Aktuelle Pressemitteilungen

Uniklinikum Würzburg: Online-Vortrag zu Wassereinlagerungen

Am Donnerstag, den 23. Juli 2020, beantworten zwei Experten des Uniklinikums Würzburg in einem kostenlosen Online-Vortrag Fragen zur Diagnostik und Behandlung von Wassereinlagerungen im Körper, sogenannten Ödemen.

Ein Ödem ist eine durch Flüssigkeitsansammlung bedingte Schwellung im Körper. „Meist sammelt sich das Wasser in den Beinen und an den Fußknöcheln, manchmal aber auch an anderen Stellen“, sagt Privatdozent Dr. Kai Lopau, der Stellvertretende Leiter der Nephrologie der Medizinische Klinik und Poliklinik I am Uniklinikum Würzburg (UKW). „Neben harmlosen Ursachen, wie Hitze oder langes Stehen, können Ödeme auch die Folge von ernsten Krankheiten, wie etwa Herzschwäche oder Nierenerkrankungen sein“, verdeutlicht sein Kollege, der Kardiologe Prof. Dr. Ulrich Hofmann. Der Geschäftsführende Oberarzt der Medizinischen Klinik I fährt fort: „Oft sind die Wassereinlagerungen zudem chronisch oder wiederkehrend und können für die Betroffenen ein beträchtliches Problem sein.“

Für einen umfassenden Blick auf die Diagnostik und Behandlung der verschiedenen Arten von Ödemen laden die beiden Experten alle Interessierten am Donnerstag, den 23. Juli 2020 zwischen 18:00 und 19:30 Uhr zu einem Online-Vortrag ein. Die Veranstaltung unter den Titel „Wenn das Wasser bis zum Hals steht“ nutzt die Plattform „Skype for Business“. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC.

„Wir werden an dem Abend unter anderem schildern, wie man Ödeme entdeckt, wann man zum Hausarzt oder zum Spezialisten gehen sollte und welche Behandlungswege für wen geeignet sind“, kündigt der Nierenspezialist Dr. Lopau an. „Zum Teil reichen schon Änderungen im Trinkverhalten oder die Kompression der Beine als vielleicht unbequeme, aber erfolgreiche Maßnahmen“, verrät Prof. Hofmann.

Mit dem digitalen Format setzen die Mediengruppe Main-Post und das UKW nach einer Corona-bedingten Pause ihre gemeinsame, seit Jahren erfolgreiche Reihe „Abendsprechstunde“ fort, die bislang aus Hörsaal-Vorträgen bestand. Die Teilnahme ist kostenlos. Wichtig ist jedoch eine Anmeldung ausschließlich bei der Main-Post unter Tel: 0931/6001 6009 oder unter http://akademie.mainpost.de.

 

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Pressemitteilung der Universität Würzburg: Auf die Lage kommt es an – auch bei der Immunantwort im Magen-Darm-Trakt

Forscher der Universität Würzburg bilden im Labor den Magen-Darm-Trakt mit Mini-Organen nach. Die Mini-Organe geben Einblicke in die Entzündungsreaktionen, die auch bei Krankheiten wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eine Rolle spielen.

 

Wie kommt es, dass bei manchen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn, sowohl der Dünn- als auch der Dickdarm betroffen sind, während andere Leiden (zum Beispiel Colitis ulcerosa) ausschließlich den Dickdarm befallen? Unter anderem, um medizinischen Rätseln wie diesen auf die Schliche zu kommen, hat ein Forschungsteam der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg Miniaturversionen des Magen-Darm-Trakts im Labor rekonstruiert. Eine ihrer Entdeckungen: Dem Magen-Darm-Trakt wohnt eine verborgene Strukturierung inne, die auch neues Licht auf die genannten, weitverbreiteten Entzündungserkrankungen werfen könnte.

