Aktuelle Pressemitteilungen

Zweiter gemeinsamer Tag der Allgemeinmedizin Bayern Nord in Würzburg

Praxisnah, aktuell, interaktiv: Am 7. März 2026 treffen sich in Würzburg Ärztinnen und Ärzte, medizinisches Praxispersonal und Studierende zum Zweiten gemeinsamen Tag der Allgemeinmedizin Bayern Nord. Die ganztägige Veranstaltung bietet ein vielfältiges Workshop-Programm, eine Key Lecture zur Demenz und Raum für fachlichen Austausch.

Bild von Prof. Dr. Ildikó Gágyor (links) und Prof. Dr. Anne Simmenroth
Prof. Dr. Ildikó Gágyor (links) und Prof. Dr. Anne Simmenroth leiten das Institut für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Würzburg. In Kooperation mit dem Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Erlangen veranstalten sie am 7. März 2026 den zweiten gemeinsamen Tag der Allgemeinmedizin Bayern Nord in Würzburg. © DEGAM / Antje Boysen

Würzburg. So vielfältig wie die Krankheitsbilder und die Menschen, die täglich in einer Hausarztpraxis betreut werden, ist auch das Workshop-Programm des „Zweiten gemeinsamen Tags der Allgemeinmedizin Bayern Nord“ am 7. März 2026. Es reicht von der Substitutionsbehandlung über ADHS und Notfalltraining für Praxisteams bis zu Wegen zur klimafitten Praxis und KI-gestützten Praxislösungen. 

Veranstaltet wird der Fortbildungstag vom Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) in Kooperation mit dem Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Erlangen. „Mit unserer gemeinsamen Veranstaltung bieten wir ein praxisnahes, vielfältiges und wissenschaftlich fundiertes Fortbildungsangebot. Außerdem möchten wir den Austausch zwischen den hausärztlichen Praxisteams und den bayerischen Lehrstühlen für Allgemeinmedizin stärken“, erklärt Prof. Dr. Anne Simmenroth. Gemeinsam mit Prof. Dr. Ildikó Gágyor leitet sie das Institut für Allgemeinmedizin am UKW. 

Die Veranstaltung findet von 09:00 Uhr bis 16:15 Uhr auf dem Gelände des UKW statt. Sie richtet sich an Hausärztinnen und -ärzte, Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung, Medizinische Fachangestellte, weiteres medizinisches Praxispersonal und Studierende. Auch andere interessierte Beschäftigte im Gesundheitswesen sind willkommen.

Breites Themenspektrum der Workshops

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein umfangreiches Workshop-Programm. Das Angebot umfasst drei DMP-Fortbildungen und eine Forschungswerkstatt. Drei Workshops mit didaktischem Fokus richten sich insbesondere an Lehrpraxen, Weiterbildungsbefugte und Lehrbeauftrage. 

Die von erfahrenen Expertinnen und Experten moderierten 21 Workshops decken ein breites Spektrum allgemeinmedizinischer Kernthemen sowie präventive und innovative Ansätze ab. Darunter: 

  • Versorgung chronischer Erkrankungen, z. B. Ulcus cruris
  • Diagnostik und Notfallmanagement, z. B. EKG-Interpretation, medikamentöser Schwangerschaftsabbruch, ADHS im Erwachsenenalter, opioidgestützte Substitutionsbehandlung
  • Psychosoziale und präventive Aspekte, z. B. Achtsamkeit, Resilienz, Patientenkommunikation
  • Innovative Praxisstrategien, z. B. Wege zur klimafitten Praxis, Einsatz von „Agentic AI“ und lokalen Sprachmodellen
  • Forschung und Lehre, z. B. Mitwirkung an allgemeinmedizinischer Forschung, Schulung für die Prüfungstätigkeit im Staatsexamen

„Wir freuen uns besonders, dass wir durch die Kooperation mit Erlangen auch für Medizinische Fachangestellte ein eigenes Workshop-Programm mit fünf Angeboten anbieten können. So profitieren alle Praxisbeteiligten gleichermaßen“, sagt Ildikó Gágyor. 

Das Programm ist auf der Website des Instituts für Allgemeinmedizin verfügbar.

Key Lecture: Demenz im Fokus

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung ist die Key Lecture von Prof. Dr. Horst Christian Vollmar von der Ruhr-Universität Bochum. Der ausgewiesene Demenz-Experte und DEGAM-Vertreter in der S3-Leitlinie „Demenz“ stellt aktuelle, teils kontrovers diskutierte Entwicklungen in der Demenzdiagnostik sowie neue therapeutische Optionen vor und lädt zu einer fachlichen Diskussion ein.

