Aktuelle Pressemitteilungen

Bei der Entstehung und Entwicklung fast aller Krebserkrankungen spielen MYC-Gene und ihre Proteine eine zentrale Rolle. Sie treiben das unkontrollierte Wachstum und den veränderten Stoffwechsel von Tumorzellen an. Und sie helfen den Tumoren dabei, sich vor dem Immunsystem zu verstecken.

MYC-Proteine zeigen außerdem eine Aktivität, die bislang unbekannt war – und die der Krebsforschung nun neue Türen aufstößt: Sie lagern sich zu Hohlkugeln zusammen, die sich schützend um besonders empfindliche Stellen des Erbguts legen. Zerstört man die Kugeln, sterben die Krebszellen.

Das berichtet ein Forschungsteam um Martin Eilers und Elmar Wolf vom Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) im Journal „Nature“. Die Professoren sind überzeugt, dass ihre Entdeckung ein „game changer“ für die Krebsforschung ist, ein wichtiger Durchbruch auf dem Weg zu neuen Therapiestrategien.

Hohlkugeln schützen empfindliche Stellen der DNA

Was das Team entdeckt hat: Werden Zellen im Labor unter Stress-Bedingungen gehalten, die denen in schnell wachsenden Tumorzellen ähneln, lagern sich die MYC-Proteine im Zellkern auf dramatische Weise um. Sie schließen sich zu Hohlkugeln zusammen, die aus tausenden MYC-Proteinen bestehen.

Die Hohlkugeln umgeben und schützen einzelne, besonders sensible Stellen im Erbgut – und zwar genau die Stellen, an denen zwei Typen von Enzymen kollidieren können: Enzyme, die die DNA ablesen, und Enzyme, die die DNA verdoppeln. Beide kann man sich wie zwei Züge vorstellen, die auf nur einem Gleis unterwegs sind, auf der DNA.

Die Hohlkugeln verhindern also, dass die beiden „Enzym-Maschinen“ aufeinanderprallen. Diese Beobachtung konnte das Würzburger Team in Krebszellen bestätigen. Schaltet man die Schutzfunktion der Proteinkugeln experimentell aus, kommt es zu Kollisionen der Enzyme und in der Konsequenz zu vielfältigen Brüchen der DNA – das führt schließlich zum Tod der Krebszellen.

Suche nach spezifisch wirksamen Medikamenten

„Diese Beobachtungen revolutionieren unser Verständnis, wieso MYC-Proteine so entscheidend für das Wachstum von Tumorzellen sind“, sagt Martin Eilers. Die neuen Erkenntnisse werfen auch die Frage auf, ob man Medikamente entwickeln kann, die die Bildung der Hohlkugeln spezifisch verhindern.

Um diese Entwicklung vorwärtszutreiben, haben Eilers und Wolf eine Firma gegründet. Zusammen mit der Universität und Partnern aus der Pharmaindustrie wurde die Suche nach Medikamenten aufgenommen, welche in die neu entdeckten Funktionen der MYC-Proteine eingreifen.
„Dass Investoren es uns ermöglicht haben, so schnell zu gründen, ist sicher nicht alltäglich“, sagen die JMU-Professoren. Auch das sehen sie als Zeichen dafür, dass sie eine Entdeckung gemacht haben, die sehr vielversprechend ist.


Publikation

Multimerization of MYC shields stalled replication forks from RNA polymerase. Nature, 23 November 2022, DOI: 10.1038/s41586-022-05469-4 

Kontakt

Prof. Dr. Martin Eilers, Biozentrum, Universität Würzburg, T +49 931 31-84111, Martin.Eilers@ biozentrum.uni-wuerzburg.de


Pressemitteilung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vom 24. November 2022

Einladung zum Würzburger Philosphicum Herbipolense im Wintersemester 2022/2023

Wir laden Sie auch in diesem Semester wieder herzlich zu den Diskussionsrunden des Philosophicums ein. Thema in diesem Semester ist die "Resilienz in der Medizin in schwierigen Zeiten".

 

Nähere Informationen zum Philosophicum, unser Konzept und die Vorträge von Prof. Dr. phil. Johannes Königshausen, Mitbegründer des Philosophicums, finden Sie unter www.ukw.de/philosophicum. 

Wir werden auch in diesem Semester nur einen Zoom Link verwenden. Die Vorträge werden am jeweiligen Termin auf ZOOM übertragen (Ausnahme: Hybridveranstaltung am 24.11.). Außerdem finden Sie sie auf dem Youtubekanal  des Würzburger Philosophicums unter dem Vorbehalt, dass unsere Referentinnen und Referenten jeweils damit einverstanden sind.
Im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen beginnen unsere Veranstaltungen bereits um 18.00 Uhr (nicht 18.15 Uhr).

