Uniklinikum Würzburg: Zweites digitales Myelom-Forum am 21. November 2020

Nach der starken Beteiligung und den vielen positiven Rückmeldungen bei der Pilotveranstaltung im Juli dieses Jahres freuen sich die Experten des Uniklinikums Würzburg auf das zweite Digitale Myelom-Forum am Samstag, den 21. November 2020. Die Veranstaltung informiert Patienten, Angehörige und sonstige Interessierte erneut über aktuelle Erkenntnisse aus der Erforschung, Diagnostik und Therapie der bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks.

 

Keine aufwändige Anreise, keine Gesundheitsgefahren für immungeschwächte Patienten und eine problemlose Beteiligung auch der Familien der Patienten – die Teilnehmer*innen des ersten Digitalen Myelom-Forums des Uniklinikums Würzburg (UKW) im Juli dieses Jahres wussten die Vorteile des Corona-bedingt neuen Online-Formats zu schätzen. Am Samstag, den 21. November 2020 findet ab 9:30 Uhr die ebenfalls digitale Nachfolgeveranstaltung statt.

Mittleres Überleben in den letzten Jahren deutlich gesteigert

Bispezifische Antikörper, CAR-T-Zellen, neue Medikamente und innovative Behandlungsstrategien – zu Beginn wird Prof. Dr. Hermann Einsele, der Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW, einen profunden Überblick über aktuelle Therapiemöglichkeiten für das Myelom geben. „Neue Daten lassen den Schluss zu, dass wir mittlerweile – speziell bei jüngeren Patienten – ein mittleres Überleben von über zwölf Jahren erreichen können“, berichtet der international anerkannte Experte.
Knochenmetastasen wirkungsvoll bekämpfen, aber gleichzeitig stabile Knochen sowie gesunde Zähne und Kiefer erhalten – dieses Spannungsfeld von Therapie und Nebenwirkungen zählt nach wie vor zu den Herausforderungen der Myelom-Therapie. Welche bewährten und innovativen Wege es zum Umgang mit dieser Problematik gibt, werden Prof. Dr. Alexander Kübler von der Zahn-, Mund- und Kieferklinik des UKW und Dr. Lothar Seefried von der Würzburger Orthopädischen Universitätsklinik, dem König-Ludwig-Haus, in zwei Vorträgen aufzeigen.

Anschließend wird Dr. Aleksander Kosmala vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie erläutern, wie mit aktuellen radiologischen Methoden die Ausdehnung des Myeloms im Körper exakt erfasst und das Ansprechen auf eine Therapie genau nachvollzogen werden kann.

Nierenschäden vermeiden

Das Myelom produziert Eiweiße, die zu schweren Nierenfunktionsstörungen führen können. Diese Zusammenhänge und Maßnahmen dagegen verdeutlicht Prof. Dr. Stefan Knop vom Schwerpunkt Hämatologie des UKW. Den Abschluss des Vortragsblocks des Forums liefert Prof. Dr. Andreas Buck von der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin. Er wird neue nuklearmedizinische Möglichkeiten in der Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms präsentieren.

Im Anschluss – ab etwa 11:45 Uhr – haben die Teilnehmer*innen Gelegenheit, sich per Chat zu Wort zu melden und individuelle Fragen zu stellen.
Plattform der digitalen Veranstaltung ist Skype für Business. Man kann über Computer, Smartphone und Telefon – hier natürlich nur mit Ton-Empfang – teilnehmen. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer*innen per E-Mail die Zugangsdaten und eine detaillierte technische Anleitung. Anmelden kann man sich bei der Organisatorin Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: info@ kampfgegenkrebs.de.
Das genaue Programm gibt es im Veranstaltungskalender unter www.ukw.de/medizinische-klinik-ii.

Kastentexte:

Über das Multiple Myelom

Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 3.500 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses.

Über die Expertise des Uniklinikums Würzburg

Das Uniklinikum Würzburg ist eines der europaweit führenden Zentren bei der Behandlung von Multiplem Myelom. Außerdem gehört diese bösartige Krebserkrankung des Knochenmarks zu den Forschungsschwerpunkten der Medizinischen Klinik und Poliklinik II und des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken.

 

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