Würzburg. Der Infektiologische Intensivkurs (iiK) der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) gilt als Deutschlands größte Fortbildungsveranstaltung zu Infektionskrankheiten im Kindes- und Jugendalter: Mehr als 400 Teilnehmende – vorwiegend Kinderärztinnen und Kinderärzte aus Kliniken und niedergelassenen Praxen – haben sich für die diesjährige Neuauflage vom 24. bis 26. September in Würzburg angemeldet. Über 50 Referentinnen und Referenten vermitteln ihr Wissen und zeigen auf, wie sich aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse auf die bestmögliche Versorgung von Kindern mit Infektionskrankheiten übertragen lassen.
Zum zweiten Mal unter Leitung der Würzburger Experten
Die wissenschaftliche Leitung des 28. Infektiologischen Intensivkurses haben Prof. Dr. Johannes Liese von der Kinderklinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg sowie Privatdozent Dr. Johannes Forster vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg inne. Für beide ist es eine besondere Freude, die renommierte Veranstaltung erneut ausrichten zu dürfen. Bereits 2021 hatten sie den Kurs gemeinsam geleitet – damals aufgrund der Corona-Pandemie vollständig online. „Umso mehr freuen wir uns, den iiK nun in Präsenz und im besonderen Rahmen des Audimax der Universität Würzburg veranstalten zu können. Die unmittelbare Interaktion und der persönliche Austausch mit den Teilnehmenden sind wesentliche Bestandteile dieses Fortbildungsformats“, sagt Forster.
Bewährte Verfahren kritisch hinterfragen
Das Motto in diesem Jahr lautet „Alter Wein auf dem Prüfstand – Ist das Medizin oder kann das weg?“. „Damit stellen wir sowohl herkömmliche als auch neue diagnostische und therapeutische Vorgehensweisen zur Diskussion“, beschreibt Liese. Was ist wirklich sinnvoll – zum Beispiel welche der vielen diagnostischen Untersuchungen bieten Kindern mit Infektionen wirklich einen Mehrwert?
Im Fokus steht auch die erwünschte Reduktion des noch immer übermäßigen Einsatzes von Antibiotika: Wann sind sie tatsächlich notwendig, welches Präparat ist geeignet und wie lange sollte behandelt werden? Und ganz aktuell: Welche Unterstützung kann die künstliche Intelligenz hierbei leisten?
Von schweren Infektionen bis zum Klimawandel
Weitere Schwerpunkte sind das frühzeitige Erkennen und Behandeln schwerer Infektionen und einer Sepsis. Darüber hinaus richtet die Veranstaltung den Blick auf neue und sich verändernde Herausforderungen, die sich unter anderem durch die Auswirkungen des Klimawandels auf das Auftreten und die Verbreitung von Infektionskrankheiten ergeben.
Tagungsort des iiK ist das Audimax der Julius-Maximilians-Universität, Sanderring 2 in Würzburg. Weitere Details zum Programm gibt es unter https://dgpi.de