Aktuelle Pressemitteilungen

Prof. Dr. Hubertus Riedmiller verstorben

Anfang April dieses Jahres starb Prof. Dr. Hubertus Riedmiller. Vor seinem Ruhestand im Jahr 2016 leitete der international anerkannte Experte 19 Jahre lang die Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums Würzburg.

Professor Riedmiller
Prof. Dr. Hubertus Riedmiller war unter anderem ein Experte für die operative Bildung neuer Harnblasen und kontinenter Harnableitungen. © Thomas Müller / UKW

Würzburg. Am 3. April 2026 verstarb der renommierte Urologe Prof. Dr. Hubertus Riedmiller im Alter von 75 Jahren. Ein wesentlicher Teil seines medizinischen Wirkens fand am Uniklinikum Würzburg (UKW) statt: von 1997 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2016 leitete er die dortige Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie. Sein Nachfolger in dieser Position, Prof. Dr. Hubert Kübler, bedauert: „Mit Prof. Dr. Hubertus Riedmiller verliert unser Fachgebiet eine deutschlandweit führende Persönlichkeit. Die Urologie am UKW verdankt ihm hohe internationale Sichtbarkeit und Anerkennung.“ 

Experte für plastisch-rekonstruktive Urologie

Zu Riedmillers besonderer Expertise gehörten die operative Bildung neuer Harnblasen und kontinenter Harnableitungen. Sein guter Ruf in diesen Bereichen führte unter anderem dazu, dass nicht zufriedenstellend voroperierte Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Würzburg kamen, um von den Erfahrungen des Professors und seines Teams in der plastisch-rekonstruktiven Urologie zu profitieren. 

Uro-Onkologie und Kinderurologie als weitere Schwerpunkte

Weitere Schwerpunkte des verstorbenen Klinikdirektors waren große chirurgische Eingriffe bei urologischen Tumorerkrankungen sowie die Therapie von Kindern mit urologischen Krankheiten. So fungierte Riedmiller als langjähriger Chairman der Sektion Kinderurologie der Europäischen Urologischen Gesellschaft und schrieb in dieser Funktion an den vielzitierten Behandlungsleitlinien zur Kinderurologie mit. Die Mitgliedschaften in der Europäischen Gesellschaft für Pädiatrische Urologie und der Amerikanischen Pädiatrischen Akademie unterstreichen zusätzlich seine internationale Reputation in diesem Bereich. 

In zahlreichen Fachgesellschaften aktiv

Darüber hinaus war der Würzburger Mediziner unter anderem Mitglied bei der Society of Genito-urinary Reconstructive Surgeons, der Europäischen und der Amerikanischen Urologischen Vereinigung sowie der Deutschen, der Schweizer und der Internationalen Gesellschaft für Urologie. Von 2004 bis 2013 arbeitete er im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer und war von 2001 bis 2011 Vorsitzender des Arbeitskreises „Operative Techniken“ der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU). Letztere verlieh ihm im Jahr 2012 den Ritter-von-Frisch-Preis. Der Preis wird jährlich für besondere Verdienste um die wissenschaftlichen, berufs- oder vereinspolitischen Aufgaben der DGU vergeben.

Die urologische Forschung am UKW war unter Riedmillers Leitung stark klinisch ausgerichtet. Vielfach ging es um das Perfektionieren von bestehenden oder die Entwicklung von neuen Operationstechniken. 

„Hubertus Riedmiller war nicht nur ein geschätzter Arzt, Wissenschaftler und Kollege, sondern auch ein hoch engagierter Hochschullehrer. Aus seiner Klinik gingen viele Urologen hervor, die an anderen Kliniken leitende Positionen übernahmen“, betont Prof. Dr. Matthias Frosch, Vorstandsmitglied des UKW und Dekan der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Nach seinen Worten werden das Uniklinikum und die Fakultät dem Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Text: Pressestelle / UKW

Professor Riedmiller
Prof. Dr. Hubertus Riedmiller war unter anderem ein Experte für die operative Bildung neuer Harnblasen und kontinenter Harnableitungen. © Thomas Müller / UKW

