Aktuelle Pressemitteilungen

Buchpräsentation am Uniklinikum Würzburg: Chirurgenlexikon mit 2000 Biographien

Der Würzburger Chirurg und Medizinhistoriker Dr. Christoph Weißer hat ein biographisches Kompendium zur Geschichte der Chirurgie verfasst. Am Freitag, den 5. Juli 2019, stellt er es der interessierten Öffentlichkeit im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin des Uniklinikums Würzburg vor.

 

Kürzlich erschien im Springer Verlag Heidelberg ein über 500 Seiten mächtiges Werk mit dem Titel „Chirurgenlexikon. 2000 Persönlichkeiten aus der Geschichte der Chirurgie“. Autor ist Dr. Christoph Weißer, der bis vor drei Jahren Chirurg und Unfallchirurg am Uniklinikum Würzburg (UKW) sowie Lehrbeauftragter für Medizingeschichte an der Würzburger Universität war. In der Publikation stellt er in präzisen Kurzbiographien die Lebensdaten, den Werdegang, das Wirken und die Bedeutung von 2000 Persönlichkeiten dar, die für die Entwicklung der Chirurgie und der benachbarten Fachgebiete von der Antike bis zur Gegenwart eine Rolle spielten. Der Schwerpunkt liegt auf dem deutschsprachigen Raum, aber auch wichtige Personen anderer Sprachgebiete sind berücksichtigt. Entdeckungen, Erfindungen und Ersteingriffe, bedeutende Publikationen sowie weiterführende Literaturangaben ergänzen die Biographien. Zusätzlich listet das Lexikon die Lehrstuhlinhaber auf deutschsprachigen chirurgischen Ordinariaten mit Name und Wirkungszeit chronologisch auf, ebenso die Präsidenten deutschsprachiger chirurgischer Fachgesellschaften.

Am Freitag, den 5. Juli 2019, um 14:00 Uhr präsentiert Dr. Weißer sein Buch der interessierten Öffentlichkeit. Im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin des UKW an der Oberdürrbacher Straße wird er Beispiele aus dem Inhalt geben sowie den Entstehungsprozess des Werks verdeutlichen. Dessen Titelbild zeigt übrigens den historischen Hörsaal der ehemaligen Chirurgischen Klinik des Würzburger Uniklinikums.

 

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Forschungsstark, vielzitiert und international bestens vernetzt

Das „Leiden Ranking 2019“ ist erschienen. Es bekräftigt eindrucksvoll die nationale und internationale Forschungsstärke der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Fast jede zehnte Publikation, die im Zeitraum 2014 bis 2017 unter Beteiligung der Universität Würzburg entstanden ist, gehörte innerhalb ihres Fachgebiets zu den fünf Prozent meistzitierten Veröffentlichungen. Damit erreicht die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) im Leiden-Ranking im deutschlandweiten Vergleich einen hervorragenden vierten Platz und positioniert sich zudem unter den besten 120 Universitäten weltweit.

Betrachtet man die Ergebnisse des Leiden-Rankings für einzelne Fachgebiete, so fällt auf, dass die Universität Würzburg insbesondere in den Lebenswissenschaften herausragend aufgestellt ist: Hier gehört mehr als jede achte Publikationen zu den fünf Prozent meistzitierten Veröffentlichungen – so viel wie an keiner anderen deutschen Universität (Platz 1 in Deutschland, Platz 52 weltweit). Doch auch im Bereich Biomedizin und Gesundheitswissenschaften (Platz 3 in Deutschland, Platz 75 weltweit) sowie Mathematik und Informatik (Platz 9 in Deutschland, Platz 157 weltweit) gehört die JMU in Deutschland hier zur Spitzengruppe.

