Aktuelle Pressemitteilungen

Neue Magnetpartikelbildgebung erstmals am Menschen in Würzburg eingesetzt

Magnetpartikelbildgebung (MPI) zeigt Gefäßstrukturen und Blutfluss in Echtzeit ohne Strahlenbelastung

Szene der ersten MPI-Untersuchung am Menschen
Erste MPI-Untersuchung am Menschen im Würzburger Angiographielabor: Dr. Patrick Vogel (Mitte) hält seinen Arm in den MPI-Scanner (iMPI), darüber ist der C-förmige Arm des DSA-Systems zu sehen. Der Proband sowie Dr. Viktor Hartung als Interventionalist (links) und Dr. Philipp Gruschwitz als Sicherheitsbeauftragter verfolgen gebannt das Live-Monitoring. Quelle: Patrick Vogel (JMU) / Viktor Hartung (UKW)
Links ist ein Arm mit Gefäßstrukturen skizziert, Mitte eine DSA-Aufnahme eines bestimmten Bereiches des Arms und rechts eine MPI-Aufnahme.
Vergleich von MPI-Angiographie (MPA) und Digitaler Subtraktionsangiographie (DSA). Die aus der jeweiligen Echtzeitserie ausgewählten Bilder zeigen die maximal kontrastmittelgefüllten Venen im Arm des Probanden. Quelle: Philipp Gruschwitz (UKW), Patrick Vogel (JMU), Viktor Hartung (UKW)
Das Team freut sich über die gelungene erste MPI-Bildgebung am Menschen und steht glücklich hinter dem Scanner.
Das Team der ersten MPI-Untersuchung am Menschen v.l.n.r.: Proband Patrick Vogel, Thomas Kampf, Interventionalist Viktor Hartung, Sicherheitsbeauftragter Philipp Gruschwitz, Teresa Reichl und Johanna Günther. Quelle: Julia Serfling UKW.
MPI-Scanner im Angiographielabor
Der MPI-Scanner ermöglicht eine strahlungsfreie Darstellung von Blutgefäßen in Echtzeit. Quelle: Julia Serfling / UKW.

Forschenden der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) ist ein wichtiger Schritt für die medizinische Bildgebung gelungen. Sie setzten die Magnetpartikelbildgebung (Magnetic Particle Imaging, MPI) erstmals in vivo am Menschen ein. Das Verfahren ermöglicht eine strahlungsfreie Darstellung von Blutgefäßen in Echtzeit. In der Machbarkeitsdemonstration führten die Forschenden eine Gefäßdarstellung am Arm eines gesunden Probanden durch.

Würzburg. Vor 131 Jahren entdeckte der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen in Würzburg die nach ihm benannten Strahlen und ermöglichte damit völlig neue Verfahren zur Darstellung des menschlichen Körpers. Nun hat in Würzburg ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Physik und Radiologie einen weiteren wichtigen Meilenstein in der medizinischen Bildgebung erreicht. Die Forschenden demonstrierten erstmals am Menschen eine neuartige Technologie: die Magnetpartikelbildgebung (MPI, englisch: Magnetic Particle Imaging). 

Während Röntgen im Dezember 1895 die Hand seiner Frau Bertha ablichtete, hielt der Physiker Dr. Patrick Vogel, der am Lehrstuhl für Experimentelle Physik 5 der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) tätig ist, seinen Arm als gesunder Proband in den MPI-Scanner. Vogel war maßgeblich an der Entwicklung dieser Technologie beteiligt und führte das Experiment gemeinsam mit Dr. Viktor Hartung vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Uniklinikums Würzburg (UKW) durch. 

„Wenn man eine neue Bildgebung erstmals am Menschen erprobt, möchte man natürlich selbst erfahren, wie sich das anfühlt. Für mich war es daher selbstverständlich, auch als erster Proband zur Verfügung zu stehen“, berichtet Patrick Vogel. 

MPI: Bildgebung mit magnetischen Nanopartikeln

MPI gehört zu einer neuen Generation bildgebender Verfahren. Anstelle von Röntgenstrahlung oder radioaktiven Tracern nutzt MPI winzige magnetische Eisenoxid-Nanopartikel als Kontrastmittel. Diese werden in die Blutbahn injiziert und anschließend mit speziellen Magnetfeldern detektiert.