Starke Pflege für starke Kinder

UKW stärkt Pflege von krebskranken Kindern und Jugendlichen in Bayern / Pädiatrie fester Bestandteil der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“

Charlotte Stein und Steffen Pörner engagieren sich am UKW für die Qualifizierung onkologischer Pflegekräfte. In der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ erwerben die Teilnehmenden alle Kompetenzen, um an Krebs erkrankte Menschen aller Altersstufen kompetent und empathisch zu pflegen.
Charlotte Stein und Steffen Pörner engagieren sich am UKW für die Qualifizierung onkologischer Pflegekräfte. In der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ erwerben die Teilnehmenden alle Kompetenzen, um an Krebs erkrankte Menschen aller Altersstufen kompetent und empathisch zu pflegen. © Nils-Gerhard Eggers / UKW

Wenn Kinder an Krebs erkranken, brauchen sie Pflegekräfte, die fachlich versiert sind und sie sowie ihre Familien einfühlsam begleiten. In der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) ist die pädiatrische Perspektive fest verankert. Dies wird durch ein Zertifikat bestätigt, das in Kooperation mit dem Kinderonkologischen Netzwerk Bayern (KioNet) vergeben wird.

Würzburg. Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“. Ihre Bedürfnisse, ihre Art, Fragen zu stellen und Dinge zu verstehen, sowie die medizinischen Grundlagen unterscheiden sich deutlich von denen Erwachsener – insbesondere bei einer schwerwiegenden Erkrankung wie Krebs. Genau hier setzt die Akademie des UKW an: In der Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ sind pädiatrische Inhalte von Beginn an fest verankert. Die Teilnehmenden erwerben dabei spezifisches Wissen und Kompetenzen, um die besonderen Anforderungen in der Pflege krebskranker Kinder und Jugendlicher professionell zu erfüllen.

Charlotte Stein und Marie-Sophie Roos leiten die Fachweiterbildung. Steffen Pörner wirkt als Dozent mit. Er betont: „Die Pflege onkologischer Patientinnen und Patienten ist fachlich anspruchsvoll und menschlich herausfordernd. Unser Ziel ist es, Menschen aller Altersgruppen professionell zu begleiten – vom Kind bis ins Erwachsenenalter.“

Zwei Jahre lernen für mehrere Titel

Die Fachweiterbildung „Pflege in der Onkologie“ nach den Standards der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) dauert zwei Jahre und findet berufsintegrierend statt. Sie umfasst 1.800 Praxis- sowie 720 Unterrichtsstunden und wird seit 2023 wieder an der Akademie des UKW angeboten.

Die feste Einbindung pädiatrischer Inhalte zeigt sich auch in den Praxisphasen: Mindestens 100 Stunden Einsatz auf einer kinderonkologischen Station sind vorgesehen. „Dieser Einsatz ist für alle Teilnehmenden verpflichtend. Gerade Pflegefachpersonen aus der Erwachsenenonkologie begegnen diesem Einsatz anfangs häufig mit Respekt oder auch Unsicherheit. Die bisherigen Erfahrungen zeigen jedoch deutlich, wie wertvoll dieser Perspektivwechsel ist. Viele anfängliche Sorgen erwiesen sich als unbegründet, während die Teilnehmenden bereichernde fachliche und persönliche Erfahrungen sammeln konnten“, erklärt Charlotte Stein. 

Zukünftig ist für die Teilnehmenden aus der pädiatrischen Onkologie eine Hospitation an einem anderen KioNet-Standort vorgesehen, etwa am Universitätsklinikum in München, Erlangen, Regensburg oder Augsburg. 

Im Unterricht sind mindestens 40 Stunden explizit pädiatrischen Themen gewidmet, darunter altersgerechte Kommunikation, familienorientierte Pflege, psychosoziale Begleitung, Tumorarten im Kindesalter, spezifische Therapien sowie pädiatrische Palliative Care.

