Aktuelle Pressemitteilungen

Die Erfolgsformel heißt 2+1

Innovative Neukonzeption des Schockraums der chirurgischen Notaufnahme

Gruppe im neuen Schockraum
Stellten den neuen Schockraum mit innovativer „Sliding Gantry“-Technologie vor: Prof. Dr. Thomas Wurmb, Prof. Dr. Dr. Norbert Roewer, Dr. Christian Markus, Prof. Dr. Rainer Meffert, Prof. Dr. Georg Ertl, Prof. Dr. Thorsten Bley, PD Dr. Markus Kredel, PD Dr. Hendrik Jansen und Dr. Richard Wagner (v.l.n.r.), © Arnika Hansen / UKW
Demo-Situation im Schockraum
Demonstration, wie ein Patient im Schockraum versorgt wird. © Arnika Hansen / UKW

Der Schockraum ist der Dreh- und Angelpunkt der Notaufnahme, wenn es um die Versorgung von Schwerverletzten geht. Dass dieser Raum zur besseren Patientenversorgung idealerweise auch multifunktional eingesetzt werden kann, zeigt die Neukonzeption am Uniklinikum Würzburg, die auf ein gelungenes Zusammenspiel von Radiologen, Unfallchirurgen und Anästhesisten zurückgeht: Entstanden ist ein Doppelschockraum, dessen Kern ein neues Hochleistungs-CT mit Sliding-Gantry-Technologie bildet, das gleichermaßen für die Akutdiagnostik von bis zu zwei Schwerverletzten genutzt werden kann sowie ergänzend für Routineuntersuchungen stationärer Patienten.

„Die Idee ist so simpel wie genial“, erläutert Prof. Thorsten Bley, Direktor des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie am UKW. „Raum ist am Uniklinikum Gold wert. Daher haben wir aus zwei getrennten Schockräumen einen doppelten Schockraum gemacht, der mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllt. Neben der akuten Diagnostik von Schwerverletzten kann einer der Schockräume zusätzlich für Routine-Untersuchungen genutzt werden. So können wir unsere Abläufe besser planen, die Auslastung der Schockräume erhöhen und Wartezeiten für Patienten mit Termin minimieren, die entstehen, wenn ein schwerverletzter Patient kurzfristig in den Schockraum eingeliefert wird.“

Ein CT mit drei Funktionen

Das neue Schockraumkonzept trägt den Bedürfnissen einer hochwertigen Versorgung von Patienten ebenso Rechnung wie einer Optimierung der Strukturen und Abläufe: An die Stelle des bisherigen Schockraumes ist nun ein 140 m² großer Doppelschockraum getreten. Im Kern befindet sich ein mobiles CT, das sich auf Schienen bewegt und über den untersuchten Patienten gefahren wird, ohne dass dieser sich bewegen muss („Sliding Gantry“). Der Clou an dem neuen System: Das Gantry kann auf dem Schienensystem in beide Richtungen der Schockräume gefahren werden. Damit kann das CT für zwei Patienten quasi gleichzeitig eingesetzt werden. Neueste Prozessoren und CT-Spiraltechnik ermöglichen eine Ganzkörper-Computertomographie innerhalb weniger Minuten. „Die technische Leistungsfähigkeit des Gerätes ist so hoch, dass wir das CT zur Routinediagnostik und gleichermaßen für ein bis zwei Schockraumpatienten einsetzen können“, erläutert Prof. Dr. Rainer Meffert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie. „Wir fassen dieses Prinzip unter dem Namen ‚Ein CT mit drei Funktionen‘ zusammen. Es ist patientenorientiert, praktikabel, schnell und durch Synergien bei Personal und Wartung auch rentabel. Damit stellen wir die Weichen für die nächsten Jahre“, ist der Unfallchirurg überzeugt.

Auch die Entwicklung der Patientenzahlen machte eine Neukonzeption des Schockraums erforderlich. Innerhalb von zehn Jahren sind die Schockraumeinsätze jährlich um 6% von 401 in 2007 auf 722 in 2017 gestiegen. Um diesem Trend gerecht werden zu können, bilden verbesserte Strukturen bei der Schwerverletztenversorgung eine wichtige Voraussetzung.