Das Besondere daran ist: MPI detektiert ausschließlich die Nanopartikeln selbst, das umliegende Gewebe erzeugt kein Hintergrundsignal. Dadurch entstehen besonders kontrastreiche Bilder mit hoher zeitlicher Auflösung. Gleichzeitig kommt das Verfahren vollständig ohne ionisierende Strahlung aus. 

Meilenstein nach fast 20 Jahren Entwicklung - Übergang von der präklinischen Forschung zur klinischen Machbarkeitsstudie

Mit der ersten Anwendung von MPI am Menschen erreicht die Technologie einen wichtigen Meilenstein in ihrer Entwicklungsgeschichte. Seit rund 20 Jahren arbeiten die Teams in Würzburg an der Entwicklung der Magnetpartikelbildgebung – von den ersten physikalischen Konzepten über den Bau experimenteller Scanner bis hin zur Integration der Technologie in ein klinisches Umfeld. 

„Dass wir diese Technologie nun erstmals am Menschen demonstrieren konnten, ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur klinischen Anwendung der Magnetpartikelbildgebung“, kommentiert Patrick Vogel den Beginn der translationalen Entwicklungsphase. „Damit zeigen wir, dass MPI nicht nur im Labor funktioniert, sondern auch unter realen klinischen Bedingungen eingesetzt werden kann.“

Erste MPI-Angiographie beim Menschen zur Gefäßdarstellung am Arm

Im Rahmen der Studie führten die Forschenden eine Gefäßdarstellung am Arm durch. Dazu injizierten sie klinisch zugelassene Eisenoxid-Nanopartikel und nahmen deren Verteilung mit einem speziell entwickelten MPI-Scanner auf. 

Zum direkten Vergleich führten sie zusätzlich eine digitale Subtraktionsangiographie (DSA) durch, die derzeitige Standardmethode zur Darstellung von Blutgefäßen mittels Röntgenstrahlung.

Die Ergebnisse zeigen: Mit MPI konnten die wichtigsten oberflächlichen und tiefen Venen des Arms einschließlich ihrer Verzweigungen sichtbar gemacht werden. Die Bildrate lag bei zwei Bildern pro Sekunde und damit im Bereich klinischer Angiographieverfahren. 

Neue Möglichkeiten für interventionelle Eingriffe – ohne Strahlenbelastung

„Die Bilder zeigen, dass wir die relevanten Gefäßstrukturen und den Blutfluss in Echtzeit darstellen können“, erklärt der Radiologe Viktor Hartung. „Das eröffnet perspektivisch neue Möglichkeiten für interventionelle Eingriffe – ohne Strahlenbelastung.“ Um die Sicherheit, Wirksamkeit und den klinischen Nutzen jedoch systematisch zu untersuchen, sind weitere präklinische und klinische Studien erforderlich.

Aus klinischer Sicht hat die Magnetpartikelbildgebung laut Prof. Thorsten Bley großes Potenzial. Der Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am UKW betont: „Wenn es gelingt, Gefäße in Echtzeit ohne ionisierende Strahlung darzustellen, könnte das langfristig neue Möglichkeiten für interventionelle Verfahren eröffnen.“

Enge Zusammenarbeit zwischen Physik und klinischer Medizin

Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen Physik und Medizin war es möglich diese Studie durchzuführen. Während die physikalischen Grundlagen und Scannertechnologien in der Experimentellen Physik entwickelt werden, bringt die Radiologie ihre Erfahrung in der klinischen Bildgebung und interventionellen Verfahren ein.

„Solche Entwicklungen entstehen nur im engen Austausch zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung“, meint Prof. Volker Behr, Leiter der MPI-Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Experimentelle Physik 5 (Biophysik) an der JMU. „Unser Ziel ist es, neue physikalische Konzepte so weiterzuentwickeln, dass sie langfristig einen echten Mehrwert für die medizinische Diagnostik und Therapie bieten.“

Süddeutsches Zentrum für Magnetic Particle Imaging (SMPI)

Die Anwendung am Menschen ist Teil einer größeren Forschungsstrategie der JMU. Erst kürzlich wurde der Aufbau eines Süddeutschen Zentrums für Magnetic Particle Imaging (SMPI) an der JMU bewilligt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Das Zentrum unter der Leitung von Volker Behr soll eine Infrastruktur schaffen, um MPI von der Grundlagenforschung bis hin zu medizinischen Anwendungen weiterzuentwickeln (siehe Meldung vom 20.01.206)

Preprint:
Ein Preprint der zugehörigen wissenschaftlichen Veröffentlichung ist unter folgender URL abrufbar: https://doi.org/10.48550/arXiv.2603.12010
Der Artikel befindet sich derzeit noch im wissenschaftlichen Peer-Review-Prozess.

