Aktuelle Pressemitteilungen

Personalia vom 13. Dezember 2022 - Wir gratulieren!

Hier lesen Sie Neuigkeiten aus dem Bereich Personal: Neueinstellungen, Dienstjubiläen, Forschungsfreisemester und mehr.

Dr. Ralf Krug, Oberarzt, Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, wurde mit Wirkung vom 23.09.2022 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbesondere Zahnerhaltung“ erteilt.

 

einBlick - Das Online-Magazine der Universität Würzburg vom 13. Dezember 2022

 

Weltweit größte Studie zur Verbesserung der Dialyse

In der Studie RESOLVE wird in acht Ländern unter realen Bedingungen die vergleichende Wirksamkeit von zwei Standard-Dialysat-Natriumkonzentrationen bewertet. Für die Koordination in Deutschland konnte Jule Pinter vom Uniklinikum Würzburg bei der DFG eine Förderung von 1,16 Millionen Euro einwerben.

Studienaufbau: Kann eine Standard-Dialysat-Natriumkonzentration von 137 mmol/l verglichen mit 140 mmol/l kardiovaskuläre Ereignisse und Todesfälle bei erwachsenen Hämodialysepatientinnen und -patienten verringern?
In der weltweit größten Studie klinischen Versorgungsstudie zur langfristigen Verbesserung des Dialysequalitätsstandards RESOLVE untersucht Jule Pinter vom Uniklinikum Würzburg gemeinsam mit einem internationalen Team die optimale Natriumkonzentration im Dialysat.
Screenshot vom Patientenfilm: Kann eine Standard-Dialysat-Natriumkonzentration von 137 mmol/l verglichen mit 140 mmol/l kardiovaskuläre Ereignisse und Todesfälle bei erwachsenen Hämodialysepatientinnen und -patienten verringern?
Bei der Dialyse wird das Blut der Patientinnen und Patienten durch den Hämodialysator geleitet und von Giftstoffen gereinigt. Über die Spülflüssigkeit werden Substanzen aus dem Blut entfernt und im Gegenstromprinzip hinzugefügt. Liegt die Konzentration der einzelnen Komponenten im Dialysat über der Konzentration im Blut des Dialysepflichtigen, fließen die entsprechenden Substanzen ins Blut, ist die Konzentration einer Substanz im Dialysat niedriger, wird sie dem Blut entzogen. Copyright: Markus Koch
Das Bild zeigt die angehende Nephrologin Jule Pinter im Büro.
Dr. Jule Pinter aus der Medizinischen Klinik und Poliklinik I im Uniklinikum Würzburg koordiniert die RESOLVE-Studie in Deutschland. Sie hat dafür bei der DFG 1,16 Millionen Euro eingeworben. © UKW

Mehr als 100.000 Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung benötigen hierzulande regelmäßig eine Hämodialyse. Da ihre Niere den lebenswichtigen Job nicht mehr ausreichend erfüllen kann, übernimmt die Blutwäsche die Funktion. Bei dieser Nierenersatztherapie wird das Blut der Patientinnen und Patienten in der Regel dreimal pro Woche durch eine „künstliche Niere“, den so genannten Hämodialysator, geleitet, und von Giftstoffen gereinigt. Über die Spülflüssigkeit, dem Dialysat, werden Substanzen aus dem Blut entfernt und im Gegenstromprinzip hinzugefügt. Das heißt: Liegt die Konzentration der einzelnen Komponenten im Dialysat über der Konzentration im Blut des Dialysepflichtigen, fließen die entsprechenden Substanzen ins Blut, ist die Konzentration einer Substanz im Dialysat niedriger, wird sie dem Blut entzogen. Neben Kalium, Kalzium und Magnesium ist ein wichtiges Substrat das Natriumchlorid. Der Körper benötigt dieses Salz für Nerven, Muskeln, Zellfunktionen, Verdauung und Knochenbau. Da Salz Wasser bindet, ist Natrium auch wichtig für die Regulation des Wasserhaushalts und den Blutdruck.

Optimum an Salz

Doch wie viel Natrium benötigen Dialysepflichtige? Was ist zu wenig? Was ist zu viel? Hat die Natrium-Konzentration im Dialysat möglicherweise einen Effekt auf die Sterblichkeit? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich gerade Dr. Jule Pinter aus der Medizinischen Klinik und Poliklinik I im Uniklinikum Würzburg.

