Unsere Leistungsschwerpunkte

Ob Brügger-Therapie, Schlingentisch, Atemtherapie, Lymphdrainage, Reflexzonentherapie oder Elektrotherapie – bei unseren Behandlungen kommen verschiedene Techniken, Methoden und Konzepte zum Einsatz.

Techniken, Methoden und Konzepte

Bei unserer physiotherapeutischen Arbeit kommen vor allem die folgenden Techniken, Methoden und Konzepte zum Einsatz:

Prophylaxen

Ein wichtiger Tätigkeitsbereich in der physiotherapeutischen Arbeit ist die Prävention.

Im Vordergrund der physiotherapeutischen Arbeit in der Prophylaxe steht die Verhinderung von sogenannten sekundären Problematiken. Diese können durch eine längere Bettlägerigkeit oder durch Infektionen verursacht werden, Beispiele für sekundäre Problematiken sind Lungenentzündungen, Thrombosen oder Bewegungseinschränkungen.

Frühmobilisierung und Kreislaufanregung

Ein wesentlicher Faktor der Prävention ist die Frühmobilisierung, insbesondere nach Operationen. Hinzu kommen aktive Bewegungsübungen zur Kreislaufanregung.

Dekubitusprophylaxe

Ein Fokus unserer Präventionsarbeit liegt auf der Dekubitusprophylaxe, und damit dem Verhindern von Druckgeschwüren der Haut. Hier arbeiten wir mit den Patientinnen und Patienten beispielsweise daran, einen selbstständigen Lagenwechsel zu erlernen. In einem speziellen Rollstuhltraining wird auch ein Handstütz zur Sitzentlastung erarbeitet. Spezielle Lagerungstechniken und kleine Hilfsmittel tragen ebenfalls zur Prävention bei.

Kontrakturprophylaxe

Kontrakturen sind fehlerhafte Gelenkstellungen. Diese entstehen beispielsweise durch eine längere Immobilität. Diesen beugen wir vor, indem wir die Gelenke bettlägeriger Patientinnen und Patienten bewegen, oder, wenn möglich, eine aktive Bewegung der Gelenke unterstützen.

Pneumonieprophylaxe

Um einer Lungenentzündung vorzubeugen, gibt es verschiedene Maßnahmen, unter anderem das Inhalieren oder das Erlernen von Hustentechniken.

Thromboseprophylaxe

Die Prävention von Thrombosen beinhaltet das Bewegen der Patientinnen und Patienten, die Hochlagerung der Beine oder auch Kompressionsverbände.

Atrophieprophylaxe

Gewebsschwund ist ebenfalls eine Folge von Immobilität. Die Prophylaxe beinhaltet hier vor allem Muskelarbeit.

Obstipationsprophylaxe

Auch einer Obstipation, also einer Verstopfung, gilt es vorzubeugen, beispielsweise durch eine Förderung der Zwerchfellatmung oder durch Bauchmassagen.

Atemtherapie

Die Atemtherapie ist ein Schwerpunkt unserer physiotherapeutischen Arbeit. Wir setzen diese Therapieform etwa nach Operationen am und im Thorax, bei Erkrankungen der Lunge oder in der Intensivmedizin ein. So unterstützen wir Patientinnen und Patienten dabei, ihre Atemtechnik zu verbessern und einer Verschlechterung der Atmung entgegenzuwirken.

Gerade Patientinnen und Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten, aber auch nach großen Operationen geraten häufig in Atemnot oder leiden unter Husten und Auswurf. Dies geht einher mit einer deutlichen Minderung der Leistungsfähigkeit und damit häufig mit Schwierigkeiten, den Alltag zu bewältigen. Hier setzen wir mit der atemtherapeutischen Behandlung an.
Dabei liegt der Fokus der Atemtherapie darauf, mit einer besseren Sauerstoffversorgung die Leistungsfähigkeit der Patientinnen und Patienten im Alltag zu steigern. Besonderen Wert legen wir auch auf prophylaktische Atemtherapie. 

Maßnahmen unserer atemtherapeutischen Behandlungen sind:

  • Techniken der Ein- und Ausatmung mit und ohne Gerät
  • Techniken zum Lösen von Sekreten
  • das Erlernen von atemerleichternden Ausgangsstellungen und Hustentechniken
  • gewebelösende Maßnahmen
  • Übungen zur Verbesserung der Thorax-Beweglichkeit.

Bewegungstherapie

in Fokus unserer physiotherapeutischen Behandlung liegt darauf, mit Bewegungstherapie die Muskel- und Gelenkfunktionen unserer Patientinnen und Patienten zu verbessern.

In der Bewegungstherapie, die bei eingeschränkter Beweglichkeit oder Belastbarkeit von Strukturen zum Einsatz kommt, geht es vor allem darum, Bewegungsabläufe zu erhalten. Dies geschieht beispielsweise durch Gleichgewichts- und Koordinationsschulung oder Ausdauertraining. Auch das Training an Geräten ist Teil der Therapie.

