Aktuelle Pressemitteilungen

15.555,55 Euro für die Würzburger Universitäts-Kinderchirurgie

Elferräte überreichten einen symbolischen Spendenscheck an Prof. Dr. Thomas Meyer.

Bei der Scheckübergabe: Prof. Thomas Meyer (Mitte) mit Georg Göbel, 1. Gesellschaftspräsident der KaGe Elferrat Würzburg (links), und Jochen Schönleber, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mainfranken Würzburg.
Bei der Scheckübergabe: Prof. Thomas Meyer (Mitte) mit Georg Göbel, 1. Gesellschaftspräsident der KaGe Elferrat Würzburg (links), und Jochen Schönleber, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mainfranken Würzburg. © Phil Ruthmann

Würzburg. Beim Eröffnungstag des Brückenfests der KaGe Elferrat Würzburg am 27. Juni 2024 überreichten die Elferräte einen symbolischen Spendenscheck über 15.555,55 Euro an Prof. Dr. Thomas Meyer, den Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendchirurgie – Kinderurologie und Kindertraumatologie des Uniklinikums Würzburg. 

Zusammengekommen war die Summe bei einer Benefiz-Radtour: Anlässlich des 70. Geburtstags von Burkard Pfrenzinger, des Ehren-Sitzungspräsidenten der KaGe Elferrat Würzburg, radelten zwölf Elferräte in diesem Frühjahr über die Alpen zum Gardasee. Pfrenzinger selbst nahm an der Tour mit einem Traktor aus dem Jahr 1959 teil. Laut Georg Göbel, 1. Gesellschaftspräsident der 1. Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg e.V., honorierten 49 Sponsoren die bei der Tour geleisteten Höhenmeter mit großzügigen Spenden. 

Prof. Meyer bedankte sich herzlich für die zur Verfügung gestellten Mittel. Er kündigte an, dass das Geld zur weiteren Ausgestaltung der kinderchirurgischen Station im Zentrum für Operative Medizin des UKW eingesetzt werden soll. „Unter anderem werden wir damit eine neue Ausstattung für unsere Dachterrasse anschaffen. Da sich diese im Anflugweg zum Hubschrauberlandeplatz des Klinikums befindet, müssen die Outdoor-Möbel von vergleichsweise schwerer und damit leider auch teurer Qualität sein“, schildert Meyer. Darüber hinaus soll mit der Spende auch das Spielzimmer der Station umgestaltet werden.

Text: Pressestelle / UKW

Bei der Scheckübergabe: Prof. Thomas Meyer (Mitte) mit Georg Göbel, 1. Gesellschaftspräsident der KaGe Elferrat Würzburg (links), und Jochen Schönleber, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mainfranken Würzburg.
Bei der Scheckübergabe: Prof. Thomas Meyer (Mitte) mit Georg Göbel, 1. Gesellschaftspräsident der KaGe Elferrat Würzburg (links), und Jochen Schönleber, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mainfranken Würzburg. © Phil Ruthmann

Brustkrebspatientinnen für Studie zu therapeutischem Fasten gesucht

Kann therapeutisches Fasten helfen, behandlungsbedingte Gelenkschmerzen bei Brustkrebspatientinnen zu lindern? Dieser Frage geht eine vom Uniklinikum Würzburg geleitete Studie nach, für die jetzt noch weitere Teilnehmerinnen gesucht werden.

Die Studie FREE-AI untersucht, ob mit therapeutischem Fasten behandlungsbedingte Gelenkschmerzen bei Brustkrebspatientinnen gelindert werden können.
Die Studie FREE-AI untersucht, ob mit therapeutischem Fasten behandlungsbedingte Gelenkschmerzen bei Brustkrebspatientinnen gelindert werden können. ©Pixabay

Würzburg. Patientinnen, die nach einer Brustkrebserkrankung eine endokrine Behandlung mit Aromatasehemmern erhalten, berichten häufig über therapiebedingte Beschwerden, wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Möglicherweise lassen sich gerade die Gelenkschmerzen durch therapeutisches Fasten lindern. Das will die derzeit laufende Studie FREE-AI untersuchen, für die bis Herbst 2024 weitere Teilnehmerinnen gesucht werden. 
Durchgeführt wird das Projekt von dem am Uniklinikum Würzburg angesiedelten Comprehensive Cancer Center Mainfranken (CCC MF) in Kooperation mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart sowie der Charité Berlin. 

Ernährung als Säule der Therapie?