Inzwischen können Forscherinnen und Forscher im Labor von praktisch all unseren Organen – darunter Haut, Gehirn und Darm – Miniaturversionen bilden. Man bezeichnet die dreidimensionalen Gebilde, die sich aus Stammzellen herstellen lassen, als „Organoide“. Organoide sind mit einem Durchmesser von 0,5 Millimetern zwar nur etwa so groß wie ein Senfkorn, zeigen aber eine frappierende Ähnlichkeit mit den realen Organen. „Obwohl sie winzig sind, bilden die Organoide das ursprüngliche Organ sehr gut nach“, sagt Dr. Sina Bartfeld, die Leiterin der Studie vom Zentrum für Infektionsforschung am Institut für Molekulare Infektionsbiologie der JMU. „Im Organoid sind die gleichen Zelltypen vorhanden, wie im echten Organ. In den Stammzellen, aus denen die Organoide entstehen, ist dabei auch eine Art Gewebsidentität einprogrammiert. Die Stammzelle weiß sozusagen, aus welchem Organ sie kommt, und produziert auch in der Kulturschale diejenigen Zellen, die in diesem Organ im Körper vorhanden sind.“

Mini-Organe des Magens, Dünndarms und Dickdarms analysiert

In Zusammenarbeit mit dem Chirurgen Armin Wiegering der Uniklinik Würzburg, generierte das Team um Sina Bartfeld Mini-Organe des Magens, des Dünndarms sowie des Dickdarms. Dabei stießen sie auf eine überraschend große molekulare Komplexität. Dies ergab die Analyse der Sequenzierung der RNA, die die Genaktivität der Zellen widerspiegelt. Beispielsweise zeigte sich: Die Organoide der verschiedenen Abschnitte des Magen-Darm-Traktes schalten je nach der Gewebsidentität spezielle Gen-Programme an. „Es ist jedem intuitiv verständlich, dass Magen- und Darmzellen unterschiedliche Enzyme zur Verdauung bilden müssen, aber uns hat überrascht, dass auch bestimmte Andockstellen des Immunsystems zu dieser Gewebsidentität gehören“, sagt Bartfeld.

Die spezielle Organisation dieser Immun-Andockstellen könnte eine Rolle spielen bei den Organ-spezifischen Entzündungskrankheiten. Sie könnte auch für die Krebsentstehung relevant sein, bei der ebenfalls chronische Entzündungen im Verdacht steht. Ob dies so ist und wie Entzündungsprozesse zur Krebsentstehung beitragen könnten, muss noch näher erforscht werden. Die Organoide bieten hierfür eine neue Grundlage.

Organoide lassen sich im Labor nicht nur rasch und in großer Stückzahl bilden, sie haben zudem den Vorteil, dass sie aus menschlichem Gewebe bestehen und ein menschliches Organ rudimentär nachbilden. Da die Unterschiede zwischen Tier und Mensch beträchtlich sind, können Organoide helfen, Tierversuche zu reduzieren und Krankheiten zu entschlüsseln, die es nur beim Menschen gibt. Auch bei der Entwicklung von Medikamenten spielen sie eine immer größere Rolle.

Zellen unterschieden zwischen Freund und Feind

Außerdem bieten Organoide ganz neue Möglichkeiten, molekulare Grundlagenprozesse an einem biologisch realistischen Modell zu erforschen, etwa des Magen-Darm-Trakts, auf den sich auch die Würzberger Gruppe um Bartfeld spezialisiert hat. Die Zellen, die unseren Verdauungstrakt auskleiden, die „Epithelzellen“, haben eine wichtige Barrierefunktion, die unseren Körper vor dem Eindringen von Bakterien schützt. Das können zum einen Pathogene, wie krankheitserregende Bakterien oder Viren sein. Zugleich wird der Darm von Billionen gutartigen Bakterien bevölkert (die Darmflora oder auch „Mikrobiota“ genannt), die uns bei der Verdauung von Nahrung behilflich sind. Die Epithelzellen müssen somit in der Lage sein, sowohl freundliche als auch feindliche Bakterien wahrzunehmen und auf diese adäquat zu reagieren. Dies funktioniert über spezielle Immun-Andockstellen, die als „Mustererkennungs-Rezeptoren“ (PRRs) bezeichnet werden.

