Aktuelle Pressemitteilungen

Gute Noten für das Else Kröner Center Würzburg-Mwanza

Mitte 2020 hat das „Else Kröner Center for Advanced Medical & Medical Humanitarian Studies Würzburg-Mwanza“ die Arbeit aufgenommen. In einem Zwischengutachten wurde ihm jetzt seine gute Arbeit bestätigt.

Die Catholic University of Health and Allied Sciences und das Bugando Medical Centre sind Partnerorganisationen des Else Kröner Centers in Mwanza. Dort haben sich die Beteiligten zum Gruppenfoto versammelt.
Die Catholic University of Health and Allied Sciences und das Bugando Medical Centre sind Partnerorganisationen des Else Kröner Centers in Mwanza. Dort haben sich die Beteiligten zum Gruppenfoto versammelt. (Bild: Jimmy Mwaisaka / Else Kröner Center Würzburg-Mwanza)
Im März 2023 haben sich die Mitglieder der am Else Kröner Center beteiligten Einrichtungen in Würzburg getroffen.
Im März 2023 haben sich die Mitglieder der am Else Kröner Center beteiligten Einrichtungen in Würzburg getroffen. Auf dem Programm standen die Erneuerung des Partnerschaftsabkommens und die Zwischenevaluation des Centers. (Foto: Gunnar Bartsch / Universität Würzburg)

Die Gesundheitsversorgung in der Region um Mwanza (Tansania) verbessern: So könnte man stark verkürzt das Ziel benennen, das die Mitglieder des „Else Kröner Center for Advanced Medical & Medical Humanitarian Studies Würzburg – Mwanza“ verfolgen. Finanziert mit 2,5 Millionen Euro durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, hat das Zentrum Mitte 2020 die Arbeit aufgenommen. Der Förderzeitraum ist auf fünf Jahre ausgelegt.
Die Projektleitung liegt in der Hand der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU); Kooperationspartner in Würzburg sind das Universitätsklinikum Würzburg (UKW), das Missionsärztliche Institut und die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) e.V. Partnerorganisationen in Mwanza sind die Catholic University of Health and Allied Sciences und das Bugando Medical Centre.

Verlängerung empfohlen

Jetzt – zur Halbzeit des Förderzeitraums – wurde das Center einer Zwischenevaluation unterzogen. Über mehrere Tage hinweg haben sich dafür sowohl externe Gutachter, die von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung beauftragt waren, als auch die wissenschaftlichen Mitglieder des Advisory Boards des Centers einen Eindruck von der bisher geleisteten Arbeit verschafft – in Würzburg und in Mwanza. 

Das Ergebnis ist eindeutig: Alle Gutachter empfehlen die Weiterförderung des Else Kröner Centers Würzburg-Mwanza. Deutlich wurde dabei auch der Wunsch, dass das Center über den geplanten Zeitrahmen von fünf Jahren hinaus weiterarbeiten soll. Dazu hat auch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ihre grundsätzliche Bereitschaft signalisiert.

Drei Arbeitsschwerpunkte

Die Arbeit des Centers konzentriert sich im Wesentlichen auf drei Schwerpunkte. Einer davon ist die gemeinsame Ausbildung von Nachwuchskräften mittels Austauschprogrammen für Medizinstudierende, gemeinsame Studiengänge im Bereich Epidemiologie und Biostatistik, sowie Public Health, und ein bilaterales Doktorandenprogramm. Schulungen medizinscher Fachkräfte und ein Ausbau der medizinischen Versorgung in Mwanza und in der Region um den Viktoriasee bilden einen zweiten Schwerpunkt. Der Aufbau eines gemeinnützigen Programms zur Bekämpfung der Schistosomiasis, einer um den Viktoriasee stark verbreiteten parasitären Krankheit, den dritten. Übergeordnete Ziele sind die Verbesserung der klinischen Versorgung der Bevölkerung im Krankenhaus und eine verbesserte Gesundheitsversorgung auf Community-Ebene rund um den Viktoriasee.

