Aktuelle Pressemitteilungen

Selbsthilfe-Aktionstag: Einladung zum kommunikativen Spaziergang

Das Uniklinikum Würzburg veranstaltet am 1. Juli 2026 gemeinsam mit vielen Selbsthilfegruppen erneut den Aktionstag „Gehen wir ein Stück des Weges gemeinsam!“. Zum Programm gehört ein barrierefreier Spaziergang am Würzburger Main-Ufer, der einen zwanglosen Austausch ermöglicht.

Mainufer Spaziergang Selbsthilfegruppen
Die Teilnehmenden des Selbsthilfe-Aktionstags können auch in diesem Jahr wieder bei einem Spaziergang am Würzburger Mainufer unkompliziert Kontakte knüpfen. © Susanne Just / UKW

Würzburg. Zum vierten Mal bietet das für seine Selbsthilfefreundlichkeit ausgezeichnete Uniklinikum Würzburg (UKW) den Aktionstag „Gehen wir ein Stück des Weges gemeinsam!“ an. Am Mittwoch, 1. Juli 2026, sind dazu ab 16:00 Uhr wieder alle Selbsthilfegruppen und alle an Selbsthilfe Interessierten zu leichter Bewegung und unkompliziertem Austausch eingeladen. Vom Veranstaltungsort, dem Exerzitienhaus Himmelspforten in der Mainaustraße 42 in Würzburg, startet zunächst ein kurzer Spaziergang entlang des Mains, bevor man im Park des Exerzitienhauses zu einem Gartenfest zusammenkommt. Neben Getränken und kleinen Speisen stehen dort Infostände von zahlreichen Selbsthilfegruppen als Kommunikationspunkte zur Verfügung. 

Bei schlechtem Wetter entfällt der Spaziergang, aber der Aktionstag findet dennoch – dann im Inneren des Exerzitienhauses – statt.

Selbsthilfegruppen, die sich mit einem Infostand beteiligen wollen, sind herzlich eingeladen, sich jetzt noch anzumelden. 
Auch für alle Gäste der kostenlosen Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. 
Für beide Zwecke wird um eine Kontaktaufnahme unter E-Mail: selbsthilfe@ ukw.de gebeten.

 

Text: Pressestelle / UKW

Mainufer Spaziergang Selbsthilfegruppen
Die Teilnehmenden des Selbsthilfe-Aktionstags können auch in diesem Jahr wieder bei einem Spaziergang am Würzburger Mainufer unkompliziert Kontakte knüpfen. © Susanne Just / UKW

Uniklinik warnt: Betrugsmasche täuscht Klinikanrufe vor

Den Schockmoment des Angerufenen nutzen die Betrüger aus, um das Opfer zu unüberlegten Handlungen zu drängen, etwa zu einer hohen Geldzahlung

Würzburg. Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) warnt vor sogenannten „Schockanrufen“. Damit werden Betrugsversuche bezeichnet, bei denen sich Kriminelle am Telefon als Arzt, Polizist oder Familienangehörige ausgeben und eine Notlage oder gar die Lebensgefahr von Angehörigen vorgaukeln. Den Schockmoment des Angerufenen nutzen die Betrüger dann aus, um das Opfer zu unüberlegten Handlungen zu drängen, etwa zu einer hohen Geldzahlung.

Dem UKW sind nun zwei konkrete Fälle bekannt geworden, bei dem sich die Anrufer u.a. als „Professor am Universitätsklinikum Würzburg“ ausgegeben haben. Die Anrufer forderten die Gesprächspartner auf, unmittelbar eine fünfstellige Summe für die Behandlung eines Angehörigen zu zahlen. Die Anrufe stellten sich sehr schnell als Betrugsmasche heraus, denn die Angerufenen beendeten das Gespräch und nahmen direkt Kontakt zu den Angehörigen auf.

Das UKW rät zur Vorsicht und betont:

Das UKW fordert nicht zur Zahlung von Behandlungen per Telefon auf. Grundsätzlich werden Familienangehörige nicht per Telefon über plötzliche oder unerwartet schwere Diagnosen von Patienten im Erstkontakt informiert. Betroffene sollten niemals auf derartige Zahlungsaufforderungen eingehen und sich immer vergewissern, wenn der Anrufer großen Zeitdruck erzeugt.

Das Bundeskriminalamt rät dazu, bei solchen Schockanrufen, die tatsächlichen Angehörigen unter den bekannten Daten zu kontaktieren. Weitere Hinweise gibt es u.a. auf dieser Website des Bundeskriminalamtes. Personen, die einen solchen Schockanruf erhalten, wenden sich bitte an die örtlich zuständige Polizeidienststelle. Das UKW ist zudem telefonisch unter 0931 201-0 (Telefonzentrale) erreichbar.