Diese Immun-Andockstellen erkennen spezifische Moleküle, die von den unterschiedlichen Bakterien im Darm produziert werden. Werden Moleküle von gefährlichen Pathogenen erkannt, müssen die Epithelzellen – im Gegensatz zu jenen Molekülen der gutartigen Bakterien – Alarm schlagen und eine Immunantwort herbeiführen. Unklar ist bislang, wie das Epithel dabei zwischen Freund und Feind zu unterscheiden vermag. „Es ist ausgesprochen schwierig, die komplexen Interaktionen zwischen Immunzellen, Epithelzellen und Mikroben zu entwirren“, sagt Bartfeld. „Da aber unsere Organoide im Labor nur aus eben diesen Epithelzellen bestehen, können wir anhand der Organoide ganz reduziert beobachten, was das Epithel zu diesen Interaktionen beiträgt.“

Wichtiger Schritt in der Aufklärung von Entzündungsmechanismen

Bei ihren Untersuchungen fanden die Würzberger Forscher für jeden der untersuchten Mustererkennungsrezeptoren ein eigenes, segmetspezifisches Genaktivitäts-Muster. „Der Magen und jedes Segment im Darm hat ein eigenes, bestimmtes Repertoire von Erkennungsrezeptoren“, sagt Özge Kayisoglu, Erstautorin der Studie. „Es kommt also auch bei der Immunantwort des Epithels auf die genaue Lage an. So reagiert der Magen auf andere baktierielle oder virale Stoffe, als der Dünn- oder Dickdarm.“ Diese Unterschiede in der Immunantwort könnten möglicherweise auch zu den segmentspezifischen Krankheiten wie Colitis ulcerosa beitragen.

Woher kommt diese unterschiedliche Reaktion auf bakterielle oder virale Stoffe? Die naheliegende Vermutung der Forscherinnen und Forscher war zunächst, dass die Immunrezeptoren als Antwort auf die Besiedlung mit den gutartigen Bakterien reguliert ist. Um diese Vermutung zu testen, stellten die Wissenschaftler Organoide von Zellen her, die noch nie in Kontakt mit Bakterien waren. „Die Daten zeigen, dass es durchaus einen Einfluss des Mikrobioms gibt – aber es war überraschend und faszinierend zu sehen, dass ein Großteil der Immunerkennung des Epithels rein entwicklungsbiologisch in den Genen festgeschrieben und unabhängig von der Umwelt ist“, sagt Bartfeld.

Die gesammelten Erkenntnisse stellen einen wichtigen Schritt in der Aufklärung von Entzündungsmechanismen dar. Sie zeigen, dass jeder Abschnitt des Magen-Darm-Traktes eine spezifische Kombination von Erkennungsrezeptoren aufweist. Eine Fehlfunktion dieser angeborenen Immunität könnte die Entwicklung entzündlicher Krankheiten fördern.

Publikation

Location-specific cell identity rather than exposure to GI microbiota defines many innate immune signalling cascades in the gut epithelium. Ozge Kayisoglu, Franziska Weiss, Carolin Niklas, Isabella Pierotti, Malvika Pompaiah, Nina Wallaschek, Christoph-Thomas Germer, Armin Wiegering, Sina Bartfeld. (Juni 2020) Gut. doi: 10.1136/gutjnl-2019-319919. http://dx.doi.org/10.1136/gutjnl-2019-319919


Kontakt

Dr. Sina Bartfeld, Zentrum für Infektionsforschung, Institut für Molekulare Infektionsbiologie, Universität Würzburg, T +49 931 – 31 80121, sina.bartfeld@ uni-wuerzburg.de

 

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Würzburger Universitäts-Frauenklinik: Tablets für die stationären Patientinnen

In Zukunft können stationäre Patientinnen der Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg über zwei gesponserte Tablet-PCs mit der Außenwelt in Kontakt bleiben.

 

An der Würzburger Universitäts-Frauenklinik gibt es einen neuen Service für Patientinnen, die auf den operativen Stationen der Klinik auf ihre Genesung warten: Mit zwei gesponserten Tablet-PCs können sie ab sofort unkompliziert und kostenlos mit ihren Lieben zuhause kommunizieren. Hinter dem neuen Angebot steht die MediaMarktSaturn Retail Group. Diese stellt zusammen mit der Deutschen Technikberatung bei ihrer bundesweiten Initiative „Getrennt und doch verbunden“ vornehmlich Pflege-, Behinderten- und Seniorenheimen kostenlos Tablets zur Verfügung. Insgesamt drei Geräte gingen auch an den Würzburger Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“. Eines davon reichte der Verein schon vor einigen Wochen an die Medizinische Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) weiter, die beiden anderen wurden jetzt an die Frauenklinik ausgehändigt.