Stimmen zur erfolgreichen Zwischenevaluation

„Das Else Kröner Center in Mwanza hat sich seit der Gründung vor allem durch den eindrucksvollen Einsatz der Beteiligten in Würzburg und Mwanza sehr gut entwickelt und ist ein Vorzeigeprojekt der Stiftung geworden. Wir hoffen nun, mit der erfolgenden Weiterförderung das Aufgebaute weiter stabilisieren und die Aspekte Nachhaltigkeit und Ausweitung nochmals deutlich verstärken zu können.“  - Prof. Dr. Michael Madeja, Vorstandsvorsitzender der Else Kröner-Fresenius-Stiftung

„Mit Gründung des Else Kröner Centers wurden die langjährigen Partner aus Mwanza und Würzburg noch enger zusammengeführt und bisherige Projekte vertieft und erweitert. Die Förderung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ermöglicht zudem ein großangelegtes Projekt zur Bekämpfung der Schistosomiasis. Von einer Weiterführung des Centers werden beide Standorte auf den unterschiedlichsten Ebenen profitieren. Wir begrüßen daher die Zusage für eine Weiterfinanzierung des Centers sehr.“ – Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg
„Das Ergebnis der Evaluation freut uns als DAHW sehr, weil für unsere Arbeit die Kooperation mit wissenschaftlichen Akteuren sehr wichtig ist und auch das Engagement der Community in unserer Forschung eine bedeutsame Rolle spielt. Wir möchten sozusagen eine Brücke bauen zwischen dem „Elfenbeinturm“ der Wissenschaft und der Bevölkerung, der die Ergebnisse der Forschung ja schließlich zugutekommen sollen – das ist in diesem Projekt gut gelungen. Und natürlich freut es uns für die Menschen in unserem Projekt, die Doktorand:innen, die Ärzt:innen und die Bewohner:innen von Ukerewe, für die Schistosomiasis und ihre Folgen nach wie vor eine große Herausforderung darstellen.“ – Dr. Christa Kasang, Forschungskoordinatorin der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS)

Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung medizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte. Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die EKFS bezieht nahezu alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius, dessen größte Aktionärin sie ist. Bis heute hat sie rund 2.400 Projekte gefördert. Mit einem jährlichen Fördervolumen von aktuell über 60 Millionen Euro ist sie die größte Medizin fördernde Stiftung Deutschlands.

 

Pressemitteilung der Universität Würzburg vom 17.08.2023

Die Catholic University of Health and Allied Sciences und das Bugando Medical Centre sind Partnerorganisationen des Else Kröner Centers in Mwanza. Dort haben sich die Beteiligten zum Gruppenfoto versammelt.
Die Catholic University of Health and Allied Sciences und das Bugando Medical Centre sind Partnerorganisationen des Else Kröner Centers in Mwanza. Dort haben sich die Beteiligten zum Gruppenfoto versammelt. (Bild: Jimmy Mwaisaka / Else Kröner Center Würzburg-Mwanza)
Im März 2023 haben sich die Mitglieder der am Else Kröner Center beteiligten Einrichtungen in Würzburg getroffen.
Im März 2023 haben sich die Mitglieder der am Else Kröner Center beteiligten Einrichtungen in Würzburg getroffen. Auf dem Programm standen die Erneuerung des Partnerschaftsabkommens und die Zwischenevaluation des Centers. (Foto: Gunnar Bartsch / Universität Würzburg)

Holetschek benennt Professor Romanos zum Sonderbeauftragten für Prävention für psychische Gesundheit und Sucht

Bayerns Gesundheitsminister: Wir setzen den Schwerpunkt auf Aufklärung und Prävention statt auf Cannabis-Legalisierung

Prof. Dr. Marcel Romanos, Klinikdirektor der Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKW. Foto: UKW/D. Peter

München/Würzburg. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek stärkt die Suchtprävention mit einem eigenen Beauftragten für dieses wichtige Thema. Holetschek sagte am Montag in München: „Das bayerische Gesundheitsministerium setzt einen ‚Sonderbeauftragten für Prävention für psychische Gesundheit und Sucht‘ ein. Ich freue mich, dass wir für diese wichtige Aufgabe Professor Marcel Romanos vom Universitätsklinikum Würzburg gewinnen konnten. Professor Romanos ist ein ausgewiesener Experte im Bereich der Prävention und psychische Gesundheit für Kinder und Jugendliche.“

