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Prostatakrebs: Lebensalter allein ist kein Ausschlusskriterium für moderne Therapien

HANS-FLOHR-PREIS DER C.E. ALKEN-STIFTUNG FÜR STUDIE ZUR PSMA-GERICHTETEN RADIOLIGANDTHERAPIE BEI ÄLTEREN PATIENTEN

Dr. Marcel Schwinger, Assistenzarzt in der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie am Uniklinikum Würzburg (UKW), erhielt am 28. November 2025 in Düsseldorf den mit 2.000 Euro dotierten Hans-Flohr-Preis der C.E. Alken-Stiftung. Ausgezeichnet wurde er für seine im European Journal of nuclear medicine and molecular imaging veröffentlichte Studie “Radioligand Treatment with [177Lu]Lu-PSMA I&T in elderly patients - Safety, Efficacy, and Prognostic Factors for Survival”. Die Prostatakrebsstudie belegt, dass das Lebensalter allein kein Ausschlusskriterium für moderne Krebstherapien wie die PSMA-gerichtete Radioligandentherapie sein sollte. Entscheidend sind vielmehr der allgemeine Gesundheitszustand und eine individuell abgestimmte Therapieentscheidung.

Charis Kalogirou, Marcel Schwinger und Christian Thomas stehen auf einer Terrasse nebeneinander und posieren in Anzug und Krawatte für den Fotografen.
Preisverleihung der C.E. Alkenstiftung, v.l.n.r.: PD Dr. Charis Kalogirou, Dr. Marcel Schwinger und Prof. Dr. Christian Thomas, Chefarzt der Klinik und Poliklinik für Urologie der Universitätsklinik Dresden und Präsident der C.E. Alkenstiftung. © Jochen Tack / C.E. Alkenstiftung

Das Prostatakarzinom ist ein bösartiger Tumor der etwa vier Zentimeter großen Vorsteherdrüse, die sich unterhalb der Harnblase befindet. Es betrifft vor allem ältere Männer. Wenn es früh erkannt wird, ist es gut behandelbar. Im fortgeschrittenen Stadium stehen jedoch oft nur noch wenige wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Eine vergleichsweise neue Therapie ist die PSMA-gerichtete Radioligandentherapie (PSMA-RLT). Dabei werden Tumorzellen gezielt mit einer radioaktiven Substanz behandelt.

„Obwohl Prostatakrebs überwiegend im höheren Lebensalter auftritt, wurde diese Patientengruppe in großen klinischen Studien zu dieser modernen Krebstherapie bislang kaum berücksichtigt“, berichtet Prof. Hubert Kübler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie am Uniklinikum Würzburg (UKW). Deshalb analysierte er mit seinem Team und der Nuklearmedizin des UKW in einer retrospektiven Auswertung den Nutzen und die Verträglichkeit der PSMA-gerichteten Radioligandentherapie bei insgesamt 56 Patienten im Alter von mindestens 75 Jahren. Die Ergebnisse der Studie “Radioligand Treatment with [177Lu]Lu-PSMA I&T in elderly patients - Safety, Efficacy, and Prognostic Factors for Survival”, konnte der Erstautor Dr. Marcel Schwinger, Assistenzarzt in der Würzburger Urologie, bereits im August 2025 im European Journal of nuclear medicine and molecular imaging veröffentlichen. Für diese Arbeit wurde er jetzt, am 28. November 2025 in Düsseldorf mit dem Hans-Flohr-Preis der C.E. Alken-Stiftung ausgezeichnet. 

PSMA-RLT ist auch bei älteren, mehrfach vorbehandelten Patienten wirksam und verträglich

Die Studie zeigt, dass diese Therapie auch bei älteren, teilweise mehrfach vorbehandelten Patienten wirksam und gut verträglich sein kann. Schwere Nebenwirkungen traten nicht auf, und bei einem Großteil der Patienten konnte ein Rückgang der Tumoraktivität festgestellt werden. Die Überlebenszeit entsprach dem erwartbaren Verlauf bei dieser fortgeschrittenen Erkrankung.

„Entscheidend für den Therapieerfolg ist dabei nicht das Lebensalter, sondern eher der allgemeine Gesundheitszustand. Damit liefern wir wichtige Daten aus dem klinischen Alltag, die helfen, Therapieentscheidungen realistischer und gerechter zu treffen“, erklärt der Preisträger Marcel Schwinger. „Unsere Studie trägt dazu bei, dass ältere Menschen mit Prostatakrebs künftig besser und individueller behandelt werden können, anstatt allein aufgrund ihres Alters von wirksamen Therapien ausgeschlossen zu werden.“

Dies bedeutet für Patienten und Angehörige mehr Transparenz und realistischere Erwartungen an moderne Behandlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig helfen die Ergebnisse Ärztinnen und Ärzten dabei, Nutzen und Risiken besser abzuwägen und Therapien gezielter einzusetzen. „Langfristig können dadurch Über- oder Unterbehandlungen vermieden und medizinische Ressourcen verantwortungsvoll genutzt werden – ein Gewinn für Patienten und das Gesundheitssystem gleichermaßen“, sagt Privatdozent Charis Kalogirou, leitender Oberarzt der Urologie.