Hiermit laden wir Sie zu unserer Auftaktveranstaltung ein:

24.11.2022   18.00 Uhr (Hybridveranstaltung) 

Ort: Zentrum Innere Medizin Haus A3, 2. Stock, Seminarraum (A3. +2. 302) und auf Zoom (siehe unten)

Referent: Prof. Dr. phil. Wilhelm Schmid  (international renommierter Philosoph, sein Schwerpunkt ist die Lebenskunstphilosophie)

Titel: Geht es wirklich um Glück?


Allgemeine Informationen zum Philosophicum: Studierende, Philosophen, Mediziner, Ärzte und Interessierte reflektieren und diskutieren das Schwerpunktthema transdisziplinär mit Bezug zu Praxis, Klinik, Forschung und verwandten Fächern. Die Veranstaltungen sind bewusst interaktiv gehalten und schließen neben dem Vortrag eine offene Diskussion ein. 

Sie können sich auch unserer Meetup-Gruppe unter https://www.meetup.com/de-DE/wuerzburger-philosophicum anschließen. Dort können sich Interessentinnen*en des Würzburger Philosophicums austauschen und über die Veranstaltungen und medizinphilosophische Themen diskutieren. Sie finden hier außerdem alle Veranstaltungen, die in diesem Semester stattfinden und werden, wenn Sie unserer Gruppe beitreten, über den Newsletter über weitere Veranstaltungen informiert. 

Zoom-Meeting beitreten:
https://uni-wuerzburg.zoom.us/j/9668056515?pwd=eHFxQ205bUJhR3ZUa1B6N0JGOTdFZz09 

Über Ihre Teilnahme und Mitwirkung an der Diskussion freut sich sehr

Ihr Philosophicumsteam -

Hanna Bethe, Carla Winter, Judith Kleiss, Hannah Gauger, Charlotte Göttmann, Gloria Griebel, Harriet Hahn, Antonia Mortsch, Camilla, Michael Gabler, Till Gallasch, Valentin Metzner, Hans Aster, Jonas Daub, Michael Schmidt, Johannes Königshausen und Thomas Bohrer

Erfolg von Adipositas-OP hängt wesentlich vom Gehirn ab

Ein interdisziplinäres Team der Universitätsmedizin Würzburg veröffentlicht eine Studie, die zeigt, dass der Effekt einer bariatrischen Operation nicht auf einer simplen Magenverkleinerung basiert, sondern sehr wesentlich auf einer intakten Informationsverarbeitung in bestimmten Gehirnarealen.

Würzburg. Für viele Personen mit ausgeprägter Adipositas ist eine bariatrische Operation wie zum Beispiel ein Magenbypass oder ein Schlauchmagen der letzte Ausweg, um ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Der Erfolg der Operation hängt dabei aber nicht allein vom chirurgischen Eingriff im Magen-Darm-Trakt ab, sehr wesentlich wird die Wirkung über Strukturen im Gehirn vermittelt. Das fand jetzt ein interdisziplinäres Team am Uniklinikum Würzburg heraus. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal Metabolism: Clinical and Experimental veröffentlicht (Hypothalamic integrity is necessary for sustained weight loss after bariatric surgery: A prospective, cross-sectional study, https://doi.org/10.1016/j.metabol.2022.155341).

Hormone können bei geschädigtem Hypothalamus Wirkung nicht entfalten

„Die Adipositas-Chirurgie ist aktuell sicherlich die effektivste Therapie für eine ausgeprägte Adipositas. Die Wirkweise dieser Operation ist allerdings nicht vollständig verstanden“, berichtet Dr. Ulrich Dischinger, Oberarzt und Leiter der experimentellen Adipositasforschung am Lehrstuhl für Endokrinologie und Diabetologie. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Chirurgischen Klinik 1, der Psychiatrie und der Molekularen Infektionsbiologie fand er heraus, dass die Effektivität der Adipositas-Chirurgie von einem intakten Hypothalamus abhängt. Der Hypothalamus ist ein zentraler Teil des Gehirns, der als wichtige Schaltzentrale unseres Körpers vegetative und endokrine Vorgänge reguliert und unter anderem die Nahrungsaufnahme steuert.