Krankengymnastik am Gerät (KGG)

Ergänzend können Hilfsmittel und Geräte eingesetzt werden, man spricht dann auch von Krankengymnastik am Gerät (KGG). Hier trainieren unsere Patientinnen und Patienten an speziellen Rehabilitationsgeräten.

Rückenschule

Die Rückenschule beinhaltet die Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL), Kräftigung der Muskulatur, Stabilisation von Körper und Gelenkstellungen sowie das Auslösen und Verstärken von Gleichgewichtsreaktionen.

Kräftigung der Muskulatur

Bei der Muskelkräftigung kann aus verschiedenen Ausgangsstellungen gearbeitet werden. Dabei sind Trainingszustand, Konstitution, Lebensalter und Motivation der Patientin oder des Patienten entscheidend.
Die Physiotherapeutin oder der Physiotherapeut arbeitet dabei mit der Schwerkraft, mit Widerständen oder mit Therapiegeräten, um eine Muskelkräftigung zu erreichen.

Schlingentisch

Durch den Schlingentisch wird das Eigengewicht des zu therapierenden Körperteils gemindert. Der Schlingentisch kommt zum Einsatz, wenn das sanfte Bewegen von schmerzenden Gelenken im Vordergrund der Behandlung steht.

Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage

Ein Schwerpunkt unserer Behandlung ist die Therapie auf neurophysiologischer Grundlage. Hier steht das Bobath-Konzept im Fokus.

Bobath-Konzept

Das Bobath-Konzept wird bei Patientinnen und Patienten mit neurologischen Auffälligkeiten, beispielsweise Lähmungen nach einem Schlaganfall oder Spastiken, angewendet. Es beruht auf der Erkenntnis, dass gesunde Teile des Gehirns von erkrankten dessen Funktionen übernehmen können. Bei der Anwendung des Bobath-Konzeptes macht sich die Therapeutin oder der Therapeut diese sogenannte Plastizität des Gehirns zunutze. Ziel der Behandlung ist es, Haltungs- und Bewegungsmuster wiederherzustellen oder zu verbessern. So soll eine größtmögliche Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit der Patientin oder des Patienten im Alltag erreicht werden. Gleichzeitig ist das Konzept darauf ausgelegt, sogenannte Sekundärveränderungen, beispielsweise Gelenkversteifungen, zu vermeiden.

Gangschule

In der Gangschule soll einerseits das Gehen mit Hilfsmitteln gelernt werden. Andererseits geht es aber auch um die Wiederherstellung oder die Erhaltung eines physiologischen Gangbildes, um so die Sicherheit zu erhöhen und die Mobilität der Patientinnen und Patienten wiederherzustellen, zu erhalten oder sogar zu steigern. 

Dabei wird das Gangbild an die körperlichen Gegebenheiten der Patientin oder des Patienten angepasst. Die Therapeutin oder der Therapeut arbeiten in der Gangschule mit Hilfsmitteln wie dem Gehwagen, dem Rollator, Unterarmgehstützen oder Achselgehstützen, und erarbeitet ein sicheres selbständiges Gehen und das Treppen steigen.
Auch die Ganganalyse gehört zu unserem Leistungsspektrum.

Aktivitäten des täglichen Lebens

Wir unterstützen die Patientinnen und Patienten bei der Wiedererlangung der Aktivitäten des täglichen Lebens (Activities of daily life, ADL).

Im Fokus steht hier die Förderung der Selbstständigkeit und weitgehende Unabhängigkeit im Alltag. Dabei geht es konkret beispielsweise um das Erlernen der Transferwechsel vom Liegen zum Sitzen oder vom Sitzen zum Stehen, das selbständige Anziehen, das Bücken und Tragen.
Auch das Ankleiden oder die Nahrungsaufnahme können Teil des Trainings sein. Für Patientinnen und Patienten im Rollstuhl bieten wir darüber hinaus auch ein spezielles Rollstuhltraining an.

Entstauungstherapie (KPE)

Die Komplexe physikalische Entstauungstherapie, vor allem durch Manuelle Lymphdrainage, ist ein Schwerpunkt unserer physiotherapeutischen Arbeit.

Ziel der komplexen physikalische Entstauungstherapie (KPE) ist es, den Lymphabfluss zu aktivieren und damit eine Entstauung des Gewebes herbeizuführen.
Eine der wichtigsten Methoden ist dabei die Manuelle Lymphdrainage (MLD), In der Manuellen Lymphdrainage wird unter anderem durch sanfte kreisförmige Gewebsverformungen der Abtransport von Gewebeflüssigkeit über das Lymphsystem gefördert. Dies führt zur Entstauung von Körperregionen und trägt dazu bei, Schmerzen zu lindern. 
Zur Entstauung tragen auch Kompressionstherapien mit Bandagen und Kompressionsstrümpfen, Entstauungs-Gymnastik mit Bewegungs- und Atemübungen und Hautpflege bei.

Physikalische Therapie

Ein Schwerpunkt unserer physiotherapeutischen Arbeit ist die Physikalische Therapie. 

