Würzburg. Mario Zura kennt das Uniklinikum Würzburg (UKW) – speziell die Station M84 – aus eigener Erfahrung. Im vergangenen Jahr wurde er hier mehrere Monate lang wegen eines bösartigen Knochentumors am rechten Schienbein behandelt. Nach Chemotherapie und Operation befindet er sich inzwischen in der Nachsorge und kommt weiterhin zu Kontrolluntersuchungen ans Würzburger Krankenhaus der Maximalversorgung.
Die erfolgreiche Therapie und die von ihm als sehr empathisch erlebte Versorgung weckten bei Zura den Wunsch, etwas Konkretes und Sinnvolles zurückzugeben. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Station M84, der Schwerpunktstation für Hepatologie und Onkologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik II, wurde dafür ein Bewegungstrainer als geeignetes Spendenziel ausgewählt.
1.615 Euro von Familie, Freunden und Sportgemeinschaft
Dafür brachte Mario Zura insgesamt 1.615 Euro zusammen. Etwa die Hälfte der Summe stammt aus seinem Familien- und Freundeskreis, die andere Hälfte von der Sportgemeinschaft Dietershausen/Friesenhausen im Landkreis Fulda. Dort engagiert sich Zura als Fußballtrainer.
Das mit diesem Geld im Frühjahr 2026 angeschaffte Gerät wird nach den Beobachtungen von Christina Steinmann, der stellvertretenden Stationsleitung von M84, von den Patientinnen und Patienten intensiv genutzt. Und das ist gut so. „An jedem Tag im Krankenbett wird Muskelmasse abgebaut – mit weitreichenden Folgen“, erläutert Privatdozentin Dr. Monika Rau. Laut der Oberärztin der Station M84 wurde erst im vergangenen Jahr am UKW eine Studie veröffentlicht, die am Beispiel von Patientinnen und Patienten mit Leberzirrhose eindrücklich zeigt, dass eine Sarkopenie – also der krankheitsbedingte Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft – mit einer deutlich ungünstigeren Prognose verbunden ist.
Individuell steuerbares Eigentraining
Mit dem gespendeten Bewegungstrainer können sowohl Arme als auch Beine trainiert werden. Dabei ist das Gerät sehr unterschiedlich einsetzbar. Ein Motor ermöglicht bei Bedarf auch ein passives Bewegen der Gliedmaßen. Je nach körperlicher Verfassung lässt sich die Belastung schrittweise steigern und ein aktives, fordernderes Training durchführen.
„Unser Hauptziel ist es, die Ausdauer und die Muskelfunktion der Patientinnen und Patienten zu fördern“, erklärt die für die Station M84 zuständige Physiotherapeutin Edith Stadler und fährt fort: „Mit dem Gerät ist dabei neben den regulären physiotherapeutischen Behandlungen ein zusätzliches Eigentraining möglich.“ Zu Beginn werden die Patientinnen und Patienten von den Physiotherapeutinnen und -therapeuten in die richtige Nutzung eingewiesen.
Besonders sinnvoll sind laut Stadler mehrere kurze Trainingseinheiten über den Tag verteilt statt einer einzelnen, langen Trainingsphase. So könne der Bewegungstrainer dazu beitragen, auch während eines längeren Krankenhausaufenthalts möglichst viel körperliche Aktivität in den Alltag zu integrieren.
Das Team der Station M84 bedankte sich im Namen der Patientinnen und Patienten herzlich bei Mario Zura für sein großartiges Engagement.
Text: Pressestelle / UKW