Ist diese Gehirnregion jedoch krankheitsbedingt zerstört, zum Beispiel durch einen gutartigen Tumor wie etwa ein Kraniopharyngeom, ist der Effekt der Adipositas-Operation deutlich abgeschwächt. Das heißt, sattmachende Hormone wie GLP-1 oder PYY, die nach dem chirurgischen Eingriff verstärkt aus dem Magen-Darm-Trakt ausgeschüttet werden, können ihre nahrungsregulierende Wirkung über den geschädigten Hypothalamus nicht entfalten. Obwohl die in dieser Studie untersuchten Patientinnen und Patienten mit Adipositas und geschädigtem Hypothalamus nach der bariatrischen Operation höhere Hormonspiegel als diejenigen mit Adipositas und intaktem Hypothalamus aufwiesen, war der Effekt der OP bei ihnen deutlich abgeschwächt. Dies zeigt, dass die Wirkweise der Adipositas-Chirurgie im Wesentlichen auf veränderten neuroendokrinen Signalen aus dem Magendarmtrakt basiert und von einem intakten Hypothalamus abhängt.

Adipositas-OP vom Stigma einer simplen Magenverkleinerung befreien

Ulrich Dischinger ist sich sicher, dass die Erkenntnisse wesentlich zu einer weiteren Aufklärung der Wirkweise der Adipositas-Chirurgie beitragen: „Die überragende Bedeutung einer intakten Hypothalamusfunktion für die Effektivität der bariatrischen Chirurgie war am Menschen bislang nicht gut untersucht. Mit unseren Resultaten können wir helfen, die Adipositas-Chirurgie vom Stigma einer simplen Magenverkleinerung zu befreien. Tatsächlich ist die bariatrische Operation eine Art neuroendokrine Intervention.“ Auch Prof. Dr. Florian Seyfried, Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Leiter des Würzburger Referenzzentrums für metabolische und bariatrische Chirurgie, hofft, dass die Ergebnisse zu einer größeren Akzeptanz der Adipositas-Chirurgie beitragen. „Bislang sind nicht nur die Adipositas, sondern auch die bariatrische Chirurgie stigmatisiert. So hält sich die historische Annahme, dass die Wirkungsweise bariatrischer Operationen darauf beruht, dass der Patient weniger Nahrung aufnehmen kann und diese vom Körper teilweise nicht mehr verstoffwechseln kann. Die nun publizierte Arbeit widerspricht nun ganz klar diesem vermuteten Wirkprinzip.“

Menschen mit hypothalamischer Adipositas besser beraten

Ulrich Dischinger führt weiter aus: „Unsere Forschung wird auch dabei helfen, Menschen mit Schädigung des Hypothalamus und dadurch verursachter hypothalamischer Adipositas‘ vor einer geplanten Adipositas-Operation besser beraten zu können. Gerade dieses sensible Patientengut sollte keiner Intervention zugeführt werden, deren üblicher günstiger Effekt nicht zu 100 Prozent übertragbar sein dürfte.“

Aktuell wird das Spektrum der Adipositasforschung mit einer Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz erweitert. Wesentliche Untersuchungsgegenstand wird hier die Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion sein, einer häufigen und bislang nicht gut behandelbaren Begleiterkrankung der Adipositas.

Pressemitteilung, Universitätsklinikum Würzburg, 22. November 2022

Personalia vom 22. November 2022 - Wir gratulieren!

Hier lesen Sie Neuigkeiten aus dem Bereich Personal: Neueinstellungen, Dienstjubiläen, Forschungsfreisemester und mehr.

Dr. Angelika Schmitt-Böhrer, Privatdozentin für das Fachgebiet Molekulare Psychiatrie, Laborleitung Funktionelle Neuroanatomie, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, wurde mit Wirkung vom 09.11.2022 zur außerplanmäßigen Professorin bestellt.


einBlick - Das Online-Magazine der Universität Würzburg vom 22. November 2022

Herz- und Nierenschutz für breites Patienten-Spektrum

Die Daten der EMPA-KIDNEY-Studie, die Christoph Wanner vom UKW mit der University Oxford ins Leben gerufen hat, erweitern das Spektrum für die Gabe von SGLT2-Hemmern bei chronischen Nierenerkrankungen, unabhängig vom Diabetes-Status, Albuminurie oder Nierenfunktion.

Das Bild zeigt die Vertreter der 34 deutschen Studienzentren vor dem DZHI Würzburg.
Zum Investigatormeeting trafen sich die Vertreter der 34 deutschen Studienzentren noch vor der Pandemie am Uniklinikum Würzburg. Mit insgesamt 1.255 Patientinnen und Patienten hat die deutsche Studiengruppe die meisten Personen in die internationale Studie EMPA-KIDNEY eingeschlossen. © UKW
Das Bild ist ein Porträt von Christoph Wanner
Prof. Dr. Christoph Wanner vom Uniklinikum Würzburg, hatte im Jahr 2015 die Idee zur EMPA-KIDNEY-Studie und war in Kollaboration mit der Oxford University am Design und Aufbau der Studie beteiligt, die er als Deputy Chair leitete. © Daniel Peter / UKW
Das Bild zeigt die Buchstaben ABCDE und die dazugehörigen Symbole.
Eiweiß im Urin, Blutdruck, Blutfett, Blutzucker und die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate sind wichtige Marker in der Früherkennung von Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jeder Mann ab 40 und jede Frau ab 50 Jahren sollte ihr persönliches ABCDE-Profil kennen. © Kirstin Linkamp / UKW