Das UKW erfuhr von den Vorfällen, da sich die Angehörigen direkt beim UKW gemeldet haben. Auch an Standorten anderer großer Kliniken gab es ähnliche Betrugsversuche am Telefon. In Würzburg gab es im vergangenen Winter bereits eine Häufung dieser Betrugsmasche.

Personalia vom 26. Mai 2026 +++ Wir gratulieren herzlich!

Hier lesen Sie Neuigkeiten aus dem Bereich Personal: Neueinstellungen, Dienstjubiläen, Forschungsfreisemester und mehr.

Dr. Jürgen Kößler, Privatdozent für das Fachgebiet Transfusionsmedizin, Akademischer Direktor, Zentrale Einrichtung Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie, wurde mit Wirkung vom 08.05.2026 zum „außerplanmäßigen Professor“ bestellt.

einBlick - Das Online Magazin der Universität Würzburg vom 26. Mai 2026

Isolation im Extrem: Studie zeigt Risiken für Teamdynamik bei Langzeitmissionen

Untersuchung eines Überwinterungsteams in der Antarktis liefert neue Erkenntnisse zu Einsamkeit, Misstrauen und Konflikten unter extremen Bedingungen

Porträt von Sebastian Walther im Anzug mit Krawatte
Prof. Dr. Sebastian Walther, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) analysierte gemeinsam mit einem internationalen Team der Universitäten Bern, Zürich, Turin, Lissabon, Madrid und Melbourne wie sich Isolation und Enge auf das Überwinterungsteam an der Concordia-Station in der Antarktis auswirken. © Anna Wenzl / UKW
Winteridylle in der Antarktis - im Hintergrund die Concordia-Station
Die Umweltbedingungen auf der Concordia-Station gehören zu den extremsten auf der Erde: Die durchschnittliche Wintertemperatur beträgt −51 °C, die Extremwerte erreichen bis zu −80 °C. Auf einer Höhe von 3.200 Metern gelegen, sind die Bewohner der Concordia-Station einem reduzierten Sauerstoffgehalt und chronischem hypobarem Hypoxiestress ausgesetzt. © Jessica Studer
Sternenhimmel über der Concordia-Station - vorn im Bild eine Person, hinten die Station
Die Concordia-Station ist 950 Kilometer von der nächsten Küste, 1 670 Kilometer vom Südpol und 560 Kilometer von der nächstgelegenen Station entfernt. © Jessica Studer
Mond über der Concordia Station
Die Concordia-Station befindet sich auf einem ostantarktischen Plateau und wird gemeinsam vom französischen Polarinstitut (Institut Polaire Français Paul-Émile Victor, IPEV) und dem italienischen Antarktisprogramm (Programma Nazionale di Ricerche in Antartide, PNRA) betrieben. Während des antarktischen Winters, der von Mitte Februar bis Mitte November dauert, ist die Forschungsstation Concordia vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. © Jessica Studer

Ein zwölfköpfiges Überwinterungsteam an der Concordia-Station in der Antarktis – einem der realistischsten Analoga für zukünftige Weltraummissionen – wurde über einen Zeitraum von zehn Monaten von Forschenden begleitet. Mithilfe tragbarer Proximity-Sensoren und wiederholter psychologischer Erhebungen gelang es dem Studienteam um Prof. Dr. Sebastian Walther vom Universitätsklinikum Würzburg (UKW), detailliert darzustellen, wie sich sozialer Kontakt, Gruppenzusammenhalt, Konflikte sowie Gefühle von Einsamkeit und Misstrauen im Zeitverlauf verändern. Die im Journal PNAS (The Proceedings of the National Academy of Sciences) veröffentlichten Ergebnisse zeigen zunehmende zwischenmenschliche Spannungen, die Bildung von Untergruppen und steigendes Misstrauen trotz räumlicher Nähe. Die Resultate verdeutlichen zentrale psychosoziale Risiken für Teams in isolierten, begrenzten und extremen Umgebungen und zeigen zugleich das Potenzial tragbarer Sensoren für eine kontinuierliche, unaufdringliche Messung sozialer Interaktionen in kleinen Gruppen.

Würzburg. Mit der erfolgreichen Mondumrundung Anfang April ist die Menschheit einen weiteren Schritt in Richtung langfristiger Weltraummissionen gegangen. Während technische Hürden zunehmend überwunden werden, rückt eine weitere Herausforderung in den Fokus: das Zusammenleben von Menschen unter extremen Bedingungen. Obwohl gesunde zwischenmenschliche Beziehungen und der Teamzusammenhalt für den Missionserfolg entscheidend sind, fehlen detaillierte Langzeitdaten zur Entwicklung sozialer Interaktionen und zum Funktionieren von Teams während längerer Isolation. 