„Obwohl die Dialyse die Lebensdauer der Nierenkranken verlängern kann, bleibt die Sterblichkeit der Dialysepflichtigen unverändert hoch. Eine der häufigsten Todesursachen sind kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzversagen“, erläutert die angehende Nephrologin und erklärt mögliche Ursachen: „Die Herz-Kreislauf-Probleme sind oft mit einer linksventrikulären Hypertrophie assoziiert. Dabei ist aufgrund einer erhöhten chronischen Belastung das Herzmuskelgewebe in der linken Herzkammer vergrößert. Ein Auslöser könnte unter anderem ein so genannter Natriumexzess sein, wenn also ein Salzüberschuss vorliegt.“

Qualitätsstandard in der Versorgung von Dialysepflichtigen verbessern

In der weltweit größten Studie klinischen Versorgungsstudie zur langfristigen Verbesserung des Dialysequalitätsstandards untersucht Jule Pinter gemeinsam mit einem internationalen Team nun die optimale Natriumkonzentration im Dialysat. Die Studie RESOLVE (Randomised Evaluation of SOdium dialysate Levels von Vascular Events, deutsch: Randomisierte Evaluation der Natrium-Dialysat-Konzentration auf kardiovaskuläre Ereignisse) soll klären, ob eine Standard-Dialysat-Natriumkonzentration von 137 mmol/l verglichen mit 140 mmol/l kardiovaskuläre Ereignisse und Todesfälle bei erwachsenen Hämodialysepatientinnen und -patienten verringert. Geleitet wird die Studie von der University of Sydney. Insgesamt sollen in den kommenden fünf Jahren 414 Dialysezentren in Australien, China, Indien, Malaysia, Kanada, Frankreich, England und Deutschland teilnehmen. In Deutschland wird die Studie von Jule Pinter koordiniert. Ihr Ziel ist es, 15 Hämodialysezentren mit etwa 2.550 erwachsenen Patienten einzubringen. In sechs Zentren soll zudem eine Teilstudie stattfinden. „Darin untersuchen wir an 400 Dialysepflichtigen, ob eine geringere Salzzufuhr während der Dialyse die Überwässerung, die wir mittels Bioimpedanzspektroskopie messen, verringert“, schildert die Medizinerin.

Bislang gibt es keine evidenzbasierten Empfehlungen

Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit insgesamt 1,16 Millionen Euro gefördert. „Das zeigt, wie wichtig diese Versorgungsstudie ist“, freut sich Jule Pinter. Die Nephrologie sei bislang etwas stiefmütterlich behandelt worden, es gebe keine evidenzbasierten Empfehlungen für die Dialyse, weder für das Dialysat noch für die Häufigkeit der Nierenersatztherapie. „Dabei gehen Prognosen in den nächsten Jahren von einem beträchtlichen Anstieg der Dialysepflichtigen aus. Bis zum Jahr 2040 werde sich die Fallzahl um 20 bis 23 Prozent erhöhen“, bemerkt Prof. Dr. Christoph Wanner, der in der Studie als Mentor fungiert.

Stellenausschreibungen

Zur Verstärkung ihres Teams in Würzburg sucht Jule Pinter noch eine/n Clinical Trial Manager/in sowie eine/n Projektkoordinator/in. Details dazu finden Sie unter www.ukw.de/karriere/stelle/clinical-trial-manager-position und www.ukw.de/karriere/stelle/projektkoordinator

*https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8497075/

 

Hinweis: In unserem digitalen Adventskalender „Forschende öffnen ihre Türchen“ stellt hinter der 13. Tür Dr. Jule Pinter die Studie RESOLVE vor. Der Film und viele weitere aus der bunten Palette an Forschungsprojekten im UKW können auf www.ukw.de/advent geöffnet werden. 

 

Vier Auszeichnungen für Würzburg

Bei der Jahressitzung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften spielte Würzburg eine besondere Rolle. Gleich vier Vertreterinnen und Vertreter von Uni und Uniklinikum erhielten Auszeichnungen.

Am Samstag, 3. Dezember 2022, hatte die Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW) zu ihrer feierlichen Jahressitzung in den Herkulessaal der Münchner Residenz geladen. Der bisherige Akademiepräsident Thomas O. Höllmann blickte dabei zurück auf das Akademiejahr und übergab das Amt an seinen Nachfolger, den Nuklearmediziner Markus Schwaiger. Zudem verlieh die Akademie Preise im Wert von insgesamt 46.000 Euro.