Die Fachweiterbildung schließt mit einer mündlichen und einer praktischen Prüfung ab. Nach erfolgreichem Abschluss dürfen sich die frischgebackenen Fachpflegekräfte auch über das KioNet-Zertifikat freuen. Die Entwicklung dieses standortübergreifenden Zertifikats für die pädiatrische Onkologie wurde von Steffen Pörner in Kooperation mit weiteren bayerischen Weiterbildungsstandorten initiiert. „Damit haben wir eine einheitliche Qualifikationsmöglichkeit für Teilnehmende der Fachweiterbildung an verschiedenen Standorten in Bayern geschaffen“, freut er sich. 

Neben dem Zertifikat erwerben die Absolventinnen und Absolventen auch die Zusatzqualifikation „Palliative Care“. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Frauenklinik des UKW, einer Hospitation in der Klinik und zusätzlicher Theorieanteile zum Thema Brustkrebs dürfen sie sich nach erfolgreicher Prüfung außerdem als „Breast Care Nurse“ bezeichnen.

Auch das WIR-Magazin, eine Zeitschrift der Deutschen Kinderkrebsstiftung und des Deutschen Kinderkrebsverbandes e. V., berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die Fachweiterbildung und den pädiatrischen Schwerpunkt.

Aktueller Kurs und Bewerbungsmöglichkeiten 

Derzeit absolvieren 18 Pflegekräfte in zwei Kursen die Fachweiterbildung. Neben Mitarbeitenden des UKW nehmen auch externe Fachkräfte aus umliegenden Kliniken teil. Das Einzugsgebiet reicht dabei deutlich über die Region hinaus: Teilnehmende kommen unter anderem aus Aschaffenburg und Fulda nach Würzburg. Der nächste Kurs startet am 01. Januar 2028. Eine Bewerbung ist über das Bildungsportal des UKW möglich.

Veranstaltungshinweis

Die Akademie des UKW bietet neben Fort- und Weiterbildungen auch Kongresse und Tagungen an, darunter die zweiten Onkologischen Pflegetage, die in diesem Jahr unter dem Motto „Onkologie mit Herz“ stehen. Die zweitägige Veranstaltung am 11. und 12. November 2026 bietet Pflegekräften einen praxisnahen Austausch und fachlichen Diskurs. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte im Bildungsportal des UKW

 

Text: Annika Wolf  / UKW

Im Rennen um den Exzellenztitel: internationale Gutachtende in Würzburg

Ende 2025 hat die Universität Würzburg ihren Antrag auf den Status als Exzellenzuniversität eingereicht. Nun wurde sie von einem internationalen Expertengremium begutachtet. Die Universitätsleitung zieht eine positive Bilanz.

Fünf Fahnen mit Logo der Universität im Hintergrund blauer Himmel.
Jetzt heißt es für die Julius-Maximilians-Universität warten: Im Oktober 2026 entscheidet sich, ob der Antrag auf den Status als Exzellenzuniversität erfolgreich war. (Bild: Daniel Peter)

Die zweitägige Begehung am 15. und 16. April war für die Universität Würzburg der letzte entscheidende Schritt im Wettbewerb um den Titel „Exzellenzuniversität“. Vergeben wird er im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern – und ist im Erfolgsfall verbunden mit einer Förderung in dreistelliger Millionenhöhe über sieben Jahre. Ob die Würzburgerinnen und Würzburger erfolgreich waren, entscheidet sich Anfang Oktober 2026.

Bereits im November 2025 hatte die JMU ihren rund 230 Seiten starken Antrag beim Wissenschaftsrat eingereicht. Darin beschreibt die Universität ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte, strategischen Ziele und geplanten Maßnahmen, mit denen sie Exzellenz in Forschung und Lehre in Würzburg weiter stärken will. Während der Antrag die konzeptionelle Grundlage der Exzellenzbewerbung bildet, ging es bei der Begehung nun darum, diese Strategie auch in der Praxis vor Ort zu überprüfen.

Internationale Gutachtende im Austausch mit der Universität

Das internationale Expertengremium setzte sich zusammen aus Forschenden internationaler Eliteuniversitäten sowie aus Vertreterinnen und Vertretern des Wissenschaftsrats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Im Mittelpunkt der Begehung stand die Frage, wie die im Antrag formulierten Ziele im universitären Alltag umgesetzt werden. Ebenso prüften die Gutachtenden die Qualität der Forschungseinrichtungen in Würzburg und in welchem Maß unterschiedliche Statusgruppen in Entscheidungsprozesse eingebunden sind.