Zukünftige Studien sollen untersuchen, inwieweit die Kombination der PSMA-RLT mit weiteren Wirkstoffen potenzielle synergistische Effekte erzielen und dadurch Wirksamkeit und Therapiedauer verbessern kann.

Über die C. E. Alken-Stiftung und den Hans-Flohr-Preis

Die 1975 ins Leben gerufene C. E. Alken-Stiftung hat ihren Sitz in Bern, Schweiz. Sie fördert die klinische und experimentelle Forschung auf dem Gebiet der Urologie, indem sie jährlich herausragende deutschsprachige Wissenschaftler und Kliniker zu einem Vortrag einlädt und einen Preis für exzellente wissenschaftliche Arbeiten verleiht.

Auf Initiative von FARCO-PHARMA werden in Erinnerung an den 2023 verstorbenen Hans Flohr, langjähriger Geschäftsführer von FARCO-PHARMA sowie Förderer und Ehrenmitglied der C. E. Alken-Stiftung, die Hans-Flohr-Preise ausgelobt. Die Auszeichnungen richten sich ausschließlich an den jungen urologischen Nachwuchs und werden in einen klinischen und einen grundlagenwissenschaftlichen Preis unterteilt.

Publikation:
Marcel Schwinger, Charis Kalogirou, Vincent Scheper, Maximiliane Däuwel, Simon Weber, Anna Katharina Seitz, Hubert Kübler, Andreas K Buck, Rudolf A Werner, Philipp E Hartrampf. Radioligand treatment with [177Lu]Lu-PSMA I&T in elderly Patients - Safety, efficacy, and prognostic factors for survival. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2025 Aug 25. doi: 10.1007/s00259-025-07519-1. Epub ahead of print. PMID: 40851054

Charis Kalogirou, Marcel Schwinger und Christian Thomas stehen auf einer Terrasse nebeneinander und posieren in Anzug und Krawatte für den Fotografen.
Preisverleihung der C.E. Alkenstiftung, v.l.n.r.: PD Dr. Charis Kalogirou, Dr. Marcel Schwinger und Prof. Dr. Christian Thomas, Chefarzt der Klinik und Poliklinik für Urologie der Universitätsklinik Dresden und Präsident der C.E. Alkenstiftung. © Jochen Tack / C.E. Alkenstiftung

Strahlkraft für die Krebsforschung: BZKF stärkt Würzburger Leuchtturm „Präklinische Modelle“

KNAPP EINE MILLION EURO FÜR DIE ZWEITE FÖRDERPHASE UND DEN AUSBAU STANDORTÜBERGREIFENDER TUMORMODELL-DATENBANKEN

Das Leuchtturmprojekt „Präklinische Modelle“ wird seit zwei Jahren vom Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) gefördert. Unter der Leitung von Prof. Dr. Nicolas Schlegel, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Viszeralchirurgie am Uniklinikum Würzburg, wurden in dieser Zeit zwei standortübergreifende Datenbanken mit Organoid-Modellen und Tiermodellen verschiedener Tumorentitäten aufgebaut. Das Ergebnis hat das BZKF überzeugt, sodass es den Leuchtturm in der zweiten Förderphase mit weiteren 980.000 Euro fördert. In den nächsten zwei Jahren sollen die Datenbanken auf einer Plattform zusammengeführt werden, um die Verfügbarkeit präklinischer Modelle an allen sechs BZKF-Standorten noch sichtbarer zu machen. Darüber hinaus sollen die bürokratische Genehmigungsprozesse verbessert und Testmodelle für die Validierung von Zielstrukturen etabliert werden.

 

Schwarz-weiß-Aufnahmen von drei verschiedenen Organoiden
Organoid aus gesundem Gewebe (links), aus einem Darmpolypen (Mitte) sowie rechts ein Tumor-Organoid aus dem Gewebe eines Patienten mit kolorektalem Karzinom. © UKW
Die vier Forschenden stehen in weißen Laborkitteln an einem gläsernen Geländer und stützen sich ab.
Das Team des BZKF-Leuchtturms Präklinische Modelle am UKW v.l.n.r. Sprecher Prof. Dr. Nicolas Schlegel (Sprecher), Anne Rech (Organoid-Datenbank), Dr. Mahasen Saati (Präklinische Tiermodelle), Prof. Dr. Christoph Otto (stellvertretender Sprecher). Nicht auf dem Bild ist Prof. Gabriele Büchel © Ulrich Bender
Der Mediziner steht in weißem Kittel mit verschränkten Armen im Flur des Zentrums für Operative Medizin
Prof. Dr. Nicolas Schlegel, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Viszeralchirurgie am UKW, ist Sprecher des BZKF-Leuchtturms „Präklinische Modelle“. © Ulrich Bender

Würzburg. Leuchttürme dienen der Orientierung und Sicherheit, sie haben Strahlkraft und stehen für Zuversicht. All dies trifft auch auf die Leuchtturmprojekte des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) zu. Sie setzen sichtbare Impulse und weisen der innovativen Krebsforschung in Bayern den Weg nach vorn. An jedem der sechs BZKF-Standorte gibt es einen solchen Leuchtturm, der sich auf die spezifischen Stärken des jeweiligen Standorts fokussiert. Dadurch wird vorhandene Expertise genutzt, gebündelt und gezielt ausgebaut. 

