Aktuelle Pressemitteilungen

Chor-Konzert bringt über 7.100 Euro für die Würzburger Schlaganfallforschung

Der Gospel-Rock-Pop-Chor Voices überreichte die gesamten Einnahmen seines Jubiläumskonzerts in Höhe von 7.131 Euro an die Hentschel-Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“. Das Geld kommt der Schlaganfallforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zugute.

Gruppenbild Spendenübergabe
Stiftungsgründer Günter Hentschel (Mitte) und Prof. Dr. Christoph Reiners als Vertreter des Uniklinikums Würzburg (links) freuten sich über die Spendenübergabe von Chorleiter Fred Elsner, die stellvertretende Vorsitzende Susanne Vitzthum und Chormanager Rolf Schlegelmilch vom Gospel-Rock-Pop-Chor Voices (von links). Bild: Margot Rössler / Uniklinikum Würzburg

Mit einem Benefiz-Konzert feierte der Chor Voices im November vergangenen Jahres in der Würzburger Neubaukirche sein 20-jähriges Jubiläum. Ein Gastauftritt des weithin bekannten Saxophon-Quartetts Passion4Saxxes aus Schweinfurt ergänzte das musikalische Erlebnis. Durch den Kartenverkauf der nahezu ausverkauften Veranstaltung kamen 7.131 Euro zusammen. Dieses Geld überreichte eine Delegation des Chors kürzlich der Hentschel-Stiftung „Kampf dem Schlaganfall“. Die Organisation fördert seit zehn Jahren die an der Würzburger Universität geleistete Forschungsarbeit zu den Ursachen und Mechanismen der Volkskrankheit. Ziel ist es, akute Schlaganfälle besser behandeln zu können und das Auftreten im Vorfeld soweit möglich zu verhindern.

Der Stiftungsgründer Günter Hentschel bedankte sich im Beisein des ehemaligen Ärztlichen Direktors des Uniklinikums Würzburg, Prof. Dr. Christoph Reiners, herzlich für die fortgesetzte Unterstützung durch den beliebten Gospel-Rock-Pop-Chor.
Um auch in Zukunft den Kampf gegen den Schlaganfall vorantreiben zu können, sind nach seinen Worten weitere Spenden auf folgendes Konto jederzeit willkommen:

Kampf dem Schlaganfall, HypoVereinsbank Würzburg
BIC: HYVEDEMM455 / IBAN: DE45790200760347390402
Die Stiftung ist vom Finanzamt Würzburg unter der Steuernummer 257/147/00343 als gemeinnützig anerkannt. Zustiftungen und Spenden sind daher steuerlich absetzbar.

Gruppenbild Spendenübergabe
Stiftungsgründer Günter Hentschel (Mitte) und Prof. Dr. Christoph Reiners als Vertreter des Uniklinikums Würzburg (links) freuten sich über die Spendenübergabe von Chorleiter Fred Elsner, die stellvertretende Vorsitzende Susanne Vitzthum und Chormanager Rolf Schlegelmilch vom Gospel-Rock-Pop-Chor Voices (von links). Bild: Margot Rössler / Uniklinikum Würzburg

Erster Fachkongress für OP-Personal am Uniklinikum Würzburg

Das Uniklinikum Würzburg lädt Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten sowie Fachpersonal aus dem OP zu einem Kongress am Zentrum für Operative Medizin ein. Am Freitag, den 17. Mai 2019, geht es unter dem Titel „Zukunft gestalten – Chancen ergreifen“ sowohl um Themen aus der Berufspolitik, wie auch aus der Praxis im Operationssaal.

Operationsroboter „DaVinci“ im Einsatz
Der Operationsroboter „DaVinci“ im Einsatz am Uniklinikum Würzburg. Bild: Alexander Wilm / Uniklinikum Würzburg

Seit rund zwei Jahrzehnten prägt das Berufsbild der Operationstechnischen Assistentinnen und Assistenten (OTA) neben der Fachkrankenpflege die Arbeit in den Operations-, Diagnostik- und Interventionsbereichen von Kliniken aller Versorgungsstufen. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) begleitete diese Entwicklung und gründete unter anderem im Jahr 2013 eine eigene, seither erfolgreich agierende OTA-Schule. Basierend auf dieser Expertise vor Ort und ergänzt durch das Know-how externer Referenten veranstaltet das UKW am 17. Mai 2019 erstmals einen Kongress für Fachkräfte im OP. Im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin an der Oberdürrbacher Straße gibt es zwischen 8:30 und 16:30 Uhr Vorträge zu Fragen der Berufspolitik und Ausbildung, wie auch zu technologischen Entwicklungen und der interprofessionellen Kooperation im Operationssaal. Eine Ausstellung zu neuen medizintechnischen Produkten und Behandlungsmöglichkeiten rundet das Informationspaket des Tages ab.