Überwinterungsteam der antarktischen Concordia-Station wurden zehn Monate mit Näherungssensoren begleitet

Das hat Prof. Dr. Sebastian Walther, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) nun geändert. Gemeinsam mit einem internationalen Team der Universitäten Bern, Zürich, Turin, Lissabon, Madrid und Melbourne analysierte der Psychiater, wie sich Isolation und Enge auf eine Crew auswirken. Dazu begleiteten die Forschenden zwölf Mitglieder des Überwinterungsteams der Concordia-Station in der Antarktis zehn Monate lang mit tragbaren Näherungssensoren und wiederholten psychologischen Befragungen.

Die isolierte, begrenzte, extreme Umgebung ist vergleichbar mit Weltraummissionen

Während des antarktischen Winters, der von Mitte Februar bis Mitte November dauert, ist die Forschungsstation Concordia vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. „Ihre extreme Abgeschiedenheit ist sogar größer als die der Internationalen Raumstation (ISS)“, erläutert Sebastian Walther. „Sie erfordert eine außergewöhnliche Vorbereitung auf Selbstversorgung in Notfällen und stellt eine erhebliche Belastung für die dort arbeitenden Teams dar.“ Für Aktivitäten im Freien müssen die Crewmitglieder schwere Schutzanzüge tragen und den extremen Bedingungen – bis zu minus 80 Grad auf einer Höhe von 3.200 Metern – trotzen. „Die feindlichen äußeren Bedingungen, die Abhängigkeit von Technologie zur Lebenserhaltung, begrenzte Rettungsmöglichkeiten und Kommunikationsverzögerungen sowie die räumliche Enge und die Arbeit in kleinen, isolierten multikulturellen Teams sind zentrale Merkmale, die ein Überwinterungsteam der Concordia-Station mit einer Langzeit-Weltraummission teilt“, so Walther. 

Bisherige Untersuchungen zu Überwinterungsteams in der Antarktis konzentrierten sich auf individuelle Faktoren wie Stimmung und Schlaf. Dabei zeigte sich eine konsistente Verschlechterung dieser Werte im Verlauf der Missionen. Walther und sein Team konzentrierten sich hingegen auf soziale Interaktionen, Misstrauen, Einsamkeit und Teamdynamik. Da eine extreme Isolation die Wahrnehmung von Häufigkeit und Qualität sozialer Interaktionen und Teamprozessen verzerren kann, kamen sogenannte Proximity-Sensoren zum Einsatz. Mithilfe dieser tragbaren Sensoren konnten alle näheren Interaktionen der Teammitglieder untereinander zuverlässig erfasst werden: Wer trifft wen, wie oft und wie lange? So entstand ein Netzwerk sozialer Kontakte im Team. 

Selbst psychisch robuste Personen entwickeln unter extremen Bedingungen paranoide Gedanken und misstrauen Teammitgliedern

Zusätzlich gaben Selbstauskünfte der Teammitglieder wertvolle Einblicke in subjektive Erfahrungen. Die Teilnehmenden berichteten beispielsweise bereits zur Mitte der Mission von erhöhtem Misstrauen, obwohl sie zuvor strenge Auswahlverfahren durchlaufen hatten. Nach einigen Monaten glaubten sie, dass andere über sie sprechen, oder sie beobachteten. 

„Diese paranoiden Tendenzen und das Misstrauen verdeutlichen, dass selbst psychisch robuste Personen unter extremen Bedingungen eine verzerrte soziale Wahrnehmung entwickeln können“, kommentiert Sebastian Walther. Diese psychologischen Dynamiken, welche die Funktionsfähigkeit von Teams in Langzeitmissionen beeinflussen können, wurden bislang wenig beachtet.

„Aus Untersuchungen mit Menschen mit manifestem paranoidem Erleben wissen wir, dass Nähe als besonders belastend und stressig empfunden wird“, sagt Walther und verweist auf zwei entsprechende Studien, die er dazu publiziert hat. Bislang wurde angenommen, dass Schlafstörungen und ein negatives Selbstkonzept besonders gefährlich für das Entstehen von paranoidem Erleben sind. Die aktuelle Studie zeige jedoch, so Walther, dass auch Isolation unter Extrembedingungen zu deutlichen paranoiden Symptomen führen könne.

Wenn Nähe zur Belastung wird – Mehr Kontakt, mehr Konflikt 

Die Ergebnisse zeigten neben einem Anstieg paranoider Gedanken auch stärkere Einsamkeit sowie eine Zunahme von Konflikten, während der Teamzusammenhalt und die individuell wahrgenommene Leistungsfähigkeit abnahmen. Interessanterweise nahmen die durch die Sensoren erfassten zwischenmenschlichen Interaktionen im Zeitverlauf zu, ohne jedoch mit verbessertem Wohlbefinden oder einer gesteigerten Teamdynamik einherzugehen. Im Gegenteil: Häufigere Kontakte führten teilweise sogar zu mehr Konflikten und einer größeren psychischen Belastung. Die Studie deutet somit darauf hin, dass nicht nur Isolation, sondern auch enge räumliche Begrenzung beziehungsweise dauerhafte räumliche Nähe eine zentrale Belastung darstellen und zwischenmenschliche Spannungen auslösen können. 