Hilfreich bei Heimatferne und in Corona-Zeiten

Mit den vorfigurierten, von der Klinik leihweise überlassenen Geräten können sich die dortigen Nutzerinnen mit Angehörigen und Freunden per Videochats in Wort und Bild austauschen. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das für viele unserer Patientinnen hoch attraktiv ist“, betont Prof. Dr. Achim Wöckel. Laut dem Direktor der Würzburger Universitäts-Frauenklinik hat seine Einrichtung gerade bei stationären gynäko-onkologischen Therapien einen sehr weiten Einzugskreis. „Bei den entsprechenden Entfernungen nachhause können viele unserer Frauen nicht täglich Besuch empfangen. Für sie sind die Tablets eine schöne Möglichkeit für Zuspruch und Information.“ Hinzu kommen nach seinen Worten aktuell die besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie, bei denen ein persönlicher Kontakt oft nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

„Wir freuen uns, dass wir als Vermittler wieder einen Baustein dazu beitragen konnten, vor allem krebskranken Frauen ihre an sich schon belastende Situation ein bisschen zu vereinfachen“, sagt Gabriele Nelkenstock vom „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“. Zusammen mit Prof. Wöckel und seinem Team dankt sie den Sponsoren sehr herzlich.

Wer die Projekte von Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. am UKW unterstützen will, kann auf folgendes Konto spenden:

Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.
Castell Bank Würzburg
IBAN: DE74 7903 0001 0000 0092 45
BIC: FUCEDE77XXX

www.kampfgegenkrebs.de

 

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Uniklinikum Würzburg: Patientenfürsprecherin Sylvia Opel mit großem Dank verabschiedet

Für Sylvia Opel endete am 29. Juni dieses Jahres ihre zwölfjährige Tätigkeit als Patientenfürsprecherin des Uniklinikums Würzburg. Der Klinikumsvorstand dankt ihr herzlich für ihre wichtige Vermittlerrolle zwischen Patient und Krankenhaus.

 

Sylvia Opel arbeitete in den letzten zwölf Jahren als Patientenfürsprecherin am Uniklinikum Würzburg (UKW). Am 29. Juni 2020 endete für sie diese ehrenamtliche Tätigkeit. Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher fungieren als weisungsfreie Anlaufstelle bei Fragen, Wünschen und Beschwerden von Krankenhauspatienten und deren Angehörigen. Bei der Verabschiedung lobte und dankte Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW: „Sylvia Opel genoss durch ihre Unabhängigkeit und ihre zugewandte Art bei unseren Patienten und Beschäftigten gleichermaßen größtes Vertrauen. Ein Wert, den man gar nicht hoch genug schätzen kann, denn gegenseitiges Vertrauen und eine offene Kommunikation gehören zu den Grundlagen einer erfolgreichen Behandlung.“

Sylvia Opel war von 1958 bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2004 im Patientenmanagement des UKW tätig. Im Juli 2008 startete sie als Patientenfürsprecherin. Im Jahr 2013 ehrte sie der damalige bayerische Gesundheitsminister Marcel Huber mit dem „Weißen Engel“, einer Auszeichnung, die besondere ehrenamtliche Verdienste im Gesundheitsbereich würdigt.
Die Nachfolge von Sylvia Opel treten Brigitte Paul und Albert Fischer an. Zu erreichen sind sie unter Tel: 0931/201-55078 oder E-Mail: patientenfuersprecher@ ukw.de

 

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Das Projekt „ACHT – Adipositas Care & Health Therapy“ zur Nachsorge nach einer chirurgischen Adipositasbehandlung ist mit den ersten eingeschlossenen Patienten erfolgreich in die Umsetzungsphase eingetreten. Die medizinische Leitung des Vorhabens liegt beim Interdisziplinären Adipositaszentrum des Uniklinikums Würzburg.