Der Minister erläuterte: „Bayern setzt damit gezielt einen anderen Schwerpunkt als die Bundesregierung. Unser Ziel ist es, konsequent über Risiken aufzuklären und den Drogenkonsum zu verringern. Deshalb haben wir uns bewusst für die Bezeichnung ‚Präventionsbeauftragter‘ entschieden. Dagegen unterstützt der ‚Sucht- und Drogenbeauftragte‘ der Bundesregierung die für junge Menschen besonders gefährliche Legalisierung von Cannabis. Das ist völlig unverständlich – und das Wort ‚Drogenbeauftragter‘ bekommt damit eine ganz neue, irreführende Bedeutung.“ 

Professor Romanos, der ab September mit seiner Arbeit als ‚Sonderbeauftragter für Prävention für psychische Gesundheit und Sucht‘ beginnen wird, sagte: „Die Prävention von psychischen Erkrankungen ist eine zentrale gesamtgesellschaftliche Zukunftsaufgabe. Psychische Erkrankungen beginnen typischerweise früh in der Kindheit und Jugend und haben oft lebenslange Verläufe. Wenn wir hier nachhaltig und klug handeln wollen, benötigen wir dringend nachgewiesen wirksame und wissenschaftlich evaluierte Konzepte, welche die Entwicklung von psychischen Erkrankungen und ihre Folgen effektiv verhindern können. Aber diese können nur dann wirksam werden, wenn es uns gelingt, sie breit in der Gesellschaft zu etablieren.“

Romanos betonte: „Diesem Ansinnen laufen die aktuellen Pläne zur Legalisierung von Cannabis völlig entgegen, und noch immer werden die erheblichen Gefahren für die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung von Jugendlichen ignoriert. Ich freue mich daher sehr auf die neue übertragene Aufgabe und möchte in der neuen Rolle die Qualität, Evidenzbasierung und effektive Verbreitung von Präventionsprogrammen in Kooperation mit den existierenden zu beteiligenden Institutionen voranbringen. Herrn Minister Holetschek danke ich für das entgegengebrachte Vertrauen.“

Romanos ist Inhaber des Lehrstuhls für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie und Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Würzburg. Zudem ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. sowie Leiter des Deutschen Zentrums für Präventionsforschung und Psychische Gesundheit (DZPP) der Julius-Maximilians-Universität.

Holetschek erläuterte: „Professor Romanos ist für diese Aufgabe die ideale Besetzung. Prävention im Kontext der psychischen Gesundheit ist einer seiner Tätigkeitsschwerpunkte. Er hat seine Expertise auch schon als Sachverständiger im Bayerischen Landtag unter Beweis gestellt. Und er informierte im Zuge der Cannabis-Debatte immer wieder eindringlich über die Risiken einer Legalisierung – gerade für junge Menschen.“

Holetschek forderte mit Blick auf die Sitzung des Bundeskabinetts am kommenden Mittwoch: „Die Bundesregierung sollte endlich auf Experten hören und die Cannabis-Legalisierungspläne stoppen. Dann könnte sie auch mehr Kraft für den Ausbau von Präventions-, Beratungs- und Hilfeangeboten verwenden. Bayern setzt bereits auf echten Gesundheits- und Jugendschutz und auf umfassende Prävention. So haben wir zum 1. November 2022 ein neues Projekt zur systematischen Cannabis-Prävention in bayerischen Schulen gestartet. Weitere Projekte mit Beteiligung unseres neuen Präventionsbeauftragten sind in Planung.“