Privatdozentin Dr. Claudia Löffler vom CCC MF unterstreicht: „Ernährung kann wie ein Medikament wirken. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit Ernährungsinterventionen, die auf die jeweilige Situation der Patientinnen und Patienten zugeschnitten sind, anhaltende Erfolge erzielen können.“ Ob dies für das Fasten zutrifft, soll in der Free-AI Studie untersucht werden.

Fastenintervention und Ernährungsberatung

Bei der Studie sind die Patientinnen eingeladen, über sieben Tage an einer online begleiteten Fastenintervention teilzunehmen. Sie werden vorab ausführlich in das Fasten eingewiesen und durchlaufen eine Eingangsuntersuchung. Nach der Intervention erhalten sie eine individuelle Ernährungsberatung, die die Effekte des vorangegangenen Fastens langfristig unterstützen soll. Ansatzpunkte sind hier vor allem die Lebensmittelauswahl und die Essgewohnheiten.

Teilnahmevoraussetzungen

An der Studie teilnehmen können Frauen ab 18 Jahren, die an einem hormonrezeptorpositiven Mammakarzinom erkrankt sind. Sie sollten seit mindestens drei Monaten eine adjuvante Therapie mit Aromatasehemmern erhalten und seit der Behandlung an Gelenkbeschwerden leiden.
Interessierte kontaktieren das Studienteam am CCC MF unter Tel. 0931-20135350 oder E-Mail: koi-studien_ccc@ ukw.de, Betreff „Free-AI-Studie“.

Text: Pressestelle / UKW
 

Die Studie FREE-AI untersucht, ob mit therapeutischem Fasten behandlungsbedingte Gelenkschmerzen bei Brustkrebspatientinnen gelindert werden können.
Die Studie FREE-AI untersucht, ob mit therapeutischem Fasten behandlungsbedingte Gelenkschmerzen bei Brustkrebspatientinnen gelindert werden können. ©Pixabay

Tiefer Einblick in die räumliche Biologie von Tumoren und entzündetem Gewebe

Die Elterninitiative Regenbogen für leukämie- und krebskranke Kinder Würzburg e.V. unterstützt mit 645.000 Euro die Finanzierung und den Betrieb von MACSima - ein extrem Innovatives, leistungsstarkes und vollautomatisches Instrument, das detaillierte Daten über die Expressionsniveaus hunderter Proteinmarker und mRNA innerhalb von Gewebeschnitten, Zellkulturen oder Einzelzellen liefert.

Mitarbeitende vom Uniklinikum und Miltenyi Biotec sowie Monika Demmich von der Elterniniative stehen hinter dem Mikroskop MACSima
Gruppenbild mit MACSima am Uniklinikum Würzburg; v.l.n.r.: Monika Demmich von der Elterninitiative Regenbogen, Ingenieur Arne Gies von Miltenyi Biotec, Arbeitsgruppenleiter Dr. Ignazio Caruana, Biologe Dr. Wolfgang Bywalez von Miltenyi Biotec, Doktorandin Dorothee Haas, Postdoc Dr. Stefan Ebert und Prof. Dr. Paul-Gerhardt Schlegel, Leiter der Pädiatrischen Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation. © Kirstin Linkamp / UKW

Würzburg. Aus kleinsten und limitierten Gewebeproben das Maximum herauszuholen, war ein lang gehegter Traum des Kinderonkologischen Zentrums am Universitätsklinikum Würzburg (UKW). Mit der Finanzierung von MACSima erfüllte die Elterninitiative Regenbogen für leukämie- und krebskranke Kinder e.V. nun diesen Wunsch. MACSima ist eine preisgekrönte Technologie des deutschen Biotechnologieunternehmens Miltenyi Biotec, mit der die Forscherinnen und Forscher am UKW nun tief in die räumliche Biologie von Tumoren, aber auch anderen entzündlichen Erkrankungen eintauchen können, um die komplexen Interaktionen zwischen den Zellen besser zu verstehen und so Krankheiten gezielter zu behandeln. 

Hunderte verschiedener Oberflächenmarker und die Dynamik im Gewebe qualitativ und quantitativ darstellen