Nach einer einführenden Gesamtpräsentation des Antrags durch die Universitätsleitung folgten eng getaktete Gespräche mit verschiedenen Gruppen der Universität: mit Forschenden, Studierenden, Gremien und Instituten sowie mit nationalen und internationalen Kooperationspartnerinnen und -partnern. Den Abschluss bildete ein Austausch mit der Universitätsleitung, Vertretern des Universitätsrates und dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, an dem unter anderem Staatsminister Markus Blume teilnahm.

Positives Fazit der Universitätsleitung

„An der Vorbereitung und Durchführung der Begutachtung waren Hunderte Universitätsmitglieder beteiligt“, sagt Universitätspräsident Paul Pauli. „Das war wirklich ein großer Kraftakt, der nur durch die Unterstützung aller Universitätsmitglieder geleistet werden konnte.“ Doch die harte Arbeit hat sich gelohnt: „Wir sind überzeugt, dass wir einen starken Gesamteindruck vermitteln konnten und deutlich gemacht haben, was unsere Julius-Maximilians-Universität auszeichnet“, so Pauli weiter. „Exzellenz in Forschung und Lehre, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie der Anspruch, gesellschaftlichen Wandel durch Forschung und Studium aktiv mitzugestalten.“

Mit Blick auf die anstehende Entscheidung zeigt sich der Universitätspräsident zuversichtlich: „Ich glaube, dass wir gute Chancen haben, den Exzellenztitel nach Würzburg zu holen. Unabhängig vom Ausgang gilt jedoch: Wir wollen den Würzburger Exzellenzspirit bewahren und weitertragen – als Grundlage für alles, was vor uns liegt.“

Wie es im Exzellenzwettbewerb weitergeht

In den kommenden Monaten werden weitere Universitäten und Universitätsverbünde in ganz Deutschland begutachtet.. Insgesamt gibt es elf Anträge auf den Status als Exzellenzuniversität – davon werden maximal fünf neu bewilligt. Diese kommen dann zu den derzeit zehn bestehenden Exzellenzuniversitäten inklusive einem Exzellenzverbund hinzu.

Die beiden Münchner Universitäten LMU und TUM haben ihren Exzellenzstatus bereits erfolgreich verteidigt. Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist die einzige bayerische Universität, die den Exzellenzstatus noch bekommen kann.

Die Entscheidung über die Vergabe fällt Anfang Oktober 2026. Im Erfolgsfall würde die Förderung im Jahr 2027 beginnen.

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 24. April 2026
 

Fünf Fahnen mit Logo der Universität im Hintergrund blauer Himmel.
Jetzt heißt es für die Julius-Maximilians-Universität warten: Im Oktober 2026 entscheidet sich, ob der Antrag auf den Status als Exzellenzuniversität erfolgreich war. (Bild: Daniel Peter)

Tag der offenen Tür in der geriatrischen Tagesklinik

Das Zentrum für Altersmedizin des Uniklinikums Würzburg lädt am 5. Mai dieses Jahres alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür in seine geriatrische Tagesklinik ein.

 

Im Hintergrund das Gebäude Zentrum für Altersmedizin. Im Vordergrund großes Schild mit der Bezeichnung für das ZAM.
Das Zentrum für Altersmedizin des Uniklinikums Würzburg stellt am 5. Mai dieses Jahres bei einem Tag der offenen Tür seine Tagesklinik vor. © Stefan Dreising / UKW

Würzburg. Das Zentrum für Altersmedizin (ZAM) des Uniklinikums Würzburg (UKW) in der Kantstraße 45 umfasst neben einem stationären Bereich auch eine teilstationäre Tagesklinik. Deren Struktur, Ziele und Angebote werden am Dienstag, 5. Mai 2026, bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt. 

„Es gibt viele Seniorinnen und Senioren, die von einer strukturierten Therapie profitieren würden, ohne eine vollstationäre Aufnahme zu benötigen. Unsere Tagesklinik schließt genau diese Versorgungslücke“, schildert Dr. Kathrin Tatschner, die Leiterin des ZAM am Standort Kantstraße. Die Einrichtung ermöglicht nach ihren Worten eine intensive, ganzheitliche Behandlung durch Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Pflegekräfte, während die Patientinnen und Patienten weiterhin in ihrem häuslichen Umfeld bleiben können.