Datenbanken umfassen inzwischen rund 150 humane Organoid-Modelle verschiedener Tumorentitäten sowie knapp 40 Tierversuchsmodelle

Am Uniklinikum Würzburg (UKW), in der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie (Chirurgie I), liegt die Expertise unter anderem auf der Organoid-Technologie. Mithilfe von Organoiden können Krankheitsmechanismen verstanden und neuartige Therapieansätze getestet werden.

Daher wurde vor zwei Jahren hier der BZKF-Leuchtturm „Präklinische Modelle“ unter der Planung von Prof. Dr. Armin Wiegering aufgestellt. Nach dessen Wechsel nach Frankfurt am Main übernahm Prof. Dr. Nicolas Schlegel, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Viszeralchirurgie am UKW, die Sprecherfunktion. Gemeinsam mit seinem Team bestehend aus Prof. Dr. Christoph Otto, Anne Rech, Dr. Mahasen Saati sowie Prof. Dr. Gabriele Büchel von der Universität Würzburg, konnte er in der ersten Förderperiode zwei standortübergreifende Datenbanken aufbauen: die Organoid-Datenbank mit inzwischen rund 150 Ex-Vivo-Modellen verschiedener Tumorentitäten sowie die Datenbank für In-Vivo-Modelle mit derzeit knapp 40 onkologischen Tierversuchsmodellen.

BZKF bewilligt 980.000 Euro für die zweite Förderperiode

Der intensive Arbeitsaufwand in dieser kurzen Zeit hat das BZKF überzeugt. Die zweite Förderphase wurde bewilligt. „Ein enormer Erfolg!“, freut sich Nicolas Schlegel. Mit der maximal möglichen Fördersumme von insgesamt 980.000 Euro will das Team in den nächsten zwei Jahren die Verfügbarkeit präklinischer Modelle an allen sechs BZKF-Standorten sichtbarer machen. Hierzu sollen die Datenbanken optimiert und auf einer Plattform zusammengeführt werden. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, die Einheit zur Validierung vielversprechender therapeutischer Zielstrukturen so weiter auszubauen, dass eine schnellere Übersetzung von Grundlagenforschung in die klinische Anwendung erreicht wird. 

Doppelstrukturen vermeiden und Synergieeffekte schaffen

„Präklinische Modelle sind für die medizinische Forschung unverzichtbar – sowohl für den Weg aus der Grundlagenforschung in die Klinik als auch zurück, also Translation Forward und Reverse“, sagt Nicolas Schlegel. Doch es ist sehr aufwändig, solche Modelle zu entwickeln. Damit nicht jede Gruppe alles immer wieder neu etablieren muss, informieren Datenbanken darüber, welche Modelle wo vorgehalten werden und wer für die Durchführung der Experimente kontaktiert werden kann. Dadurch sollen Doppelstrukturen vermieden und Synergieeffekte geschaffen werden. Ein wichtiges Ziel hierbei ist, die Zahl der Tierversuche im Sinne des 3R-Prinzips zu reduzieren (reduce), zu ersetzen (replace) und zu verbessern (refine). Dies kann nur durch eine optimale Planung erreicht werden.

Datenbanken miteinander verknüpfen, um die gesamte Translation abzubilden

„Nachdem wir die beiden Datenbanken auf der webbasierten Plattform REDCap aufgebaut und für jede Tumorentität eine eigene Eingabemaske entwickelt haben, wollen wir im nächsten Schritt die Dateneingabe und Abfrage noch intuitiver gestalten und alle Modelle zusammenführen. Damit soll die gesamte Translation auf einer Plattform in logischem Zusammenhang abgebildet werden“, berichtet Nicolas Schlegel und nennt zwei Beispiele. „Wir haben ein Organoid aus Gewebespenden eines Patienten, das bestimmte Mutationen aufweist. Über die Datenbank könnten wir ein passendes Tiermodell mit der humanen Veränderung assoziieren. Aus diesem Tiermodell könnten wir auch murine Organoid-Modelle entwickeln. Dieses passt zum humanen Modell und reduziert Tierversuche. Ähnlich verfahren wir, wenn wir in Zellkulturexperimenten eine interessante Zielstruktur entdecken: Zunächst wird diese in einem Organoid auf ihre Wirksamkeit getestet und im nächsten Schritt gegebenenfalls im Tiermodell angewandt, bevor sie für die Anwendung am Menschen weiterentwickelt werden kann. Diese komplexen Schritte zu vereinfachen, ist das Ziel der Datenbank."