Anmeldung und Teilnahme

Der Besuch der Präsenzveranstaltung ist anmeldepflichtig und verbindlich. Interessierte können sich bis zum 20. Februar 2026 über das Bildungsportal der Akademie des UKW anmelden.

Informationen zu Teilnahmegebühren und Vergünstigungen sind ebenfalls auf der Website verfügbar.

 

Text: Annika Wolf / UKW

Online-Veranstaltung widmet sich dem Schlaganfall

Am Dienstag, 24. Februar 2026 informieren zwei Experten der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg in einem Webinar über das Thema Schlaganfall. Dabei kommen die Möglichkeiten zum Vorbeugen, Erkennen und Behandeln zur Sprache. Die kostenlose Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Mediengruppe Main-Post.

Online-Veranstaltung mit Dr. Christian Hametner und Dr. Christoph Vollmuth
Dr. Christian Hametner (links) und Dr. Christoph Vollmuth referieren am 24. Februar 2026 in einer Online-Veranstaltung zum Thema Schlaganfall. © Brigitte May / UKW

Würzburg. In Deutschland erleiden jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs ist er hierzulande die häufigste Todesursache – und zudem der häufigste Grund für eine bleibende Behinderung im Erwachsenenalter. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) widmet dem Vorbeugen, Erkennen und Behandeln von Schlaganfällen am Dienstag, 24. Februar 2026 eine kostenlose Online-Veranstaltung. Dr. Christian Hametner und Dr. Christoph Vollmuth, beide Oberärzte der Neurologischen Klinik und Poliklinik des UKW, teilen für Laien verständlich ihr Expertenwissen. Dabei geben sie Antworten auf Fragen wie: Kann man durch den richtigen Lebensstil einem Schlaganfall aktiv vorbeugen? Welche Relevanz haben Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen für das Schlaganfall-Risiko? Wann ist es sinnvoll, Verengungen der Halsgefäße zu behandeln? Was kann man tun, um einen erneuten Schlaganfall zu vermeiden?

Für das Zoom-Webinar anmelden

Das Webinar ist Teil der Veranstaltungsreihe „Abendsprechstunde“, die schon seit vielen Jahren vom Uniklinikum gemeinsam mit der Mediengruppe Main-Post organisiert wird. Es geht von 18:00 bis etwa 19:30 Uhr und nutzt die Plattform Zoom. Voraussetzung für die Teilnahme sind eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC. Weitere Informationen und einen Anmeldelink finden Interessierte unter www.ukw.de/selbsthilfe, Rubrik „Veranstaltungen“.

Text: Pressestelle / UKW
 

Online-Veranstaltung mit Dr. Christian Hametner und Dr. Christoph Vollmuth
Dr. Christian Hametner (links) und Dr. Christoph Vollmuth referieren am 24. Februar 2026 in einer Online-Veranstaltung zum Thema Schlaganfall. © Brigitte May / UKW

Personalia vom 27. Januar 2026 +++ Wir gratulieren!

Hier lesen Sie Neuigkeiten aus dem Bereich Personal: Neueinstellungen, Dienstjubiläen, Forschungsfreisemester und mehr.

Dr. Verena Frings, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, Zusatzbezeichnung Allergologie, Gemeinschaftspraxis PartGmbB Hautärzte Würzburg, wurde mit Wirkung vom 14.01.2026 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Dermatologie und Venerologie“ erteilt.

Dr. Gülmisal Güder, Privatdozentin für das Fachgebiet Innere Medizin, Oberärztin, Medizinische Klinik und Poliklinik I, wurde mit Wirkung vom 15.01.2026 zur außerplanmäßigen Professorin bestellt.

Dr. Saskia-Laureen Herbert, Oberärztin, Frauenklinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 20.01.2026 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Gynäkologie und Geburtshilfe“ erteilt.

Dr. Matthias Scheich, Privatdozent für das Fachgebiet Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Geschäftsführender Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie, wurde mit Wirkung vom 20.01.2026 zum „außerplanmäßigen Professor“ bestellt.