Selbstständigkeit und Lebensqualität wiederherstellen

„Das Hauptziel der geriatrischen Tagesklinik besteht darin, die Selbstständigkeit und Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten oder wiederherzustellen“, verdeutlicht Tatschner. Darüber hinaus sollen Krankenhausaufenthalte vermieden oder verkürzt werden. Patientinnen und Patienten, die nach einer akuten Erkrankung noch nicht vollständig rehabilitiert sind, können in der Tagesklinik weiter behandelt werden, ohne dass eine stationäre Pflege erforderlich ist.

Vorträge und Führungen in der Tagesklinik

Beim Tag der offenen Tür in der Tagesklinik erklären Expertinnen und Experten zwischen 9:00 und 10:00 Uhr in Vorträgen, welche Voraussetzungen für eine Behandlung erfüllt sein sollten und wie der Therapiealltag aussieht. Anschließend haben die Besucherinnen und Besucher bis 11:00 Uhr Gelegenheit, bei Führungen die Räume der Tagesklinik kennenzulernen.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter Tel. 0931/201-75010 oder E-Mail: Combee_E@ ukw.de wichtig.

Die kostenlose Veranstaltung in der Tagesklinik ist Teil der Seniorenwochen, die das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg in Kooperation mit dem Landratsamt, der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und den Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg veranstaltet.

Text: Pressestelle / UKW
 

Im Hintergrund das Gebäude Zentrum für Altersmedizin. Im Vordergrund großes Schild mit der Bezeichnung für das ZAM.
Das Zentrum für Altersmedizin des Uniklinikums Würzburg stellt am 5. Mai dieses Jahres bei einem Tag der offenen Tür seine Tagesklinik vor. © Stefan Dreising / UKW

Aus Erfahrung wird Fortschritt: Betroffene verbessern die Krebsforschung in Bayern
PEP-Mitglieder die in einem Treppenhaus sich auf verschiedenen Stufen stehen.
Copyright: TUM Klinikum München/Kathrin Czoppelt

Erlangen, 22.04.2026 Seit zwei Jahren geben Patientinnen, Patienten und Angehörige der Krebsforschung in Bayern eine starke Stimme: Im Patienten-Experten-Pool (PEP) des BZKF bringen sie ihre Erfahrungen ein, damit Forschung und Versorgung konsequent an den Bedürfnissen der Betroffenen ausgerichtet werden.

Der Patienten-Experten-Pool (PEP) des BZKF wächst kontinuierlich und vereint inzwischen mehr als 90 engagierte Mitglieder. Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Geschlechter und Hintergründe bringen ihre Erfahrungen ein und tragen dazu bei, dass vielfältige Perspektiven systematisch in Forschung und Kommunikation des BZKF einfließen. Neu ist seit 2026: Der Austausch zwischen Forschenden und PEP-Mitgliedern beginnt bereits in der frühen Phase der Antragstellung – noch bevor Projekte starten. So wird die Sicht der Betroffenen von Anfang an berücksichtigt, Rückfragen können direkt geklärt und Impulse unmittelbar in die Projektplanung integriert werden. Der persönliche Dialog wird von beiden Seiten als konstruktiv und gewinnbringend erlebt:

„Das Gespräch mit dem PEP-Mitglied hat meine Forschung und den dazugehörenden Förderantrag sehr unterstützt und mir bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Die Anmerkungen konnte ich gezielt in die Ausarbeitung einfließen lassen und so insbesondere die Umsetzung meiner Forschungsidee weiter präzisieren und verbessern“, bestätigt PD Dr. Maike Buchner, Forscherin und Antragstellerin vom TUM Klinikum München.

Auch aus Sicht der PEP-Mitglieder zeigt sich der Nutzen der Beratung deutlich: „Ich habe das Gefühl, dass ich mich hier wirklich aktiv einbringen kann – meine Erfahrungen fließen direkt in die Forschung ein. So kann ich dazu beitragen, sie zu verbessern und am Ende anderen Patientinnen und Patienten ganz konkret helfen“, so Beate Janusch, Patientin und Mitglied des PEP.