„Bis vor kurzem mussten wir Antikörper nacheinander auf sequentiellen Schnitten anfärben. Mit der neuen Plattform können wir sehr viele Parameter an einem Schnitt und mit voller Automation messen und erhalten ein umfassendes Bild des Gewebeschnitts“, schwärmt Dr. Ignazio Caruana. Der Arbeitsgruppenleiter beschäftigt sich mit seiner Arbeitsgruppe am UKW intensiv mit der Entwicklung innovativer, verträglicher und effizienterer immuntherapeutischer Ansätze für die Behandlung von Kindern mit refraktären Tumorerkrankungen, also Krebsarten, die auf Standardtherapien nicht ansprechen oder nach anfänglicher Besserung wieder wachsen. Prof. Dr. Paul-Gerhardt Schlegel, Leiter der Pädiatrischen Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation, ergänzt: „Mit diesem extrem leistungsfähigen und vollautomatisierten Instrument können wir die Expression von Hunderten verschiedener Oberflächenmarker detailliert darstellen, verschiedene Faktoren gleichzeitig analysieren und die Dynamik im Gewebe zusammenfassen, zum Beispiel wie Tumorzellen mit dem Immunsystem und dem Bindegewebe interagieren. Das Tolle ist, dass wir für diese komplexe Gewebeanalyse nur sehr wenig Material benötigen und die Probe wiederverwenden können - ein wichtiger Aspekt gerade in der pädiatrischen Onkologie, wo das Ausgangsmaterial oft sehr begrenzt ist.“

Ohne Forschung keine Heilung, lautet ein Grundsatz der Elterninitiative Regenbogen für leukämie- und krebskranke Kinder e.V. „Und da wir gerade eine sehr große Erbschaft erhalten haben, konnten und wollten wir gerne in MACSima investieren, und wie ich sehe und höre, ist es eine gute Investition“, freut sich Monika Demmich. Die stellvertretende Vorsitzende der Elterninitiative ließ sich bei ihrem jüngsten Besuch in der Kinderklinik von der Faszination des Teams für die neue, hochsensible Plattform geradezu anstecken. 

Entscheidende Einblicke in Krankheitsmechanismen und mögliche Therapieansätze 

MACSima ist ein Fluoreszenzmikroskop, das Zellen anhand ihrer Oberflächenstrukturen und intrazellulären Strukturen basierend auf Antikörpern oder Proben analysiert. Dr. Wolfgang Bywalez, Biologe und Vertriebsmitarbeiter bei Miltenyi Biotec, erklärt: „Normalerweise gibt es nicht so viele Farbstoffe oder Detektionskanäle, um so viele Parameter an einer Probe und in einem Setup zu messen. MACSima verwendet hier ein zyklisches Verfahren von Färbung und Aufnahme weniger Antikörper und nutzt anschließend ein Fluoreszenz-Löschverfahren, wonach weitere, neue Marker aufs Gewebe aufgebracht und abgebildet werden können. Anschließend setzt die MACSima Plattform die verschiedenen Bilder zu einem Gesamtbild zusammen.“ Es erfordere viel Übung, die Daten zu validieren und zu verstehen. Aber am Ende erhalte man ein sehr komplexes Bild der Erkrankung, Hinweise auf die Mechanismen der Tumorresistenz und Vorhersagen über die Wirkung einer zielgerichteten Therapie auf das Gewebe. 
„Wir können zum Beispiel überprüfen, wie hoch die Expression des Zielmarkers, den die CAR-T-Zellen erkennen sollen, im Tumorgewebe ist. Oder wir können in einem Modell CAR-T Zellen zu den Tumorzellen diffundieren lassen und sehen, wie diese Zellen in vitro miteinander reagieren“, sagt Paul-Gerhardt Schlegel.

Auch für andere Forschungsgruppen interessant

MACSima ist die erste Plattform dieser Art in Würzburg und die Nachfrage ist groß. So konnten dank ihr bereits im Bereich Pädiatrische Entzündungsmedizin Projekte zur Identifizierung pathogener T-Zellen im Gewebe von Patientinnen und Patienten mit Autoimmunerkrankungen und chronischen Infektionserkrankungen erfolgreich durchgeführt wurden. Ignazio Caruana: „Bis jetzt sind uns bei den Fragen keine Grenzen gesetzt.“

Über die Elterninitiative Regenbogen
Die Elterninitiative Regenbogen für leukämie- und tumorkranke Kinder Würzburg e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und dem Dachverband „Deutsche Leukämie-Forschungshilfe Aktion für krebskranke Kinder e.V., Bonn“ angeschlossen. Die Elterninitiative unterstützt den oft schwierigen Weg der Patientinnen und Patienten und ihren Familien, mit ehrenamtlicher Arbeit und vielfältig und breitgefächert eingesetzten Spenden. So stellt sie zum Beispiel kostenfrei Elternwohnungen in Kliniknähe zur Verfügung, fördert die ambulante Versorgung psychosoziale Betreuung der ganzen Familie während und nach der Therapie, begleitet verwaiste Eltern und Geschwister und unterstützt Forschungsprojekte. Jede Spende ist willkommen! Spendenkonten: LIGA Spar- und Kreditgenossenschaft eG Würzburg (IBAN: DE90 7509 0300 0003 0020 12, BIC: GENODEF1M05) und Sparkasse Schweinfurt-Hassberge (IBAN: DE57 7935 0101 0570 0150 16, BIC: BYLADEM1KSW).