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg vom 27. Januar 2026
 

Neuer Therapieansatz bei chronischen Wunden mit probiotischen Bakterien

Klinischer Tipp im Journal of the American Academy of Dermatology: Lactobacillus kann helfen, den Keim Pseudomonas aeruginosa zu bekämpfen

Chronische Wunden vor der Behandlung mit Probiotika und nach den 10 Therapietagen.
Links: Pyoderma gangraenosum mit sekundärer Pseudomonas-Infektion. Die Ausgangsuntersuchung zeigt ein großes Ulkus mit fibrinösem Belag. Rechts: Nach zehn Tagen topischer Lactobacillus-Therapie wurden eine Verringerung des Fibrins und eine frühe Reepithelisierung beobachtet.

Würzburg. Chronische Wunden stellen in Deutschland eine immer bedeutendere gesundheitliche Herausforderung dar. Schätzungen zufolge leiden schon jetzt ein bis zwei Millionen Menschen an Wunden mit verzögertem oder ausbleibendem Heilungsverlauf. Überwiegend betroffen sind ältere und multimorbide Personen. Aufgrund des demografischen Wandels und einer alternden Bevölkerung ist von einer weiter steigenden Inzidenz auszugehen. Faktoren wie Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Druckbelastungen verhindern häufig eine normale Heilungskaskade, sodass die Wunde in einem dauerhaften Entzündungs- oder Reparaturstadium steckenbleibt. Auch Bakterien können die Wundheilung verzögern. 

Pseudomonas aeruginosa: Biofilm-Bildung als Hindernis für die Wundheilung

Besonders problematisch ist der Keim Pseudomonas aeruginosa, da er die Fähigkeit zur Biofilmbildung besitzt und dadurch die Heilung chronischer Wunden deutlich verzögert. Der Biofilm wirkt wie eine Schutzbarriere und verhindert, dass die Keime weder von Immunzellen noch Antibiotika oder Antiseptika erreicht und vernichtet werden. Zudem setzt Pseudomonas aeruginosa im Biofilm kontinuierlich entzündungsfördernde Substanzen und Toxine frei, wodurch die Wunde in einer persistierenden Entzündungsphase gehalten wird. Last but not least werden durch das stäbchenförmige Bakterium Enzyme und Proteasen produziert, durch die Gewebe abgebaut und wichtige Zellen der Wundheilung geschädigt werden.

Nach ein bis zwei Wochen zeigte sich neues, gesundes Gewebe

Ein Team der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) hat nun einen vielversprechenden Ansatz gefunden, um diesen widerstandsfähigen Keim zu bekämpfen. Dieser wurde als klinischer Tipp im Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht. Die Forschenden behandelten zwei ältere Patienten mit lang bestehenden, infizierten Wunden zusätzlich zur Standardversorgung mit einem Lactobacillus-haltigen Pulver. Das probiotische Präparat enthält „gute” Milchsäurebakterien, wie sie auch im Körper vorkommen. Bereits nach wenigen Tagen verbesserten sich Geruch und Belag der Wunden deutlich und nach ein bis zwei Wochen zeigte sich neues, gesundes Gewebe. In den anschließenden Kontrollabstrichen war Pseudomonas aeruginosa nicht mehr nachweisbar. Die Behandlung wurde gut vertragen und es traten keine relevanten Nebenwirkungen auf. Ähnliche Verbesserungen zeigten sich auch bei weiteren Patientinnen und Patienten. 

Milchsäurebakterien fördern die Wundheilung und tragen zur Beseitigung von Pseudomonas aeruginosa bei, ohne Resistenzen zu begünstigen

„Milchsäurebakterien können demnach schädliche Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa schwächen, indem sie deren Biofilme stören, Entzündungen reduzieren und die Zellen der Wundheilung aktivieren“, deutet Dr. Tassilo Dege, Erstautor der Fallbeobachtung, die Ergebnisse.

Untersuchungen an Modellen mit menschlicher Haut bestätigten, dass Lactobazillen den Biofilm der Pseudomonas-Bakterien schwächen und ihre Kommunikation stören. Dadurch werden die problematischen Bakterien weniger schädlich. Gleichzeitig regen bestimmte Signale, wie Interleukin-6, wichtige Hautzellen (Keratinozyten) und Bindegewebszellen (Fibroblasten) an, sodass die Wundheilung unterstützt wird. In Tiermodellen mit Mäusen konnte zudem beobachtet werden, dass bestimmte Stoffwechselprodukte der Lactobazillen (postbiotische Metaboliten) die Anzahl der Pseudomonas-Bakterien sowie die Entzündung in der Wunde reduzierten.