Hinweis für Patienten und Interessierte

Die hier gezeigten Ergebnisse basieren auf einer frühen Machbarkeitsdemonstration am Menschen. Die Technologie tritt gerade erst in die translationale Entwicklungsphase ein und ist derzeit weder für die klinische Routineanwendung noch für Patientenbehandlung oder für therapeutische Entscheidungen vorgesehen. Weitere präklinische und klinische Studien sind erforderlich, um Sicherheit, Wirksamkeit und klinischen Nutzen systematisch zu untersuchen.

Szene der ersten MPI-Untersuchung am Menschen
Erste MPI-Untersuchung am Menschen im Würzburger Angiographielabor: Dr. Patrick Vogel (Mitte) hält seinen Arm in den MPI-Scanner (iMPI), darüber ist der C-förmige Arm des DSA-Systems zu sehen. Der Proband sowie Dr. Viktor Hartung als Interventionalist (links) und Dr. Philipp Gruschwitz als Sicherheitsbeauftragter verfolgen gebannt das Live-Monitoring. Quelle: Patrick Vogel (JMU) / Viktor Hartung (UKW)
Links ist ein Arm mit Gefäßstrukturen skizziert, Mitte eine DSA-Aufnahme eines bestimmten Bereiches des Arms und rechts eine MPI-Aufnahme.
Vergleich von MPI-Angiographie (MPA) und Digitaler Subtraktionsangiographie (DSA). Die aus der jeweiligen Echtzeitserie ausgewählten Bilder zeigen die maximal kontrastmittelgefüllten Venen im Arm des Probanden. Quelle: Philipp Gruschwitz (UKW), Patrick Vogel (JMU), Viktor Hartung (UKW)
Das Team freut sich über die gelungene erste MPI-Bildgebung am Menschen und steht glücklich hinter dem Scanner.
Das Team der ersten MPI-Untersuchung am Menschen v.l.n.r.: Proband Patrick Vogel, Thomas Kampf, Interventionalist Viktor Hartung, Sicherheitsbeauftragter Philipp Gruschwitz, Teresa Reichl und Johanna Günther. Quelle: Julia Serfling UKW.
MPI-Scanner im Angiographielabor
Der MPI-Scanner ermöglicht eine strahlungsfreie Darstellung von Blutgefäßen in Echtzeit. Quelle: Julia Serfling / UKW.

Azubis gestalten Zukunft

UKW-Nachwuchs setzt mit Müllsammelaktion ein starkes Zeichen für Umweltbewusstsein

Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Eva Riedel / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Eva Riedel / UKW

Würzburg. Rund 100 Auszubildende des Universitätsklinikums Würzburg aus sieben Ausbildungsberufen haben am 12. März 2026 die Stadt ein Stück sauberer gemacht. Auf einer insgesamt 25 Kilometer langen Strecke sammelten sie unzählige Eimer voller Müll und hinterließen die Wege Würzburgs deutlich sauberer, als sie diese vorgefunden hatten. Auch die Weinberge in Grombühl wurden von Abfall befreit.

Neben der praktischen Müllsammelaktion erhielten die Auszubildenden auch theoretischen Input. Interne und externe Referierende hielten informative Vorträge zu aktuellen Umweltthemen und sensibilisierten die Nachwuchskräfte für nachhaltiges Handeln im Alltag und Beruf.

Der erfolgreiche Tag im Rahmen der Initiative „Azubis gestalten Zukunft“ endete mit einem gemeinsamen Pizzaessen, bei dem die Auszubildenden ihren Einsatz und das gemeinsame Engagement feiern konnten.

„Es war beeindruckend zu sehen, wie motiviert unsere Azubis bei der Müllsammelaktion waren. Ein Tag, an dem Theorie und Praxis Hand in Hand gingen und gleichzeitig ein sichtbares Zeichen für unsere schützenswerte Umwelt gesetzt wurde“, so Sandra Wiesenfelder, Ausbilderin am UKW und Organisatorin der Aktion.

Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Kim Sammet / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion am UKW © Eva Riedel / UKW
Azubis gestalten Zukunft - Müllsammelaktion 2026 © Eva Riedel / UKW

Tabuthema Inkontinenz: Neues Zentrum am UKW bietet interdisziplinäre Hilfe

Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Unterfranken gegründet

Das interdisziplinäre Behandlungsteam freut sich über die Gründung des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums Unterfranken am Universitätsklinikum Würzburg. © Kirstin Linkamp / UKW
Das interdisziplinäre Behandlungsteam freut sich über die Gründung des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums Unterfranken am Universitätsklinikum Würzburg. © Kirstin Linkamp / UKW

Würzburg. Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) hat sein Leistungsspektrum erweitert. Im Februar 2026 eröffnete die Klinik das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Unterfranken. In diesem zertifizierten Spezialzentrum der Komplexversorgung bündeln Ärztinnen und Ärzte der Urologie, Gynäkologie und Allgemeinchirurgie ihre Expertise, um Frauen, Männer und Kinder mit Harn- oder Stuhlinkontinenz, Blasen- und Darmentleerungsstörungen sowie Senkungen der Beckenorgane umfassend und individuell zu versorgen.

Wenn der Alltag zur Belastung wird

Maria M. plante ihren Alltag nach der nächstgelegenen Toilette. Spaziergänge, längere Autofahrten oder Theaterbesuche wurden für die 52-jährige Mutter von drei Kindern zur Herausforderung. Aus Scham sprach sie lange mit niemandem über ihre Harninkontinenz. Erst als die Einschränkungen zunahmen, suchte sie ärztliche Hilfe.

Solche Leidensgeschichten sind für Dr. Oliver Hahn, den Sprecher des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums, keine Seltenheit. „Inkontinenz ist weiterhin ein Tabuthema, viele Betroffene leiden lange im Stillen“, sagt Oliver Hahn. „Dabei gibt es keinen Grund, sich für diese Erkrankung zu schämen.“

Etwa die Hälfte aller Frauen ist in unterschiedlichem Ausmaß von Beckenbodenbeschwerden wie Inkontinenz oder einer Senkung betroffen. Meist sind Schwangerschaft und Geburt die Ursache. „Häufig treten die Beschwerden auch schon bei jungen Frauen auf und schränken die Lebensqualität massiv ein“, sagt Dr. Bettina Blau-Schneider, Bereichsleiterin der Urogynäkologie in der Frauenklinik des UKW. 

Auch neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson können ursächlich für Harn- oder Stuhlinkontinenz sowie für Störungen der Blasen- und Darmentleerung sein. Zusätzlich können Männer nach urologischen Eingriffen, etwa nach der Entfernung der Prostata, unter Beschwerden leiden. 

„Da es deutschlandweit nur wenige zertifizierte Kontinenz- und Beckenbodenzentren gibt, behandeln wir am UKW Betroffene aus ganz Süddeutschland“, sagt Bettina Blau-Schneider.

Gebündelte Expertise als zentraler Behandlungsvorteil

Der besondere Mehrwert des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums Unterfranken liegt in der engen räumlichen und organisatorischen Verzahnung der drei beteiligten Kliniken des UKW:

  • der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie,
  • der Frauenklinik und Poliklinik sowie
  • der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie.

Das Behandlungsteam bespricht alle Patientinnen und Patienten in einem gemeinsamen Austausch, dem interdisziplinären Patientenboard. So können Diagnostik und Therapie abgestimmt und ohne lange Wege erfolgen. 

„Blase, Gebärmutter und Darm hängen im Beckenboden räumlich und funktionell eng zusammen. Deshalb ist es bei Beschwerden wichtig, den gesamten Beckenboden zu betrachten und die Therapie interdisziplinär zu planen“, sagt PD Dr. Joachim Reibetanz, Geschäftsführender Oberarzt in der Allgemeinchirurgie des UKW. Gemeinsam mit seinem Team sowie den urologischen Kolleginnen und Kollegen operiert er beispielsweise Patienten, bei denen eine Beckenbodensenkung sowohl die Blase als auch den Darm beeinträchtigt. So können beide Probleme in einer Operation behandelt werden. 

Je nach Krankheitsbild werden zur Diagnosestellung und der Behandlung weitere Kliniken des UKW eingebunden, etwa die Neurologie, die Kinderklinik, die Radiologie oder die Psychosomatik. Darüber hinaus kooperiert das Zentrum mit einer niedergelassenen Physiotherapeutin. 