Abbau von bürokratischen Hürden in der Versuchsplanung

Leider kann noch nicht gänzlich auf Tierversuche verzichtet werden, vor allem, wenn es darum geht, die Komplexität eines gesamten Organismus im Zusammenhang zwischen immunologischen Prozessen und Tumorentstehung abzubilden. Doch trotz des hohen Niveaus der Versuche sind die bürokratischen Hürden, neue Dinge weiterzuentwickeln, häufig noch höher. Das erschwert den internationalen Wettbewerb, gefährdet Karrieren und treibt junge Talente aus der akademischen Forschung in die Industrie, gibt Nicolas Schlegel zu bedenken. „Ein Ziel ist deshalb, die Genehmigungsprozesse zu verbessern, indem wir Protokolle detailliert abbilden, Anträge standardisieren und Tierversuchsvorhaben harmonisieren“, erklärt er und verweist auf andere Bundesländer, in denen die Standardisierung gut gelinge. 

Vereinfachung der Target-Validierung 

Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt im Leuchtturmprojekt verfolgt Prof. Dr. Gabriele Büchel vom Lehrstuhl für Biochemie und Molekularbiologie. Die Professorin für Dynamik zellulärer Proteinkomplexe versucht, bisher unzugängliche Zielstrukturen in Tumorzellen mit einer neuen Klasse von Arzneistoffen zu adressieren. Diese können krankmachende Proteine im Körper gezielt abbauen. 

In der Onkologie versucht man normalerweise, diese krankheitsauslösenden Proteine zu hemmen, beispielsweise indem ihre enzymatische Aktivität blockiert wird. Im neuen Ansatz werden die Proteine jedoch komplett aus der Zelle entfernt, indem man ihren Abbau einleitet. Dies erfolgt mithilfe des zellulären Mülleimersystems, dem Proteasom. Damit die Proteine gezielt zum Proteasom gelangen, werden sie mit sogenannten PROTACs (Proteolysis Targeting Chimeras) markiert. Allerdings müssen die PROTACs für jedes Zielprotein individuell hergestellt werden, was sehr aufwendig und zeitintensiv ist. Deshalb entwickelt Gabriele Büchel derzeit ein Modellsystem, mit dem geprüft werden kann, ob ein Protein tatsächlich therapeutisch vielversprechend ist und es sich lohnt, im nächsten Schritt ein teures PROTAC zu entwickeln. „Mithilfe dieses vereinfachten und effizienten Forschungsmodells können neue Therapie-Zielstrukturen getestet werden, ohne dass sofort komplexe Wirkstoffe hergestellt werden müssen“, fasst Nicolas Schlegel zusammen.

Je mehr sich registrieren, desto besser wird das Netzwerk und letztlich die Forschung

„Je mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich registrieren und ihre Modelle verfügbar machen, desto besser wird natürlich das Netzwerk und letztlich auch die Forschung im gesamten BZKF“, sagt Schlegel und nimmt Skeptikerinnen und Skeptikern gleich eine Sorge: „Es gibt Transfer-Agreement-Sheets, in denen vertraglich geregelt wird, was genau mit dem Organoid gemacht werden darf.“ Die Datenbank soll andererseits auch bei der Recherche helfen. Schlegels Wunsch ist es, dass Personen innerhalb und außerhalb des BZKF-Netzwerks, die zu einer Tumorentität Fragestellungen beantworten möchten, zuerst die Datenbank nutzen, um sich einen Überblick über die Verfügbarkeit humaner Organoid- und Tiermodelle zu verschaffen. Dadurch würde erheblich Zeit und Geld gespart, da nicht alles immer selbst entwickelt werden müsste.

Ein Kontaktformular für die Registrierung gibt es auf der Webseite des Lehrstuhls für Experimentelle Viszeralchirurgie.

Über die Leuchtturmstrukturen des BZKF
Die Leuchtturmstrukturen sind die Grundlage für komplexe Weiterentwicklungen in den jeweiligen Bereichen. Sie übernehmen Servicefunktionen für das gesamte BZKF. Durch den Austausch von Proben und die Zuweisung von Patientinnen und Patienten mit besonderen Fragestellungen an die jeweils hochspezialisierte Stelle wird eine optimale Diagnostik und Therapie ermöglicht und es werden schnellere Fortschritte in den jeweiligen Bereichen erzielt. Diese Fortschritte kommen wiederum allen zugute. Die Leuchtturmstrukturen und die standortübergreifende Nutzung ihrer Expertise sichern die internationale Exzellenz und die bayernweite Teilhabe sowie die Verbesserung der Versorgung der Patientinnen und Patienten im BZKF. Weitere Informationen finden Sie unter: bzkf.de/standortspezifische-leuchttuerme