Auszeichnungen

Der Mediziner Michael Hudecek wurde für seine bahnbrechenden Forschungen im Bereich der Präzisionsmedizin mit dem Friedrich Wilhelm Schelling-Preis ausgezeichnet. Dotiert mit 25.000 Euro ist er der wichtigste Forschungspreis der BAdW und wird alle zwei Jahre verliehen. Hudecek ist Inhaber des Lehrstuhls für Zelluläre Immuntherapie; er forscht an der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW).Der Physiker Ronny Thomale erhielt den Karl-Heinz Hoffmann-Preis für die Erforschung unkonventioneller Phänomene korrelierter Elektronensysteme und der Erschließung topolektrischer Schaltkreise. Der Preis wird von der Familie Ulrich L. Rohde gestiftet, zeichnet im jährlichen Wechsel Forschungsleistungen jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Geistes- beziehungsweise Naturwissenschaften aus und ist mit 10.000 Euro dotiert. Thomale leitet an der Universität Würzburg den Lehrstuhl für Theoretische Physik I.
Für besondere Leistungen in den Naturwissenschaften erhielt die Chemikerin Agnieszka Nowak-Król den Arnold Sommerfeld-Preis. Sie forscht zu organischen Farbstoffen und π- konjugierten kohlenstoffbasierten Materialien. Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wird von der Gesellschaft der Freunde der BAdW finanziert. Nowak-Król hat an der Universität Würzburg die Juniorprofessur für Anorganische Chemie Bor-haltiger Funktionsmaterialien inne.
Darüber hinaus wurde für seine besonderen Verdienste um die Bayerische Akademie der Wissenschaften der frühere Unipräsident Alfred Forchel mit der Medaille Bene merenti in Silber ausgezeichnet. Forchel war eine der treibenden Kräfte hinter der Gründung des Schelling-Forums im Jahr 2022, einer gemeinsamen Einrichtung der BAdW und der Universität in Würzburg.

Pressemitteilung des Online-Magazines einBlick vom 06.12.2022

Bayerischer Verfassungsorden für Prof. Dr. Hermann Einsele

Der Orden zählt zu den höchsten und seltensten Auszeichnungen im Freistaat. Jetzt wurde die Auszeichnung an zwei Würzburger Wissenschaftler verliehen: Prof. Hermann Einsele und Prof. Klaus Schilling.

Der Bayerische Landtag ehrt mit dem Verfassungsorden Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv für die Werte der bayerischen Verfassung engagieren. In diesem Jahr geht die Auszeichnung unter Anderen an den Mediziner Professor Hermann Einsele.

Laudatio Hermann Einsele

Hermann Einsele ist ein national und international hochangesehener Wissenschaftler auf dem Feld der Inneren Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie. Der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik Il des Würzburger Universitätsklinikums setzt sich dabei unermüdlich für die Erforschung und Entwicklung neuer Therapien unter anderem gegen Blutkrebs und Infektionskrankheiten bei immunabwehrgeschwächten Patientinnen und Patienten ein.
Unter seiner Leitung laufen immuntherapeutische Studien für viele Tumorerkrankungen. Einsele hat eine Krebstherapie mit spezifisch veränderten Immunzellen entwickelt und diese erstmals in Europa klinisch eingesetzt.
Als Koordinator des Klinik-Verbundes „WERA“, dem die Unikliniken in Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg angehören, ist es Hermann Einsele gelungen, in Würzburg einen neuen Standort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) anzusiedeln. Seit 2014 ist er Mitglied der „Akademie der Wissenschaften und der Literatur“ und seit 2017 „Highly Cited Researcher“ in der Kategorie Klinische Medizin, was die Relevanz seiner Forschung unterstreicht.
Darüber hinaus ist er Mitglied zahlreicher Beratungsgremien und in vielen Forschungsverbünden aktiv und hat sich sechs Jahre lang im Präsidium der Julius-Maximilians-Universität (JMU) als Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs engagiert.