Mit Spannung wurde die Vorstellung der EMPA-KIDNEY-Studie bei der Kidney Week der American Society of Nephrology (ASN) erwartet. In der internationalen klinischen Studie wurde untersucht, ob die tägliche Einnahme einer Empagliflozin-Tablette nicht nur den Blutzucker senkt, sondern auch eine Verschlechterung der Nierenfunktion oder den Tod infolge einer Herzerkrankung bei Patientinnen und Patienten mit einer Nierenerkrankung verhindern kann, unabhängig davon, ob die Betroffenen einen Diabetes Typ 2 haben.

Die Effizienz vom Empagliflozin überraschte selbst das Studienteam

Ein Paukenschlag war die Präsentation der Ergebnisse zwar nicht: Denn der klinische Nutzen der beiden SGLT2-Hemmer Dapagliflozin und Canagliflozin bei der Behandlung chronischer Nierenerkrankungen wurde in vorhergehenden Studien bereits bewiesen. SGLT2-Inhiboren hemmen den renalen, natriumabhängigen Glukosetransporter SGLT-2 (Sodium dependent glucose co-transporter 2) und sorgen dafür, dass vermehrt Zucker über den Urin ausgeschieden wird. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel und es kann zu einer leichten Abnahme von Gewicht und Blutdruck führen. Gleichzeitig werden Niere und Kreislauf entlastet. Die Effizienz des Wirkstoffs Empagliflozin sorgte jedoch für eine Überraschung, selbst bei Prof. Dr. Christoph Wanner. Der Leiter der Nephrologie am Uniklinikum Würzburg war einer der ersten, der das Potenzial von SGLT2-Hemmern in der Behandlung von Diabetes, Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen bereits 2015 in der EMPA-REG OUTCOME Studie veröffentlicht hat, und hatte die Idee zur EMPA-KIDNEY-Studie, deren Ergebnisse parallel zur Kidney Week der ASN im New England Journal of Medicine publiziert wurden.

28-prozentige Risikoreduktion gegenüber Placebo

Das Studienteam unter der Leitung der Universität Oxford in Kooperation mit der Universitätsmedizin Würzburg war zu Beginn der Untersuchungen von einer Senkung des Risikos von 18 Prozent ausgegangen. Das Risiko umfasste eine Kombination der primären Endpunkte Tod infolge einer Herzerkrankung und Nierenversagen, also die Notwendigkeit einer Dialyse oder eine Nierentransplantation oder ein Abfall der Nierenfunktionsleistung, der sogenannten glomerulären Filtrationsrate (GFR) von 40 Prozent und mehr. „Dass die Gabe von Empagliflozin jedoch eine 28-prozentige Risikoreduktion gegenüber einem Placebo erreicht, und zwar bei einer breiten Population von Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung, ist sensationell“, kommentiert Christoph Wanner. „Wir konnten die positiven Auswirkungen auf den Herz- und Nierenschutz unabhängig vom Diabetes-Status oder der Albumin-Menge im Urin beobachten.“ Auch bezüglich der Hospitalisierungsrate zeigte Empagliflozin ein signifikantes Ergebnis. Die Anzahl der Krankenhausaufenthalte sank um 14 Prozent, unabhängig vom Grund der Klinikeinweisung. „Positiv überrascht hat mich außerdem, dass Empagliflozin sogar noch bei einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von 20 Milliliter pro Minute wirkt.“

Empagliflozin für verschiedene Krankheitsprofile geeignet

Das bedeutet, dass Empagfliflozin auch bei einer chronischen Nierenerkrankung ohne Diabetes und ohne Albuminurie eingesetzt werden kann, oder bei einer begleitenden Herzinsuffizienz und sogar bei einer geringen Nierenfunktion. Dadurch werde die Verschreibungspraxis von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten wesentlich erleichtert, so Wanner. Wichtig sei Wanner zufolge jedoch die Diagnose und damit die Risikoeinschätzung für Herz- und Nierenerkrankungen, idealerweise nach dem ABCDE-Schema: A steht für Albuminurie, eine erhöhte Albuminausscheidung im Urin deutet sehr früh auf einen Nierenschaden hin, lange bevor die Auswirkungen der Nierenschwäche überhaupt spürbar sind. Bei einem Gesunden liegt die Konzentration von Albumin im Urin unter 30 Milligramm. B steht für Blutdruck, C für Cholesterin, D für Diabetes und E für eGFR-Status. Das e steht für estimated, englisch für geschätzt. Die glomeruläre Filtrationsrate wird anhand des Serumkreatinins, Alters, Geschlechts und Hautfarbe geschätzt. Der Normalwert des aus dem Blut filtrierten Primärharns liegt bei 90 bis 130 Milliliter pro Minute.