Risiko sozialer Fragmentierung in multikulturellen Teams

Zudem bildeten sich innerhalb des Teams, das sich aus Teilnehmenden italienischer und französischer Nationalität sowie einer Person aus einem weiteren Mitgliedsstaat der European Space Agency (ESA) zusammensetzte, Untergruppen entlang von Sprache und Nationalität. Dieses Muster entspricht dem Prinzip der Homophilie nach dem Motto „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ und zeigt hier, dass Menschen unter Unsicherheit dazu neigen, sich stärker mit ähnlichen Gruppen zu identifizieren. Die Autoren vermuten, dass sich die Gruppengrenzen mit zunehmender Erschöpfung verstärkt haben und weisen auf das Risiko einer sozialen Fragmentierung und Polarisierung in internationalen Missionen hin. 

SocioPatterns-Sensoren eignen sich als Instrument zur langfristigen Überwachung von Teaminteraktionen in ICE-Umgebungen 

Für zukünftige Langzeitmissionen, etwa zum Mars, könnten solche Dynamiken von entscheidender Bedeutung sein. „Erfolg im All hängt nicht nur von der Technik ab, sondern auch davon, wie gut Menschen unter extremen Bedingungen zusammenarbeiten“, kommentiert Sebastian Walther. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass tragbare Sensoren – in der Studie kamen so genannte SocioPatterns-Sensoren zum Einsatz – ein vielversprechendes Instrument sind, um Teaminteraktionen in sogenannten ICE-Umgebungen (engl. isolated, confined, extreme, dt. isoliert, begrenzt, extrem) kontinuierlich und unaufdringlich zu erfassen und potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen.

Die gewonnenen Erkenntnisse sind nicht nur für die Raumfahrt relevant: Sie könnten auch in anderen extremen Arbeitsumgebungen wie etwa in U-Booten, auf Offshore-Plattformen oder eben in abgelegenen Forschungs- und Militärstationen helfen, Teams stabiler und widerstandsfähiger zu machen.

Information zur Concordia-Station: Die Concordia-Station befindet sich auf einem ostantarktischen Plateau und wird gemeinsam vom französischen Polarinstitut (Institut Polaire Français Paul-Émile Victor, IPEV) und dem italienischen Antarktisprogramm (Programma Nazionale di Ricerche in Antartide, PNRA) betrieben. Die Station wurde 2004 als Forschungszentrum für verschiedene Disziplinen, darunter Glaziologie, Atmosphärenwissenschaften, Astronomie, Astrophysik, Geowissenschaften und Technologie, gegründet. Auf einer Höhe von 3.200 Metern gelegen, sind die Bewohner der Concordia-Station einem reduzierten Sauerstoffgehalt und chronischem hypobarem Hypoxiestress ausgesetzt. Die Umweltbedingungen gehören zu den extremsten auf der Erde: Die durchschnittliche Wintertemperatur beträgt −51 °C, die Extremwerte erreichen bis zu −80 °C. Die abgelegene Lage – 950 Kilometer von der nächsten Küste, 1 670 Kilometer vom Südpol und 560 Kilometer von der nächstgelegenen Station entfernt – verstärkt die Isolation zusätzlich.

Text: Kirstin Linkamp / Wissenschaftskommunikation

Publikation: Andrea Cantisani, Jan B. Schmutz, Pedro Marques-Quinteiro, Lorenzo Dall’Amico, Ciro Cattuto, Mirko Antino, Walter J. Eppich, Katharina Stegmayer, and Sebastian Walther. Social interactions in isolated, confined, and extreme environments: A study of Antarctic winter teams using wearable sensors. PNAS. 2026 Vol. 123 No. 0 e2533420123 https://doi.org/10.1073/pnas.2533420123