Der Verfassungsorden

Die Auszeichnung wurde als Bayerische Verfassungsmedaille am 1. Dezember 1961 vom damaligen Landtagspräsidenten Rudolf Hanauer gestiftet. Seit nunmehr 60 Jahren ist sie öffentliche Anerkennung für Bürgerinnen und Bürger, die sich herausragend für das Gemeinwohl engagieren und damit die Werte der Bayerischen Verfassung mit Leben füllen. Seit 2021 wird der Orden als Bayerischer Verfassungsorden in einer Klasse jährlich an maximal 50 neue Ordensträgerinnen und -träger verliehen. Er zählt damit zu den höchsten und seltensten Auszeichnungen im Freistaat.Verliehen wurde der Orden im Rahmen eines Festakts im Maximilianeum am Freitag, 2. Dezember 2022. Unter den weiteren Ausgezeichneten in diesem Jahr sind Persönlichkeiten wie die Kabarettistin Martina Schwarzmann, der ehemalige Skirennläufer Felix Neureuther, die Unternehmerin Susanne Klatten und der Regisseur und Produzent Michael „Bully“ Herbig.

 

Pressemeldungen des Bayerischen Landtags:
Verleihung der Verfassungsorden 2022 | Bayerischer Landtag 
Bayerischer Orden für zwei Würzburger - einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg (uni-wuerzburg.de)

Lesend Zeichen setzen - Signierstunde mit Herrn Prof. Dr. Alexander Meining am Samstag, 7. Januar 2023

Am Samstag, den 7. Januar 2023 signiert Prof. Dr. Alexander Meining vom Uniklinikum Würzburg im Kürschnerhof 4-6 in Würzburg seinen historischen Krimi „Mord im Ringpark“.

Sein Honorar für jedes verkaufte Exemplar geht an „Forschung hilft“, die Stiftung zur Förderung der Krebsforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.


Filmmusik zugunsten der Parkinson Stiftung

Die Würzburger Pianistin Anna Scheps stellt ihre neue Doppel-CD in den Dienst der von Prof. Dr. Jens Volkmann geleiteten Parkinson Stiftung.

Würzburg/Berlin. „Shaken not stirred“ – also „Geschüttelt, nicht gerührt“ – heißt eine neue Musik-CD, die die russisch-deutsche Pianistin Anna Scheps der Parkinson Stiftung und dem Kampf gegen die Erkrankung des zentralen Nervensystems gewidmet hat. „Der Titel mit dem berühmten James-Bond-Filmzitat wird von Parkinson-Kranken weltweit mit einer gewissen Selbstironie genutzt, um auf das Zittern als Zeichen der Krankheit aufmerksam zu machen. Gleichzeitig zeigt die Assoziation mit einer starken Figur wie James Bond, dass man kampfbereit ist und trotz einer noch unheilbaren Erkrankung nicht aufgeben will“, erläutert die Würzburger Künstlerin. Außerdem verweist der Titel auf die musikalischen Inhalte der Doppel-CD, die einige der schönsten und mitreißendsten Filmmelodien der letzten fünfzig Jahre in außergewöhnlichen Klavierfassungen wiedergibt.

Booklet mit Interview zum Thema Parkinson
Einen Bezug zur Stiftung stellt ferner das Booklet der CD her, in dem der an Parkinson erkrankte TV-Entertainer und Journalist Frank Elstner ein entsprechendes Interview mit Anna Scheps führt. Prof. Dr. Jens Volkmann, der Präsident der Parkinson Stiftung, ist von diesem Engagement begeistert. „Wir nutzen ein von der Musikerin dankenswerterweise gespendetes Kontingent der CD in den kommenden Monaten für diverse Fundraising- und Awareness-Aktionen“, beschreibt der Direktor der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg.

Gewinnen oder kaufen
Beispielsweise kann man ab dem 9. Dezember dieses Jahres über die Facebook-Seite der Stiftung (www.facebook.com/parkinsonstiftung) CDs gewinnen, wenn man einen unterstützenden Kommentar unter dem Hashtag #FightParkinson hinterlässt und weitere Multiplikatoren gewinnt.Außerdem: Wer die CD über den Facebook-Auftritt von Anna Scheps unter www.facebook.com/anna.scheps kauft, unterstützt damit durch die von der Pianistin anteilig gespendeten Einnahmen die Parkinson Stiftung auch finanziell. Hörbeispiele aus dem auch als Download verfügbaren Werk gibt es hier: www.naxos.com/CatalogueDetail/?id=8.551468-69 

Über die Parkinson Stiftung
Die Parkinson Stiftung wurde im Jahr 2019 von der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) e.V. gegründet und finanziert sich aus Spenden. Ihr Anliegen ist es, umfassend über die Krankheit zu informieren und die weitere Erforschung möglicher Therapieformen voranzutreiben. Wichtigstes Forschungsziel ist die Verlangsamung, Abmilderung oder Prävention der bislang nicht heilbaren Parkinson-Krankheit. Frank Elstner unterstützt die Stiftung als Botschafter und Beiratsmitglied von Anfang an. Spendenmöglichkeiten und weitere Informationen unter www.parkinsonstiftung.de.