Metaanalyse bestätigt Ergebnisse der EMPA-KIDNEY-Studie

Die Ergebnisse der EMPA-KIDNEY-Studie floss auch in eine Metaanalyse von insgesamt 13 SGLT2-Studien mit insgesamt 90.309 Personen mit Diabetes und 15.605 ohne Diabetes mit ein und wurde bestätigt. In der Analyse, die jetzt im renommierten Fachjournal The Lancet erschienen ist (https://doi.org/10.1016/ S0140-6736(22)02074-8) haben verschiedene Leiter klinischer Prüfungen, sogenannte Principal Investigators, speziell den Einfluss von Diabetes hinsichtlich der Wirkung der SGLT2-Hemmer auf die Nierenwerte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. Christoph Wanner, der sowohl im Writing Committee als auch im so genannten SMART-c-Konsortium der Metaanalyse aktiv war, resümiert: „Die Daten unterstützen den Einsatz von SGLT2-Inhibitoren zur Verringerung des Risikos für das Fortschreiten von Nierenerkrankungen und akuten Nierenschäden – unabhängig vom Diabetes-Risiko.“

Über die EMPA-KIDNEY-Studie

In der von Böhringer Ingelheim finanzierten EMPA-KIDNEY-Studie wurden insgesamt 6.609 Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung in den USA, Kanada, China, Japan, Malaysia, Großbritannien und Deutschland untersucht. Das Studienteam in Deutschland mit seiner Studienzentrale am Uniklinikum Würzburg hat mit insgesamt 1.255 Patientinnen und Patienten in 34 Zentren die meisten Personen in die Studie eingeschlossen. Das Würzburger Studienzentrum hat mit 174 Patientinnen und Patienten sogar die zweitmeisten aller 224 beteiligten Zentren weltweit rekrutiert. 

Die Hälfte der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer erhielt eine Empagliflozin-Tablette, die andere Hälfte ein Scheinmedikament ohne Wirkstoff, ein so genanntes Placebo.

Gemeinsam gegen Hirnmetastasen im deutsch-japanischen Team

Prof. Dr. Carola Förster vom Uniklinikum Würzburg reiste mit ihrem interdisziplinären Team zum Auftakt des internationalen Kooperationsprojekts „Das Gehirn vor Metastasen schützen“ nach Fukushima

Das Bild zeigt das deutsch-japanische Team in Kimonos.
Neben dem wissenschaftlichen Austausch hatte das Forscherteam aus Fukushima und Nagasaki auch kulturelle Programmpunkte vorgesehen, wie zum Beispiel ein traditionelles Abendessen. © Shigehira Saji
Das Bild zeigt Carola Förster und Markus Sauer umring von japanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
Prof. Dr. Carola Förster (Mitte) reiste Anfang November mit Prof. Dr. Markus Sauer nach Japan, um mit dem gynäkologischen Onkologen und ihrem früheren Kollegen am Karolinska-Institut in Stockholm, Prof. Shigehira Saji (3.v.r.), dem Neurochirurgen Prof. Shiro Baba (4.v.r.), ihrem translationalen Forschungspartner an der Blut-Hirn-Schranke, Prof. Yoichi Morofuji (2.v.r.) sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Nagasaki und Fukushima eine Konsortialvereinbarung zum Projekt „Das Gehirn vor Metastasen“ zu entwickeln. © Shigehira Saji

Bei jedem vierten Menschen mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung dringen die Tumorzellen ins Gehirn und führen zu Metastasen. Besonders häufig betroffen sind Frauen mit Brustkrebs. Die Hirnmetastasen führen nicht nur zu einer deutlichen Einschränkung der Lebenserwartung, sie gehen auch mit vielen neurologischen Ausfällen wie Störungen in der Bewegung, der Sprache oder dem Gedächtnis einher. Die Symptome treten zwar erst mehrere Monate oder Jahre nach der Erstdiagnose eines Mammakarzinoms auf, die Tumorzellen durchdringen jedoch schon im frühen Erkrankungsstadium die Blut-Hirn-Schranke, indem sie die entzündlichen Signalwege in den Blutgefäßzellen aktivieren, wodurch ihr Eindringen ins empfindliche Hirngewebe erleichtert wird.