Vorteile für beteiligte Fachdisziplinen

Auch der Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Prof. Dr. Dr. Norbert Roewer, sieht aus anästhesiologischer Perspektive viele Vorteile: „Für unsere Klinik ist zentral, dass Akuttherapie und Diagnostik Hand in Hand gehen. So gewinnen wir wertvolle Zeit, die gerade bei der Versorgung von lebensbedrohlich verletzten Patienten eine entscheidende Rolle spielt. All diese Aspekte sind durch die innovative Neukonzeption 1:1 umgesetzt.“

Als Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin richtet Prof. Dr. Thomas Wurmb seinen Blick auch auf einen reibungslosen Übergang von der präklinischen in die klinische Versorgung, den er durch den neuen Doppelschockraum optimal gewährleistet sieht: „Nach der notärztlichen Erstversorgung von Trauma-Patienten ist eine nahtlose Übergabe an das Schockraumteam der Klinik essentiell. Durch die schnelle Ganzkörper-Computertomographie im Schockraum kann umgehend eine genaue Diagnose gestellt werden, auf deren Basis die notärztlichen Verdachtsdiagnosen direkt verifiziert und die begonnene Therapie weitergeführt werden kann. Die beiden neuen Schockräume bieten dafür ideale Möglichkeiten.“

An einem Strang ziehen

Gemeinsam geplant wurde das Konzept im Schockraumführungsteam, einem interdisziplinären Gremium mit Ärzten und Pflegekräften aus Radiologie, Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie und Anästhesiologie, das bereits 2004 von Prof. Norbert Roewer eingeführt wurde, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken und klare Zuständigkeiten festzulegen.

Für das Schockraum-Projekt kamen 2017 Experten u.a. aus der UKW-Bauabteilung und Medizintechnik ins Team. In der Planungs- und Umsetzungsphase umfasste das Gremium 15 bis 20 Beteiligte. Zunächst galt es, eine Raumlösung zu entwickeln, die den vergrößerten Doppelschockraum fassen konnte. Dabei erwies sich die Bauabteilung als kompetenter Berater: Im Ergebnis entstand der Doppelschockraum, indem die bisherige Raumstruktur komplett überarbeitet und das neue CT um 90 Grad im Vergleich zum Vorgänger gedreht wurde. 

Reibungslose Umsetzung in kurzer Zeit

Die Umsetzung erfolgte bei laufendem Klinikbetrieb in nur vier Monaten von Januar bis April 2018. Während dieser Umbauphase galt es, für etwa 200 Schockraum-Patienten einen alternativen Behandlungsraum zu finden. Zwischenzeitlich erfüllte ein großer multifunktionaler Eingriffsraum diesen Zweck. Insgesamt 26 Firmen beteiligten sich an den aufwändigen Umbauarbeiten, vom Estrich- über den Fliesenleger bis hin zu Sanitär, Elektroinstallation und Brandschutz, von der Medizintechnik bis zum CT-Hersteller. In Decken, Boden und Wänden wurden 8.000 Meter Energie- und Datenleitungen eingelassen, damit die Hochleistungstechnik reibungslos funktionieren kann.

Über die gelungene Umsetzung freut sich auch der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Prof. Georg Ertl: „Die Schockraumspange bildet das Herzstück unserer chirurgischen Notaufnahme im Universitätsklinikum. Mit dieser Neukonzeption denken wir zukunftsfähig und bauen qualitativ ebenso wie quantitativ Hochleistungsmedizin mit vollem Funktionsrepertoire auf.“

Gruppe im neuen Schockraum
Stellten den neuen Schockraum mit innovativer „Sliding Gantry“-Technologie vor: Prof. Dr. Thomas Wurmb, Prof. Dr. Dr. Norbert Roewer, Dr. Christian Markus, Prof. Dr. Rainer Meffert, Prof. Dr. Georg Ertl, Prof. Dr. Thorsten Bley, PD Dr. Markus Kredel, PD Dr. Hendrik Jansen und Dr. Richard Wagner (v.l.n.r.), © Arnika Hansen / UKW
Demo-Situation im Schockraum
Demonstration, wie ein Patient im Schockraum versorgt wird. © Arnika Hansen / UKW

1. Schlafmedizinischer Abend des Uniklinikums Würzburg: Ein interdisziplinärer Blick auf Schlafstörungen

Am Mittwoch, den 11. Juli 2018, informieren Spezialisten aus diversen Fachrichtungen des Uniklinikums Würzburg über Ursachen, Gefahren und Therapiemöglichkeiten von Schlafstörungen.