Der bayerische Gesundheitsminister kritisierte: „Die Bundesregierung kürzt die Ausgaben für Aufklärungsmaßnahmen auf dem Gebiet des Drogen- und Substanzmittelmissbrauchs im kommenden Jahr um vier Millionen Euro auf 9,2 Millionen Euro. Dabei hatte Bundesgesundheitsminister Lauterbach bereits im Frühjahr eine ‚riesige‘ Kampagne angekündigt mit dem Ziel, gerade Kinder und Jugendliche verstärkt über die Risiken von Drogen- und Suchtmittelkonsum aufzuklären. Ich frage mich nur, mit welchem Geld er das finanzieren möchte, wenn die Mittel für Suchtprävention jetzt so drastisch zusammengestrichen werden. Bayern allein investiert in diesem Jahr mehr als acht Millionen Euro in Suchtpräventions- und Suchthilfeangebote. Die Größenverhältnisse zeigen eine Schieflage bei den Prioritäten des Bundes.“

Prof. Dr. Marcel Romanos, Klinikdirektor der Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKW. Foto: UKW/D. Peter

Medizinischer Fakultätentag fordert Politik zum Handeln auf: Verantwortliche müssen eine Entscheidung zur Reform der Ärztlichen Approbationsordnung treffen

Zum Ende der Kommentierungsfrist des aktuellen Referentenentwurfs zur Novellierung der Ärztlichen Approbationsordnung (ÄApprO) appellieren die Medizinischen Fakultäten an die Politik von Bund und Ländern, eine Entscheidung zum Reformprozess nicht länger hinauszuzögern.

 

Als Verantwortliche für die Implementierung der ÄApprO sehen sich die Medizinischen Fakultäten in der Pflicht, die Neuerungen bestmöglich umzusetzen. Hierfür bedarf es Klarheit über den für die Reform erforderlichen Rechts- und Kostenrahmen.
„Die Fakultäten setzen am Ende die Reform um“, so Prof. Dr. Matthias Frosch, Präsident des Medizinischen Fakultätentages. „Hierfür benötigen sie Planungssicherheit. Wir begrüßen die wesentlichen Ziele der neuen ÄApprO ausdrücklich, auch wenn im Detail noch Verbesserungen erforderlich sind. Wird sie so umgesetzt, wie der aktuelle Referentenentwurf es vorsieht, wird sie die Studierenden besser auf ein zukünftiges Gesundheitswesen vorbereiten und die Qualität der Lehre weiter verbessern. Aber: Qualität kostet Geld. Wir schätzen, dass es jährlich rund 316 Mio. Euro zusätzlich für alle 39 Medizinischen Fakultäten bedarf, um unter anderem die vielen zusätzlichen Kleingruppen am Patienten, im Schauspielunterricht, in den Krankenhäusern und in den Praxen auf dem Land zu unterrichten. All dies muss organisiert und die zusätzlichen Qualitätsvorgaben erfüllt werden.“

Daher ist wichtig, dass die Reform auskömmlich finanziert wird. „Die Zahl der Studienplätze zu reduzieren, um die zusätzlichen Vorgaben und Aufwände für das Studium jedes einzelnen Studierenden zu erfüllen, ist keine Option“, so Matthias Frosch. „Die Fakultäten haben viele gute Vorschläge zur Umsetzung der Reformziele in den Schubladen. Aber es fehlt an Klarheit, ob, wann und wie diese nun im Rahmen einer neuen ÄApprO umgesetzt werden können. Diese Stagnation muss beendet werden. Und wenn sich Bund und Länder für die neue ÄApprO entscheiden, dann müssen die dafür erforderlichen Mittel bereitgestellt werden.“

Schließlich sollte die zu kleinteilige Ausgestaltung der Reform überdacht werden. Die medizinischen Fakultäten benötigen auch in Zukunft Flexibilität, um schnell und adäquat auf Neues zu reagieren. Nicht zuletzt die COVID-19 Pandemie hat sichtbar gemacht, wie wichtig dieser Handlungsspielraum ist.

Im Juni 2023 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) einen neuen Referentenentwurf für die geplante Reform der Ärztlichen Approbationsordnung zur Kommentierung an die Länder und Verbände geschickt und damit den 2017 begonnenen Reformprozess des Medizinstudiums weitergeführt. Die Kommentierungsfrist des Entwurfs endete am 10. August 2023. Nach der Prüfung und Einarbeitung der Kommentare durch das BMG muss dieser anschließend ins Bundeskabinett und dann weiter in den Bundesrat gehen.