Zur fachlichen Weiterbildung bietet das BZKF den Mitgliedern des Patienten-Experten-Pools (PEP) regelmäßig Online- und Präsenztreffen an. Dort erhalten sie Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, können ihr Wissen gezielt erweitern und sich aktiv mit Forschenden austauschen. Gleichzeitig stärkt dieser kontinuierliche Dialog die Vernetzung innerhalb des Pools und motiviert dazu, die eigene Perspektive noch wirkungsvoller in Forschung und Versorgung einzubringen. Der Patienten-Experten-Pool (PEP) verdeutlicht, wie die strukturierte Einbindung von Betroffenen dazu beitragen kann, Krebsforschung und -versorgung konsequent an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten auszurichten.

Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF) 

Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) verfolgt das Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern, ganz unabhängig von ihrem Wohnort, Zugang zu bestmöglichen und innovativen Therapien zu ermöglichen. Mit dem Zusammenschluss der sechs bayerischen Universitätsklinika und Universitäten in Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten in München, Regensburg und Würzburg wird nicht nur die Krebsforschung gefördert, sondern auch Kompetenzen und Wissen zu den Themen Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen gebündelt und zugleich Betroffenen eine flächendeckende und interdisziplinäre Versorgung angeboten. Das BürgerTelefonKrebs des BZKF bietet unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 85 100 80 eine unkomplizierte Möglichkeit, sich individuell zu allen Fragen bezüglich einer Krebserkrankung beraten zu lassen. Weitere Infos: www.bzkf.de 

 

Pressemitteilung des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) vom 22.04.2026

 

PEP-Mitglieder die in einem Treppenhaus sich auf verschiedenen Stufen stehen.
Copyright: TUM Klinikum München/Kathrin Czoppelt

Drei neue Notärzte für die Luftrettung: Verstärkung für Christoph 18

Mit den drei neu qualifizierten Notärzten trägt das Universitätsklinikum Würzburg weiter zur Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung in Unterfranken bei.

Von links: Dr. Christopher Lorenz, Dr. Michael Schultheiß und Dr. Katharina Schäfer während der ADAC-HEMS Academy im Rahmen der Ausbildung zum Notarzt in der Luftrettung. Ein besonderes Highlight: der voll ausgestattete Simulations-Rettungshubschrauber, der realitätsnahes Training auf höchstem Niveau ermöglicht. Foto: ADAC
Von links: Dr. Christopher Lorenz, Dr. Michael Schultheiß und Dr. Katharina Schäfer während der ADAC-HEMS Academy im Rahmen der Ausbildung zum Notarzt in der Luftrettung. Ein besonderes Highlight: der voll ausgestattete Simulations-Rettungshubschrauber, der realitätsnahes Training auf höchstem Niveau ermöglicht. Foto: ADAC

Würzburg. Wenn jede Minute zählt, braucht es Teams, die unter höchstem Druck präzise Entscheidungen treffen – medizinisch wie organisatorisch. Die erfolgreiche Qualifikation von Dr. Katharina Schäfer, Dr. Christopher Lorenz und Dr. Michael Schultheiß aus der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie unterstreicht die hohe Expertise des Universitätsklinikums Würzburg in der präklinischen Notfallversorgung.

Anspruchsvolle Auswahl – gezielte Ausbildung

Der Weg in die Luftrettung ist anspruchsvoll. Neben der erforderlichen Facharztanerkennung für Anästhesiologie müssen Bewerberinnen und Bewerber umfangreiche Erfahrung in der Versorgung von Schwerverletzten und kritisch kranken Patienten mitbringen – einschließlich Expertise in der Kinderanästhesie. Doch fachliche Qualifikation allein reicht nicht aus: Gefordert sind ebenso ausgeprägte nicht-technische Fähigkeiten wie Teamführung, Entscheidungsstärke und Kommunikation unter Stress.