Schlafstörungen sind ein medizinisches Massenphänomen mit tiefgreifenden sozio-ökonomischen Auswirkungen. Nach einem im vergangenen Jahr veröffentlichten Report der Krankenkasse DAK hatten 35 Prozent der Erwerbstätigen über 18 Jahren in den vorangegangenen vier Wochen mindestens dreimal pro Woche Ein- oder Durchschlafstörungen. Außerdem klagte rund jede/r Vierte über eine schlechte Schlafqualität. Die Ursachen dafür können sowohl physischer wie auch psychischer Natur sein.
Die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen des Uniklinikums Würzburg (UKW) widmet sich diesem Thema am Mittwoch, den 11. Juli 2018, mit dem 1. Schlafmedizinischen Abend. Die Vortragsveranstaltung richtet sich in erster Linie an Allgemeinmediziner und HNO-Ärzte, wobei aber auch interessierte Patienten herzlich willkommen sind.

Eine interdisziplinäre Herausforderung

Passend zum Untertitel „Schlafstörungen – eine interdisziplinäre Herausforderung“ sind die Fachrichtungen der Referenten und ihre Blickwinkel auf das Gesundheitsproblem weit gespannt. So werden Schnarchen, Atemaussetzer und weitere Störungen aus Sicht der HNO-Medizin, der Kieferorthopädie, der Neurologie, der Kardiologie und der Psychiatrie beleuchtet. Als mögliche technische Hilfsmittel stellen die Experten zum Beispiel Schlafmasken und einen Zungenschrittmacher vor.
Der von Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Hagen, dem Direktor der HNO-Klinik des UKW, geleitete Schlafmedizinische Abend findet von 17:30 bis 19:00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Hörsaal der HNO-Klinik, Gebäude B2, an der Josef-Schneider-Straße. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Das detaillierte Programm findet sich auf www.hno.ukw.de unter der Rubrik „Veranstaltungen“.

Pressemitteilung als PDF zum Download.

CSU-Fraktion informiert sich über Volkskrankheit Herzschwäche

Im Rahmen einer Tour durch den Regierungsbezirk Unterfranken hat der geschäftsführende Fraktionsvorstand der CSU am 25.06.2018 das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz auf dem Gelände der Uniklinik Würzburg besucht. Der Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer zeigte sich beeindruckt von der interdisziplinären und interfakultären Lehre, Forschung und Patientenversorgung am Uniklinik Würzburg und versprach Landtagspräsidentin Barbara Stamm und dem Ärztlichen Direktor der Uniklinik Würzburg, Professor Georg Ertl, seine Unterstützung bei der Erweiterung des Klinikums nach Norden.

CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag besucht das DZHI in Würzburg
CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag besucht das DZHI in Würzburg. Vorne von links nach rechts: Birgit Roelfsema, Georg Ertl, Barbara Stamm, Thomas Kreuzer, Stefan Störk; zweite Reihe Tobias Reiß, Oliver Jörg und Ingrid Heckner; hintere Reihe: Sebastian Ziegaus, Christoph Maack, Matthias Frosch, Hülya Düber und Wofgang Roth) - copyright Kirstin Linkamp
 Besucher der CSU-Fraktion
Professor Stefan Störk zeigt den Besuchern der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Ambulanz des DZHI – copyright Kirstin Linkamp

„Wir sind stolz, viele bedeutende wissenschaftliche Einrichtungen im ganzen Land zu haben. Das Universitätsklinikum Würzburg mit dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz ist einer von diesen bedeutenden Forschungsschwerpunkten“, sagte Thomas Kreuzer, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, beim Besuch des DZHI. „Herzschwäche ist eine verdeckte Volkskrankheit, die hier auf verschiedenen Ebenen und interdisziplinär mit neuen Methoden der Wissenschaft erforscht wird. Es ist beeindruckend zu sehen, wie beispielsweise mit dem weltweit einzigartigen 7 Tesla-MRT in Würzburg Zukunftsmedizin gemacht wird. Wir sorgen für die richtigen Rahmenbedingungen, damit Bayern ein führender Medizinstandort ist und bleibt. Davon profitieren alle Patienten.“
 
Mindestens einmal pro Wahlperiode besucht die CSU-Fraktion des Bayerischen Landtags jeden Regierungsbezirk. Gestern stand Unterfranken auf dem Programm. Nach dem Seniorenzentrum Haus Wadenfels in Bad Brückenau kam der Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer mit seinen Stellvertretern Ingrid Heckner und Tobias Reiß ins Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz auf dem Gelände des Uniklinikums Würzburg. Begleitet wurde die Delegation von Landtagspräsidentin Barbara Stamm sowie Oliver Jörg als Mitglied des Bayerischen Landtags und Würzburgs Sozialreferentin Hülya Düber.
 