Das detaillierte Programm des Fachkongresses „Zukunft gestalten – Chancen ergreifen“, die Teilnahmekonditionen und ein Anmeldeformular finden sich unter www.ukw.de/ota-kongress. Die Anmeldung ist bis zum 30. April 2019 möglich.

Pressemitteilung als PDF zum Download.

Operationsroboter „DaVinci“ im Einsatz
Der Operationsroboter „DaVinci“ im Einsatz am Uniklinikum Würzburg. Bild: Alexander Wilm / Uniklinikum Würzburg

Uniklinikum Würzburg: Ausgezeichnete Auszubildende in der Zahnmedizin

Das Uniklinikum Würzburg ist stolz auf zwei Zahnmedizinische Fachangestellte, die ihre Ausbildung in diesem Frühjahr mit Bravour abschlossen.

Gruppenbild ausgezeichnete ZMF und Professor Krastl
Die ausgezeichnete Zahnmedizinische Fachangestellte Selina Vogel mit Prof. Dr. Gabriel Krastl, dem Geschäftsführenden Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit des Uniklinikums Würzburg. Bild: Uniklinikum Würzburg

WSelina Vogel und Stella Zankova wurden im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kiefergesundheit (ZMK) des Uniklinikums Würzburg zu Zahnmedizinischen Fachangestellten ausgebildet. Aufgrund ihrer guten Kenntnisse und Fähigkeiten konnten beide im Februar 2019 vorzeitig die Abschlussprüfung ablegen. Zudem sprach die Regierung von Unterfranken Selina Vogel für ihren hervorragenden Abschluss der Berufsschule eine besondere Anerkennung aus. Sie kam an der Klara-Oppenheimer-Schule in Würzburg auf eine Abschlussnote von 1,3. Stella Zankova schloss mit einem Notendurchschnitt von 1,7 ab.
„Glücklicherweise konnten wir Selina Vogel für eine Weiterbeschäftigung in der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik gewinnen“, freut sich Prof. Dr. Gabriel Krastl. Der Geschäftsführende Direktor des ZMK gratulierte der frischgebackenen Fachangestellten mit einem Blumenstrauß.

Würzburger Forschungsverbundprojekt will neue Testsysteme für immunonkologische Therapien entwickeln

Gemeinsame Pressemitteilung 04.04.2019

Laborbild
Im Labor hergestellte Hautmodelle dienen als Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung eines Testsystems für Immuntherapeutika gegen das maligne Melanom. Bild: K. Dobberke / Fraunhofer ISC

Würzburger Forschungsverbundprojekt will neue Testsysteme für immunonkologische Therapien entwickeln

Innovative immunonkologische Therapien vor dem Einsatz im Mensch noch effizienter in neuen Zellmodellen testen – das ist das Ziel eines Forschungsverbundprojekts. Bei Erfolg könnten durch die Arbeit von Experten des Uniklinikums Würzburg, der Uni Würzburg sowie des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung zudem Tierversuche reduziert werden.

Das Forschungsprojekt ImmuTherM will neue Wege erarbeiten, wie sich die Wirksamkeit von Immuntherapien gegen das Maligne Melanom bestimmen lässt. Hinter dem Vorhaben stehen drei Würzburger Forscher und ihre jeweiligen Teams: Prof. Dr. Bastian Schilling von der Universitäts-Hautklinik, Privatdozent Dr. Niklas Beyersdorf vom Lehrstuhl für Immunologie der Julius-Maximilians-Universität (JMU) sowie Dr. Florian Groeber-Becker vom Fraunhofer-Translationszentrum Regenerative Therapien am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Verbundprojekt im Rahmen des Förderprogramms „Alternativen zum Tierexperiment“ in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 830.000 Euro.

