fakultät). Foto: UKW / Stefan Dreising

Würzburg. Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, besuchte am Mittwoch, 2. Oktober, das Universitätsklinikum Würzburg (UKW). Beim Arbeitsreffen mit dem Vorstand der Uniklinik machte er sich u.a. ein Bild von den aktuellen Projekten an der unterfränkischen Uniklinik und den Perspektiven der Würzburger Universitätsmedizin. Dabei ging es sowohl um innovative Formen der Patientenversorgung, um aktuelle Forschungsprojekte sowie den Nutzen der der Digitalisierung für die Universitätsmedizin.
 

Von links: Intensiver Austausch am UKW: Philip Rieger (KD), Marcus Huppertz (PD), Staatsminister Markus Blume, PD Dr. Tim von Oertzen, ÄD und Vorstandsvorsitzender des UKW und Prof. Dr. Matthias Frosch (Dekan).
Von links: Intensiver Austausch am UKW: Philip Rieger (Kaufmännischer Direktor, UKW), Marcus Huppertz (Pflegedirektor, UKW), Staatsminister Markus Blume, PD Dr. Tim von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW und Prof. Dr. Matthias Frosch (Dekan der Medizinischen Fakultät). Foto: UKW / Stefan Dreising

Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp fördert das Beratungsangebot „Kleeblatt“ am UKW mit 10.000 Euro

Unterstützung für Familien mit krebskranken Eltern / Spende ermöglicht altersgerechte Materialien für Kinder

Von links: Dr. Gunther Schunk, Catharina Kipping (Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp), Prof. Dr. Hermann Einsele, Prof. Dr. Imad Maatouk (Medizinische Klinik II, UKW) und Verena Helbig (Vogel Communications Group) bei der Spendenübergabe am UKW.
Von links: Dr. Gunther Schunk, Catharina Kipping (Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp), Prof. Dr. Hermann Einsele, Prof. Dr. Imad Maatouk (Medizinische Klinik II, UKW) und Verena Helbig (Vogel Communications Group) bei der Spendenübergabe am UKW. Foto: UKW / Philipp Kunte

Würzburg. Die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp hat dem Universitätsklinikum Würzburg (UKW) eine Spende von 10.000 Euro für das Projekt „Kleeblatt“ übergeben. Dieses Beratungsangebot richtet sich an Familien, bei denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. Mit der Spende wird Lehrmaterial für Kinder bereitgestellt, das ihnen hilft, die Erkrankung ihrer Eltern besser zu verstehen und die Eltern dabei unterstützt, die richtigen Worte zu finden.

„Kinder sind unglaublich wissbegierig und feinfühlig“, erklärt Prof. Dr. Imad Maatouk, Schwerpunktleiter „Psychosomatische Medizin“ an der Medizinischen Klinik II des UKW. „Gerade in einer solch belastenden Situation brauchen sie altersgerechte Informationen und Unterstützung, um die schwierigen Veränderungen besser zu verarbeiten. Durch eine gezielte Begleitung können Eltern besser mit der Krankheit umgehen, was langfristig die mentale Gesundheit der Kinder positiv beeinflusst“, so Maatouk.

Das Projekt „Kleeblatt“ bietet betroffenen Familien professionelle Begleitung in einer herausfordernden Zeit. Es schafft einen Raum, in dem sowohl Eltern als auch Kinder offen über die Krankheit und ihre Sorgen sprechen können. Das Angebot richtet sich besonders an Kinder und Jugendliche, die oft intuitiv spüren, was in der Familie vor sich geht, und Unterstützung benötigen, um ihre Gefühle zu verarbeiten. Bereits zum Start des Projektes gab es eine großzügige Spende vom Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs". Dadurch konnte das Projekt erst realisiert werden.

„Stiften bedeutet für uns Anstiften“, betonte Dr. Gunther Schunk, Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung, bei der Übergabe. „Mit unserer Spende wollen wir direkt dazu beitragen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse schnell bei den betroffenen Familien ankommen und dieses wichtige Beratungsangebot weiter ausgebaut werden kann.“
 

Von links: Dr. Gunther Schunk, Catharina Kipping (Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp), Prof. Dr. Hermann Einsele, Prof. Dr. Imad Maatouk (Medizinische Klinik II, UKW) und Verena Helbig (Vogel Communications Group) bei der Spendenübergabe am UKW.
Von links: Dr. Gunther Schunk, Catharina Kipping (Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp), Prof. Dr. Hermann Einsele, Prof. Dr. Imad Maatouk (Medizinische Klinik II, UKW) und Verena Helbig (Vogel Communications Group) bei der Spendenübergabe am UKW. Foto: UKW / Philipp Kunte

Medizinforschungsgesetz stärkt den Forschungsstandort Deutschland

Beschleunigung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren sowie Zulassungsverfahren sind elementar für das Voranbringen von klinischen Prüfungen

Die Deutsche Hochschulmedizin (DHM) begrüßt die heutige Billigung des Medizinforschungsgesetzes (MFG) durch den Bundesrat als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Stärkung des Forschungsstandorts Deutschland. Die Beschleunigung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren sowie Zulassungsverfahren sind elementar für das Voranbringen von klinischen Prüfungen. Das MFG ist eingebettet in die Pharmastrategie der Bundesregierung, die darauf abzielt, die medizinische Forschung und die pharmazeutische Industrie in Deutschland zu stärken. Dies ist notwendig geworden, weil Deutschland im internationalen Vergleich an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt hat. Das MFG beinhaltet konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Forschungsbedingungen und zur Durchführung klinischer Studien, die in der Verantwortung von Wissenschaft und Industrie liegen.

 „Die Universitätsmedizin ist unverzichtbarer Initiator und Partner bei der Entwicklung von Innovationen für unser Gesundheitswesen. Mit dem MFG werden Anreize gesetzt, klinische Studien durchzuführen, und die Rahmenbedingungen für Forschung werden verbessert. Damit stärkt das MFG den biomedizinischen Forschungsstandort Deutschland und die Arbeit der exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der deutschen Hochschulmedizin. Eine erfolgreiche und nachhaltige Stärkung der biomedizinischen Forschung ist angesichts des schnellen wissenschaftlichen Fortschritts und mit Blick auf die zukünftige Gesundheitsversorgung ausgesprochen wichtig“, betont Prof. Jens Scholz, 1. Vorsitzender des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands.

Standardvertragsklauseln zur Beschleunigung der Vertragsverhandlungen

Ein wichtiger Bestandteil des neuen Gesetzes ist die Einführung verbindlicher Standardvertragsklauseln. „Wir begrüßen es, dass nun über den Verordnungsweg ein stärkeres Maß an Verbindlichkeit erreicht wird“, erklärt Prof. Matthias Frosch, Präsident des Medizinischen Fakultätentags (MFT). „Als Deutsche Hochschulmedizin haben wir gemeinsam mit weiteren Verbänden aus Industrie und Akademie durch unsere Mustervertragsklauseln ein Angebot zur zügigen Umsetzung gemacht und stehen für weitergehende Unterstützung bereit. Die gezielt gesetzten Anreize für Arzneimittelhersteller zur Durchführung klinischer Studien in Deutschland und zur Zusammenarbeit mit öffentlichen Forschungseinrichtungen sind ein ganz wichtiger Schritt, um den Forschungsstandort Deutschland attraktiver zu machen.”

 

Quelle: Pressemitteilung, Deutsche Hochschulmedizin e.V., 27.09.2024