Würzburg, Mit dem Start des Bayerischen Zentrums für präventive Infektionsmedizin (BZI) nimmt eine neue landesweite Struktur zur Stärkung von Forschung, Versorgung und Prävention im Bereich der Infektionsmedizin ihre Arbeit auf. Das Zentrum wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert und vernetzt alle bayerischen Universitäten mit medizinischer Fakultät, die Universitätsklinika sowie den öffentlichen Gesundheitsdienst.
An der konzeptionellen Entwicklung und inhaltlichen Ausrichtung des BZI waren auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Würzburg und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg essenziell beteiligt. Das wissenschaftliche Konzept unter anderem durch Prof. Dr. Oliver Kurzai, Vorstand des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie an der Universität Würzburg, initiiert, gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts des Uniklinikums Erlangen, sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern der bayerischen Hochschulmedizin.
In der ersten Direktoriumssitzung des BZI wurde Prof. Kurzai nun zum Präsidenten des BZI Bayern gewählt. Er übernimmt damit eine zentrale Rolle in der strategischen Weiterentwicklung des Zentrums und in der Koordination der standortübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Forschung, klinischer Versorgung und öffentlichem Gesundheitsdienst.
Ebenfalls aus Würzburg stammt Prof. Dr. Stefanie Kampmeier, die zur Sektionssprecherin des Bayerischen Surveillancezentrums (BaySurv) gewählt wurde. BaySurv ist einer von mehreren Programmbereichen des BZI und befasst sich mit der kontinuierlichen Überwachung relevanter Erreger unter Einsatz moderner molekularer und datenbasierter Methoden.
Programmbereiche des BZI
Die Arbeit des Zentrums ist in verschiedene Programmbereiche gegliedert:
- Struktursäule Bayerisches Surveillancezentrum (BaySurv)
- Struktursäule Bayerisches Vakzinezentrum (BayVak)
- Querschnittsprojekt Bayerisches Long-COVID-Register (BAY-LCR)
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Würzburg und des Universitätsklinikums Würzburg sind in diese Programmbereiche eingebunden und wirken an Forschungs-, Versorgungs- und Vernetzungsprojekten mit. Neben Prof. Dr. Stefanie Kampmeier und Prof. Dr. Oliver Kurzai sind aus Würzburg unter anderem Prof. Dr. Johannes Liese, PD Dr. Manuel Krone, Prof. Dr. August Stich, Prof. Dr. Ildikó Gágyor, PD Dr. Thiên-Trí Lâm sowie Prof. Dr. Peter Heuschmann beteiligt.
Dieses lokale Koordinationsteam bringt die wissenschaftlichen Aktivitäten am Standort Würzburg in die bayernweite Struktur des BZI ein. Ziel ist es, Forschung und Versorgung eng zu verzahnen, standortübergreifend zusammenzuarbeiten und evidenzbasierte Beiträge zur Prävention und Bewältigung von Infektionskrankheiten zu leisten.
Auf der Website www.bzi-bayern.de stellt das BZI seine Programmbereiche, Projekte und aktuellen Entwicklungen gebündelt vor und macht Informationen zu Forschung, Vernetzung und Aktivitäten des Zentrums öffentlich zugänglich.