Porträt von Sebastian Walther im Anzug mit Krawatte
Prof. Dr. Sebastian Walther, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) analysierte gemeinsam mit einem internationalen Team der Universitäten Bern, Zürich, Turin, Lissabon, Madrid und Melbourne wie sich Isolation und Enge auf das Überwinterungsteam an der Concordia-Station in der Antarktis auswirken. © Anna Wenzl / UKW
Winteridylle in der Antarktis - im Hintergrund die Concordia-Station
Die Umweltbedingungen auf der Concordia-Station gehören zu den extremsten auf der Erde: Die durchschnittliche Wintertemperatur beträgt −51 °C, die Extremwerte erreichen bis zu −80 °C. Auf einer Höhe von 3.200 Metern gelegen, sind die Bewohner der Concordia-Station einem reduzierten Sauerstoffgehalt und chronischem hypobarem Hypoxiestress ausgesetzt. © Jessica Studer
Sternenhimmel über der Concordia-Station - vorn im Bild eine Person, hinten die Station
Die Concordia-Station ist 950 Kilometer von der nächsten Küste, 1 670 Kilometer vom Südpol und 560 Kilometer von der nächstgelegenen Station entfernt. © Jessica Studer
Mond über der Concordia Station
Die Concordia-Station befindet sich auf einem ostantarktischen Plateau und wird gemeinsam vom französischen Polarinstitut (Institut Polaire Français Paul-Émile Victor, IPEV) und dem italienischen Antarktisprogramm (Programma Nazionale di Ricerche in Antartide, PNRA) betrieben. Während des antarktischen Winters, der von Mitte Februar bis Mitte November dauert, ist die Forschungsstation Concordia vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. © Jessica Studer

Von der Reha in die Routine: Kann ein Nachsorgegespräch beim Hausarzt das Dranbleiben erleichtern?

Eine medizinische Rehabilitation kann viel bewirken – doch die eigentliche Herausforderung beginnt oft erst danach: im Alltag.

Das Forschungsteam des Projekts RENAGE bei der Arbeit am Gesprächsleitfaden für das Nachsorgegespräch in Hausarztpraxen. V.l.n.r.: PD Dr. Matthias Lukasczik, Dr. Jennifer Seeger, Roland Küffner. Foto: Kathrin Klotzbach/UKW

Viele Patientinnen und Patienten fragen sich, wie sie die Empfehlungen zu Ernährung, Bewegung oder Stressbewältigung zuhause praktisch umsetzen können. Die Arbeitsgruppe Rehabilitationswissenschaften im Zentrum für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Würzburg befasst sich mit diesen Fragen in einer aktuellen Studie. Im Mittelpunkt steht die Rolle von Hausarztpraxen bei der gezielten Unterstützung von Patientinnen und Patienten in den Wochen nach der Reha. Im Mai startete die Datenerhebung für das Forschungsprojekt RENAGE – Reha-Nachsorgegespräch.

Die Rolle der Hausarztpraxis beim Reha-Erfolg

Eine Reha kann Patientinnen und Patienten helfen, körperliche Fitness zurückzugewinnen, den Alltag besser zu bewältigen und Strategien zu entwickeln, um Stress oder Überlastung vorzubeugen. Doch nach der Rückkehr in den Alltag zeigt sich oft: Das Erlernte zur Gewohnheit werden zu lassen, fällt schwer. Viele Nachsorgeangebote wie Reha-Sport, Ernährungsberatung oder spezielle Programme der Rentenversicherung werden zwar empfohlen, doch nur ein Teil der Patientinnen und Patienten nimmt diese Angebote wahr.

Hausärztinnen und Hausärzte könnten hier eine entscheidende Rolle spielen, indem sie den Übergang in den Alltag begleiten, ihre Patientinnen und Patienten motivieren und dabei helfen, Hindernisse zu überwinden.

„Die Aufrechterhaltung der guten Ergebnisse einer medizinischen Rehabilitation im Alltag ist kein Selbstläufer. Patientinnen und Patienten können sehr davon profitieren, wenn ihre Hausärztin oder ihr Hausarzt sie dabei gezielt unterstützt“, sagt Projektleiter PD Dr. Matthias Lukasczik.

Ein kurzes Gespräch mit langfristiger Wirkung?

Im Zentrum des Projekts steht ein einmaliges Nachsorgegespräch in der Hausarztpraxis, das etwa vier bis acht Wochen nach der Reha stattfinden soll und durch einen speziell entwickelten Leitfaden für die Hausärztinnen und -ärzte unterstützt wird.

Ziel des Gesprächs ist es, gemeinsam zu besprechen, welche Empfehlungen aus der Reha bereits umgesetzt werden konnten, welche Schwierigkeiten dabei eventuell aufgetreten sind und wie die Hausärztin oder der Hausarzt bei der weiteren Umsetzung helfen kann. Die Patientinnen und Patienten erhalten vorab eine kurze Gesprächshilfe, um sich gezielt auf das Gespräch vorzubereiten und ihre Fragen oder Anliegen zu sammeln.

„Mit RENAGE möchten wir herausfinden, ob ein kurzes, strukturiertes Gespräch in der Hausarztpraxis die Umsetzung von Nachsorgeempfehlungen aus der Reha nachhaltig fördern kann“, erklärt PD Dr. Matthias Lukasczik.