Text: Kirstin Linkamp / Wissenschaftskommunikation UKW

Schwarz-weiß-Aufnahmen von drei verschiedenen Organoiden
Organoid aus gesundem Gewebe (links), aus einem Darmpolypen (Mitte) sowie rechts ein Tumor-Organoid aus dem Gewebe eines Patienten mit kolorektalem Karzinom. © UKW
Die vier Forschenden stehen in weißen Laborkitteln an einem gläsernen Geländer und stützen sich ab.
Das Team des BZKF-Leuchtturms Präklinische Modelle am UKW v.l.n.r. Sprecher Prof. Dr. Nicolas Schlegel (Sprecher), Anne Rech (Organoid-Datenbank), Dr. Mahasen Saati (Präklinische Tiermodelle), Prof. Dr. Christoph Otto (stellvertretender Sprecher). Nicht auf dem Bild ist Prof. Gabriele Büchel © Ulrich Bender
Der Mediziner steht in weißem Kittel mit verschränkten Armen im Flur des Zentrums für Operative Medizin
Prof. Dr. Nicolas Schlegel, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Viszeralchirurgie am UKW, ist Sprecher des BZKF-Leuchtturms „Präklinische Modelle“. © Ulrich Bender

Teilnehmerinnen für VR-Studie zu Furchtreaktionen gesucht

Am Uniklinikum Würzburg wird erforscht, wie virtuelle Eindrücke Emotionen und physiologische Reaktionen beeinflussen

Illustration von einer Frau mit VR-Brille vor einem Computer und mit einem Sensor auf dem Arm.
In einem einstündigen Studiensetting wird am ZEP in Würzburg der Einfluss von Geräuschen auf die Emotionen sowie die Änderung der Hautleitfähigkeit untersucht. Bild: KI-generiert

Angst- und Furchtreaktionen sind automatische körperliche Schutzmechanismen, die uns innerhalb von Sekunden in den sogenannten Fight-or-Flight-Modus versetzen. Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, die Muskeln spannen sich an und die Haut beginnt vermehrt zu schwitzen – der Körper macht sich bereit für Kampf oder Flucht. Auch wenn diese Reaktionen evolutionär sinnvoll sind, können sie im modernen Alltag – etwa bei Stress, lauten Geräuschen oder ungewohnten Situationen – überraschend auftreten und mitunter belastend sein.

Prof. Dr. Grit Hein und ihr Team am Zentrum für Psychische Erkrankungen (ZEP) des Uniklinikums Würzburg (UKW) untersuchen, wie solche Reaktionen durch virtuelle Eindrücke in verschiedenen virtuellen Szenarien beeinflusst werden können. Dazu wird in einem einstündigen Studiensetting im VR-Raum des ZEP am Margarete-Höppel-Platz 1 in Würzburg der Einfluss von Geräuschen auf die Emotionen sowie die Änderung der Hautleitfähigkeit analysiert. Die Hautleitfähigkeit spiegelt die Aktivität des peripheren Nervensystems wider. Aufgrund von Emotionen wird die Haut feuchter, ihre Leitfähigkeit verändert sich und der Hautleitwert steigt.

Für die Studie werden gesunde weibliche Probandinnen im Alter von 18 bis 60 Jahren gesucht. Sie sollten gute Deutschkenntnisse besitzen und weder unter Platzangst leiden noch neurologische oder psychiatrische Vorerkrankungen haben. Für die Studienteilnahme gibt es eine Pauschale von 13 Euro. Bei Interesse schreiben Sie bitte eine E-Mail an die Psychologie-Studentin und Studienleiterin lorena.marcantonio@ stud-mail.uni-wuerzburg.de

Illustration von einer Frau mit VR-Brille vor einem Computer und mit einem Sensor auf dem Arm.
In einem einstündigen Studiensetting wird am ZEP in Würzburg der Einfluss von Geräuschen auf die Emotionen sowie die Änderung der Hautleitfähigkeit untersucht. Bild: KI-generiert

Neues aus der Krebsforschung: Das Uniklinikum Würzburg lädt zum Gesundheitstalk ein

Welche Fortschritte gab es in der jüngeren Vergangenheit bei der Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen? Wie sehen hier die weiteren Perspektiven aus? Und welche konkreten Vorteile haben Krebspatientinnen und -patienten von der Forschungsstärke der Würzburger Universitätsmedizin? Fragen wie diese werden von Fachleuten bei einem Gesundheitstalk am 24. Januar 2026 beantwortet.

Auf dem Foto sind drei Portrait Fotos von Herrn Prof. Einsele, Gabriele Nelkenstock und Herren Prof. Beilhack zu sehen.
Beim Gesundheitstalk am 24. Januar 2026 dabei (von links): Prof. Dr. Hermann Einsele, Gabriele Nelkenstock und Prof. Dr. Dr. Andreas Beilhack. © D. Peter / B. Schmitt / A. Wolf

Würzburg. Die Krebsmedizin befindet sich in einem historischen Umbruch: Personalisierte Therapien, moderne Immuntherapien und hochpräzise molekulare Diagnostik eröffnen heute Heilungs- und Langzeitüberlebenschancen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren. Über diese bahnbrechenden Entwicklungen, ihre Perspektiven und ihre Bedeutung für die Patientinnen und Patienten informiert das Uniklinikum Würzburg (UKW) beim 1. Gesundheitstalk „Neues aus der Krebsforschung: Fortschritte und Perspektiven“. Die kostenfreie Informationsveranstaltung findet am Samstag, 24. Januar 2026, von 10:00 bis ca. 11:30 Uhr im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) des UKW an der Oberdürrbacher Straße statt. Der Gesundheitstalk ist eine Kooperation des UKW mit der Main-Post.