Individuelle Therapie – konservativ und operativ

Im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Unterfranken stehen abhängig von der Diagnose, dem Schweregrad, Begleiterkrankungen sowie den persönlichen Wünschen der Patientinnen und Patienten unterschiedliche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Neben konservativen Maßnahmen wie Kontinenzberatung, Beckenbodentraining, Elektrostimulation, Physiotherapie oder medikamentöser (Schmerz-)Therapie umfasst das Leistungsangebot sämtliche moderne operative Verfahren.

In der Urologie werden schonende Verfahren wie Band- und Schlingenoperationen eingesetzt, um die Harnröhre zu stützen. In ausgewählten Fällen kommen künstliche Schließmuskelsysteme zum Einsatz. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Botox-Therapie der Harnblase zur Behandlung einer überaktiven Blase.

In der Gynäkologie werden Senkungen der Gebärmutter, der Scheide sowie anderer Beckenorgane, wie Blase und Enddarm, mit modernen Operationsmethoden behandelt. Das Gleiche gilt für Belastungsinkontinenz (ungewollter Urinverlust bei körperlicher Belastung) und Dranginkontinenz (plötzlicher, starker Harndrang und Urinverlust). Die Operation kann dabei vaginal oder minimalinvasiv über kleine Bauchschnitte, in vielen Fällen auch robotisch assistiert erfolgen. Für jede Patientin wird nach einer ausführlichen Beratung individuell die passende Methode ausgewählt.

Für Stuhlinkontinenz und Darmentleerungsstörungen steht die gesamte Bandbreite der Koloproktologie zur Verfügung, dem spezialisierten chirurgischen Fachgebiet für Erkrankungen des Dickdarms, Enddarms und Afters. Behandelt werden sowohl funktionelle Störungen des Beckenbodens als auch gut- und bösartige Erkrankungen. Viele Eingriffe können minimalinvasiv durchgeführt werden, was die Belastung für die Patientinnen und Patienten reduziert.

Zertifizierung bestätigt hohe Qualitätsstandards

Nach einer zweijähriger Aufbauzeit und entsprechender Praxiserfahrung durchlief das Zentrum im Februar 2026 erfolgreich das Zertifizierungsverfahren und wurde am 20. Februar offiziell als „Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Komplexversorgung“ anerkannt. 

Die Zertifizierung erfolgte auf Grundlage gemeinsamer Kriterien mehrerer Fachgesellschaften, darunter die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, die Deutsche Gesellschaft für Urologie, die Deutsche Kontinenz Gesellschaft sowie die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Sie bestätigt, dass am UKW die strukturellen, personellen und fachlichen Voraussetzungen für eine spezialisierte interdisziplinäre Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Beckenboden- und Kontinenzerkrankungen erfüllt sind.

Kontakt

Nähere Informationen zum Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Unterfranken sowie die Kontaktdaten zur Terminvereinbarung sind auf der Webseite des Zentrums zu finden. 

 

 

Text: Annika Wolf / UKW

Infotag zum Thema Prostatakrebs

Am Samstag, 18. April 2026 lädt das DKG-zertifizierte Prostatakarzinomzentrum des Uniklinikums Würzburg zu seinem 8. Patienteninformationstag ein. Die kostenlose Veranstaltung bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Verfahren zur Vorsorge, Diagnostik und Therapie der häufigsten Krebserkrankung des Mannes.

Im CT wird ein Prostatakarzinom markant dargestellt.
Der 8. Patienteninformationstag des Prostatakarzinomzentrums des Uniklinikums Würzburg am 18. April 2026 beschäftigt sich mit Vorsorge, Diagnostik und Therapie. Das Bild zeigt, wie markant ein Prostatakarzinom unter Zuhilfenahme des Tracers PSMA im PET-CT als gelb-rotes Objekt dargestellt wird. © UKW

Würzburg. Das von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Prostatakarzinomzentrum des Uniklinikums Würzburg (UKW) führt am 18. April 2026 seinen mittlerweile 8. Informationstag durch. In Kooperation mit dem Comprehensive Cancer Center (CCC) Mainfranken und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) WERA wendet sich die Veranstaltung an Patienten und alle sonstigen Interessierten. Zwischen 10:00 und etwa 14:15 Uhr geben neun Experten in für Laien verständlichen Kurzvorträgen einen Überblick über die aktuellen Möglichkeiten zur Vorsorge, Diagnostik und Behandlung der verbreiteten Tumorerkrankung.