Knapp 350 Patientinnen und Patienten sollen teilnehmen

An der Studie beteiligen sich fünf medizinische Reha-Einrichtungen in Bayern. Insgesamt sollen 348 Patientinnen und Patienten sowie mindestens 77 Hausärztinnen und Hausärzte teilnehmen. Die Patientinnen und Patienten werden direkt in den Reha-Kliniken angesprochen. Wer zustimmt, erhält Fragebögen zu mehreren Zeitpunkten: am Ende der Reha, nach dem Nachsorgegespräch und vier Monate später.

Die Teilnehmenden werden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine Hälfte erhält zusätzlich eine Einladung zum Nachsorgegespräch in der Hausarztpraxis, während die andere Hälfte als Kontrollgruppe kein solches Gespräch erhält. So wird untersucht, ob das Nachsorgegespräch langfristig dazu beiträgt, dass die Empfehlungen aus der Reha besser umgesetzt werden. Zusätzlich wird bewertet, wie praktikabel das Konzept für die Hausarztpraxen ist und wie die Patientinnen und Patienten das Gespräch erleben.

Forschung für eine bessere Reha-Nachsorge

Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe Rehabilitationswissenschaften im Zentrum für Psychische Gesundheit des Universitätsklinikums Würzburg durchgeführt. Die Gruppe hat unter der Leitung von PD Dr. Karin Meng bereits zahlreiche Projekte zur medizinischen Rehabilitation umgesetzt, unter anderem zur Patientenschulung und zur Unterstützung beim Alltagstransfer von Reha-Inhalten.

Gefördert wird RENAGE durch die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern mit rund 330.000 Euro. Die Laufzeit beträgt drei Jahre (Dezember 2024 bis November 2027).

Weitere Informationen zum Projekt finden Interessierte unter: www.renage.de

Das Forschungsteam des Projekts RENAGE bei der Arbeit am Gesprächsleitfaden für das Nachsorgegespräch in Hausarztpraxen. V.l.n.r.: PD Dr. Matthias Lukasczik, Dr. Jennifer Seeger, Roland Küffner. Foto: Kathrin Klotzbach/UKW

Datenabfluss bei externem Abrechnungs-Dienstleister

Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) wurde über einen kriminellen Datendiebstahl bei einem externen Dienstleister informiert, der für zahlreiche Kliniken in Deutschland private oder wahlärztliche Leistungen abrechnet. 
Der Cyberangriff betraf ausschließlich den externen Dienstleister und nicht das UKW selbst. 

Das UKW wird die Patientinnen und Patienten, bei denen durch den Cyberangriff sensible Daten betroffen sind, sobald wie möglich persönlich informieren. Derzeit prüfen wir mit dem Abrechnungsunternehmen noch, in welchem Ausmaß Patientinnen bzw. Patienten des Universitätsklinikums Würzburg betroffen sind. 

Herz und Immunsystem gemeinsam im Blick: DFG verlängert Würzburger Sonderforschungsbereich

Der Sonderforschungsbereich (SFB) „Kardio-immune Schnittstellen“ der Universitätsmedizin Würzburg erhält für weitere vier Jahre eine Förderung von zwölf Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

In grün leuchtet das Herz, in gelb die Immunzellen.
In dem SFB „Kardio-immune Schnittstellen“ betrachten die Forschenden das Herz durch die Linse der Immunologie. Diese Lichtblatt-Fluoreszenz-Mikroskopie zeigt eine massive Infiltration von Immunzellen in das Herz nach einem Infarkt. In Grün ist die Morphologie des Herzens zu sehen, in Gelb leuchten die Antikörper, die an das CD45-Antigen der Leukozyten gebunden haben. © Anne Auer / DZHI
Eine Illustration erstellt mit KI, die den Oberkörper zeigt und das Herz, drumherum einige therapeutische Optionen.
Im Zentrum des SFB 1525 "Kardio-immune Schnittstellen" stehen die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Immunzentrum und dem Herzen sowie die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze. Illustration erstellt mit ChatGPT/OpenAI; Prompt durch H. Bartolomaeus/SFB 1525

Würzburg. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine der herausragenden Stärken der Universitätsmedizin Würzburg. Auf dem Campus arbeiten die unterschiedlichsten Bereiche zusammen, um die Vorbeugung, Diagnose und Behandlung verschiedener Erkrankungen zu verbessern. Bestes Beispiel hierfür ist der Sonderforschungsbereich (SFB 1525) „Kardio-immune-Schnittstellen“, auf englisch Cardioimmune Interfaces. 