Als Referierende stehen Prof. Dr. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW und Sprecher des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen (NCT WERA), Prof. Dr. Dr. Andreas Beilhack vom Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin der Uni Würzburg sowie Dipl.-Soz.-Päd. Gabriele Nelkenstock, die Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung „Forschung hilft“, für Fragen und den Austausch mit dem Publikum zur Verfügung.

Paradigmenwechsel in der Krebstherapie

„Wir erleben derzeit keinen schrittweisen Fortschritt, sondern einen echten Paradigmenwechsel in der Krebsmedizin“, sagt Prof. Einsele. So ermögliche moderne molekulare Diagnostik heute Therapien, die gezielt an genetischen Veränderungen der Tumorzellen ansetzen. Operative und strahlentherapeutische Behandlungen seien wesentlich zielgenauer und nebenwirkungsärmer geworden. Gleichzeitig habe die Immuntherapie das Behandlungsspektrum grundlegend erweitert. Besonders eindrucksvoll seien die Erfolge bei ehemals sehr schwer behandelbaren Erkrankungen. „Beim Multiplen Myelom lag die Lebenserwartung im Jahr 2006 noch bei maximal vier Jahren. Heute erreichen viele unserer Patientinnen und Patienten krankheitsfreie Überlebenszeiten von mehr als 17 Jahren. Das ist eine der größten Erfolgsgeschichten der modernen Medizin“, betont der international renommierte Myelom-Experte. 

Auch bei soliden Tumoren zeigten sich dramatische Verbesserungen: „Bei Patientinnen und Patienten mit malignem Melanom – auch als Schwarzer Hautkrebs bekannt – konnten wir durch zielgerichtete Therapien, vor allem Immuntherapien, die Behandlung so dramatisch verbessern, dass heute viele Betroffene langfristig – teilweise dauerhaft – tumorfrei bleiben“, erklärt Einsele und fährt fort: „Selbst Krebserkrankte mit Lebermetastasen eines Darmtumors, die lange als kaum beherrschbar galten, haben heute mit kombinierter Systemtherapie plus Operation realistische Chancen auf Langzeitüberleben.“

(Lokale) Forschung, die ankommt

Die von Roland Schmitt-Raiser von der Main-Post moderierte Gesprächsrunde wird zudem zeigen, dass die Würzburger Universitätsmedizin in der Krebsforschung auf internationalem Spitzenniveau arbeitet und wichtige Beiträge zur Verbesserung von Diagnostik und Therapie leistet. Nach Auffassung von Prof. Beilhack wären viele dieser Fortschritte ohne ‚Forschung hilft‘ nicht möglich. Die Stiftung zur Förderung der Krebsforschung am Universitätsklinikum Würzburg unterstützt frühzeitig innovative Ideen und vor allem auch junge wissenschaftliche Talente. Beispielsweise konnten so besonders empfindliche Tests entwickelt werden, mit denen einzelne Krebszellen unter bis zu 100 Millionen gesunden Zellen erkannt werden. „Ein entscheidender Fortschritt für die Behandlung von Blutkrebspatientinnen und -patienten“, unterstreicht Beilhack und fährt fort: „Auch die Entwicklung neuartiger dreidimensionaler Tumormodelle begann durch lokale Förderung und wird vom UKW zusammen mit den anderen fünf bayerischen Universitätsklinika seit Januar 2026 im Rahmen einer Translationsgruppe des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung weiter vorangetrieben.“ Nach seinen Worten führte die Förderung durch die lokale Stiftung zudem zur Entwicklung einer neuen Klasse von Immuntherapeutika, die das körpereigene Abwehrsystem direkt im Tumorumfeld aktivieren. 

„Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass sich die Stiftung ‚Forschung hilft‘ zu einem wichtigen Katalysator für den Fortschritt entwickelt hat – mit direktem Nutzen für die Betroffenen sowie einem nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der Krebsforschung vor Ort und darüber hinaus“, sagt Gabriele Nelkenstock und ergänzt: „Ein großer Dank gilt dem Verein ‚Hilfe im Kampf gegen Krebs‘, der die Stiftung im Jahre 2017 gegründet hat.“

Anmeldung und weitere Informationen

Weitere Informationen und einen Anmeldelink finden Interessierte unter www.ukw.de/selbsthilfe, Rubrik „Veranstaltungen“. Die Teilnahme ist kostenfrei.


Text: Pressestelle / UKW

 

Auf dem Foto sind drei Portrait Fotos von Herrn Prof. Einsele, Gabriele Nelkenstock und Herren Prof. Beilhack zu sehen.
Beim Gesundheitstalk am 24. Januar 2026 dabei (von links): Prof. Dr. Hermann Einsele, Gabriele Nelkenstock und Prof. Dr. Dr. Andreas Beilhack. © D. Peter / B. Schmitt / A. Wolf

Adventsspende für Elterninitiative Regenbogen

1.800 Euro kamen bei einer Spendenaktion in Schwarzach zusammen

Foto zeigt drei Personen bei der Spendenübergabe, die vor einem Roll-up stehen. In der Mitte hält eine Dame mehrere Geldscheine in der Hand.