Text. Kirstin Linkamp / UKW 
 

Personalia vom 2. Juli 2024 +++ Wir gratulieren!

Hier lesen Sie Neuigkeiten aus dem Bereich Personal: Neueinstellungen, Dienstjubiläen, Erteilung von Lehrbefugnissen und mehr.

Dr. Uta Eberlein, Akademische Rätin, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, wurde mit Wirkung vom 18.06.2024 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Medizinische Physik“ erteilt.

Dr. Johannes Forster, Bereichsleitung Klinische Mikrobiologie, Institut für Hygiene und Mikrobiologie, wurde mit Wirkung vom 18.06.2024 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie“ erteilt.

Dr. Till Meyer, Funktionsoberarzt, Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen, wurde mit Wirkung vom 18.06.2024 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde“ erteilt.

Dr. Kerstin Michalski, Oberärztin, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, wurde mit Wirkung vom 18.06.2024 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Nuklearmedizin“ erteilt.

Dr. Ann-Kristin Reinhold, Funktionsoberärztin, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, wurde mit Wirkung vom 18.06.2024 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Anästhesiologie“ erteilt.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 2. Juli 2024

klinikum & wir erschienen: Welche Rolle spielt KI am Uniklinikum Würzburg?

Am Uniklinikum Würzburg wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in vielen Projekten vorangetrieben. Das Top-Thema des soeben erschienenen Magazins klinikum & wir gibt hierzu einen Überblick.

 

Die Titelseite des Magazins klinikum & wir weist auf das Top-Thema zur Künstlichen Intelligenz hin.
Die Titelseite des Magazins klinikum & wir weist auf das Top-Thema zur Künstlichen Intelligenz hin. © UKW

Würzburg. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) hat das Potenzial, die Medizin zu revolutionieren. Auch das Uniklinikum Würzburg (UKW) beteiligt sich mit zahlreichen Projekten am Ausloten und Erschließen der durch die Zukunftstechnologie gebotenen, neuen Möglichkeiten. klinikum & wir, das Magazin der Würzburger Universitätsmedizin, liefert im Top-Thema seiner gerade erschienenen Ausgabe 2/2024 einen Überblick über einige aktuelle Anwendungsfelder.

Außerdem blickt die 40-seitige Publikation auf die wichtigsten Forschungsergebnisse, Auszeichnungen, Personalmeldungen, Veranstaltungen und sonstigen Ereignisse des letzten Quartals am UKW zurück.

Neben den gedruckten Exemplaren, die an vielen öffentlich zugänglichen Stellen am Klinikum zum Mitnehmen ausliegen, gibt es klinikum & wir auch als Webmagazin unter www.ukw.de/medien-kontakt/presse/magazine

Text: Pressestelle / UKW
 

Die Titelseite des Magazins klinikum & wir weist auf das Top-Thema zur Künstlichen Intelligenz hin.
Die Titelseite des Magazins klinikum & wir weist auf das Top-Thema zur Künstlichen Intelligenz hin. © UKW

Post-COVID: Schnell und gezielt versorgt in Unterfranken

Forschungsprojekt POSCOR soll die koordinierte Zusammenarbeit von hausärztlichen Praxen und Rehabilitationskliniken fördern, indem ab sofort ein telemedizinischer Versorgungspfad bereitgestellt und evaluiert wird.

Screenshot der Webseite
Über die Webseite www.poscor.de sowie die gleichnamige App erhalten Patientinnen und Patienten mit dem Post-COVID-Syndrom ab sofort Zugang zu gezielten telemedizinischen Maßnahmen und einer interaktiven Informations- und Lernplattform.

Würzburg. Jede zehnte Person, die an COVID-19 erkrankt war, leidet aktuellen Studien zufolge länger als drei Monate unter den Folgen der Corona-Infektion. Die Symptome des Post-COVID-Syndroms können sehr unterschiedlich sein und für die Betroffenen lange Leidenswege bedeuten. Diese möchte die Arbeitsgruppe Rehabilitationswissenschaften im Zentrum für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) mit dem Forschungsprojekt POSCOR in Zukunft verkürzen. Die telemedizinischen Versorgungspfade stehen ab sofort den Betroffenen in Unterfranken zur Verfügung. 