Immun-Checkpoint-Blocker in der Krebstherapie aussichtsreich

Das maligne Melanom – auch bekannt als „Schwarzer Hautkrebs“ – ist eine der gefährlichsten Krebsarten und führt in Deutschland zu etwa 3.000 Todesfällen pro Jahr. Ein neuer Ansatz zur Behandlung des Melanoms ist die Immuntherapie mit sogenannten Immun-Checkpoint-Blockern (ICB). Immun-Checkpoints sind Rezeptoren auf der Membran von T-Zellen. Sie regulieren die Immunantwort dieser körpereigenen Abwehrzellen, wodurch beispielsweise Autoimmunreaktionen verhindert werden. „Leider sind Tumorzellen in der Lage, diese Checkpoints zu täuschen und dadurch dem Immunsystem zu entkommen“, schildert Bastian Schilling. Der Professor für Dermatologische Onkologie an der Hautklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Hier setzen die ICB an, indem sie die Checkpoints blockieren und so die Immunantwort der T-Zellen gegen den Tumor ermöglichen oder verstärken.“
Für die Entdeckung und Nutzbarmachung dieser biologischen Vorgänge für die Krebstherapie ging im Jahr 2018 der Nobelpreis für Medizin an den US-amerikanischen Immunologen James Allison und den japanischen Immunologen Tasuku Honjo. „Das unterstreicht die Bedeutung der Krebsimmuntherapien mit ICB. Umso wichtiger ist es, für den Test der jeweiligen Wirksamkeit dieser Therapien tragfähige Lösungen zu finden“, sagt Prof. Schilling.

Bisherige Testverfahren für die Translation wenig aussagefähig

Bisher konnte der Effekt von ICB in herkömmlichen Zellkultursystemen jedoch noch nicht belegt werden. Das heißt: Gerade für neuartige Immuntherapeutika besteht aktuell eine experimentelle Lücke zwischen der erfolgreichen Etablierung neuer Therapieprinzipien im Tierversuch und der klinischen Erprobung an Probanden oder Patienten, wie Dr. Beyersdorf, Arbeitsgruppenleiter am Institut für Virologie und Immunbiologie der JMU, berichtet.

Ziel: Neue, individuelle Testmodelle aufbauen

Deshalb soll im Forschungsprojekt ImmuTherM ein bereits vom Fraunhofer-Translationszentrum und vom UKW entwickeltes Modellsystem des malignen Melanoms um weitere Tumorzelllinien sowie um humane T-Zellen erweitert werden. „So können im Idealfall individuelle Testmodelle aufgebaut werden, bei denen T-Zellen und Melanomzellen vom selben Patienten stammen“, sagt Dr. Groeber-Becker. Der Leiter des Bereichs In-vitro-Testsysteme am Fraunhofer ISC ergänzt: „Diese neuen individuellen Testmodelle werden anhand von bekannten und bereits als Medikament eingesetzten ICB validiert. Wenn dieser Eignungstest bestanden ist, wird im nächsten Schritt eine neue Immuntherapie, basierend auf einem immobilisierten monoklonalen anti-CD28 Antikörper getestet. So lässt sich überprüfen, ob das Modell geeignet ist, die Wirkung eines noch unbekannten Therapeutikums zu überprüfen.“

Weiterer möglicher Effekt: Tierversuche reduzieren?

Zusammengenommen soll ImmuTherM eine neue Plattform etablieren, um Immuntherapien präklinisch möglichst nahe an der individuellen Patientensituation testen zu können. Sollte eine hohe Vorhersagekraft des Modells belegt werden, so könnte dadurch die Anzahl der benötigten Tierversuche in der frühen präklinischen Phase einer Wirkstoffentwicklung reduziert werden.
Das Vorhaben startet im April dieses Jahres.

Pressekontakt:

Dr. Florian Groeber-Becker, Projektkoordinator, Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC,
E-Mail: florian.kai.groeber-becker@ isc.fraunhofer.de

Marie-Luise Righi, Leitung PR und Kommunikation, Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC,
E-Mail: righi@ isc.fraunhofer.de

Dr. Esther Knemeyer Pereira, Leiterin der Pressestelle der Julius-Maximilians-Universität Würzburg,
E-Mail: esther.knemeyer@ uni-wuerzburg.de

Gemeinsame Pressemitteilung als PDF zum Download.

Laborbild
Im Labor hergestellte Hautmodelle dienen als Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung eines Testsystems für Immuntherapeutika gegen das maligne Melanom. Bild: K. Dobberke / Fraunhofer ISC

Infoveranstaltung: Die Nebenwirkungen von neuen Tumortherapien mildern

Moderne Krebstherapien können im Nebeneffekt Haut, Haare und Nägel der Patienten schädigen. Die Dermatologin Dr. Anja Gesierich zeigt in einer Infoveranstaltung des am Uniklinikum Würzburg angesiedelten Comprehensive Cancer Centers Mainfranken am 10. April auf, dass diese Probleme in vielen Fällen durch ein gutes Nebenwirkungsmanagement deutlich abgemildert werden können.