„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Probiotika eine einfache und gut verträgliche Ergänzung zur Behandlung chronischer Wunden darstellen könnten, ohne das Risiko von Antibiotikaresistenzen mit sich zu bringen“, so Prof. Dr. Astrid Schmieder. Gleichzeitig warnt sie jedoch, dass lebende Probiotika theoretisch Risiken bergen und eine sorgfältige ärztliche Überwachung daher notwendig ist. Weitere Studien sollen diesen einfachen und sicheren ergänzenden Therapieansatz nun genauer untersuchen.

Krankheitsbilder und Behandlung der beiden Patienten

In der dermatologischen Fallbeobachtung litt ein Patient unter einem so genannten Pyoderma gangraenosum, der andere unter einem venösen Beingeschwür. Beide Wunden waren mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa besiedelt. Nach der täglichen Wundreinigung mit steriler Kochsalzlösung (NaCl) wurde die Wunde mit einer nicht haftenden Wundauflage (Adaptic) abgedeckt, plus mehrschichtiger Kompression im Fall des venösen Beingeschwürs. Zusätzlich wurde die Wunde täglich mit einem Präparat mit Milchsäurebakterien (Vagisan mit Lactobacillus gasseri und Lacticaseibacillus rhamnosus in hoher Keimzahl) behandelt. 

Publikation: 
Tassilo Dege, Andreas Kerstan, Matthias Goebeler, Astrid Schmieder. Clinical pearl: Topical Lactobacillus application to disrupt Pseudomonas aeruginosa biofilms and promote healing in chronic wounds, Journal of the American Academy of Dermatology, 2025, ISSN 0190-9622, https://doi.org/10.1016/j.jaad.2025.12.071.

 

Chronische Wunden vor der Behandlung mit Probiotika und nach den 10 Therapietagen.
Links: Pyoderma gangraenosum mit sekundärer Pseudomonas-Infektion. Die Ausgangsuntersuchung zeigt ein großes Ulkus mit fibrinösem Belag. Rechts: Nach zehn Tagen topischer Lactobacillus-Therapie wurden eine Verringerung des Fibrins und eine frühe Reepithelisierung beobachtet.

Schwangerschaft schützt vor MS-Schüben: Gehirn-Immun-Achse unterdrückt Entzündungen

Während der Schwangerschaft verringert sich die Häufigkeit von Schüben bei Patientinnen mit Multipler Sklerose (MS) um bis zu 80 Prozent. Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben nun gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Universitätsklinikum Würzburg einen zugrunde liegenden Mechanismus entschlüsselt und dabei eine bislang unbekannte Schutzfunktion des Gehirns entdeckt. Bestimmte Nervenzellen im Hirnstamm können Signale des Fötus sowie Entzündungssignale wahrnehmen und gezielt das periphere Immunsystem dämpfen. Dadurch wird verhindert, dass Entzündungszellen in das Nervensystem eindringen. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Nature Immunology veröffentlicht.

Grafik aus der Publikation wie GDF-15 wirkt
Wenn der Körper viel GDF-15 produziert, zum Beispiel während einer Schwangerschaft oder einer Therapie, oder wenn es im Gehirn zu einer Entzündung kommt, dann nehmen bestimmte Nervenzellen im Hirnstamm (GFRAL-exprimierenden Neuronen) dieses Hormon wahr. Die Aktivierung eines polysynaptischen Signalwegs stromabwärts von diesen GFRAL-exprimierenden Neuronen stimuliert die β-adrenerge Signalübertragung in der Milz. . Infolgedessen setzen TH+-Neurone Noradrenalin (NE) frei und aktivieren β₂-adrenerge Rezeptoren (ADRB2) auf CD4+-T-Zellen. Diese Modulation der T-Zellen verhindert, dass die Bakterien ins zentrale Nervensystem gelangen. Dadurch wird die Entzündung begrenzt. Quelle: Sonner, J.K., Kahn, A., Binkle-Ladisch, L. et al. A GDF-15–GFRAL axis controls autoimmune T cell responses during neuroinflammation. Nat Immunol (2026). https://doi.org/10.1038/s41590-025-02406-1

„Unser Ziel war es zu verstehen, wie die Schwangerschaft die erhöhte Entzündungsaktivität der MS reguliert. Dabei konnten wir erstmalig zeigen, dass das Gehirn den Zustand des Immunsystems aktiv überwacht und regulierend eingreifen kann. Der neu identifizierte Signalweg eröffnet vielversprechende Ansätze für neue Therapieverfahren der MS“, erklärt der Leiter der Studie Prof. Dr. Manuel Friese, Direktor des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose des UKE. Friese ist Letztautor der Studie. Zweiter Senior-Autor ist Prof. Dr. Jörg Wischhusen von der Frauenklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). 