Multimediales Informationsangebot und schnellerer Zugang zu Reha-Maßnahmen

Über die Webseite www.poscor.de sowie die gleichnamige App erhalten Patientinnen und Patienten mit dem Post-COVID-Syndrom Zugang zu gezielten telemedizinischen Maßnahmen und einer interaktiven Informations- und Lernplattform. Ziel ist es, die persönliche Gesundheitskompetenz und das behandlungsbezogene Selbstmanagement zu stärken. „Die oftmals fehlende Behandlungskontinuität kann darüber hinaus durch die lösungsorientierte Verzahnung von Kompetenzvermittlung und Versorgung verbessert werden“, sagt Dr. Sarah Niedermeier, die gemeinsam mit Prof. Dr. Heiner Vogel das Projekt leitet. 

Darüber hinaus soll durch eine Förderung der koordinierten Zusammenarbeit von Hausärztinnen und Hausärzten sowie insgesamt vier spezialisierten Reha-Kliniken mit unterschiedlichen Schwerpunkten die Wartezeit auf die passende Reha-Maßnahme deutlich verkürzt und ihre Versorgung optimiert werden. 

Förderinitiative Post-COVID-Syndrom 2.0

Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert POSCOR mit insgesamt 621.277,93 Euro im Rahmen der "Förderinitiative Post-COVID-Syndrom 2.0". Seit der Bewilligung im Oktober 2023 arbeitete die Arbeitsgruppe zusammen mit interdisziplinären Kompetenzpartnern aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Versorgung intensiv daran, die Strukturen für POSCOR zu ebnen und damit die verschiedenen Behandlungsbausteine zu verknüpfen. 

"Unser Ziel ist es, die persönliche Lebensqualität der Menschen mit Post-COVID-Syndrom zu verbessern und ihnen schnelle und gezielte Lösungswege zu ebnen. Mit POSCOR möchten wir dazu beitragen, lange Leidenswege in Zukunft zu vermieden und die Versorgung der Erkrankten durch unser Angebot und dessen Evaluation nachhaltig zu optimieren,“ fasst der Würzburger Rehabilitationswissenschaftler Prof. Dr. Heiner Vogel zusammen. 

Link zur Pressemitteilung vom 4.10.2023 zur Übergabe des symbolischen Förderschecks im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Kontakt:

Professor Dr. Heiner Vogel, Dr. Sarah Niedermeier
Universitätsklinikum Würzburg 
poscor@ukw.de  
 

Tag der Intensivmedizin: Aromapflege als innovative Behandlungsmethode im Fokus

Der Tag der Intensivmedizin fand am 17. Juni in ganz Deutschland statt. Das UKW rückte die Aromapflege als eine vielversprechende und innovative Behandlungsmethode in den Mittelpunkt: Die Verwendung von ätherischen Ölen zur Linderung von Symptomen und zur Förderung des Wohlbefindens gewinnt in der intensivmedizinischen Versorgung zunehmend an Bedeutung.

Von links: Nicole Schumacher, Annie Stenzel, Silke Barsch; Bild: Hans-Georg Barsch

Würzburg. Auch die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie beteiligte sich am diesjährigen Aktionstag. Angehörige und Interessierte hatten die Möglichkeit sich von Aromapflegeexpertinnen und Aromapflegeexperten der Intensivstation über den Einsatz von ätherischen Ölen und Aromapflegeprodukten in der Intensivpflege zu informieren.

Die Aromapflege, die auf allen Intensiv- und Intermediate Care Stationen am UKW angeboten wird, hat sich als wirksame Ergänzung zu herkömmlichen medizinischen Ansätzen erwiesen, insbesondere bei der Behandlung von Stress, Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Schmerzen. Durch die gezielte Anwendung von ätherischen Ölen können Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation eine ganzheitliche Unterstützung erfahren, die sowohl körperliche als auch seelische Aspekte berücksichtigt.

Annie Stenzel, Intensivpflegerin, betont die positiven Auswirkungen der Aromapflege auf die Genesung von Patientinnen und Patienten: "Die sanften Düfte der ätherischen Öle können nicht nur beruhigend wirken, sondern auch das Immunsystem stärken und die Heilungsprozesse beschleunigen. In Kombination mit traditionellen medizinischen Maßnahmen kann die Aromapflege einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Versorgung von Intensivpatientinnen und Intensivpatienten leisten."

Der Tag der Intensivmedizin dient dazu, das Bewusstsein für die vielfältigen Ansätze und Möglichkeiten in der intensivmedizinischen Versorgung zu schärfen. Die Integration von alternativen Therapiemethoden wie der Aromapflege zeigt, dass Innovation und Patientenwohl im Mittelpunkt stehen.

 

Von links: Nicole Schumacher, Annie Stenzel, Silke Barsch; Bild: Hans-Georg Barsch