Internationale Vernetzung: Aufschluss zur Spitzengruppe

Der Anteil an Publikationen, die in Kooperation mit internationalen Forschungseinrichtungen entstanden sind, ist ein weiterer Indikator, der die Forschungsstärke der Universität eindrucksvoll unterstreicht: In den vergangenen Jahren ist an der JMU der Anteil dieser Veröffentlichungen kontinuierlich gestiegen: Von zunächst rund 47 Prozent im ersten Leiden Ranking (2011/12) auf mittlerweile knapp 60 Prozent. Damit positioniert sich die Universität Würzburg in diesem Jahr auch erstmals hinsichtlich der internationalen Ausrichtung ihrer Forschung unter den zehn besten deutschen Universitäten (Platz 8).

So funktioniert das Leiden Ranking

Das Leiden Ranking bestimmt die Forschungsstärke einer Universität ausschließlich anhand bibliometrischer Daten: Für das Ergebnis ausschlaggebend sind mithin die Anzahl der Publikationen sowie die Anzahl der Zitationen, die diese Publikationen erhalten. Umfragen, Studierenden- und Beschäftigtenzahlen, Dritt- und Haushaltsmittel sowie wissenschaftliche Preise und Auszeichnungen finden hingegen keine Berücksichtigung.

Um im Leiden-Ranking berücksichtigt zu werden, muss eine Universität in der Datenbank „Web of Science“ für den Zeitraum 2014 bis 2017 mindestens 1.000 englischsprachige Publikationen in international einschlägigen Fachzeitschriften vorweisen; 2019 erfüllen 963 Universitäten aus 56 Ländern diese Voraussetzung.

Das Leiden Ranking erlaubt dabei nicht nur eine gesonderte Betrachtung einzelner Fachgebiete oder Länder, sondern ermöglicht zudem auch eine Reihung der Universitäten nach unterschiedlichen Kriterien (etwa: Anzahl der Publikationen; Anteil aller Publikationen, die zu den fünf Prozent meistzitierten gehören; Anteil der Publikationen, die in internationaler Kooperation entstanden sind).

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Antibiotika und ihre Systembiologie

Bakterien können schnell gegen Antibiotika resistent werden. Welche Mechanismen sind dafür verantwortlich, was lässt sich dagegen tun? Das erforscht Dr. Ana Rita Brochado, die an der Uni Würzburg eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe aufbaut.

Bakterien besitzen faszinierende Eigenschaften. Sie passen sich ihrer jeweiligen Umgebung hervorragend an, und es gab sie schon lange vor dem Menschen. Ihre Zähigkeit hat dazu geführt, dass sich Bakterien seit drei Milliarden Jahren erfolgreich auf der ganzen Welt verbreitet haben * auch an Orten, an denen Menschen nicht überleben könnten, etwa in den heißesten Quellen und an den kältesten Orten der Erde. Entdeckt wurden sie allerdings erst vor wenigen hundert Jahren. Seit dieser Zeit hat die Forschung die winzigen Wesen immer eingehender unter die Lupe genommen.

Auch der Biotechnik-Ingenieurin Dr. Ana Rita Brochado haben es die Mikroben angetan. Sie richtet am Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) seit Anfang 2019 eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe ein. Ihr Thema:
*Systems Biology of Antibiotics in Gram-negatives.*

Finanziell gefördert wird Dr. Brochado von den Nachwuchsprogrammen des Biozentrums und des Zentrums für Infektionsforschung der JMU sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Deren Emmy-Noether-Programm bietet herausragenden jungen Forschenden die Möglichkeit, eigenverantwortlich Nachwuchsgruppen zu leiten und sich dadurch für eine Professur zu qualifizieren. Die DFG stellt Brochado für ihre Gruppe bis zu 1,82 Millionen Euro zur Verfügung.