Das renommierte Zertifikat dokumentiert das hohe Qualitätsbewusstsein und die Erfolge eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses an Unterfrankens Krankenhaus der Maximalversorgung. 

Würzburg. Die Abkürzung KTQ steht für „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“. Die KTQ-GmbH bietet unter diesem Namen ein freiwilliges Zertifizierungsverfahren für medizinische Einrichtungen an, das dokumentiert, wie die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten im Klinikalltag berücksichtigt werden. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiterorientierung, Aspekte der Sicherheit und des Risikomanagements, das Informationswesen, die Krankenhausführung und das Qualitätsmanagement auf dem Prüfstand. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) wurde im Jahr 2013 zum ersten Mal erfolgreich nach diesem Verfahren zertifiziert. Seither stehen alle drei Jahre Rezertifizierungen an. Gemäß diesem Turnus bestand das UKW kürzlich seine dritte Rezertifizierung – mit hervorragendem Ergebnis. 

Einwöchiger Visitationsbesuch
Dafür waren vom 20. bis 26. November vier externe Experten aus dem Gesundheitswesen – drei KTQ-Visitoren und ein Visitationsbegleiter – am UKW zu Gast. Sie kontrollierten durch stichprobenartige Begehungen in verschiedenen Abteilungen des Klinikums und durch kollegiale Dialoge mit den Beschäftigten die Einhaltung der im neuesten KTQ-Katalog definierten Qualitätsmerkmale. Als eine vom UKW angestoßene Innovation kamen in einem Pilot-Projekt außerdem 15 Impulsvorträge von Expertinnen und Experten des Klinikums hinzu.

Weitere Steigerung bei den Bewertungspunkten
Am Ende der Woche erteilten die Visitoren das Zertifikat für weitere drei Jahre. Nach ihrem Urteil erzielte das UKW beim diesjährigen Durchlauf 83,6 Prozent der möglichen Bewertungspunkte. „Bei der Erstzertifizierung im Jahr 2013 waren es noch 66 Prozent. Damit setzt sich die seither in den Rezertifizierungen dokumentierte, kontinuierliche Qualitätssteigerung an unserem Klinikum weiter fort“, freut sich Dr. Gerhard Schwarzmann, der Leiter der Stabsstelle Medizinisches Struktur-, Prozess- und Qualitätsmanagement des UKW. Bei ihrer Ergebnispräsentation lobten die Visitoren nicht nur die am Würzburger Uniklinikum gepflegte fachliche Qualität von Strukturen und Prozessen. Auch die Offenheit und Begeisterung aller ihrer Gesprächspartnerinnen und -partner seien absolut außergewöhnlich gewesen.

Dankesveranstaltung für alle Beteiligten 
Bei einer Veranstaltung am 5. Dezember 2022 dankte der Klinikumsvorstand allen Beschäftigten, die zu diesem großartigen Erfolg getragen hatten. „Es war mir eine besondere Freude zu hören, wie positiv die Visitoren die Begehungen während der gesamten Woche erlebt haben. Das zeugt von einer hohen Identifikation unserer Beschäftigten mit ihren Aufgaben, die die Grundlage für dieses hervorragende Ergebnis bildete“, sagte Prof. Dr. Jens Maschmann, der Ärztliche Direktor des UKW, in seiner Ansprache und fuhr fort: „Darauf können wir alle sehr stolz sein. Die Bewertung der Einzelergebnisse wird uns die Grundlage für weitere Verbesserungen in der Zukunft liefern.“

Handlungskatalog auf Basis der Visitationsergebnisse
Wie geht es weiter? „Sobald uns der schriftliche Visitationsbericht vorliegt, werden wir erneut einen Handlungskatalog erarbeiten, der als Grundlage für weitere Maßnahmen und Qualitätsprojekte in den kommenden drei Jahren dienen soll. Denn nach der Visitation ist vor der Visitation“, kündigt Dr. Schwarzmann an.