Von bildgebenden Verfahren und Kombinationstherapien

„In der Diagnostik des Prostatakrebses gelten mittlerweile moderne bildgebende Verfahren als Standard, während neue Entwicklungen bei Operationen und in der Strahlentherapie das Behandlungsspektrum erweitern“, berichtet Prof. Dr. Hubert Kübler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie am UKW. Seine Stellvertreterin, Dr. Anna Katharina Seitz, ergänzt: „Gerade bei Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs stehen uns heute zudem viele wirksame Medikamente und Kombinationstherapien zur Verfügung.“

Referenten aus diversen Disziplinen

Voraussetzung für die am Prostatakarzinomzentrum gebotene ganzheitliche Patientenversorgung ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dies spiegelt sich auch bei den Referenten des Infotages wider. Neben der Urologie rekrutieren sie sich aus der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie, der Nuklearmedizin sowie der Strahlentherapie und Radioonkologie. Als wichtiger Partner kommt ferner die Selbsthilfe zu Wort.

Zum Abschluss der Veranstaltung im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) an der Oberdürrbacher Straße haben die Zuhörerinnen und Zuhörer Gelegenheit, im direkten Gespräch mit den Spezialisten persönliche Fragen zu diskutieren. 

Die Teilnahme am Patienteninfotag ist kostenlos, das detaillierte Programm gibt es unter www.ukw.de/urologie, Rubrik „Veranstaltungen“.

Text: Pressestelle / UKW
 

Im CT wird ein Prostatakarzinom markant dargestellt.
Der 8. Patienteninformationstag des Prostatakarzinomzentrums des Uniklinikums Würzburg am 18. April 2026 beschäftigt sich mit Vorsorge, Diagnostik und Therapie. Das Bild zeigt, wie markant ein Prostatakarzinom unter Zuhilfenahme des Tracers PSMA im PET-CT als gelb-rotes Objekt dargestellt wird. © UKW

Online-Veranstaltung zu unerfülltem Kinderwunsch

Am Dienstag, 14. April 2026, bietet die Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg unter dem Titel „Unerfüllter Kinderwunsch: Was tun?“ ein Webinar aus der Reihe „Abendsprechstunde“ an. Die kostenlose Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Mediengruppe Main-Post.

 

PD Dr. Saskia-Laureen Herbert und Dr. Florian Jakob
PD Dr. Saskia-Laureen Herbert und Dr. Florian Jakob Fragen beantworten am 14. April 2026 in einer Online-Veranstaltung zentrale Fragen zum Thema „Unerfüllter Kinderwunsch“. © Thomas Berberich / UKW

Würzburg. Ungewollte Kinderlosigkeit ist nicht ungewöhnlich: Bei etwa 15 Prozent der Paare im gebärfähigen Alter bleibt der Wunsch nach einem Kind unerfüllt. Um bei dieser für viele zentralen Lebensfrage weiterzuhelfen, bietet die Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) in Kooperation mit der Mediengruppe Main-Post am Dienstag, 14. April 2026, ein kostenloses Webinar an. Bei der Veranstaltung aus der Reihe „Abendsprechstunde“ beantworten Privatdozentin Dr. Saskia-Laureen Herbert und Dr. Florian Jakob Fragen wie: Welche Optionen stehen in der Kinderwunschbehandlung zur Verfügung? Was versteht man unter künstlicher Befruchtung und wie gestaltet sich der Ablauf einer solchen Behandlung? Wie wirkt sich Endometriose auf die Fruchtbarkeit aus? Welche Maßnahmen oder Verfahren können eine Kinderwunschbehandlung sinnvoll begleiten und unterstützen?

Für das Zoom-Webinar anmelden

Das Webinar geht von 18:00 bis etwa 19:30 Uhr und nutzt die Plattform Zoom. Weitere Informationen und einen Anmeldelink finden Interessierte unter www.ukw.de/selbsthilfe, Rubrik „Veranstaltungen“.

Text: Pressestelle / UKW

 

PD Dr. Saskia-Laureen Herbert und Dr. Florian Jakob
PD Dr. Saskia-Laureen Herbert und Dr. Florian Jakob Fragen beantworten am 14. April 2026 in einer Online-Veranstaltung zentrale Fragen zum Thema „Unerfüllter Kinderwunsch“. © Thomas Berberich / UKW

Klinische Studien über Leukämie und Prostatakrebs starten

Mit 5,2 Millionen Euro fördert das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) erstmals eigene klinische Studien. Sie drehen sich um die Behandlung von Leukämie und die Diagnostik bei Prostatakrebs.