Gramnegative Bakterien im Blick

Dr. Brochado interessiert sich für bakterielle Krankheitserreger. *Bakterien sind sehr kleine, aber äußerst zähe Geschöpfe. Sie nutzen komplexe Mechanismen, um mit ihren Umweltbedingungen zurechtzukommen*, sagt die Forscherin. Das kann zu Problemen führen, wenn sie den Menschen infizieren. *Durch Mutationen können Bakterien rasch resistent gegen Antibiotika werden, die dann nicht mehr wirken*, erläutert Ana Rita Brochado. *Die Waffen, mit denen die Medizin bakterielle Infektionen bekämpft, werden schnell stumpf. Neue Strategien sind permanent gefragt.*

Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf den sogenannten gramnegativen Bakterien, die als Infektionserreger besonders schwierig zu bekämpfen sind. Das liegt an ihrer komplexen Hüllstruktur: Zusätzlich zu ihrer Zellwand besitzen sie eine externe Biomembran, die sie sehr widerstandsfähig gegen Antibiotika und andere Einflüsse von außen macht.

Alte Antibiotika wiederbelebt: Vanille gegen Krankheitserreger

Ana Rita Brochado untersucht mit ihrer Gruppe die molekularen Mechanismen der Antibiotikawirkung in einem systembiologischen Ansatz. *Es ist nicht so, dass Bakterien bei Kontakt mit einem Antibiotikum einfach sterben*, erklärt sie, *in diesem Prozess werden zahlreiche Mechanismen in Gang gesetzt. Wir werden verschiedene Verbindungen allein und in Kombination verwenden, um die Komplexität der bakteriellen Reaktion besser zu verstehen.*

Die Wissenschaftlerin hat unter anderem gezeigt, dass verschiedene Bakterien sehr spezifisch auf Antibiotika-Kombinationen reagieren und dass auch Inhaltsstoffe von Lebensmitteln die Aktivität von Antibiotika gegen resistente Bakterien erhöhen können. So konnten beispielsweise bestimmte klinische Isolate von Escherichia coli, die gegen das Antibiotikum Spektinomycin resistent sind, durch eine Kombination des Antibiotikums mit dem Aromastoff Vanillin erfolgreich bekämpft werden (Brochado et al., Nature, 2018). Vanillin ist der Hauptbestandteil des Vanillearomas.

Werdegang der Nachwuchsgruppenleiterin

Ana Rita Brochado hat mehrere Forschungsstationen in Europa absolviert. Ihren Masterabschluss als Biotechnik-Ingenieurin machte sie in ihrem Heimatland Portugal am Instituto Superior Técnico in Lissabon. Sie promovierte 2012 an der Technischen Universität Dänemark in Lyngby mit einer Arbeit über die Modellierung des Hefemetabolismus.

Danach kam sie nach Deutschland. Hier forschte sie bis Ende 2018 als Postdoc in der Gruppe von Dr. Athanasios Typas am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg. In dieser Zeit begann sie, sich für die Wirkungsweise von Antibiotika zu interessieren, und sie entwickelte Hochdurchsatzverfahren, um die Wirkung von Antibiotika-Kombinationen bei Bakterien zu untersuchen.

Vom EMBL wechselte Ana Rita Brochado Anfang 2019 an die JMU Würzburg. Hier baut sie ihre Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Lehrstuhl für Mikrobiologie im Biozentrum auf. Sie will nicht nur mit Lehrstuhlinhaber Professor Thomas Rudel kooperieren, sondern auch mit anderen Gruppen: *Ich interessiere mich vor allem für quantitative Biologie und Infektionsbiologie. Die Würzburger Uni bietet mir dank ihrer gut vernetzten Forschungslandschaft die besten Voraussetzungen, um kombinierte Grundlagenforschung auf diesen Gebieten zu betreiben.*

Aber dabei soll es nicht bleiben. *Wir sind natürlich bestrebt, unsere Erkenntnisse für die Patientenversorgung nutzbar zu machen*, so Brochado. *Es müssen viele Forschungsteams kooperieren, um Forschungsergebnisse aus dem Labor erfolgreich in klinische Studien zu überführen. Dafür sehe ich in Würzburg hervorragende Möglichkeiten.*

Lange Forschungstradition in Würzburg

Mit dieser Einschätzung ist sie nicht alleine. Würzburg besitzt eine lange und erfolgreiche Tradition bei der Erforschung von Bakterien. Bereits um 1880 entdeckte der Mediziner Theodor Escherich in Würzburg ein im menschlichen Darm vorkommendes Bakterium, das nach ihm benannt wurde * Escherichia coli.