Pressemitteilung MFT Medizinischer Fakultätentag e.V.vom 10.08.2023

www.medizinische-fakultaeten.de

52 Auszeichnungen für hervorragende Ausbildungsabschlüsse am Uniklinikum Würzburg

Regierung von Unterfranken vergibt zahlreiche Anerkennungsurkunden an Auszubildende des UKW.

Drei Diätassistentinnen mit Urkunden
Die drei frischgebackenen Diätassistentinnen Anna Fröhling, Pia Hoberg und Rebekka Bähr freuen sich über die besondere Auszeichnung für ihren sehr guten Berufsabschluss. Fotografin: Lisa Wehner

52 Auszubildende des Uniklinikums Würzburg (UKW) haben sehr gute Abschlüsse erreicht und sich damit eine besondere Anerkennung verdient. Eine Medizinisch-technische Radiologieassistentin, ein Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent, ein Masseur, drei Diätassistentinnen und ganze 46 Pflegefachfrauen und -männer glänzten mit einem Notendurchschnitt von 1,5 oder besser und erhielten dafür die besondere Anerkennung von der Regierung von Unterfranken. Unterzeichnet wurden die Staatspreise von Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Auszubildenden und freuen uns mit den frischgebackenen Fachkräften über ihre herausragenden Leistungen. Das ist auch ein starker Beweis für die hohe Qualität der theoretischen und praktischen Ausbildung am UKW“, so Marcus Huppertz, Pflegedirektor und Vorstandsmitglied des Würzburger Uniklinikums.

Jubiläumsveranstaltung: 30 Jahre Selbsthilfegruppe für Asthma und COPD Würzburg und Umgebung

Das 30-jährige Jubiläum der Selbsthilfegruppe für Asthma und COPD Würzburg und Umgebung ist der Anlass für einen Informationsabend mit Festakt. Herzlich eingeladen sind Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle sonstig Interessierten. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 13. September 2023 im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg statt.

Flyer Jubiläum SHG COPD und Asthma

Seit dem 13. Januar 1993 unterstützt die Selbsthilfegruppe für Asthma und COPD Würzburg und Umgebung von diesen Lungenerkrankungen Betroffene und deren Angehörige. Am 13. September dieses Jahres wird das 30-jährige Bestehen mit einem Informationsabend inklusive Festakt gefeiert. Die um 18:00 Uhr startende Veranstaltung richtet sich an Patientinnen und Patienten, deren Familien- und Freundeskreise sowie alle sonstigen Interessierten. Mitorganisator ist das Uniklinikum Würzburg (UKW), das für dieses Treffen ins Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) Würzburg, Am Schwarzenberg 15, einlädt.

Im Einsatz für Wissensvermittlung und Solidarität

Asthma bronchiale und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) stellen die Betroffenen durch die damit verbundenen gesundheitlichen Einschränkungen im täglichen Leben immer wieder vor Probleme. Die Selbsthilfegruppe für Asthma und COPD Würzburg und Umgebung ist hier seit drei Jahrzehnten eine Quelle nützlicher Informationen und ein Ort der Gemeinschaft. „Wir haben alle langjährig die Diagnose Asthma und/oder COPD und können Mitbetroffenen – auch Jüngeren – hilfreich mit unserer Erfahrung zur Seite stehen. Selbsthilfegruppen sind auch heute – neben den digitalen Medien – zum persönlichen Erfahrungsaustausch wichtig“, sagt Brigitte Ritz-Darkow. Die Leiterin der Selbsthilfegruppe wird als Einstieg in den Infoabend einen Überblick über deren Angebote geben.

MdB Andrew Ullmann als Festredner

Den anschließenden Festvortrag übernimmt Prof. Dr. Andrew Ullmann. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion betont: „Politisch müssen wir die Voraussetzungen für die bestmögliche Forschung und Versorgung schaffen. Aber auch das Engagement der Selbsthilfegruppen müssen wir nachhaltig stärken, denn ihre Arbeit ist sehr wertvoll. Gerade im Bereich von COPD und Asthma leistet die Selbsthilfe einen entscheidenden Beitrag, um mit den Krankheiten im Alltag besser leben zu können.”