Die Arbeitsgruppe des Biochemikers Wischhusen beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit dem Wachstumsdifferenzierungsfaktor GDF-15 (Growth/Differentiation Factor 15). Der immunsuppressive Botenstoff Protein GDF-15 führt unter anderem dazu, dass das Immunsystem der Mutter den Fötus, der ja zur Hälfte väterliche Gene hat, nicht abstößt. Bei malignen Erkrankungen verhindert derselbe Mechanismus wirksame Immunantworten gegen solide Tumore. Dies wurde von der CatalYm GmbH, einer Ausgründung aus der AG Wischhusen, in klinischen Studien gezeigt. Bei der Multiplen Sklerose (MS) ist die dämpfende Wirkung von GDF-15 auf das Immunsystem hingegen von Vorteil, was erklären kann, wieso bei Erkrankten während einer Schwangerschaft oft keinerlei Symptome mehr auftreten.

Immunsuppressiver Botenstoff GDF-15 wirkt entzündungshemmend

Bei der Multiplen Sklerose (MS) wandern fehlgeleitete Immunzellen aus dem Blut in das Gehirn und Rückenmark ein, lösen dort Entzündungen aus und schädigen Nervenzellen. Die Folge sind langfristige neurologische Einschränkungen. Während der Schwangerschaft ist diese Entzündungsaktivität jedoch deutlich reduziert. 

Eine Arbeit des Universitätsspitals Basels, an der Wischhusen ebenfalls beteiligt war, hatte bereits gezeigt, dass GDF-15 insbesondere bei stabil verlaufenden MS-Erkrankungen erhöht ist, was darauf hindeutet, dass der Körper die Entzündung selbst zu begrenzen versucht. Überrascht hat die Forschenden jetzt, dass die Protektion im Mausmodell über einen GDF-15 Rezeptor vermittelt wurde, der nicht auf Immunzellen, sondern nur auf Nervenzellen im Hirnstamm vorkommt. Das internationale Forschungsteam fand heraus, dass spezielle GDF-15-sensitive Nervenzellen im Hirnstamm das sympathische Nervensystem beeinflussen – einen Teil des vegetativen Nervensystems, das den Körper auf Stress, Gefahr oder Leistungsbereitschaft vorbereitet. Wird dieser Signalweg aktiviert, setzen Immunorgane wie die Milz vermehrt den Neurotransmitter Noradrenalin frei. Dadurch wird die Aktivierung von entzündungsfördernden Immunzellen gehemmt und ihre Einwanderung in das zentrale Nervensystem verhindert. Bemerkenswert ist, dass diese immunsuppressive Wirkung von einer sehr kleinen Gruppe von Nervenzellen ausgeht. „Obwohl diese Nervenzellen nur in geringer Zahl vorhanden sind, können sie die Immunantwort so stark unterdrücken, dass keine Entzündungszellen mehr ins Gehirn und Rückenmark eindringen“, sagt die Erstautorin der Studie Dr. Jana Sonner, Institut für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose des UKE.

Erstmaliger Nachweis der aktiven Überwachung und Regulation des Immunsystems durch das Gehirn

Da diese Nervenzellen zudem außerhalb der Blut-Hirn-Schranke liegen, ist der Signalweg besonders gut für therapeutische Anwendungen zugänglich. In einem präklinischen Maus-Modell gelang es dem Team, diesen Schutzmechanismus gezielt zu verstärken, sowohl durch Gentherapie als auch durch die Gabe von rekombinantem GDF-15. In beiden Fällen konnte die Krankheitsaktivität deutlich reduziert oder sogar verhindert werden. 

Aus Würzburg waren neben Prof. Jörg Wischhusen auch Beatrice Haack, Dr. Giovanni Almanzar, Vincent Thiemann und Prof. Martina Prelog an der Arbeit beteiligt. Neben dem UKE und dem UKW trugen die Charité Universitätsmedizin Berlin, die Universität Michigan sowie NovoNordisk zu den Ergebnissen bei. Gefördert wurde die Studie durch den DFG-Sonderforschungsbereich 1713 zum Thema der maternalen Immunaktivierung.