Auch heute ist Würzburg in der Bakterienforschung ein überregional herausragender Standort. Das 1993 gegründete Zentrum für Infektionsforschung (ZINF), dem Ana Rita Brochado als Nachwuchsgruppenleiterin angehört, ist die älteste universitäre Einrichtung in Deutschland, die sich interdisziplinär und fakultätsübergreifend der Erforschung von Infektionskrankheiten widmet. Besonderen Stellenwert besitzt auch das 2017 gegründete Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung. Das Tochterinstitut des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums * deutschlandweit die größte Einrichtung für Infektionsforschung * arbeitet und forscht im Rahmen einer strategischen Partnerschaft gemeinsam mit der JMU.

Kontakt

Dr. Ana Rita Brochado, Lehrstuhl für Mikrobiologie, Universität Würzburg, T +49 931 31-88860, anarita.brochado@ uni-wuerzburg.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Universität Sanderring 2, 97070 Würzburg
Pressesprecherin: Dr. Esther Knemeyer Pereira, Tel. (0931) 31-86002
presse@ uni-wuerzburg.de     www.presse.uni-wuerzburg.de

 

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Großer Tag der offenen Tür an den Zentren für Operative und Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg

Am Samstag, den 22. Juni 2019, feiern die Zentren für Operative und Innere Medizin (ZOM | ZIM) des Uniklinikums Würzburg ihre Jubiläen. Bei einem bunten Tag der offenen Tür gibt es Informationen, Gesundheitschecks und Aktionen für die ganze Familie.

Zentrum Innere Medizin und Zentrum Operative Medizin, ZOM, ZIM, Luftbild
Das Doppelzentrum für Operative und Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg spielt eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung Mainfrankens – und darüber hinaus. Bild: Uniklinikum Würzburg

„Die Zentren für Operative und Innere Medizin sind Flaggschiffe der Würzburger Universitätsmedizin. Viele der hier gebotenen medizinischen Leistungen sind für die Gesundheitsversorgung Mainfrankens – und in vielen Fällen weit darüber hinaus – von essentieller Bedeutung“, unterstreicht Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW).

In diesem Jahr feiern die Zentren Jubiläum: Das ZOM gibt es seit 15 Jahren, das ZIM seit zehn. Aus diesem doppelten Anlass lädt der Vorstand des Uniklinikums Würzburg alle Interessierten am Samstag, den 22. Juni 2019, herzlich zu einem erlebnisreichen Tag der offenen Tür ein.

Von 9:00 bis 13:00 Uhr werden in dem weitläufigen Krankenhauskomplex an der Oberdürrbacher Straße in Würzburg dutzende Programmpunkte geboten: Besichtigungen, Vorträge, Vorführungen, begehbares Herz, Aktionen und die beliebten Gesundheitschecks.

Hier einige Beispiele:

  • Die <link medien-kontakt glossar suchwort kardiologie der inneren das sich mit herzerkrankungen und erkrankungen des herz-kreislaufsystems>Kardiologie demonstriert <link medien-kontakt glossar suchwort echokardiographie des>Echokardiographie-Untersuchungen. Wollen Sie Ihr Herz mal schlagen sehen?
  • Die <link medien-kontakt glossar suchwort nuklearmedizin das radioaktive substanzen zur diagnostik und therapie>Nuklearmedizin bietet Schilddrüsenchecks per <link medien-kontakt glossar suchwort sonographie für: bildgebendes auch als oder echographie>Sonographie an. Nicht jeder Kropf ist leicht sichtbar.
  • Die Spezialisten der <link medien-kontakt glossar suchwort hepatologie von der leber und den gallenwegen sowie deren>Hepatologie checken mit <link medien-kontakt glossar suchwort sonographie für: bildgebendes auch als oder echographie>Sonographie und Fibroscan die Leber auf der Suche nach Fettleber und Leberzirrhose.
  • An Simulatoren können die Gäste unter fachkundiger Anleitung Basismaßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung üben.
  • Fingerspitzengefühl und manuelles Geschick sind bei einem virtuellen <link medien-kontakt glossar suchwort minimalinvasiven für die mit kleinstmöglicher verletzung von haut und weichteilen>minimalinvasiven Eingriff mit einem Simulator für die Bauchspiegelung gefragt.
  • Besichtigt werden können unter anderem das Zentrallabor, der Hybrid-OP und die Zentrale Notaufnahme mit neuem Schockraum.
  • Im Hörsaal spult sich ein dichtes Vortragsprogramm ab. Themen sind dabei unter anderem: Moderne <link medien-kontakt glossar suchwort radiologie der sich mit strahlen zu diagnostischen und therapeutischen zwecken>Radiologie, <link medien-kontakt glossar suchwort allogene einem fremden körper>allogene <link medien-kontakt glossar suchwort stammzelltransplantation von blutbildenden>Stammzelltransplantation, Immunonkologie, <link medien-kontakt glossar suchwort fettleber erkrankung der leber mit vermehrter fetteinlagerung ins>Fettleber, Vorsorgekoloskopie, <link medien-kontakt glossar suchwort hypertonie bluthochdruck>Hypertonie und <link medien-kontakt glossar suchwort osteoporose knochenschwund>Osteoporose.
  • Rund 30 Stände verwandeln die Magistrale in einen Informationsmarktplatz und lassen die gewaltige thematische Spannbreite eines Universitätsklinikums erahnen.

    Auch übergreifende Einrichtungen/Themen des UKW sind an den Infoständen vertreten:
    Die Pflege: "Altersgerechtes Krankenhaus"  (mit Alterssimulationsanzug), mit Pflegeberatung und Sozialdienst, mit dem Patientenbesuchsdienst Grüne Damen und Herren und mit der Staatlichen Berufsfachschule für Krankenpflege.
    Die Seelsorge: "Informations- und Gesprächsstand des ökumenischen Seelsorgeteams vor dem Raum der Stille".
    Die Selbsthilfebeauftragte: "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus".
    Die Interdisziplinäre Biomaterial- und Datenbank Würzburg: "Der kälteste Ort in Würzburg"
    Das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF): "Forschung fördern".
    Last but not least widmet sich ein Stand dem Thema Ausbildung, Job und Karriere am UKW. 

Hier finden Sie zum Download den Programmflyer ZOM , den Programmflyer ZIM und den Programmflyer für die übergreifenden Themen/Einrichtungen.

Das vollständige Programm liegt auch vor Ort aus.

  

 

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Abendsprechstunde: Das Uniklinikum Würzburg informiert über Angststörungen

Am Mittwoch, dem 10. Juli 2019, lädt das Uniklinikum Würzburg gemeinsam mit der Main-Post-Akademie zu einer „Abendsprechstunde“ über Angststörungen ein. Bei der kostenlosen Veranstaltung informieren drei Experten des Zentrums für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Würzburg über die Ursachen, die Diagnose und die Therapiemöglichkeiten dieser verbreiteten Erkrankungsgruppe. Außerdem beantworten sie individuelle Fragen der Zuhörer/innen.

Abendsprechstunde, Referenten, Thema Angststörungen, Zentrum für Psychische Gesundheit, Uniklinik Würzburg
Prof. Dr. Marcel Romanos, Dr. Roxanne Sell und Privatdozent Dr. Stefan Unterecker (von links) referieren und informieren bei der Abendsprechstunde zu Angststörungen am 10. Juli 2019. Bilder (3): Uniklinikum Würzburg

Angst ist ein urmenschliches, mitunter lebensrettendes Gefühl. Wenn Ängste jedoch außer Kontrolle geraten und als sogenannte Angststörungen krankhaft werden, bedeutet das für die Betroffenen häufig massive körperliche und psychische Beschwerden, verbunden mit einem hohen Leidensdruck. Und diese Erkrankung ist keineswegs selten: Man schätzt, dass bis zu bis 14 Prozent der deutschen Bevölkerung unter einer behandlungsbedürftigen Angststörung leiden. Damit ist diese Erkrankungsgruppe die häufigste psychische Störung.