Das Auswahlverfahren ist entsprechend komplex und umfasst ein strukturiertes Assessment. Darauf aufbauend folgt eine spezialisierte Ausbildung, unter anderem an der ADAC HEMS-Academy in Oberpfaffenhofen sowie mehreren Einsatztagen in der Luftrettung unter Supervision erfahrener Kollegen. „Die Kombination aus medizinischer Exzellenz, fliegerischem Umfeld und Teamarbeit stellt höchste Anforderungen an unsere Notärztinnen und Notärzte – genau darauf bereiten wir sie gezielt vor“, betont Dr. Daniel Werner, Regionalleiter Süd der ADAC Luftrettung.

Christoph 18 – Hochleistung in der Notfallmedizin

Der Rettungshubschrauber Christoph 18 gehört zu den einsatzstärksten Luftrettungsmitteln in Deutschland. Betrieben durch den ADAC, versorgt er ein großes Einzugsgebiet in Unterfranken und darüber hinaus. Ein hoher Anteil der Einsätze betrifft Schwerverletzte und kritisch erkrankte Patientinnen und Patienten. Ein Großteil dieser Patienten wird im Universitätsklinikum Würzburg als überregionales Traumazentrum weiterbehandelt – ein Beispiel für die enge Verzahnung von Präklinik und Klinik. Die notärztliche Besetzung erfolgt gemeinsam durch die Abteilung der Anästhesiologie der Main-Klinik Ochsenfurt und die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Würzburg. Die ärztliche Leitung der Luftrettungsstation Christoph 18 liegt bei Dr. Jan Hentschel (Main-Klinik Ochsenfurt), die stellvertretende Leitung bei PD Dr. Maximilian Kippnich (Universitätsklinikum Würzburg).

Notfallmedizin als Kernkompetenz

Die Ausbildung und kontinuierliche Weiterentwicklung notfallmedizinischer Kompetenzen ist ein zentraler Bestandteil der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Die enge Verbindung von klinischer Spitzenmedizin, Simulation und präklinischer Erfahrung bildet die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung – am Boden wie in der Luft. „Notfallmedizin gehört zum Selbstverständnis der Anästhesiologie – fachlich wie strukturell“, erklärt Prof. Dr. Patrick Meybohm, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Würzburg.

Mit den drei neu qualifizierten Notärzten trägt das Universitätsklinikum Würzburg weiter zur Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung in Unterfranken bei: Exzellente Ausbildung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und höchste medizinische Standards sichern die Versorgung von Patientinnen und Patienten auch unter extremen Bedingungen. 

Von links: Dr. Christopher Lorenz, Dr. Michael Schultheiß und Dr. Katharina Schäfer während der ADAC-HEMS Academy im Rahmen der Ausbildung zum Notarzt in der Luftrettung. Ein besonderes Highlight: der voll ausgestattete Simulations-Rettungshubschrauber, der realitätsnahes Training auf höchstem Niveau ermöglicht. Foto: ADAC
Von links: Dr. Christopher Lorenz, Dr. Michael Schultheiß und Dr. Katharina Schäfer während der ADAC-HEMS Academy im Rahmen der Ausbildung zum Notarzt in der Luftrettung. Ein besonderes Highlight: der voll ausgestattete Simulations-Rettungshubschrauber, der realitätsnahes Training auf höchstem Niveau ermöglicht. Foto: ADAC

Medizin der Zukunft: CAR-T-Zelltherapie auf der MS Wissenschaft

Forschende aus Würzburg und Leipzig steuern ein interaktives Exponat zum Ausstellungsschiff MS Wissenschaft bei. Damit rücken sie eine innovative Immuntherapie gegen Krebs in den Mittelpunkt.

 

Das Boot mit schwarzem Rumpf fährt auf einem Fluss durch eine grüne Landschaft
Am 7. Mai 2026 startet die MS Wissenschaft ihre neue Tour zum Thema "Medizin der Zukunft". Mit dabei ist ein Würzburg-Leipziger Exponat. (Bild: Gabriel Kienast / Wissenschaft im Dialog / CC BY-SA 4.0)

Auf der MS Wissenschaft dreht sich im Jahr 2026 alles um die Frage, wie Personalisierung, Prävention und neue Technologien die Medizin der Zukunft prägen. Das Schiff startet seine Tour am 7. Mai in Berlin. In Würzburg legt es vom 8. bis 11. September 2026 am Viehmarktplatz an.