Text von der Unternehmenskommunikation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), modifiziert vom UKW

Publikation: Jana K. Sonner, Audrey Kahn, Lars Binkle-Ladisch, Jan Broder Engler, Beatrice Haack, Christina Zeiler, Lisa Unger, Simone Bauer, Felix Fischbach, Giovanni Almanzar, Mark Walkenhorst, Christina Mayer, Aneta Kolakowska, Sebastian Graute, Caren Ramien, Ingo Winschel, Nicola Rothammer, Markus Heine, Verena Horneffer-van der Sluis, Vincent Thiemann, Vanessa Vieira, Nina Meurs, Thomas Renné, Martina Prelog, Sebastian Beck Jørgensen, Randy J. Seeley, Anke Diemert, Petra C. Arck, Stefan M. Gold, Joerg Heeren, Jörg Wischhusen & Manuel A. Friese. A GDF-15–GFRAL axis controls autoimmune T cell responses during neuroinflammation. Nat Immunol (2026). doi.org/10.1038/s41590-025-02406-1

Grafik aus der Publikation wie GDF-15 wirkt
Wenn der Körper viel GDF-15 produziert, zum Beispiel während einer Schwangerschaft oder einer Therapie, oder wenn es im Gehirn zu einer Entzündung kommt, dann nehmen bestimmte Nervenzellen im Hirnstamm (GFRAL-exprimierenden Neuronen) dieses Hormon wahr. Die Aktivierung eines polysynaptischen Signalwegs stromabwärts von diesen GFRAL-exprimierenden Neuronen stimuliert die β-adrenerge Signalübertragung in der Milz. . Infolgedessen setzen TH+-Neurone Noradrenalin (NE) frei und aktivieren β₂-adrenerge Rezeptoren (ADRB2) auf CD4+-T-Zellen. Diese Modulation der T-Zellen verhindert, dass die Bakterien ins zentrale Nervensystem gelangen. Dadurch wird die Entzündung begrenzt. Quelle: Sonner, J.K., Kahn, A., Binkle-Ladisch, L. et al. A GDF-15–GFRAL axis controls autoimmune T cell responses during neuroinflammation. Nat Immunol (2026). https://doi.org/10.1038/s41590-025-02406-1

Notfallversorgung gesichert: Informationen zum Warnstreik vom 27. bis 28. Januar 2026

Anlass der Streikmaßnahmen sind die laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder

Durch eine Notdienstvereinbarung zwischen der Gewerkschaft und dem UKW ist die Notfallversorgung auch während des Streiks am 27. und 28. Januar gesichert. Foto: UKW / Salih Usta
Durch eine Notdienstvereinbarung zwischen der Gewerkschaft und dem UKW ist die Notfallversorgung auch während des Streiks am 27. und 28. Januar gesichert. Foto: UKW / Salih Usta

Würzburg. Die Gewerkschaft ver.di hat für das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ganztägige Streikmaßnahmen angekündigt von Dienstag, 27. Januar, bis Mittwoch, 28. Januar. Durch eine Notdienstvereinbarung zwischen der Gewerkschaft und dem Universitätsklinikum ist die Notfallversorgung auch während des Streiks gesichert.

Allerdings sind Einschränkungen im Rahmen der übrigen Versorgung zu erwarten. So müssen planbare Eingriffe aufgrund des Streiks verschoben werden, sofern dies medizinisch vertretbar ist. Betroffene Patientinnen und Patienten werden, sofern möglich, von den jeweiligen Kliniken über Terminausfälle und -verschiebungen informiert bzw. gebeten, sich vorab nochmals in der behandelnden Klinik zu erkundigen.

Auch in Ambulanzen, Sprechstunden und weiteren Bereichen kann es an den Streiktagen zu Einschränkungen kommen. 

Anlass der Streikmaßnahmen sind die laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder. Dabei verhandelt die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) als Arbeitgeberverband mit der Gewerkschaftsseite. Die Abschlüsse gelten dann auch für die Beschäftigten am Universitätsklinikum Würzburg. Das UKW ist selbst nicht an den Tarifverhandlungen beteiligt.