In dem seit Ende 2022 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereich (SFB) untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Kardiologie, Immunologie, RNA-Biologie, Bioinformatik, Bildgebung, Nuklearmedizin und Pharmazie gemeinsam auf dem Würzburger Campus die Entzündungsreaktionen und immunologischen Prozesse, die bei verschiedenen Herzmuskelerkrankungen ausgelöst werden. 

Weltweit einzigartiger Forschungsverbund

„Wir bringen Expertinnen und Experten zu fokussierten aber wichtigen Thema zusammen, die vorher noch nie zusammengearbeitet haben. Damit ist es uns in Würzburg gelungen, ein weltweit einzigartiges Zentrum zu etablieren“, sagt Prof. Dr. med. Stefan Frantz, Direktor der Medizinischen Klinik I des UKW und Sprecher des SFB. Die außergewöhnliche Dynamik und die enge Verzahnung der einzelnen Projekte von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung haben die Gutachterinnen und Gutachter überzeugt: Die DFG hat nun die zweite Förderperiode bewilligt. In den kommenden vier Jahren erhält der SFB weitere zwölf Millionen Euro. 

Entzündungsreaktionen als Schlüsselmechanismus

Entzündungsreaktionen und immunologische Prozesse sind bei vielen Herzerkrankungen entscheidend beteiligt – mit sowohl schützenden als auch schädlichen Effekten. Nach einem Herzinfarkt unterstützt die Immunaktivierung zunächst die Heilung, kann bei anhaltender Reaktion jedoch die Herzfunktion beeinträchtigen. Auch bei chronischen Durchblutungsstörungen und Herzschwäche spielt das Immunsystem eine zentrale Rolle. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind jedoch noch nicht vollständig verstanden. „Erst wenn wir diese Mechanismen verstehen, können wir sie gezielt therapeutisch nutzen“, sagt Stefan Frantz.

In der ersten Förderperiode des SFB konzentrierten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst auf vier Fragestellungen. Finden wir neue mechanistische Wege, wie anhaltende Immunreaktionen und Entzündungen eine schlechte Herzfunktion beeinflussen können? Können wir nicht invasiv mit Bildgebung herausfinden, ob eine erhöhte Entzündungsreaktion vorliegt? Wie gelingt die Translation, also wie können wir die Ideen aus der Grundlagenforschung in die Klinik bringen? Und schließlich: Wie bilden wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sowohl die Entzündung als auch die Kardiologie beherrschen?

Interaktionen zwischen Antigenen und Antikörpern sowie Antigenen und T-Zellen

„Mich persönlich fasziniert die Interaktionen zwischen Antigenen und Antikörpern sowie zwischen Antigenen und T-Zellen. Das heißt, wie unser Immunsystem mit seinen aktiven Abwehrzellen, den T-Zellen, und seinen Werkzeugen, den Antikörpern, auf körpereigene Schäden reagiert“, schildert Stefan Frantz. „Spannend finde ich auch, wie diese Prozesse durch Infektionen beeinflusst werden und welche Erkenntnisse moderne Bildgebungsverfahren liefern können. Damit lassen sich Prozesse im Körper untersuchen, die bisher kaum nachvollziehbar waren.“ 

Prof. Dr. med. Alma Zernecke-Madsen, stellvertretende Sprecherin des SFB und Leiterin des Instituts für Experimentelle Biomedizin II am UKW, ergänzt: „In unserem Verbund betrachten wir das Herz durch die Linse der Immunologie. Unser Ziel ist es, neue immunologische Mechanismen zu identifizieren und damit auch Ansätze für die Diagnose und die Immuntherapie der Herzschwäche zu finden.“ 

Internationale Aufmerksamkeit für die Würzburger Kardioimmunologie

Die Forschung und Verwaltung des SFB werden von den wissenschaftlichen Sekretären Prof. Dr. med. Ulrich Hofmann und Prof. Dr. rer. nat. Gustavo Ramos koordiniert. Für sie war ein Highlight der ersten Förderperiode die Ausrichtung des zweiten Kardioimmunologie-Kongresses im oberfränkischen Kloster Banz, der mit finanzieller Unterstützung der DFG durchgeführt wurde. Im Juni 2024 kamen 135 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt nach Oberfranken, um sich drei Tage lang über die neueste Forschung an der Schnittstelle von Immunologie und Kardiologie auszutauschen, einen Überblick über die jüngsten Fortschritte bei der Steuerung therapeutischer Interventionen bei kardialen Entzündungen zu erhalten und sich zu vernetzen (siehe dazu die PM vom 9.7.2024).