„Wir erleben leider immer wieder Patienten, die nach einer gut verlaufenen Adipositas-Operation auf Dauer große Probleme bekommen, zum Beispiel mit einer Mangelversorgung“, berichtet Prof. Dr. Martin Fassnacht. Der Leiter der Endokrinologie am Uniklinikum Würzburg (UKW) und Mitarbeiter des dortigen Interdisziplinären Adipositaszentrums fährt fort: „Um hier effektiv vorzubeugen und auf Dauer den Erfolg des chirurgischen Eingriffs zu sichern, brauchen wir ein strukturiertes Nachsorgekonzept.“ Der Entwicklung eines solchen Konzepts widmet sich das im Juli vergangenen Jahres gestartete Projekt „ACHT – Adipositas Care & Health Therapy“. Nachdem es durch die Corona-Pandemie Verzögerungen bei der weiteren Umsetzung gab, konnte das Programm kürzlich mit den ersten Patientinnen und Patienten in Würzburg starten.

Ein breit aufgestelltes Vorhaben

Hinter ACHT steht ein von der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke (DScK) geleitetes Konsortium. Darin kooperieren das Helmholtz Zentrum München, die AOK Bayern – Die Gesundheitskasse, die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, die symeda GmbH sowie die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Die Kernstruktur bilden sieben bayerische Adipositaszentren, darunter das Interdisziplinäre Adipositaszentrum des UKW. Medizinischer Leiter des Projekts ist Prof. Fassnacht. Ein Expertenbeirat aus themennahen Verbänden und Vereinen sowie der Medizintechnik unterstützt das Vorhaben.

Hilfreiche Lotsen und unterstützende App

Die Adipositaszentren wollen gemeinsam mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten bayernweit eine strukturierte, disziplinen- und sektorenübergreifende Nachsorge nach bariatrisch-metabolischen Operationen (siehe Kasten) etablieren. „Herzstück dabei sind die sogenannten Adipositas-Lotsen“, schildert Dr. Bettina Zippel-Schultz von der DScK und verdeutlicht: „Diese verknüpfen mit Hilfe einer digitalen Fallakte alle Beteiligten miteinander, motivieren die Patienten und stehen ihnen mit gutem Rat zur Seite.“ Außerdem wird den Teilnehmer/innen eine Adipositas-App zur Verfügung gestellt.

Viele positive Patienten-Feedbacks

Die bisherigen Reaktionen der ersten, allesamt bei der AOK Bayern versicherten Patienten sind durchweg positiv. So kommentierte beispielsweise der Projektteilnehmer Markus Stephan: „Es ist sehr beruhigend, dass es bei Fragen oder Komplikationen einen direkten Ansprechpartner gibt. Die kontinuierliche und individuelle Lotsen-Betreuung und die ACHT-App unterstützen mich beim Einhalten der Empfehlungen in den Bereichen Ernährung, Sport und Bewegung sowie bei der Einnahme der Supplemente – das hat mich überzeugt.“
Das auf dreieinhalb Jahre angelegte Vorhaben wird im Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) mit rund 4,6 Millionen Euro gefördert.
Weitere Details zu „ACHT – Adipositas Care & Health Therapy“ gibt es unter www.acht-nachsorge.de.


 
Kastentext:

Status quo nach bariatrisch-metabolischen Operationen

Bariatrisch-metabolische Operationen, wie der Magenbypass oder der Schlauchmagen, sind die aktuell wirksamste Behandlungsoption bei krankhaftem Übergewicht (Adipositas). Für einen nachhaltigen Therapieerfolg ist nach einem solchen Eingriff eine langfristige Nachsorge und lebenslange Betreuung wichtig. Auch mögliche postoperative Komplikationen, Ernährungsprobleme oder Mangelzustände müssen rechtzeitig identifiziert und behandelt werden. Da es hierfür noch keine strukturierten Nachsorgeprogramme im ambulanten Bereich gibt, versorgen meist die jeweiligen Adipositaszentren die Patienten weiter.

 

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Uniklinikum Würzburg: 170 Herzen gegen Schmerzen

Ein weiteres Mal war die Ochsenfurter Handarbeitsgruppe St. Thekla für die Brustkrebspatientinnen des Uniklinikums Würzburg fleißig: Kürzlich wurden an der Frauenklinik erneut 170 selbstgefertigte Herzkissen angeliefert, die nun an brustoperierte Frauen verschenkt werden.