Durch eine Notdienstvereinbarung zwischen der Gewerkschaft und dem UKW ist die Notfallversorgung auch während des Streiks am 27. und 28. Januar gesichert. Foto: UKW / Salih Usta
Durch eine Notdienstvereinbarung zwischen der Gewerkschaft und dem UKW ist die Notfallversorgung auch während des Streiks am 27. und 28. Januar gesichert. Foto: UKW / Salih Usta

Telemedizin auf Intensivstationen: Große Übersichtsarbeit verdeutlicht Forschungsbedarf

Eine vom Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) im Rahmen des Projekts „Universitäres Telemedizin Netzwerk“ (UTN) geförderte Studie zeigt, dass die Telemedizin auf Intensivstationen zwar großes Potenzial hat, die bisherigen Studienergebnisse sind jedoch uneinheitlich und der tatsächliche Nutzen für Patientinnen und Patienten ist noch nicht eindeutig belegt. Es sind robuste, gut geplante Studien nötig, die klar messen, wie Telemedizin konkret wirkt und wie sie am besten umgesetzt wird, damit sie für Patientinnen und Patienten einen echten Vorteil bietet. Das Uniklinikum Würzburg, das die in PLOS Digital Health veröffentlichte Studie geleitet hat, verbindet Evidenz, Leitlinien und die klinische Umsetzung der Teleintensivmedizin.

Hintere Kopfansicht einer Person, die auf einen Monitor schaut ,auf dem ein Arzt vom UKW zu ihr spricht. In weiteren Feldern auf dem Monitor sind das Patientenbett und Parameter zu sehen.
In Kooperation mit ZOOM Deutschland läuft am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ein Pilotprojekt, dass dazu beitragen soll, die Tele-Intensivmedizin in Bayern strukturell aufzubauen und die Möglichkeiten einer telemedizinischen Visite auszuloten und zu evaluieren. © Franziska Schön / Klinikum Main-Spessart
Eine Ärztin und ein Arzt stehen in weißem Kasack vor einem Visitenwagen der Teleintensivmedizin.
Um die Anbindung der peripheren Krankenhäuser niederschwellig und einfach zu halten, wurde ein teleintensivmedizinisches Konzept für einen Visitenwagen entwickelt. © Kim Sammet / UKW

Würzburg. Telemedizin ermöglicht eine medizinische Versorgung über räumliche Distanzen hinweg, beispielsweise durch Videoübertragungen, digitale Patientendaten oder die Fernberatung durch medizinische Expertinnen und Experten. Auch auf Intensivstationen gelten telemedizinische Konzepte als zentraler Baustein, um die Versorgung angesichts zunehmender Patientenzahlen, Fachkräftemangels und steigender Spezialisierung zukunftsfähig zu gestalten. Spezialisierte Intensivteams können Patientinnen und Patienten aus der Ferne überwachen und das Behandlungsteam vor Ort bei wichtigen Entscheidungen unterstützen. Doch welchen Nutzen hat diese Form der Telemedizin tatsächlich für die Behandlung kritisch kranker Menschen?

Veröffentlichung in der renommierten Fachzeitschrift PLOS Digital Health 

Ein nationales Autorenteam unter der Leitung der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) hat in einer großen systematischen Übersichtsarbeit die Belastbarkeit der Evidenz zu patientenrelevanten Effekten der Tele-Intensivmedizin untersucht. Dazu wurden 26 kontrollierte Studien mit Daten von über zwei Millionen intensivmedizinischen Patientinnen und Patienten analysiert. Die Studie wurde vom Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) im Rahmen des Projekts UTN (Universitäres Telemedizin-Netzwerk) gefördert und in der renommierten Fachzeitschrift PLOS Digital Health veröffentlicht. 

„Telemedizin wird in der Intensivmedizin bereits breit eingesetzt, doch wissenschaftlich können wir noch nicht klar sagen, unter welchen Bedingungen sie den größten Nutzen für Patientinnen und Patienten bringt“, berichtet Tamara Pscheidl, Erstautorin aus Würzburg. Das Team hatte sich klare Aussagen erhofft, ob Telemedizin in der Intensivmedizin zu wichtigen Ergebnissen wie einer geringeren Sterblichkeit, einem kürzeren Aufenthalt auf der Intensivstation oder einer besseren Lebensqualität führt. „Das Ergebnis war für uns allerdings eher ernüchternd“, so die Letztautorin, Privatdozentin Dr. Stephanie Weibel. „Aufgrund hoher klinischer und methodischer Heterogenität, unterschiedlicher Telemedizin-Modelle sowie teilweise erheblicher Verzerrungsrisiken war eine quantitative Zusammenfassung der Ergebnisse, also eine Meta-Analyse, nicht möglich.“ Die Aussagekraft der vorhandenen Evidenz sei daher insgesamt begrenzt. 