Bislang gab es keine Möglichkeit, die Invasion von metastasierenden Krebszellen ins Gehirn wirkungsvoll zu verhindern. Das möchte die Universitätsprofessorin Dr. Carola Förster, die am Universitätsklinikum Würzburg die Abteilung Experimentelle Anästhesiologie leitet, mit ihrem interdisziplinären und internationalen Team, das sich aus erfahrenen Neuroonkologen, Biochemikern, Zell- und Molekularbiologen sowie technischen Assistenten zusammensetzt, ändern.

Rund 70.000 Bundesbürgerinnen erkranken jedes Jahr an Brustkrebs

Immerhin erkrankt derzeit eine von acht Frauen in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Jedes Jahr erhalten hierzulande rund 70.000* Frauen die Diagnose Mammakarzinom. In Japan steigt die Zahl der Betroffenen inzwischen ebenfalls beträchtlich. Entsprechend groß ist das Interesse auch in Japan, die Inzidenz von Hirnmetastasen zu reduzieren und neue Ansätze zu finden, um die Therapie von Brustkrebspatientinnen zu verbessern.

Treffen mit Konsortialpartnern in Japan

Da Carola Förster bereits über langjährige Kontakte zu ausgewiesenen Spezialisten in Japan verfügt, hat sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Grant (Fo 315/5-1) erhalten, um den Austausch zu den japanischen Partnern zu fördern und die internationale Zusammenarbeit zu etablieren. Gemeinsam mit Professor Dr. Markus Sauer vom Lehrstuhl für Biotechnologie und Biophysik der Universität Würzburg war die Biochemikerin im November 2022 für einige Tage an der Fukushima Medical University, um eine Konsortialvereinbarung zu entwickeln. „Der Besuch war großartig, sowohl wissenschaftlich als auch kulturell“, schwärmt Carola Förster. „Es wurde schnell deutlich, dass der persönliche Austausch nicht durch virtuelle Plattformen ersetzt werden kann.“

In der Japan Clinical Oncology Group (JCOG) ist die Hirnmetastasierung von Brustkrebs eines der wichtigsten Themen. Deren Biobanking könnte Carola Förster zufolge eine wertvolle Ressource für die weitere gemeinsame Forschung sein. Außerdem hält die Japan Breast Cancer Research Group (JBCRG) über die Breast International Group (BIG) der EU enge Verbindungen zur German Breast Group (GBG). Diese Zusammenarbeit könnte laut Carola Förster hilfreich sein, um groß angelegte klinische Studien zwischen Japan und Deutschland durchzuführen.

Barrierefunktion der Blut-Hirn-Schranke optimieren

Doch zunächst finden grundlegende Untersuchungen in-vitro und in-vivo statt. „Wir haben die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen bereits in ausführlichen Vorarbeiten entschlüsselt und herausgefunden, dass durch die Aktivierung bestimmter Östrogen-Rezeptor-Subtypen an Gefäßwandzellen die Barrierefunktion der Blut-Hirn-Schranke stabilisiert werden kann. Im neuen Forschungsprojekt, das von der DFG und der Stiftung „Forschung hilft“ gefördert wird, möchten wir nun in In-vitro- und In-vivo-Modellen untersuchen, wie wir mit einer völlig neuartigen endokrinen Kombinationstherapie die Blut-Hirn-Schranke gegen den Durchtritt von metastasierenden Brustkrebszellen abdichten können“, schildert die Biochemikerin Carola Förster. „Die im Rahmen einer selektiven endokrinen Therapie verabreichten Nanopartikel sollen an die geeigneten Subtypen von Östrogenrezeptoren auf der Blutgefäßwand und auf den metastasierenden Brustkrebszellen andocken. Mit der zusätzlichen Gabe von entzündungshemmenden und krebshemmenden Naturstoffen kann dieser Effekt sogar noch weiter verstärkt werden und damit das Einwandern der Krebszellen verhindert werden.“

Anti-metastatischen Therapie auf andere Krebsarten übertragen

Da sich die Blut-Hirn-Schranke als ein wichtiges Ziel bei allen Arten von Hirnmetastasen herauskristallisiert, werden die Ergebnisse der Untersuchungen möglicherweise von allgemeiner Bedeutung für die Prävention und Behandlung von anderen häufig in das Gehirn metastasierende Tumore wie Lungenkrebs oder schwarzen Hautkrebs sein. Mit der Identifizierung neuartiger Biomarker möchte das deutsch-japanische Team auch zu einer besseren Identifizierung von Risikopatientinnen und -patienten beitragen

