Mit Ausdauer für die Krebsforschung

Hobby-Triathlet Niklas Karl hat seine Teilnahme an der Datev Challenge Roth mit einer Spendenaktion zugunsten der Stiftung „Forschung hilft“ verbunden. Im Andenken an eine verstorbene Freundin sammelte der gebürtige Unterfranke 6.880 Euro für die Krebsforschung am Universitätsklinikum Würzburg.

 

Würzburg. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und zum Abschluss ein Marathon über 42,2 Kilometer: Die Datev Challenge Roth zählt zu den bekanntesten Triathlon-Veranstaltungen der Welt. Am 5. Juli 2026 stellte sich auch Niklas Karl dieser enormen sportlichen Herausforderung. Der 1998 geborene Hobby-Triathlet stammt aus dem Landkreis Würzburg, lebt heute in Augsburg und trainiert dort bei der TG Viktoria. Nach knapp elf Stunden lief er im Ziel ein – und hatte damit nicht nur sportlich viel erreicht.

Im Andenken an eine enge Freundin

Denn Niklas Karl hatte seine Teilnahme mit einer persönlichen Mission verbunden. Der Verlust einer engen Freundin, die an Krebs erkrankt war, hatte ihn tief geprägt. Sie war von der Arbeit von „Forschung hilft“, der Stiftung zur Förderung der Krebsforschung am Universitätsklinikum Würzburg (UKW), überzeugt. Ihr Wunsch war es, dass nach ihrem Tod anstelle von Blumenschmuck für ihr Grab Geld an die Stiftung gespendet wird.

In ihrem Andenken entschied sich Niklas Karl, auch seine Teilnahme an der Challenge Roth in den Dienst der guten Sache zu stellen. „Mir war es wichtig, die sportliche Herausforderung mit etwas zu verbinden, das über meine eigene Leistung hinausgeht und meiner verstorbenen Freundin viel bedeutet hat“, sagt Karl.

Auch äußerlich machte er bei der Challenge auf sein Anliegen aufmerksam: Auf seinem Wettkampfanzug waren neben dem Logo seines Vereins und dem des Sponsors Selgros, eines Non-Food- und Lebensmittel-Großhändlers, auch das Logo von „Forschung hilft“ zu sehen.

Knapp 7.000 Euro über Crowdfunding

Über ein Crowdfunding rief Karl zu Spenden für die Krebsforschung am UKW auf. Bekannt machte er seine Benefizaktion vor allem über seine Kontakte per WhatsApp und Instagram. Der überwiegende Teil der Spenderinnen und Spender stammt aus seinem näheren Umfeld. Auf diese Weise kamen 6.880 Euro zusammen.

Am 7. September dieses Jahres übergab Niklas Karl die Spende am UKW an Gabriele Nelkenstock, die Vorsitzende des Stiftungsrates von „Forschung hilft“, und das Stiftungsratsmitglied Prof. Dr. Hermann Einsele.

„Diese Aktion berührt uns ganz besonders, weil sie persönliches Gedenken, außergewöhnlichen sportlichen Einsatz und die Unterstützung der Krebsforschung miteinander verbindet“, sagt Nelkenstock. „Dass Niklas Karl so viele Menschen für die Spendenaktion gewinnen konnte, zeigt, wie viel man gemeinsam bewegen kann.“

Auch Prof. Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW und international renommierter Krebsexperte, dankt dem Triathleten sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern: „Fortschritte in der Krebsmedizin beruhen ganz wesentlich auf intensiver Forschung. Spenden wie diese helfen dabei, vielversprechende wissenschaftliche Ideen voranzubringen und daraus langfristig neue Möglichkeiten für die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten zu entwickeln.“

Wer die Stiftung „Forschung hilft“ (www.forschung-hilft.de) unterstützen will, kann auf folgendes Konto eine Spende überweisen: 

Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken 
IBAN: DE19 7905 0000 0000 0655 65
BIC: BYLADEM1SWU

Text: Pressestelle / UKW
 

Drei Personen, die vor einem Roll-Up stehen und einen Spendenscheck in der Hand halten.
Bei der Spendenübergabe am Uniklinikum Würzburg (von links): Triathlet Niklas Karl mit Gabriele Nelkenstock und Prof. Dr. Hermann Einsele, beide von der Stiftung „Forschung hilft“. © Samantha Baumeister / UKW

Bei der Spendenübergabe am Uniklinikum Würzburg (von links): Triathlet Niklas Karl mit Gabriele Nelkenstock und Prof. Dr. Hermann Einsele, beide von der Stiftung „Forschung hilft“. © Samantha Baumeister / UKW