Tropf
Viele Krebstherapien sind mit Nebenwirkungen an Haut, Haaren und Nägeln verbunden Bild: Katja Ziegler / Uniklinikum Würzburg

Das Spektrum an möglichen Nebenwirkungen der Krebstherapie ist breit. Der Ausfall und die Strukturveränderung der Haare unter Chemotherapie sind da fast schon „Klassiker“. Hinzukommen können allerdings auch Ausschläge, Entzündungen und Pigmentveränderungen an der Haut. „Diese Probleme können insbesondere bei neuen Behandlungsmethoden, wie der Immuntherapie und anderen personalisierten Therapien, auftreten“, weiß Dr. Anja Gesierich. Die Oberärztin am Hautkrebszentrum des Uniklinikums Würzburg fährt fort: „Durch ein gutes Nebenwirkungsmanagement ist es möglich, einen großen Teil dieser Belastungen abzumildern. Dies ist ein wichtiger Beitrag dazu, dass die Patienten ihre Therapien auch im erforderlichen Umfang erhalten können.“
Die Ursachen den jeweiligen Nebenwirkungen an Haut und Nägeln sowie ihre Vermeidungsstrategien erläutert Dr. Gesierich bei einer kostenlosen Patientenveranstaltung des am Uniklinikum Würzburg angesiedelten Comprehensive Cancer Centers Mainfranken am Mittwoch, den 10. April 2019, zwischen 17:00 und 18:00 Uhr. Neben einem Vortrag gibt es ausreichend Gelegenheit für Tumorpatienten, ihre Angehörigen sowie sonstig Interessierte, Antworten auf individuelle Fragen zu bekommen.

Veranstaltungsort ist die Würzburger Universitäts-Hautklinik, Haus D8 an der Josef-Schneider-Straße. Anmelden kann man sich unter Telefon: 0931/20135350 oder E-Mail: anmeldung_ccc@ ukw.de.

Pressemitteilung als PDF zum Download.

Tropf
Viele Krebstherapien sind mit Nebenwirkungen an Haut, Haaren und Nägeln verbunden Bild: Katja Ziegler / Uniklinikum Würzburg

Das Uniklinikum Würzburg sucht Schmerzpatienten für Versorgungsforschungsstudie

Das Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin des Uniklinikums Würzburg sucht für die Versorgungsforschungsstudie „PAIN 2020“ Menschen mit noch nicht chronifizierten Schmerzen. Neben einer multiprofessionellen Einschätzung ihrer Beschwerden können sie von einem von zwei neuen, ambulanten Therapieprogrammen profitieren.

Behandlerteam des Zentrums für interdisziplinäre Schmerzmedizin
Das Behandlerteam des Zentrums für interdisziplinäre Schmerzmedizin des Uniklinikums Würzburg. Bild: Monika Baumgartl-Schlotter / Uniklinikum Würzburg
PAIN2020 Logo
PAIN2020 Logo

Das Projekt „PAIN 2020“ der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. und der Krankenkasse Barmer wird vom Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) gefördert. Es zielt darauf ab, die Versorgungsqualität und Versorgungseffizienz für Patienten mit Risikofaktoren für chronifizierende Schmerzen zu verbessern. Das an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie des Uniklinikums Würzburg (UKW) angesiedelte Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZIS) beteiligt sich an dieser Studie und sucht derzeit weitere Teilnehmer/innen. Zielgruppe sind Patienten mit Schmerzen, die ein erhöhtes Risiko für eine Chronifizierung aufweisen. Für eine Aufnahme in die Studie gelten folgende Bedingungen:
•    Die potenziellen Teilnehmer/innen müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
•    Sie leiden seit mehr als sechs Wochen unter Schmerzen oder Schmerz-Rezidiven trotz fachspezifischer Behandlung.
•    Der Schmerz schränkt ihre Lebensabläufe und ihre Lebensqualität ein.
•    Sie sind entweder aktuell seit vier Wochen arbeitsunfähig oder haben eine kumulierte Arbeitsunfähigkeit von mindestens sechs Wochen in den vergangenen zwölf Monaten.
•    Sie sind bei der Barmer Ersatzkasse versichert.