Wie lässt sich COPD definieren?

Manchmal ist es allerdings gar nicht so einfach, eine COPD von Asthma zu unterscheiden. „Die beiden Lungenerkrankungen können zu ähnlichen Beschwerden führen und mit Atemnot einhergehen. Die Unterscheidung zwischen Asthma und COPD spielt eine zentrale Rolle, weil sie voneinander abweichende therapeutische Konsequenzen hat“, betont Anna Hörning. Vor diesem Hintergrund wird die Ärztin von der Schwerpunktabteilung Pneumologie der Medizinischen Klinik I des UKW in ihrem Vortrag die chronisch obstruktive Lungenerkrankung definieren und über Aktuelles aus den entsprechenden Therapieleitlinien berichten.

Ein Dank für die anhaltend hohe Leistungsvielfalt

Am Ende der Veranstaltung stehen Dankesworte von Gabriele Nelkenstock. Die Selbsthilfebeauftragte des UKW unterstreicht: „Hohe Sachkenntnis, ein umfassender persönlicher Erfahrungsschatz und sehr viel menschliche Zuwendung – die Arbeit von Frau Ritz-Darkow und ihrer Gruppe ist ein Musterbeispiel für die unvergleichlichen Leistungen der Selbsthilfe – und das mit langem Atem. Wir gratulieren zum 30-jährigen Jubiläum recht herzlich!“

Für die Teilnahme an der kostenlosen Veranstaltung ist eine Anmeldung bis zum 31. August bei Gabriele Nelkenstock unter E-Mail: selbsthilfe@ ukw.de erforderlich.

Fachfortbildung am Uniklinikum Würzburg: Häufige Hormonerkrankungen richtig diagnostizieren

Das Uniklinikum Würzburg lädt alle interessierten Ärztinnen und Ärzte zur 17. Fachfortbildung „Praktische Endokrinologie“ ein. Am Mittwoch, den 25. Oktober 2023 geht es dabei schwerpunktmäßig um die richtige Diagnosestellung bei häufigen endokrinologischen Erkrankungen.

Titelbild Flyer Veranstaltung Praktische Endokrinologie

Die 17. Neuauflage der Vortragsreihe „Praktische Endokrinologie“ des Uniklinikums Würzburg (UKW) trägt den Untertitel „Was können Sie in Ihrer Praxis selbst machen und welche Patienten sollten zum Endokrinologen geschickt werden?“.

„Wir sprechen damit vor allem die niedergelassenen Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner unserer Region an und beziehen uns inhaltlich auf die ersten diagnostischen Schritte bei verbreiteten endokrinologischen Erkrankungen“, erläutert Prof. Dr. Martin Fassnacht, der Leiter des Lehrstuhls Endokrinologie und Diabetologie an der Medizinischen Klinik I des UKW.

Die kostenlose Fachveranstaltung findet am Mittwoch, den 25. Oktober 2023 um 17:00 Uhr im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin des UKW an der Oberdürrbacher Straße statt.

„Wir organisieren den Abend in enger Abstimmung mit niedergelassenen Endokrinologinnen und Endokrinologen, die auch als Vortragende zu Wort kommen“, verdeutlicht Prof. Fassnacht. Geklärt werden sollen unter anderem Fragen wie: Gewichtszunahme – wann sind die Hormone schuld? Testosteron beim Mann – wann messen und wie interpretieren? Hypertonie – wer muss endokrinologisch abgeklärt werden? Auffällige Werte beim TSH – wie weiter vorgehen?

 

Das vollständige Programm findet sich im Veranstaltungskalender der Medizinischen Klinik I des UKW unter www.ukw.de/medizinische-klinik-i.

Für eine Teilnahme an der gut zweistündigen Fortbildung ist eine Anmeldung bis 16. Oktober über https://tinyurl.com/27k3qgek wichtig.