Wie Therapien mit CAR-T-Zellen funktionieren

Zu den innovativen medizinischen Ansätzen, die auf dem Schiff gezeigt werden, gehören auch Immuntherapien gegen Krebs:

„Mit unserem Exponat wollen wir den Besucherinnen und Besuchern die Funktionsweise der CAR-T-Zelltherapie anschaulich vermitteln“, erklärt Professor Michael Hudecek. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Zelluläre Immuntherapie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Leiter der Außenstelle Würzburg des Leipziger Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie.

Bei der CAR-T-Zelltherapie werden körpereigene Immunzellen so verändert, dass sie Krebszellen erkennen und gezielt bekämpfen – ein Beispiel für die innovativen Behandlungsmethoden, die am Würzburger Uniklinikum entwickelt werden.

Innovative Therapie wird in einem Spiel greifbar

Das Exponat ist eines von rund 30 Ausstellungsstücken auf dem Schiff. Auf einem großen Touchtable können die Ausstellungsgäste in einem Drag-and-Drop-Spiel eigene CAR-T-Zellen zusammenbauen. Mit dem passenden Rezeptor, dem CAR, können sie Immunzellen eine „Superkraft“ verleihen, um Krebszellen gezielt zu zerstören.

„Wir wollen damit eine komplexe und zugleich vielversprechende Krebstherapie verständlich machen und das Bewusstsein für ihre Chancen und Grenzen in der Öffentlichkeit stärken“, sagt Michael Hudecek. Sein Lehrstuhl hat das Spiel gemeinsam mit der Games Engineering Group des Lehrstuhls für Human-Computer Interaction der Uni Würzburg unter der Leitung von Professor Sebastian von Mammen konzipiert.

UKW-Vorstand: Innovative Diagnostik und Therapie

„Mit unserer Forschung prägen wir die Medizin der Zukunft – von innovativen Diagnostikverfahren bis hin zu neuartigen, personalisierten Therapieansätzen. Wir freuen uns, auf der MS Wissenschaft einen offenen Austausch darüber anstoßen zu können“, sagt Professor Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW.

JMU-Präsident: Dialog mit der Gesellschaft stärken

Auch die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) nimmt das Wissenschaftsjahr zur „Medizin der Zukunft“ als Anlass, ihre Kompetenzen in Forschung und Lehre herauszustellen: „Die Beteiligung am Wissenschaftsjahr ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses, wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden und den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu stärken“, betont JMU-Präsident Paul Pauli.

Förderer: Das Würzburg-Leipziger Exponat für die MS Wissenschaft wird unterstützt vom Comprehensive Cancer Center Allianz WERA (CCC WERA), dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) WERA, der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp, PlasmidFactory GmbH, Miltenyi Biotec und Johnson & Johnson.

Die MS Wissenschaft

Die 2026er-Route der MS Wissenschaft führt das 100 Meter lange Binnenfrachtschiff von Berlin zunächst nach Polen, anschließend durch Deutschland und Österreich. Insgesamt läuft das Schiff rund 35 Städte an. Der Eintritt ist frei.

Jedes Jahr besuchen etwa 100.000 Menschen die Ausstellung, darunter viele Schulklassen und Familien. Die MS Wissenschaft wird realisiert von der Wissenschaft im Dialog gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Das Wissenschaftsjahr 2026

Die Tour des Schiffes findet im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2026 statt, das unter dem Motto „Medizin der Zukunft“ steht. Die Wissenschaftsjahre des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt bringen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch – über bundesweite Ausstellungen, Schulprojekte, Bürgerdialoge und Events.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 21. April 2026

Das Boot mit schwarzem Rumpf fährt auf einem Fluss durch eine grüne Landschaft
Am 7. Mai 2026 startet die MS Wissenschaft ihre neue Tour zum Thema "Medizin der Zukunft". Mit dabei ist ein Würzburg-Leipziger Exponat. (Bild: Gabriel Kienast / Wissenschaft im Dialog / CC BY-SA 4.0)