Im Fokus des Termins standen die interdisziplinäre und interfaktultäre Lehre, Forschung und Patientenversorgung am Uniklinikum Würzburg. „Unsere fächerübergreifenden Strukturen haben sich mehr als bewährt. Ich freue mich, dass wir der CSU-Fraktion das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz als ein Beispiel von acht in Deutschland für verschiedene Volkskrankheiten eingerichteten Interdisziplinären Forschungs- und Behandlungszentren vorstellen durften und von weiteren Plänen hier auf dem Gelände berichten konnten“, kommentierte Professor Ertl. „Ob Zentrum für seltene Erkrankungen, kurz ZESE, das neue Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung, auch HIRI genannt, das Comprehensive Cancer Center oder das DZHI – all diese zukunftsweisenden Projekte mit internationaler Strahlkraft waren nur mit der Hilfe des Freistaates Bayern zu realisieren.“ Er bedankte sich vor allem bei Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Oliver Jörg für ihren Einsatz beim Erweiterungsgelände Nord, auf dem ein neues Zentrum für Frauen, Mutter und Kind sowie für Kopf-Erkrankungen, Ersatz für die Kopfklinik geplant sind. Thomas Kreuzer versprach diesbezüglich ebenfalls seine Unterstützung.
 
Nach dem Vortrag von Ertl über die Zukunftspläne des UKW und einem regen Informationsaustausch führten die Forschungsprofessoren die Politiker durch die hochmodernen Behandlungs- und Forschungsräume. Professor Stefan Störk zeigte als Leiter der Klinischen Forschung die Ambulanz, Professorin Laura Schreiber stellte als Leiterin der Bildgebung das 7 Tesla-MRT mit neuesten Bildern vom schlagenden Herzen vor und der Leiter der Translationen Forschung, Professor Christoph Maack, gab einen Einblick ins Labor.

CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag besucht das DZHI in Würzburg
CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag besucht das DZHI in Würzburg. Vorne von links nach rechts: Birgit Roelfsema, Georg Ertl, Barbara Stamm, Thomas Kreuzer, Stefan Störk; zweite Reihe Tobias Reiß, Oliver Jörg und Ingrid Heckner; hintere Reihe: Sebastian Ziegaus, Christoph Maack, Matthias Frosch, Hülya Düber und Wofgang Roth) - copyright Kirstin Linkamp
 Besucher der CSU-Fraktion
Professor Stefan Störk zeigt den Besuchern der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag und Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Ambulanz des DZHI – copyright Kirstin Linkamp

Nature Index: Uniklinikum Würzburg mit hoher Publikationsleistung

Der am 7. Juni dieses Jahres veröffentlichte „Nature Index“ wertet aus, wie oft Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen im Jahr 2017 in 82 ausgewählten Fachzeitschriften des Verlags Nature Publishing Group publizierten.

In einem gesonderten Ranking wurden die Einrichtungen der Gesundheitsforschung gelistet. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) belegt darin Platz 80 weltweit. Im Vergleich der 33 deutschen Universitätsklinika erreichte das UKW Platz elf.
In der im Nature Index ebenfalls ausgewiesenen Rangliste der Universitäten kam die Julius-Maximilians-Universität Würzburg im internationalen Vergleich auf Platz 84 und damit auf Platz 4 unter den deutschen Hochschulen.
Die Nature Publishing Group gehört zur Springer-Nature-Verlagsgruppe. Zu den bekanntesten Zeitschriften des Verlags gehören Nature und Scientific American.

