Psychosomatische Fachklinik Altmühltal: Chefarztbesetzung leitet Kooperation mit der Universitätsmedizin Würzburg ein

Die Bezirkskliniken Mittelfranken eröffnen im November in Treuchtlingen die neugebaute Psychosomatische Fachklinik

Treuchtlingen/Würzburg. Seit der Grundsteinlegung im Dezember 2022 entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Treuchtlinger Krankenhauses die Psychosomatische Fachklinik Altmühltal. Das Projekt zählt zu den größten Krankenhausneubauten der Bezirkskliniken Mittelfranken der vergangenen Jahre und wird am 16. November dieses Jahres den Betrieb aufnehmen. 

Die Einrichtung soll exzellente Patientenversorgung mit universitärer Spitzenmedizin verbinden. Dafür setzen die Bezirkskliniken Mittelfranken auf eine chefärztliche Doppelspitze, die zwei Kompetenzfelder vereint: Dr. Katharina Grobholz übernimmt die medizinische Leitung der Klinik und verantwortet die klinische Versorgung sowie den Aufbau der therapeutischen Angebote. Prof. Dr. Imad Maatouk, Lehrstuhlinhaber und Leiter der Psychosomatischen Medizin an der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikum Würzburg (UKW), bringt die wissenschaftliche Perspektive ein und gestaltet die strategische sowie akademische Ausrichtung der Klinik. 

Dr. Katharina Grobholz: Breite klinische Erfahrung 

Dr. Grobholz war zuletzt Chefärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in der Oberbergklinik Jägerwinkel am Tegernsee. Davor arbeitete sie als Oberärztin am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Eine weitere wichtige Station ihrer Laufbahn war das kbo-Isar-Amper-Klinikum. Dort leitete sie oberärztlich sowohl psychosomatische als auch neuropsychiatrische Bereiche und etablierte eine der ersten Long-/Post-Covid-Ambulanzen im Münchner Raum.

Prof. Dr. Imad Maatouk: Wissenschaftlich-strategische Expertise

Prof. Maatouk wurde im Jahr 2021 auf eine Professur an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) berufen. Seit 2024 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Integrierte Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der JMU. Dem Lehrstuhl sind die Professur für Integrative Onkologie und die Psychoonkologie angegliedert. Zu seinen Aufgaben an der Psychosomatischen Fachklinik Altmühltal gehören insbesondere die Verknüpfung von Forschung und Versorgung, die Förderung von Lehre und Weiterbildung sowie die Einbindung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Behandlungskonzepte. „Die Möglichkeit, eine psychosomatische Fachklinik von Beginn an gemeinsam mit den Bezirkskliniken Mittelfranken und einem hochmotivierten multiprofessionellen Team in einer architektonisch und landschaftlich außergewöhnlichen Umgebung aufzubauen, sehe ich als ganz besondere Chance“, kommentiert der Professor. Die Verbindung aus moderner Klinikarchitektur und der Naturumgebung des Altmühltals schafft nach seinen Worten einen Rahmen, der therapeutische Prozesse wirksam unterstützt.

Während des Aufbaus der neuen Klinik in Treuchtlingen wird Prof. Maatouk seine Tätigkeiten am UKW unverändert fortführen.

Für eine Stärkung der Versorgung in Nordbayern

Mit der Besetzung der chefärztlichen Doppelspitze schaffen die Bezirkskliniken Mittelfranken die Voraussetzungen für eine enge Zusammenarbeit mit dem UKW. „Eine moderne psychosomatische Fachklinik braucht beides: höchste medizinische Qualität in der unmittelbaren Patientenversorgung und den kontinuierlichen Transfer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Behandlung“, unterstreicht Dr. Matthias Keilen, Vorstand Medizin der Bezirkskliniken Mittelfranken. Und Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKW, fügt hinzu: „Das Universitätsklinikum Würzburg setzt Maßstäbe, indem es Spitzenmedizin, Forschung und Lehre mit Verantwortung für die Region verbindet. Die Kooperation mit den Bezirkskliniken Mittelfranken beim Aufbau der Psychosomatischen Fachklinik Altmühltal ist Ausdruck dieses Selbstverständnisses. Gemeinsam schaffen wir Strukturen, die neue Impulse für die Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung setzen und die psychosomatische Versorgung in Nordbayern nachhaltig stärken.“

Beide Seiten führen derzeit Gespräche über die konkrete Ausgestaltung der geplanten Kooperation.

Die neue Klinik im Porträt

Die Psychosomatische Fachklinik Altmühltal wird sich mit 143 Behandlungsplätzen auf vier Stationen sowie einer Privatstation an Patientinnen und Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Burn-out richten. Besondere Schwerpunkte setzt die Einrichtung zudem bei psychischen Belastungen nach einer Post-Covid-Erkrankung, nach einer Krebserkrankung und bei Adipositas. Auch Depressionen im höheren Lebensalter gehören zum therapeutischen Profil. Das Konzept der Klinik verbindet medizinische und therapeutische Expertise mit einer wohltuenden Architektur, einem serviceorientierten Umfeld sowie der Natur des Altmühltals als unterstützendem Rahmen für die Behandlung.

V.l.: Dr. Matthias Keilen (Vorstand Bezirkskliniken Mittelfranken), Dr. Katharina Grobholz, Prof. Dr. med. Imad Maatouk, Stinne Fronius (Vorstand Bezirkskliniken Mittelfranken). Bild: Tashan Heiselbetz | Partners in Crime Studio Inh.
V.l.: Dr. Matthias Keilen (Vorstand Bezirkskliniken Mittelfranken), Dr. Katharina Grobholz, Prof. Dr. med. Imad Maatouk, Stinne Fronius (Vorstand Bezirkskliniken Mittelfranken). Bild: Tashan Heiselbetz | Partners in Crime Studio Inh.

V.l.: Dr. Matthias Keilen (Vorstand Bezirkskliniken Mittelfranken), Dr. Katharina Grobholz, Prof. Dr. med. Imad Maatouk, Stinne Fronius (Vorstand Bezirkskliniken Mittelfranken). Bild: Tashan Heiselbetz | Partners in Crime Studio Inh.