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume übergab die Förderschecks für die ersten eigenen klinischen Studien des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung.
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume übergab die Förderschecks für die ersten eigenen klinischen Studien des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung. (Bild: Matthias Merz Fotografie)

Beide Studien laufen standortübergreifend an allen sechs BZKF-Standorten: Augsburg, Erlangen, München (LMU und TUM), Regensburg und Würzburg. Ziel der BZKF-Förderung ist es, Krebspatientinnen und Krebspatienten in Bayern so früh wie möglich Zugang zu innovativen Diagnose- und Therapie-Verfahren zu ermöglichen.

Dazu Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume: „Seit sechs Jahren kämpfen unsere bayerischen Uniklinika im BZKF gemeinsam gegen die große Geißel der Menschheit. Nach dem Motto ‚Wissen teilen, Menschen heilen‘ bringt jedes Klinikum seine Stärken ein – von KI bis Immuntherapie.“

Der Freistaat habe das Krebsforschungszentrum seit dessen Gründung mit über 72 Millionen Euro unterstützt. Mit dieser leistungsfähigen und vernetzten Infrastruktur werde onkologische Spitzenmedizin in allen Regionen Bayerns ermöglicht.

Neue Zelltherapie gegen aggressive Leukämie

Die Studie ERASE-AML richtet sich an Patientinnen und Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML), einer besonders aggressiven Form von Blutkrebs. Trotz moderner Therapieverfahren sind die Heilungschancen noch begrenzt: Nur 3 von 10 Betroffenen überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Für viele Patientinnen und Patienten ist eine Übertragung fremder Stammzellen die einzige Chance auf Heilung. Dennoch kommt es häufig zu Rückfällen – und wirksame Behandlungsoptionen sind dann begrenzt.

Die Studie prüft eine neuartige Form der personalisierten zell-basierten Immuntherapie. Dabei werden die T-Immunzellen eines Stammzellspenders im Labor gezielt mit mehreren Leukämie-spezifischen Eiweißbausteinen stimuliert. Auf diese Weise entsteht eine breit wirksame, gegen verschiedene Leukämie-Merkmale gerichtete Immunantwort. Zusätzlich werden die T-Zellen mit einer künstlichen Andock- und Aktivierungsstruktur (CARs) ausgestattet, welche die Aktivität der T-Zellen im Körper verstärken soll.

Die derart „trainierten“ und gezielt gestärkten T-Zellen werden bei Patientinnen und Patienten mit hohem Rückfallrisiko oder bei einem frühen Rezidiv nach einer Stammzelltransplantation eingesetzt. Ziel ist es, verbliebene Leukämiezellen dauerhaft zu eliminieren und Rückfälle zu verhindern.

Die Leitung der Studie liegt bei Dr. Veit Bücklein und Professorin Marion Subklewe (LMU Klinikum München). Das Fördervolumen beträgt rund drei Millionen Euro.

Bessere Diagnostik für Patienten mit Prostatakrebs

Die PRIME-Studie untersucht, wie sich Prostatakrebs – eine der häufigsten Krebsarten bei Männern – präziser und patientenschonender erkennen lässt. Bisher folgt bei einem erhöhten PSA-Wert im Blut und einer auffälligen Kernspintomographie meist eine Biopsie. Für viele Betroffene ist das eine große körperliche und seelische Belastung – unangenehm, schmerzhaft und mit möglichen Infektionen verbunden.

In der Studie soll geprüft werden, ob eine zusätzliche Bildgebung mit Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Computertomographie (CT) die Diagnostik weiter verbessern kann. Mit dem PSMA-PET/CT lassen sich Prostatakrebszellen durch eine sehr geringe Menge eines radioaktiven Medikaments noch genauer sichtbar machen.

In der Studie erhalten 150 Männer mit auffälliger Kernspintomographie zusätzlich diese Untersuchung. Je nach Ergebnis sollen dann weniger oder gezieltere Biopsien für die sichere Diagnose eines behandlungsbedürftigen Prostatakrebs nötig sein. Ziel ist es, aggressive Tumoren früh und zuverlässig zu erkennen und gleichzeitig unnötige Eingriffe zu vermeiden.

Die Studienleitung liegt bei den Professoren Matthias Eiber (TUM Klinikum München) und Matthias Heck (Universitätsklinikum Augsburg). Die Fördersumme beträgt 2,2 Millionen Euro.