Uniklinikum Würzburg: Myelom-Forum informiert über aktuelle Forschungsergebnisse in der Krebstherapie

Am Mittwoch, den 25. Juli 2018, informieren Experten des Uniklinikums Würzburg über Neuigkeiten in der Behandlung des Multiplen Myeloms, einer bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks: Zum sechsten Mal wendet sich das Myelom-Forum an Patienten, Angehörige und alle sonstigen Interessierten.

Chimärer Antigen-Rezeptor
Durch einen Chimären Antigen-Rezeptor können T-Zellen Tumorzellen, zum Beispiel beim Multiplen Myelom, erkennen und zerstören. Bild: Michael Hudecek / Uniklinikum Würzburg
Forschungslabors des Uniklinikums Würzburg
In den Forschungslabors des Uniklinikums Würzburg werden diverse immuntherapeutische Ansätze gegen Multiples Myelom vorangetrieben. Bild: Daniel Peters / Uniklinikum Würzburg

Das Uniklinikum Würzburg (UKW) ist eines der europaweit führenden Zentren bei der Behandlung von Multiplem Myelom (MM). Außerdem gehört die bösartige Krebserkrankung des Knochenmarks zu den Forschungsschwerpunkten des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken, des am UKW angesiedelten Onkologischen Spitzenzentrums. Diese Expertise – und die Fähigkeit, auch komplexe medizinische Zusammenhänge laienverständlich darzustellen – führen dazu, dass Patienten, Angehörige und sonstig Interessierte aus ganz Deutschland zu den am UKW veranstalteten Myelom-Foren kommen. Am Mittwoch, den 25. Juli 2018, findet die sechste Neuauflage statt. Zwischen 16:00 und 19:00 Uhr stellen die Krebsspezialisten des Klinikums im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin an der Oberdürrbacher Straße neue Forschungserkenntnisse sowie aktuelle Therapiemethoden vor.

Diverse immuntherapeutische Ansätze

„Schwerpunkt der Veranstaltung sind unterschiedliche immuntherapeutische Ansätze zur Behandlung von MM und anderen Krebsarten, die wir am Klinikum in mehreren Arbeitsgruppen erfolgreich vorantreiben“, sagt Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW. Der international renommierte Tumorexperte fährt fort: „Beim Forum werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel über den aktuellen Stand des Hemibodies-Projekt informiert, bei dem im Labor maßgeschneiderte Eiweißmoleküle das Immunsystem des Patienten so aktivieren, dass es die Krebszellen zielgerichtet zerstören kann. Außerdem sind wir dabei, die schon bei anderen Tumorerkrankungen erfolgreich eingesetzten CAR T-Zellen auch gegen das Multiple Myelom zu wenden.“ Die Idee dahinter: Weiße Blutkörperchen des Patienten werden mit einem sogenannten Chimären Antigen-Rezeptor (CAR) ausgerüstet, der wie ein Sensor ein spezielles Molekül auf den Myelom-Zellen erkennt und diese dann vernichtet.

Antworten auf persönliche Fragen

Wie von der Veranstaltungsreihe gewohnt, werden die Zuhörerinnen und Zuhörer Gelegenheit haben, von qualifizierter Seite Antworten auf persönliche Fragen zu erhalten. Ebenfalls schon gute Tradition sind die begleitenden Infostände in der Magistrale des Zentrums für Innere Medizin, die eine unkomplizierte Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen und weiteren Initiativen ermöglichen.

Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme am 6. Myelom-Forum Würzburg ist kostenlos. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Veranstalter allerdings um eine Anmeldung bis 2. Juli 2018 im Sekretariat von Prof. Hermann Einsele unter Tel: 0931/201-40001 oder bei der Organisatorin Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: info@kampfgegenkrebs.de.
Nach diesem halbtägigen „Forschungsspecial“ wird im November dieses Jahres das 7. Myelom-Forum als ganztägige „Großveranstaltung“ wieder ein noch breiteres Themenspektrum rund um das Multiple Myelom abdecken.
 

Über das Multiple Myelom

Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 3.500 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses.