Pünktlich zu Weihnachten übergaben Herbert Kestler und Nikolaus Helemann im Namen des „Altherren-Teams dritte Halbzeit“ 1.800€ an die Elterninitiative Regenbogen in Würzburg.
Gemeinsam mit den „Steinsitzern“ und der Feuerwehr Münsterschwarzach organisierten sie an einem Adventswochenende eine Spendenaktion auf dem Adventsmarkt in Schwarzach. Während die „Steinsitzer“ den Christbaumverkauf übernahmen, kümmerten sich Herbert Kestler, Nikolaus Helemann und Willi Pier vom „Altherren-Team dritte Halbzeit and friends“ um die Verpflegung. Mit dem Verkauf von Bratwurst, Glühwein und Co. kam an einem Abend die Spendensumme zusammen.

Im Rahmen der Spendenübergabe im Büro der Elterninitiative Regenbogen entschieden sich Herr Kestler und Herr Helemann dafür, mit dem Betrag die Elternwohnungen des Vereins zu unterstützen. Die Elterninitiative Regenbogen ist bereits seit über 40 Jahren für Familien krebskranker Kinder ehrenamtlich aktiv und stellt mit den insgesamt zwölf Elternwohnungen ein in der Therapiezeit besonders wichtiges Angebot zur Verfügung. Die Familien können die Wohnungen währenddessen kostenfrei nutzen und in unmittelbarer Nähe zur Uni-Kinderklinik wohnen. Durch diese Möglichkeit werden sie organisatorisch von den teils weiten Fahrten zur Klinik entlastet und können im Notfall innerhalb weniger Minuten bei ihrem Kind sein. Die über 7.000 Übernachtungen im Jahr 2024 untermauern die Unverzichtbarkeit dieses Angebots.

Die Elterninitiative Regenbogen bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten dieser Spendenaktion für die treue Unterstützung.

 

Pressemitteilung der Elterninitiative Regenbogen e.V.
 

Foto zeigt drei Personen bei der Spendenübergabe, die vor einem Roll-up stehen. In der Mitte hält eine Dame mehrere Geldscheine in der Hand.

Bayern stärkt Infektionsschutz – Freistaat richtet neues Zentrum für präventive Infektionsmedizin ein

Wissenschaftsminister Blume: „Unser Ziel ist nicht nur bestmöglich gewappnet zu sein – sondern die nächste Pandemie zu verhindern“

Würzburg/München. Der Freistaat setzt neue Maßstäbe im Kampf gegen Infektionskrankheiten und richtet das Bayerische Zentrum für präventive Infektionsmedizin (BZI) ein. Das gab Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume heute in München bekannt.

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume betonte: „Mit dem Bayerischen Zentrum für präventive Infektionsmedizin machen wir Bayern widerstandsfähiger gegen zukünftige Gesundheitsrisiken. Infektionskrankheiten sind omnipräsent: von der Atemwegerkrankung, über die Lungenentzündung bis zur Influenza. Wir können Menschen schützen, indem Forschungsergebnisse schnell und stringent in die Anwendung kommen – dazu denken wir Reagenzglas und Krankenbett in einer Linie. Gerade bei der Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten sind kurze Wege und ein Fokus auf Translation entscheidend.  Dabei stehen wir alle auch unter dem Eindruck der COVID-19-Pandemie, die uns bis heute massiv beschäftig. Deshalb ist es wichtig und richtig, dass in einem ersten Sonderprojekt des BZI der Fokus auf Erfassung, Erkennung und Erforschung von Long COVID gelegt wird.“

Zur Ausstattung, Struktur und Zielen des neuen Zentrums erklärte Minister Blume: „Wir schaffen eine eigene Einrichtung, in der alle Hochschulmedizinstandorte und unsere Uniklinika im Bereich Infektionsschutz dauerhaft verzahnt sind. Dafür stellen wir jährlich rund drei Millionen Euro zur Verfügung. Wir schaffen verlässliche Strukturen, damit Wissen schneller genutzt, Impfungen besser verstanden und Risiken früher erkannt werden können. Der Fokus des BZI liegt auf Forschung und Diagnostik, aber auch auf wissenschaftlich fundierter Beratung für Politik und Bevölkerung. Unser Ziel: Nicht nur bestmöglich gewappnet zu sein – sondern die nächste Pandemie zu verhindern.“

Akzeptanz von Impfungen durch wissenschaftlich Evidenz weiter stärken

Infektionskrankheiten gehören zu den zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts im Gesundheits- und Medizinbereich. Das Zentrum vernetzt alle bayerischen Hochschulmedizinstandorte, die Uniklinika und den öffentlichen Gesundheitsdienst in einer eigenen wissenschaftlichen Einrichtung – dies stellt eine bundesweit einmalige Struktur dar. Im Mittelpunkt stehen Prävention, Diagnostik und die Erforschung von Impfstoffen. Wichtige Aufgabe ist ebenfalls, die Akzeptanz von Impfungen weiter zu stärken. Das BZI verfolgt das Ziel, Infektionsrisiken möglichst früh zu erkennen, wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die Versorgung zu übertragen und evidenzbasierte Entscheidungen im Gesundheitswesen zu unterstützen. Dazu werden eine eigene Datenplattform und eine eigene Studienplattform aufgebaut. Zudem sollen künftig eigene Forschungsgruppen eingerichtet werden können.