Expertise aus Japan

Mit Prof. Dr. Shigehira Saji, Experte auf dem Gebiet der gynäkologischen Onkologie und Spezialist für die Entwicklung und Anwendung endokriner Therapien sowie Ko-Koordinator des Projekts, arbeitete Carola Förster bereits vor gut 20 Jahren gemeinsam am schwedischen Karolinska Institut an der Aufklärung der Funktion des Östrogenrezeptors beta  Erβ in der Brustdrüsenentwicklung und ihrer Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs. Sein Fachwissen wird ergänzt durch erfahrene Neurochirurgen der Partneruniversität Nagasaki, Prof. Shiro Baba und Prof. Yoichi Morofuji, Morofuji ist zudem Försters translationaler Forschungspartner an der Blut-Hirn-Schranke. Da endokrine Therapien eine kardiale Dysfunktion hervorrufen können ist in der späteren Phase des Projekts, wenn die Übertragung in die Kliniken erfolgen soll, der interventioneller Kardiologe Prof. Nagai im japanischen Team, mit dem Förster ebenfalls eine fortlaufende wissenschaftliche Zusammenarbeit zum Thema Gehirn-Herz-Achse verbindet. 

*www.krebsdaten.de (Zentrum für Krebsregisterdaten)

„Unser Weg zur internationalen Spitze heißt Exzellenz stärken – Wissen teilen“

Startschuss für das bayernweite Studienregister für klinisch-onkologische Studien

Erlangen, 16.11.2022   Studienteilnahmen sind für die Verbesserung und die Weiterentwicklung von Therapie- und Behandlungsstrategien zur Bekämpfung von Krebs ausschlaggebend. Dem Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) ist es gelungen, ein gemeinsames, zentrales Studienregister für Bayern zu entwickeln. Bisher wurde das Angebot an klinisch-onkologischen Studien in den jeweiligen Online-Registern der sechs bayerischen Universitätsklinika und deren Comprehensive Cancer Center (CCC) veröffentlicht. Durch die Bereitstellung des zentralen BZKF-Studienregisters wird die Vielzahl der onkologischen Studien in einer öffentlich zugänglichen Datenbank gebündelt. Krebspatientinnen und -patienten sowie behandelnde Ärztinnen und Ärzte in ganz Bayern haben nun die Möglichkeit, klinische Studien bayernweit online einzusehen.

Wissenschaftsminister Markus Blume betont zum Go-live des BZKF-Studienregisters: „Unsere Suchmaschine der Krebsforschung: Mit dem BZKF-Studienregister schafft Bayern eine einzigartige Datenbank und einen Navigator durch den Dschungel an Information im Bereich der Onkologie - zugänglich für alle! Alle bayerischen Unimedizin-Standorte sind mit an Bord und bringen ihre Expertise im Bayerischen Zentrum für Krebsforschung ein. So schaffen wir Transparenz und Zugang - das bringt uns in Therapie und Patientensicherheit in eine neue Liga und kann für die Betroffenen ein echter Lichtblick sein.“

Klinische Studien ermöglichen es, neue Therapien zu entwickeln oder zu verbessern, sowie die Auslöser von Krebserkrankungen noch besser zu verstehen. Aktuelle Studien zur eigenen Krebserkrankung zu kennen, ist daher für Betroffene von großer Bedeutung. Im neuen Online-Studienregister des BZKF können Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte ab sofort aktuelle onkologische Studien, deren Status sowie die Ansprechpersonen in den bayerischen Universitätsklinika und verbundenen Kliniken und Praxen einsehen. Durch die Stichwortsuche oder mithilfe von Filterfunktionen können Einrichtungen gefunden werden, die eine passende onkologische Studie an-bieten. Auch Studien zu unterstützenden Therapien, z. B. zur Behandlung von Nebenwirkungen oder für die psycho-onkologische Betreuung von Krebspatientinnen und -patienten, können eingesehen werden. Über die Teilnahme können Betroffene frühzeitig Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden bekommen, die im klinischen Alltag nicht erhältlich sind. Studien können den Betroffenen neue Behandlungsmöglichkeiten und damit auch eine Chance zur Krankheitsbewältigung bieten. Bei der Behandlung im Rahmen einer klinischen Studie werden Patientinnen und Patienten besonders engmaschig und intensiv betreut. Da jede Studie spezifische Ein- und Ausschlusskriterien hat, ist die Beteiligung meist nur für Patientinnen und Patienten in bestimmten Erkrankungssituationen möglich. Die Kriterien für eine Studienteilnahme sind im BZKF-Studienregister online einsehbar. Wann immer möglich unterstützt das BZKF dabei, Patientinnen und Patienten in klinische Studien an einen der BZKF-Standorte einzubringen.