Die Näherinnen des St. Thekla Handarbeitstreffs aus Ochsenfurt sind „Wiederholungstäterinnen“ – seit dem Jahr 2012 beliefern sie die Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) im Rahmen ihrer Aktion „Herzen gegen Schmerzen“ immer wieder mit Herzkissen. Auch während der Corona-Pandemie waren die Damen wieder aktiv, so dass vor wenigen Tagen erneut 170 der kunterbunten Stoffkissen die Klinik erreichten.
„Wir verschenken die Herzen auf Wunsch in erster Linie an operierte Brustkrebspatientinnen“, berichtet Prof. Dr. Achim Wöckel, der Direktor der Frauenklinik. Diese tragen die Kissen zumeist unter dem Arm. „Diese spezielle Lagerung wird von vielen Frauen als sehr angenehm empfunden – zum Beispiel bei bewegungsabhängigen Schmerzen, unter denen manche Brustkrebspatientinnen nach einem chirurgischen Eingriff in der Achselhöhle leiden“, weiß Prof. Wöckel. Hinzu kommt ein emotionaler Aspekt: Für viele der Empfängerinnen ist das mit erkennbar viel Liebe gefertigte Geschenk auch ein Ausdruck der zwischenmenschlichen Solidarität.

Mittlerweile knapp 2.700 Kissen ans UKW geliefert

Die nützlichen und formschönen Helfer werden von den Näherinnen genau nach Vorschrift gefertigt, damit beispielsweise der richtige Härtegrad des Herzens präzise eingehalten wird. „In jedem Kissen steckt etwa eine halbe Stunde an Arbeitszeit“, schildert Claudia Zeller vom St. Thekla Handarbeitstreff. Auch nach den in den letzten acht Jahren produzierten, insgesamt fast 2.700 Herzkissen sind sie und ihre Mitstreiterinnen voll motiviert. „Bei der tollen Resonanz, die uns von den Patientinnen erreicht und der Wertschätzung, die uns von Prof. Wöckel und seinem Team entgegengebracht wird, kann das von unserer Seite her gerne noch lange so weitergehen.“ Auch Prof. Wöckel ist von der Kooperation begeistert: „Die Herzkissen sind für mich ein mustergültiges Beispiel für ein höchst sinn- und wertvolles ehrenamtliches Engagement, für das ich mich bei den Ochsenfurter Handarbeiterinnen im Namen unserer Patientinnen ein weiteres Mal aufs Herzlichste bedanke.“

Manche der neuen Herzkissen-Besitzerinnen möchten sich mit einer kleinen Spende für das Geschenk erkenntlich zeigen. Diese geht nach dem Willen der Näherinnen an den Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“.

 

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Uniklinikum Würzburg: Intensivstationen zum Kaffee eingeladen

Als Anerkennung für ihre Leistungen in der Corona-Pandemie spendierte die Kaffeerösterei Röstfreunde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Intensivstationen des Uniklinikums Würzburg kiloweise frischen Filterkaffee.

Während den Hochzeiten der Corona-Pandemie erreichten über einige Wochen hinweg rund zehn Kilo röstfrischer Gratis-Filterkaffee die chirurgische und die anästhesiologische Intensivstation des Uniklinikums Würzburg (UKW). Gespendet wurde der aromatische Wachmacher von der Kaffeerösterei Röstfreunde aus Randersacker. Deren Inhaber Falco Winschel erklärt: „Bei der Aktion ging es uns einfach darum, den dort vielfach unter hohem Stress arbeitenden Menschen mal eine kleine Freude zu machen.“ Eine Idee, die bei den Empfängerinnen und Empfängern sehr gut ankam. „Kaffee ist für viele Kolleginnen und Kollegen fast schon ein Lebenselixier“, schmunzelt Dr. Mark Engel. Der Leiter der chirurgischen Intensivstation fährt fort: „Neben dem Trinkgenuss freuen wir uns besonders über dieses Zeichen der Anerkennung für unseren Beitrag zur Covid-19-Bekämpfung.“

 

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