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Chimärer Antigen-Rezeptor
Durch einen Chimären Antigen-Rezeptor können T-Zellen Tumorzellen, zum Beispiel beim Multiplen Myelom, erkennen und zerstören. Bild: Michael Hudecek / Uniklinikum Würzburg
Forschungslabors des Uniklinikums Würzburg
In den Forschungslabors des Uniklinikums Würzburg werden diverse immuntherapeutische Ansätze gegen Multiples Myelom vorangetrieben. Bild: Daniel Peters / Uniklinikum Würzburg

Vortragsreihe am Uniklinikum Würzburg: Karrierewege von Frauen in der Medizin

Am Donnerstag, den 28. Juni 2018, startet die neue Vortragsreihe „Frauen – Karrierewege – Medizin“ am Uniklinikum Würzburg. Dabei geben Medizinerinnen aus ganz Deutschland einen persönlichen Einblick in die Stationen ihres beruflichen Werdegangs sowie in ihren jeweiligen Tätigkeitsbereich in der Universitätsmedizin. Zielgruppen sind Studierende, Ärztinnen und Ärzte sowie Nachwuchswissenschaftler/innen der Medizin und verwandter Fachrichtungen.

Organisiert wurde die Reihe von Prof. Dr. Franziska Jundt. Als Leiterin des Bereichs Autologe Stammzelltransplantation und des Zentrums für das Multiple Myelom am Uniklinikum Würzburg (UKW) ist sie selbst eine der wenigen Frauen in Deutschland, die in der Hämatologie eine universitätsmedizinische Führungsposition einnehmen. Sie erläutert: „Die Referentinnen werden aufzeigen, was es bedeutet, in der Universitätsmedizin zu forschen und zu arbeiten. Neben den möglichen Berufsfeldern sowie dem Weg zu einem gelungenen Berufseinstieg und einer erfolgreichen Karriere wird es natürlich auch um die Frage gehen, wie sich dieses mit einer Familie vereinbaren lässt.“
Den Auftakt macht am Donnerstag, den 28. Juni 2018, Prof. Dr. Katja Weisel vom Universitätsklinikum Tübingen. Zwischen 12:30 und 13:30 Uhr gibt sie persönliche Einblicke in ihren Weg vom Medizinstudium zur Entwicklung klinischer Studien.
Nach dem Vortrag besteht Gelegenheit, mit der Vortragenden bei einem kleinen Imbiss zu diskutieren und Netzwerke zu pflegen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Veranstaltungsort ist der Seminarraum 2 im Gebäude A1 im Zentrum für Operative Medizin des UKW an der Oberdürrbacher Straße in Würzburg.

Vorträge:

28. Juni 2018
Mein Weg vom Medizinstudium zur Entwicklung klinischer Studien
Prof. Dr. Katja Weisel, Universitätsklinikum Tübingen

4. Juli 2018
Jonglieren zwischen Klinik, Labor und Familie in der Krebs-Immuntherapie
Prof. Dr. Marion Subklewe, Universitätsklinikum München

13. Juli 2018
Karrierewege in der Universitätsmedizin
Prof. Dr. Simone Fulda, Universität Frankfurt

Weitere Termine folgen und werden zeitnah bekanntgegeben.

Pressekontakt: Prof. Dr. Franziska Jundt, E-Mail: jundt_f@ ukw.de

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Das Uniklinikum auf dem Würzburger Gesundheitstag 2018

Am Samstag, den 16. Juni 2018, veranstaltet das Aktivbüro der Stadt Würzburg den 11. Würzburger Gesundheitstag. Wie von der alle zwei Jahre stattfindenden Aktion gewohnt, werden erneut Anbieter aus dem professionellen Gesundheitsbereich, Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen in der Innenstadt informieren, beraten und unterhalten.

Das Uniklinikum Würzburg beteiligt sich mit insgesamt fünf Infoständen vor dem Falkenhaus am Oberen Markt. Dabei wirbt das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit mit „Schöne und gerade Zähne – damit Sie gerne lachen!“. Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) demonstriert, wie man gemeinsam das Herz stärker macht. Der Auftritt des Zentrums für Interdisziplinäre Schmerzmedizin steht unter dem Motto „Chronische Schmerzen – eine Herausforderung für Patienten und Behandler“. Zwei weitere Stände zeigen das Klinikum als Lehrherrn und Arbeitgeber. So stellen die Staatlichen Berufsfachschulen für Krankenpflege und für Physiotherapie zwei Gesundheitsfachberufe mit Zukunft vor. Und das UKW berät zu Ausbildungs- und Karrierewegen an Mainfrankens Krankenhaus der Supramaximalversorgung.
Der Gesundheitstag geht von 10:00 bis 16:00 Uhr.

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