Nachwuchs für ein neues Forschungsfeld

Um das Forschungsfeld bundesweit zu vernetzen, initiierte Gustavo Ramos im vergangenen Jahr in der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) die Arbeitsgruppe „Kardio-Immunologie“ (AG 46). Das nationale Netzwerk soll die Forschung an der Schnittstelle von Herzmedizin und Immunologie in Deutschland stärken. Ramos setzt sich zudem intensiv für den Nachwuchs ein. So initiierte er beispielsweise die inzwischen jedes Jahr stattfindende „Summer School Cardio-Immune Interfaces“, die von Studierenden organisiert wird und Doktorandinnen und Doktoranden aus der ganzen Welt anzieht. 

„Für den Fortschritt in der Kardioimmunologie brauchen wir Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sowohl kardiologisch als auch immunologisch denken – nur so gelingt echte Translation und interdisziplinäre Zusammenarbeit“, erläutert Gustavo Ramos. Der Biologe hat seit Dezember 2023 eine von der DFG geförderte Heisenberg-Professur für Immunkardiologie inne. Nach erfolgreicher Evaluation wird diese 2029 in eine permanente Professur überführt (siehe dazu die PM vom 12.12.2023). 

Laut Stefan Frantz ist auch das eine Erfolgsgeschichte. Insgesamt erhielt jeder dritte der knapp 30 Wissenschaftler, die im SFB ein Projekt leiten, in der letzten Förderperiode eine Professur oder konnte am Standort gehalten werden. Zudem wurden rund 40 Promotionsstellen geschaffen. Auch die Zahl der Publikationen aus der ersten Förderperiode kann sich sehen lassen: Der SFB verzeichnete mehr als 200 Publikationen, davon wurde jede fünfte in einer Fachzeitschrift mit einem Impact Factor von über 20 veröffentlicht, gehört also zu weltweit herausragenden Publikationen. Darüber hinaus konnten zwei Patente angemeldet werden: eines für die Bildung und eines für eine CAR-T-Zelle.

Neue Projekte zur CAR-T-Zelle, Nanotechnologie und Spatial Transcriptomics

CAR-T-Zellen wurden ursprünglich für die Krebsbehandlung entwickelt und sind in der EU bislang nur zur Behandlung bestimmter hämatologischer Krebserkrankungen zugelassen. Würzburg hat sich international als bedeutender Forschungsstandort für CAR-T-Zelltherapien etabliert. Im Gegensatz zu klassischen Chemotherapien bekämpfen CAR-T-Zellen den Tumor nicht direkt mit einem Medikament, sondern sie verstärken das eigene Immunsystem gezielt. Deshalb wird diese Technologie inzwischen auch für andere Erkrankungen erforscht, jetzt zum Beispiel auch im Sonderforschungsbereich „Kardio-immune Schnittstellen“. In der zweiten Förderperiode sollen gemeinsam mit der Würzburger Hämatologie CAR-T-Zellen konstruiert werden, die sich positiv auf das Herz auswirken.

Ein weiteres neues Forschungsprojekt stammt aus dem Bereich der Pharmazie. In diesem werden nanoskalige Trägersysteme entwickelt, um Arzneistoffe bzw. bildgebende Komponenten gezielt an definierte Zielstrukturen zu transportieren. Ebenfalls neu ist ein Projekt im Bereich Spatial Transcriptomics, in dem Genexpressionsprofile einzelner Zellen direkt im Gewebekontext analysiert werden. Mithilfe selbst entwickelter Organoidmodelle können diese Prozesse funktionell untersucht werden.

Neue Wege für Diagnostik und Therapie

Alle bereits etablierten Forschungsprojekte werden zudem kontinuierlich vorangetrieben. „Schließlich ist der SFB auf die maximale Förderdauer von zwölf Jahren ausgelegt“, sagt Stefan Frantz und blickt mit Stolz und Freude auf das Konsortium: „Das Ganze hat sich strukturell wunderbar entwickelt. Der gesamte Standort ist engagiert. So kommen wir unserem Ziel, neue immunbasierte Diagnose- und Therapiewege im Bereich der Kardiovaskulärmedizin zu entwickeln, entschieden näher.“

In grün leuchtet das Herz, in gelb die Immunzellen.
In dem SFB „Kardio-immune Schnittstellen“ betrachten die Forschenden das Herz durch die Linse der Immunologie. Diese Lichtblatt-Fluoreszenz-Mikroskopie zeigt eine massive Infiltration von Immunzellen in das Herz nach einem Infarkt. In Grün ist die Morphologie des Herzens zu sehen, in Gelb leuchten die Antikörper, die an das CD45-Antigen der Leukozyten gebunden haben. © Anne Auer / DZHI
Eine Illustration erstellt mit KI, die den Oberkörper zeigt und das Herz, drumherum einige therapeutische Optionen.
Im Zentrum des SFB 1525 "Kardio-immune Schnittstellen" stehen die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Immunzentrum und dem Herzen sowie die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze. Illustration erstellt mit ChatGPT/OpenAI; Prompt durch H. Bartolomaeus/SFB 1525