Grund genug, das Thema bei einer „Abendsprechstunde“ am Mittwoch, den 10 Juli 2019, aufzugreifen. Mit Prof. Dr. Marcel Romanos, Privatdozent Dr. Stefan Unterecker und Dr. Roxane Sell referieren zwei Experten und eine Expertin des Zentrums für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Würzburg über die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten bei Angststörungen. Gemeinsam werden sie Antworten geben auf Fragen wie: Was ist der Unterschied zwischen normaler Angst und Angststörungen? Warum entwickeln Kinder Ängste? Ab wann sollte man sich wegen einer Angststörung behandeln lassen und wie hoch sind die Erfolgschancen?

Die Abendsprechstunde ist eine kostenlose, öffentliche Veranstaltungsserie, die vom UKW gemeinsam mit der Main-Post-Akademie organisiert wird. Sie dauert von 18:00 bis 19:30 Uhr und findet im Hörsaal 1 der Zahnklinik am Pleicherwall in Würzburg statt.

 

Fragen schon bei der Anmeldung einreichen

Für die Teilnahme wichtig ist eine Anmeldung unter www.akademie.mainpost.de oder Tel: 0931/6001 6009. Eine besondere Chance: Zusammen mit der Anmeldung können Fragen eingereicht werden, die die Referentinnen und Referenten dann bei der Veranstaltung beantworten.

 

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Mit wegweisender Krebsimmuntherapie-Studie im New England Journal of Medicine

Das Uniklinikum Würzburg war an einer internationalen Krebsimmuntherapie-Studie beteiligt, deren ermutigenden Ergebnisse im Januar dieses Jahres in der hochrenommierten Fachzeitschrift „The New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden.

Der Wirkstoff Tisagenlecleucel gilt als Meilenstein in der modernen Onkologie. Er besteht aus zur menschlichen Immunabwehr gehörenden T-Zellen. Diese werden aus dem Blut des jeweiligen Krebspatienten gewonnen und gentechnisch so verändert, dass sie einen chimären Antigenrezeptor (CAR) herausbilden. Dieser Rezeptor richtet sich gegen CD19, ein Oberflächenantigen bestimmter Tumorzellen. Kommt nach der Infusion des Wirkstoffs eine den chimären Antigenrezeptor tragende T-Zelle mit einer CD19-tragenden Tumorzelle in Kontakt, wird die Immunabwehr-Zelle aktiviert. Sie vernichtet die Krebszelle und vermehrt sich. Dem Immunsystem des Patienten wird quasi beigebracht, den Krebs zu bekämpfen.

Eine mehrjährige internationale Studie zeigte, dass Tisagenlecleucel bei Erwachsenen mit akuter lymphatischer B-Zell-Leukämie oder aggressiven Lymphknoten-Tumoren in der Mehrzahl der Fälle dauerhaft zu einem vollständigen oder zumindest teilweisen Rückgang der Erkrankung führt.

Die Publikation zu dieser Studie erschien im Januar dieses Jahres im „New England Journal of Medicine“, einer der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften der Welt.