Wichtiger Meilenstein für das BZKF

„Die Studien markieren einen wichtigen Meilenstein für das BZKF“, so Professor Andreas Mackensen, Direktor des BZKF. „Patientinnen und Patienten in ganz Bayern können daran teilnehmen, ohne weite Wege auf sich nehmen zu müssen.“

Patientenvertreter Ortwin Thiel: „Für Betroffene bedeutet der Start dieser Studien vor allem Hoffnung – Hoffnung auf wirksamere Therapien bei Hochrisiko-Leukämie und auf schonendere, treffsichere Diagnostik bei Prostatakrebs.“

Kostenfreie Beratung am Bürgertelefon

Das BZKF verfolgt das Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern unabhängig von ihrem Wohnort Zugang zu bestmöglichen und innovativen Therapien zu ermöglichen. Mit dem BürgerTelefonKrebs bietet das BZKF unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 85 100 80 eine unkomplizierte Möglichkeit, sich individuell zu allen Fragen bezüglich einer Krebserkrankung beraten zu lassen.

 

einBlick das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 10.03.2026

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume übergab die Förderschecks für die ersten eigenen klinischen Studien des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung.
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume übergab die Förderschecks für die ersten eigenen klinischen Studien des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung. (Bild: Matthias Merz Fotografie)

Mammutmarsch: 7.600 Euro für Regenbogen

Peter und Lenni Ptok liefen 100 km für krebskranke Kinder

Spendenübergabe an Nadine Kempa von der Elterninitiative Regenbogen.
Nadine Kempa (Elterninitiative Regenbogen), Lenni Ptok und Peter Ptok bei der Übergabe der Spenden (von links). Foto: Yevgeniya Ronis

Beim Mammutmarsch in Madrid haben Peter und Lenni Ptok sportliche Ausdauer mit einem guten Zweck verbunden. Die 100 km lange Strecke wurde von den beiden nach 19:55 Stunden erfolgreich absolviert. Bereits in der Vorbereitung auf den Lauf sowie während des Mammutmarschs riefen sie zu Spenden für die Elterninitiative Regenbogen e.V. auf. Über eine Online-Spendenaktion kamen so rund 7.600 Euro zusammen. Zahlreiche Freunde, Bekannte und weitere Unterstützer beteiligten sich an der Aktion.

Mit ihrer Herausforderung wollten die beiden nicht nur sportlich an ihre Grenzen gehen, sondern auch ein Zeichen setzen: Der Lauf sollte verdeutlichen, wie viel Ausdauer und Kraft eine lange Krebsbehandlung erfordert. Gleichzeitig wollten sie mit der Aktion auf die Situation krebskranker Kinder und Jugendlicher aufmerksam machen und deren Familien unterstützen. Bei der Spendenübergabe an die Elterninitiative Regenbogen berichteten Peter und Lenni Ptok auch von ihren persönlichen Eindrücken und den besonderen Momenten während des Mammutmarschs.

Die Elterninitiative Regenbogen begleitet Familien mit krebskranken Kindern und Jugendlichen während der Erkrankung sowie darüber hinaus. Die Spenden unterstützen verschiedene Angebote des Vereins, die den betroffenen Familien im Alltag Halt und Unterstützung geben. Dazu zählen unter anderem spezielle Angebote für verwaiste Familien, etwa gemeinsame Wanderungen, Gesprächskreise oder gemeinsame Wochenenden, bei denen Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung geschaffen wird. Ein weiterer Teil der Spende kommt dem Geschwisterclub zugute. Dabei handelt es sich um ein von den gesetzlichen Krankenkassen gefördertes Angebot, das die Geschwisterkinder krebskranker Kinder in den Mittelpunkt stellt und diesen bei Treffen und Workshops Raum für ihre eigenen Erfahrungen und Bedürfnisse bietet.

Mit der Spende leisten Peter und Lenni Ptok gemeinsam mit ihren Unterstützern einen wichtigen Beitrag dazu, betroffene Familien in einer schwierigen Lebensphase zu begleiten und zu stärken.

Pressetext: Nadine Kempa für die Elterninitiative Regenbogen e.V.
 

Spendenübergabe an Nadine Kempa von der Elterninitiative Regenbogen.
Nadine Kempa (Elterninitiative Regenbogen), Lenni Ptok und Peter Ptok bei der Übergabe der Spenden (von links). Foto: Yevgeniya Ronis