Telemedizin nicht nur technisch umsetzen, sondern systematisch evaluieren

Das Fazit der Autorinnen und Autoren lautet: Gerade weil die Tele-Intensivmedizin ein großes Potenzial hat, sind künftig methodisch hochwertige, patientenzentrierte Studien mit transparenter Berichterstattung notwendig. Nur so lasse sich klären, welche Telemedizin-Modelle in welchen Versorgungssettings tatsächlich einen Mehrwert bieten. „Wir müssen Forschung und Praxis zusammendenken und Telemedizin nicht nur technisch umsetzen, sondern auch systematisch evaluieren“, sagt Prof. Dr. Patrick Meybohm, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des UKW.

UKW bringt besondere Expertise in evidenzbasierter Medizin (EbM) ins bundesweite Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) ein

Durch die Verbindung von evidenzbasierter Forschung, Leitlinienarbeit im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und gelebter Tele-Intensivmedizin vor Ort leistet das UKW einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der intensivmedizinischen Versorgung in Deutschland. Das UKW bringt seine besondere Expertise in evidenzbasierter Medizin (EbM) in das bundesweite NUM ein. Neben der aktuellen Publikation war das UKW im Rahmen des UTN auch maßgeblich an der Erarbeitung der AWMF-S3-Leitlinie zur Telemedizin in der Intensivmedizin beteiligt. Damit verbindet das Projekt wissenschaftliche Evidenzaufarbeitung, methodische Standards und konkrete Handlungsempfehlungen für die klinische Praxis.

Tele-Intensivmedizin am UKW bereits fest im Klinikalltag verankert

Parallel zur wissenschaftlichen Arbeit ist die Tele-Intensivmedizin am UKW bereits konkret im klinischen Alltag etabliert. In Kooperation mit ZOOM Deutschland beteiligt sich die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie an einem bayernweiten Pilotprojekt zur strukturierten Tele-Intensivmedizin. Ziel ist es, Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung durch virtuelle intensivmedizinische Visiten eng mit universitären Zentren zu vernetzen und so die Versorgungsqualität auch außerhalb von Maximalversorgern zu stärken. Am UKW ist hierfür rund um die Uhr eine telemedizinische Betreuung möglich: tagsüber durch ein spezialisiertes Tele-Intensivteam und außerhalb der Regelarbeitszeiten durch eine oberärztliche Rufbereitschaft. Ein eigens entwickelter Tele-Visitenwagen ermöglicht eine unkomplizierte „Plug-and-Play“-Anbindung regionaler Kooperationspartner und unterstützt die gemeinsame Entscheidungsfindung direkt am Patientenbett. Weitere Informationen liefert die Webseite: https://www.ukw.de/anaesthesie/forschung/forschungsschwerpunkte/tele-intensivmedizin/

Publikation
Tamara Pscheidl, Carina Benstoem, Kelly Ansems, Lena Saal-Bauernschubert, Anne Ritter, Ana-Mihaela Zorger, Karolina Dahms, Sandra Dohmen, Eva Steinfeld, Julia Dormann, Claire Iannizzi, Nicole Skoetz, Heidrun Janka, Maria-Inti Metzendorf, Carla Nau, Miriam Stegemann, Patrick Meybohm, Falk von Dincklage, Sven Laudi, Falk Fichtner, Stephanie Weibel. Telemedicine in adult intensive care: A systematic review of patient-relevant outcomes and methodological considerations. PLOS Digit Health. 2025 Dec 15;4(12):e0001126. https://doi.org/10.1371/journal.pdig.0001126

Hintere Kopfansicht einer Person, die auf einen Monitor schaut ,auf dem ein Arzt vom UKW zu ihr spricht. In weiteren Feldern auf dem Monitor sind das Patientenbett und Parameter zu sehen.
In Kooperation mit ZOOM Deutschland läuft am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ein Pilotprojekt, dass dazu beitragen soll, die Tele-Intensivmedizin in Bayern strukturell aufzubauen und die Möglichkeiten einer telemedizinischen Visite auszuloten und zu evaluieren. © Franziska Schön / Klinikum Main-Spessart
Eine Ärztin und ein Arzt stehen in weißem Kasack vor einem Visitenwagen der Teleintensivmedizin.
Um die Anbindung der peripheren Krankenhäuser niederschwellig und einfach zu halten, wurde ein teleintensivmedizinisches Konzept für einen Visitenwagen entwickelt. © Kim Sammet / UKW