Hierbei kommen verschiedene Techniken und Methoden zur Anwendung, von der Kälte- und Wärmetherapie über Elektrotherapie, Ultraschall, Massagen und Reflexzonentherapie bis hin zur Hydrotherapie. 

Thermotherapie: Kälte- und Wärmetherapie 

Die Thermotherapie wird bei Schmerzen, Entzündungen und Spasmen angewandt. Dabei unterscheidet man zwischen Wärmetherapie und Kryo- oder Kältetherapie. Wärmetherapeutische Maßnahmen wie die Heiße Rolle oder Fango werden bei chronischen rheumatischen Erkrankungen oder Erkrankungen innerer Organe eingesetzt. Kältetherapeutische Maßnahmen wie Eishandtücher, Kältedampf, ein Eiswasserbad oder der Aufenthalt in der Kältekammer werden genutzt, um die Nervenleitgeschwindigkeit herabzusetzen oder die Schmerzgrenze heraufzusetzen. 

Elektrotherapie / Ultraschall

Durch den Einsatz spezieller Stromformen, beispielsweise durch Ultrareizstrom oder Hochvoltimpulsstrom, ebenso durch Ultraschall, können Krankheitssymptome therapiert werden. Dabei kommt die Elektrotherapie unter anderem bei Arthrosen, Bandscheibenerkrankungen oder bei Durchblutungsstörungen zum Einsatz. Im Fokus steht die Linderung von Schmerzen, die Aktivierung von geschwächten Muskeln und die Steigerung der Durchblutung und des Stoffwechsels.

Massage

Die Dehnungs- und Zugreize einer Massage beeinflussen die Hautoberfläche, die Unterhaut und die Muskulatur positiv. Die Wirkung dieser manuellen Methode kannten schon die alten Griechen und Ägypter. Klassische Massagetechniken und Spezialmassagen tragen dazu bei, die Durchblutung zu steigern, Narben zu läsen, den Muskeltonus zu regulieren, Schmerzen zu linden oder Lymph- und Venenbereiche zu entstauen. 

Reflexzonentherapie

Die Massage von Reflexzonen am Körper, unter anderem an Händen und Füßen, beruht auf der Annahme, dass Reflexpunkte mit den Organen verbunden sind. Durch die Massage dieser Punkte werden die Organe aktiviert. 

Hydrotherapie

In der Hydrotherapie nutzt man Wasser zur Therapie. Maßnahmen der Hydrotherapie sind Bäder, Güsse oder Wickel. Auch die Unterwassermassage gehört dazu.
Bei den Bädern gibt es verschiedene Anwendungen. Im Kältebad werden Kapillaren geweitet, das Wärmebad fördert die Durchblutung und Hydrostatischer Druck wird verwendet, um eine Mehrbelastung des Herzens herbeizuführen. Eine wichtige Maßnahme ist auch das Bewegungsbad. Dieses dient dazu, die Muskeln zu kräftigen, Kondition aufzubauen und die Patientinnen und Patienten zur Bewegung anzuregen.

Hilfsmittelschulung

Wir versorgen Sie mit therapeutischen Hilfsmitteln aller Art. Dabei reicht das Spektrum von Prothesen über Gehhilfen bis zum Kompressionsstrumpf. 
Darüber hinaus zeigen wir Ihnen und Ihren Angehörigen den richtigen Umgang mit den Hilfsmitteln. 

Milon-Zirkel-Training

Ein Schwerpunkt unserer physiotherapeutischen Arbeit ist die Krankengymnastik am Gerät und die medizinische Trainingstherapie. Hierfür ist das Universitätsklinikum mit der neuesten Technik ausgestattet:

Was ist ein Milon-Zirkel?

Der Kraft-Zirkel und die Ergometer beinhalten nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelte Trainings- und Therapiegeräte - sowohl für Einsteiger mit einem gesundheitlichen Ziel als auch für fortgeschrittene Fitness-Sportler.

Das Besondere ist eine persönliche Chipkarte, über welche die individuelle Geräteeinstellung gespeichert wird.

Was bedeutet Zirkeltraining?

Mit dem Milon-Zirkeltraining trainieren Sie effektiv, schnell und mit Spaß an der Sache. Das Krafttraining läuft in einem zeitlich fest getakteten Kreislauf ab. Die wichtigsten Muskelgruppen werden so nacheinander trainiert, während sich die Geräte dank Milon-Care automatisch ihren Bedürfnissen anpassen.

Ansprechpartner


Markus Giehl

Zentrale Leitung

+49 931 201-37311


Tanja Gebhardt

Stellvertretende Leitung

+49 931 201-37399

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:

08:30 Uhr bis 14:30 Uhr

Telefon:

Zentrale Leitung der Physiotherapie
+49 931 201-37311

E-Mail:

Markus Giehl
giehl_m@ukw.de


Anschrift:

Zentrum Operative Medizin | Zentrale Physiotherapie | Universitätsklinikum Würzburg | Oberdürrbacher Straße 6 | 97080 Würzburg | Deutschland

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