Das BZI gliedert sich in drei zentrale Programmbereiche:

  • Bayerisches Surveillancezentrum (BaySurv): Moderne und kontinuierliche Überwachung relevanter Erreger, einschließlich molekularer Analytik und datenbasierter Auswertung.
  • Bayerisches Vakzinezentrum (BayVak): Forschung zu Impfstoffen, Impfstrategien, klinischen Studien sowie wissenschaftlich fundierte Kommunikation rund um das Thema Impfen.
  • Erstes Querschnittsprojekt: Bayerisches Long-COVID-Register (BAY-LCR): Systematische Erfassung und wissenschaftliche Untersuchung postakuter Infektionssyndrome wie Long COVID.

Die drei Programmbereiche bilden die Grundlage für eine koordinierte und wissenschaftlich fundierte Vorsorgestrategie gegen Infektionskrankheiten in Bayern. Wissenschaftliche Initiatoren des BZI sind Prof. Dr. Oliver Kurzai, Vorstand am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und Prof. Dr. Klaus Überla, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Virologisches Institut. Die Geschäftsstelle des BZI ist an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg eingerichtet, einen zweiten Standort gibt es zudem an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

 

Weitere Informationen zum BZI finden Sie unter: '
https://www.bzi-bayern.de/

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Pressemitteilung vom 29.12.2025

Sama ist das Neujahrsbaby 2026

Im vergangenen Jahr 2025 gab es 1918 Geburten und etwa 2000 Kinder, die am UKW das Licht der Welt erblickten.

Das „Neujahrsbaby“ Sama ist sich ihres besonderen Geburtsdatums noch nicht bewusst.  © M. Fastner / UKW
Das „Neujahrsbaby“ Sama ist sich ihres besonderen Geburtsdatums noch nicht bewusst. © M. Fastner / UKW

Jede Geburt ist einzigartig und etwas Besonderes. Und doch ist die erste Geburt nach dem Jahreswechsel immer mit Aufregung und Vorfreude verbunden. So fiebern nicht nur die werdenden Eltern, sondern auch das geburtshilfliche Team den ersten Minuten und Stunden des neuen Jahres entgegen und sind gespannt, ob und welches Kind begleitet von Feuerwerk auf die Welt kommt.

Sama ist das erste Kind des Jahres 2026 am UKW

In diesem Jahr hat erneut ein Mädchen das Rennen gemacht. Sie wurde in der Silvesternacht um 04:06 Uhr geboren. Die Eltern, sowie das Kind sind wohlauf und freuen sich über einen gelungenen Start ins neue Jahr. Sama ist das zweite Kind der Familie und wird Zuhause von einer großen Schwester erwartet.

Marlene Winkler, leitende Hebamme am UKW: „Wir haben hier ein großartiges Hebammenteam. Gemeinsam mit unseren Studierenden betreuen und begleiten wir die werdenden Familien nach deren persönlichen Bedürfnissen individuell und professionell.“ 

„Der Übergang in ein neues Jahr wird von vielen Menschen als Symbol für einen Neubeginn verstanden“, betont Prof. Dr. Ulrich Pecks, Leiter der Geburtshilfe am UKW. „Wir haben das Glück, mit jeder Geburt einen Neubeginn erleben zu dürfen. Wir setzen uns jeden Tag im Jahr mit hoher medizinischer Fachkompetenz und persönlichem Engagement für eine sichere und interventionsarme Geburt ein.“

Die beliebtesten Vornamen 2025 waren Emma und Elias, Noah und Paul

Im vergangenen Jahr 2025 gab es 1918 Geburten und also etwa 2000 Kinder, die am UKW das Licht der Welt erblickten. Bei den Mädchen wurde der Name Emma 17 Mal vergeben, Lina elf Mal, gefolgt von Emilia, Mia, Mila, Ella, Leni, Amelie, Ida und Lia. Bei den Jungen führten die Namen Elias, Noah und Paul mit 13 Vergaben, gefolgt von Ben und Emil, die jeweils zwölf Mal gewählt wurden. Darauf schlossen sich Anton, Leon, Matteo, Oskar und Felix an.

Text: Kim Sammet, UKW

Das „Neujahrsbaby“ Sama ist sich ihres besonderen Geburtsdatums noch nicht bewusst.  © M. Fastner / UKW
Das „Neujahrsbaby“ Sama ist sich ihres besonderen Geburtsdatums noch nicht bewusst. © M. Fastner / UKW