Multiprofessionelles Assessment als Kernelement

Bei der Studie erwartet sie ein multiprofessionelles Assessment – eine ärztliche, physiotherapeutische und psychologische Einschätzung der Beschwerden – unter einem Dach. Das Assessment am ZIS dauert etwa einen halben Tag. Die Experten besprechen das Ergebnis der Einschätzung mit dem Patienten. Anschließend wird gemeinsam entschieden, wie es weitergeht. Unter Umständen kommt eines der beiden neuen, im Rahmen von PAIN 2020 angebotenen ambulanten Therapiemodule in Frage. Option eins ist eine einmalige, dreistündige Schulung, Option zwei ein zehnwöchiges Gruppenprogramm. Die Sitzungen finden jeweils am frühen Abend statt und lassen sich also gut mit einer Berufstätigkeit vereinbaren. Bei beiden Therapieoptionen arbeiten Ärztinnen und Ärzte, Physiotherapeut/innen sowie Psycholog/innen eng zusammen. Ziel ist es, den Patienten selbst zum Experten für seine Beschwerden und den Umgang damit zu machen.
Die Teilnahme an der Versorgungsstudie „PAIN 2020“ ist kostenlos. Für weitere Informationen kontaktieren Interessierte das Zentrum für Interdisziplinäre Schmerzmedizin des Uniklinikums Würzburg unter Telefon: 0931 / 201-30300 oder E-Mail: PAIN2020@ ukw.de. Zusätzliche Details finden sich unter www.pain2020.de

Pressemitteilung als PDF zum Download.

Patienteninformationstag zu Prostatakrebs am Uniklinikum Würzburg

Das Prostatakarzinomzentrum des Uniklinikums Würzburg veranstaltet am Samstag, den 6. April 2019, erneut einen Patienteninformationstag. Die Expertenvorträge im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin thematisieren aktuelle Aspekte aus Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Selbsthilfe.

 

Das von der Deutschen Krebshilfe zertifizierte Prostatakarzinomzentrum des Uniklinikums Würzburg (UKW) lädt am Samstag, den 6. April 2019, wieder alle Interessierten dazu ein, wissenswerte Hintergründe und neue Erkenntnisse über die häufigste Krebsart des Mannes zu erfahren. Zwischen 10:00 und 14:00 Uhr werden neun Experten im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) an der Oberdürrbacher Straße zu diversen Aspekten referieren und die Fragen der Zuhörer/innen beantworten.

Diagnostik mit PSA und PSMA

Beispielsweise wird Dr. Arkadius Kocot über die Bedeutung des PSA-Wertes in der Prostatakrebsvorsorge informieren. „Auch wenn die routinemäßige PSA-Wertbestimmung wegen relativ häufiger falsch positiver Befunde nach wie vor umstritten ist, gibt es Studien, die belegen, dass über die Messung des Prostataspezifischen Antigens die Sterblichkeit am Prostatakarzinom reduziert werden kann“, schildert der Leitende Oberarzt der Urologischen Klinik des UKW.

Das Prostata-spezifische Membran Antigen (PSMA) gilt als ideales Zielmolekül für die Diagnostik sowie für zielgerichtete Therapien von Prostatakrebs. Prof. Dr. Andreas Buck, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des UKW, wird beim Infotag die Untersuchungsmöglichkeiten verdeutlichen, die sich aus der Kombination von PSMA und PET-CT ergeben.

Multiparametrisches MRT und Fusionsbiopsie

Eine weitere, vor allem in der Primärdiagnostik aussagefähige Untersuchungsmöglichkeit ist die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT). Dr. Florian Schneider, Oberarzt der Klinik für Radiologie am UKW, wird die Vorteile dieser Technik darstellen.
Durch die hochauflösende mpMRT ist es möglich, bösartige Veränderungen in der Prostata mit hoher Genauigkeit zu identifizieren. Anschließend können diese Veränderungen mithilfe einer Probenentnahme aus der Prostata – einer Biopsie – weiter abgeklärt werden. Privatdozent Dr. Georgios Hatzichristodoulou, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des UKW, wird über die Technik und die Vorteile der modernen Fusionsbiospie berichten.

Aktuelle Therapieoptionen

Medikamentös, radiologisch, operativ – für Prostatakrebs steht eine vergleichsweise breite Palette an Therapieoptionen zur Verfügung. Am Infotag erläutert die UKW-Urologin Dr. Anna Seitz die medikamentösen Behandlungschancen des metastasierten Prostatakarzinoms. Den „State of the Art“ bei operativen Verfahren schildert Prof. Dr. Hubert Kübler, der Direktor der Urologischen Universitätsklinik, während Dr. Bülent Polat, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, die Chancen und Vorteile der primären Strahlentherapie beschreibt.

Selbsthilfe und Psychoonkologie

Darüber hinaus werden am 6. April auch komplementäre Gesichtspunkte angesprochen, wie zum Beispiel die Leistungen der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Würzburg. Außerdem wird die Psychoonkologin Dr. Elisabeth Jentschke aufzeigen, welche psychischen Hilfen es für Prostatakrebs-Patienten gibt.

Die Teilnahme am Patienteninfotag ist kostenlos, das detaillierte Programm gibt es unter www.urologie.ukw.de, Rubrik „Veranstaltungen“.

Pressemitteilung als PDF zum Download