 

Der Würzburger Beitrag zur Studie

Einen Teil dieses medizinischen Erfolgs und des mit der Veröffentlichung verbundenen Ansehens in der Fachwelt kann das Uniklinikum Würzburg (UKW), namentlich die Medizinische Klinik II, für sich beanspruchen. „Wir waren zusammen mit den Kollegen der Uniklinik Köln deutschlandweit die ersten, die im Rahmen der Studie diese CAR-T-Zellen klinisch eingesetzt haben“, berichtet Prof. Dr. Hermann Eisele. Der Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW fährt fort: „Außerdem haben wir mit acht Patienten einen bedeutenden Teil der weltweit insgesamt 93 Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer beigesteuert und therapiert.“

Eine Therapie, die es durchaus in sich hat. „Auch wenn die Behandlung hochwirksam ist und schon als Revolution bezeichnet wird, darf man nicht glauben, dass diese leicht durchzuführen ist“, betont Prof. Einsele. Vielmehr bedarf es nach seinen Worten – nicht zuletzt wegen des Managements der möglichen massiven Nebenwirkungen – einer intensiven Überwachung und Betreuung der Patienten. Am Uniklinikum Würzburg übernahm diese Aufgabe teilweise die als zentrale Einrichtung des Klinikums etablierte und der Medizinischen Klinik II organisatorisch zugeordnete Early Clinical Trial Unit. Die von Dr. Marie-Elisabeth Goebeler geleitete interdisziplinäre Einheit ist auf die ambulante und stationäre Behandlung von Studienpatienten spezialisiert. Von klinischer Seite wurde die Studie von Prof. Dr. Stephan Mielke geleitet, der auch Co-Autor der Publikation ist. Prof. Mielke wechselte mittlerweile an das schwedische Karolinska-Institut. Die CAR-T-Zell-Therapie bei Lymphomen wird am UKW von Prof. Dr. Max Topp fortgesetzt, der zusammen mit Prof. Dr. Stefan Knop den Schwerpunkt Hämatologie an der Medizinischen Klinik II leitet.

 

 

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Uniklinikum Würzburg: Tarifausgleich sichert medizinische Forschung und Lehre

Durch den im Mai dieses Jahres vom Bayerischen Landtag verabschiedeten Doppelhaushalt 2019/2020 erhalten die Universitätsklinika in Bayern einen Tarifausgleich von insgesamt 19,7 Millionen Euro. Das Uniklinikum Würzburg begrüßt diese Entscheidung, die dazu beiträgt, dass Forschung und Lehre auf dem bisherigen hohen Niveau fortgesetzt werden können.

Forschung und Lehre, Uniklinik Würzburg, Personal- und Materialkosten, Labor,
Der Auftrag zu Forschung und Lehre führt an Universitätsklinika zu einem Mehraufwand an Personal- und Materialkosten. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Durch ihr Engagement in Forschung und Lehre haben Universitätsklinika im Vergleich zu anderen Krankenhäusern einen Mehraufwand an Personal- und Materialkosten. Dafür erhalten sie eine staatliche Unterstützung. Allerdings sorgten unter anderem regelmäßige Erhöhungen des Tarifvertrags für ein zunehmendes finanzielles Ungleichgewicht. „Seit Jahren geht die Schere zwischen dem Landeszuschuss für Personal und den Kosten in allen Bereichen immer weiter auf“, berichtet Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW). Um die steigenden Personalkosten aufzufangen, musste nach seinen Worten das UKW – wie auch die anderen Universitätsklinika – bisher an anderen Stellen Gelder einsparen.

Jetzt hat die bayerische Landespolitik auf diese Problematik reagiert: Dem von Bernd Sibler geführten Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ist es im Mai dieses Jahres gelungen, den Zuschuss für Forschung und Lehre an die Tarifänderungen anzupassen. Laut Landtagsbeschluss wurde im Haushaltsplan 2019/2020 ein Tarifausgleich von insgesamt 19,7 Millionen Euro festgeschrieben.

„Durch diese Aufstockung können speziell die tarifbedingten Steigerungen vom Anfang dieses Jahres abgedeckt werden“, sagt Prof. Ertl und fährt fort: „Wir sind unserem Ministerium und dem Freistaat für diese Lösung sehr dankbar. Außerdem danke ich persönlich unserem Dekan, Prof. Dr. Matthias Frosch, der sich so vehement und letztlich erfolgreich für den Tarifausgleich eingesetzt hat.“

 

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