Entwicklung des BZKF-Studienregisters

Mit dem BZKF entstehen erstmals nachhaltige, vernetzte Strukturen für eine Spitzenforschung mit Breitenwirkung für alle Krebspatientinnen und -patienten in Bayern. Das BZKF ist nicht nur die organisatorische Dachstruktur zur Durchführung früher klinischer Umsetzungsforschung, sondern integriert zudem die bereits vorhandenen Schwerpunkte und Verbünde und versorgt die Bevölkerung mit den neuesten Diagnostik-, Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten in allen Regionen Bayerns. Die geschaffene Struktur im Rahmen des BZKF macht es möglich, die Bündelung von Daten aus bestehenden Systemen der sechs Universitätsklinika vorzunehmen. Das BZKF hat als standortübergreifende Forschungseinrichtung mit dem zentralen Online-Register eine klare Vorreiterrolle übernommen. „Ohne klinische Studien kann keine Verbesserung der medizinischen Versorgung erreicht werden. Umso wichtiger ist es, dass für Patientinnen und Patienten der Zugang zu den Studienangeboten nun über das gemeinsame BZKF-Studienregister vereinfacht wird“, erklärt Prof. Dr. Claus Belka, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie und Mitglied im BZKF-Direktorium. Prof. Belka hat die Entwicklung des Studienregisters seit Projektbeginn aktiv mitgestaltet.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das bloße Wissen über die Möglichkeit, an klinischen Studien im Rahmen einer Krebsbehandlung teilzunehmen. „Viele Betroffene wissen nicht, was klinische Studien sind, wie und warum sie durch-geführt werden und wo sie sich diesbezüglich informieren können. Das BZKF-Studienregister ist ein großer Schritt, um diese Wissenslücken nach und nach zu schließen und Betroffenen die Angst und Skepsis gegenüber der Teilnahme an klinischen Studien zu nehmen“, macht Susanna Zsoter deutlich, die seit 2015 mit der Diagnose Darmkrebs lebt und für mehr Aufklärung über klinische Studien kämpft.

Aufbau einer zentralen IT-Infrastruktur

Den Mittelpunkt des geplanten BZKF-Datennetzwerkes, u. a. zur Unterstützung klinischer Studien, bilden die von der Medizininformatik-Initiative (MII) etablierten lokalen Datenintegrationszentren (DIZ). In diesen neuen Einrichtungen werden Forschungs- und Versorgungsdaten eines Universitätsklinikums gesammelt, wobei Datenqualität und Datenschutz eine wesentliche Rolle spielen. Die Zusammenführung der Daten aus der Patientenversorgung in den DIZ unterliegt den strengen Vorgaben der Datenschutzgesetze auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene.

Neue Entwicklungen am BZKF sollen es ermöglichen, neueste Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung schnell und effektiv direkt in innovative Diagnoseverfahren und Therapien der Patientenversorgung einzubringen. Die Zukunft der Krebsmedizin und -forschung ist nur im Verbund eines strukturierten Zentrums der Universitätskliniken entwicklungsfähig. Kerngedanke des BZKF ist es, spezielle Expertise und die dafür erforderlichen Infrastrukturen gezielt an einzelnen Standorten aufzubauen und für alle Standorte nutzbar zu machen. Das BZKF arbeitet daher stetig an weiteren Infrastrukturmaßnahmen, die nach der Fertigstellung flächendeckend implementiert werden sollen. So wird zum Beispiel an einem IT‐Datenmanagementsystem zur Sicherung von Behandlungsdaten innerhalb des BZKF gearbeitet. Das BZKF-Studienregister ist somit eine Facette einer bayernweiten IT-Infrastruktur für Patientinnen und Patienten.

Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)

Mit der Gründung des Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) im November 2019 wird das große Ziel verfolgt, allen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern, ganz unabhängig von ihrem Wohnort, Zugang zu bestmöglichen, neusten und innovativen Therapien zu ermöglichen. Mit dem Zusammenschluss der sechs bayerischen Universitätsklinika in Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten in München, Regensburg und Würzburg wird nicht nur die Krebsforschung gefördert, sondern auch Kompetenzen und Wissen zu den Themen Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen gebündelt und zugleich Betroffenen eine flächendeckende und interdisziplinäre Versorgung angeboten. „Wir möchten uns als starkes Konsortium etablieren, das national wie international in der Krebsbekämpfung eine entscheidende Rolle spielt“, so Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF. Neben der Entwicklung neuer Therapieverfahren gegen Krebs möchte das BZKF auch als Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger dienen. Das BürgerTelefonKrebs bietet unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 85 100 80 eine unkomplizierte Möglichkeit, sich individuell zu allen Fragen bezüglich einer Krebserkrankung beraten zu lassen.

 

Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF) - Pressemitteilung