Kleine Schritte, große Wirkung – Bewegung bei Krebs

Die Bewegungstherapie ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil während einer Krebsbehandlung. Studien zeigen: Krebspatientinnen und -patienten profitieren davon, körperlich aktiv zu sein oder sich sportlich zu betätigen. Wie Bewegung einen günstigen Therapieverlauf fördert und sich positiv auf die Lebensqualität auswirkt, beschreibt ab 15. August 2023 die neue Folge „Kleine Schritte, große Wirkung – Bewegung bei Krebs“ im Podcast „Krebsforschung im Gespräch“ der CCC Allianz WERA.

Bewegung und sportliche Aktivität beugen nicht nur vor, sondern haben auch therapeutische Wirkungen und verbessern die Lebensqualität. Bewegungstherapie sollte ab dem Moment der Krebsdiagnose therapiebegleitend eine wichtige Rolle spielen. Ziel ist, die körperliche Leistungsfähigkeit der Patientinnen und Patienten zu erhalten bzw. zu fördern, das Wohlbefinden zu erhöhen und insbesondere einem Bewegungsmangel vorzubeugen – alles angepasst an die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse.

Podcast Folge 10: Bewegung bei Krebs
Podcast Folge 10: Bewegung bei Krebs. Grafik Johannes Allgeier, Universität Würzburg

Jeder Schritt zählt, ist er noch so klein

In der neuen Folge des Podcasts „Krebsforschung im Gespräch“ kommt Anne Kollikowski, Sport- und Therapiewissenschaftlerin aus dem Team der Komplementären Onkologie Integrativ (KOI) am Comprehensive Cancer Center Mainfranken (CCC MF), zu Wort. Sie begegnet Krebserkrankten, deren Interesse und Motivation an körperlicher Aktivität oftmals groß sind – es herrschen aber auch Angst, Unsicherheit oder Unwissen vor.

Welche Bewegungsformen empfehlen sich in welchem Ausmaß bei welcher Therapie? Hier gilt es, in einer individuellen Beratung und nach Rücksprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und Physiotherapeutinnen und -therapeuten einen angepassten Plan aufzustellen. Dieser sollte sich gut in den Alltag während und nach der Therapie einbauen lassen. „Jeder Schritt zählt, ist er noch so klein“, ist das Motto der Sport- und Therapiewissenschaftlerin. Gemeinsam findet sie mit ihren Patientinnen und Patienten heraus, welche Art von Bewegung und in welcher Intensität diese sich eignet.

Bewegung soll auch Spaß machen

Die Studienlage zeigt: Bewegung kann starke Erschöpfung (Fatigue), Depressionen, Schlafstörungen und weitere Begleiterscheinungen einer Krebstherapie lindern. Dabei ist körperliche Bewegung nie der Ersatz einer medizinischen Therapie, sondern ergänzt und fördert den Therapieverlauf. „Bewegung soll auch Spaß machen“, sagt Kollikowski und empfiehlt, sportliche Aktivitäten moderat über den Tag zu verteilen und in den Alltag einzubauen.

Anne Kollikowski gibt in der Podcast-Folge zudem praktische Tipps, die alle Zuhörenden – auch im Hinblick auf die Prävention von Krebs – angehen, und berichtet über ausgewählte wissenschaftliche Studien, die das Ziel verfolgen, Bewegungsempfehlungen für verschiedene Krankheitssituationen weiterzuentwickeln.

Einblicke in den Arbeitsalltag

Im Podcast „Krebsforschung im Gespräch“ sprechen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Comprehensive Cancer Center Allianz WERA über aktuelle Themen der Krebsforschung, geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag und erklären einfach und verständlich, wie und an welchen Themen sie forschen. Bis Oktober 2023 erscheint jeweils am 1. und 15. eines Monats eine neue Folge auf den gängigen Audio-Streaming-Plattformen wie Spotify und Apple Podcasts. Die Folge „Kleine Schritte, große Wirkung – Bewegung bei Krebs“ ist ab 15. August 2023 zu hören.

Website CCC Allianz WERA: https://www.ccc-wera.de/podcast/

Kontakt: Annette Popp, CCC MF, E-Mail: popp_a3@ ukw.de, Tel. 0931 201-35864