Aktuelle Pressemitteilungen

Die neue Ausgabe von klinikum & wir ist da
Titelbild der aktuellen Ausgabe "Klinikum & wir"
Das Titelbild der aktuellen Ausgabe.

An keinem anderen Krankenhaus in Deutschland wurden im Jahr 2021 mehr Gewebe gespendet, wie am Uniklinikum Würzburg (UKW). Ausgehend von diesem Rekord widmet sich das Topthema von klinikum & wir auch den anderen „Geschenken der Mitmenschlichkeit“ am UKW: Organ-, Stammzell- und Blutspenden.

48 Seiten mit vielfältigen Nachrichten aus der facettenreichen Lebenswelt der Würzburger Universitätsmedizin – das bietet die kürzlich erschienene Ausgabe 1/2022 von klinikum & wir. So beleuchtet das vom Uniklinikum Würzburg herausgegebene Magazin zum Beispiel in seinem Topthema die aktuelle Situation bei Gewebe-, Organ- und Blutspenden an Unterfrankens Krankenhaus der Maximalversorgung.

An keinem anderen Krankenhaus in Deutschland wurden im Jahr 2021 mehr Gewebe gespendet, wie am Uniklinikum Würzburg (UKW). Ausgehend von diesem Rekord widmet sich das Topthema von klinikum & wir auch den anderen „Geschenken der Mitmenschlichkeit“ am UKW: Organ-, Stammzell und Blutspenden. Die Ausgabe 1/2022 des quartalsweise erscheinenden, kostenlosen Magazins der Universitätsmedizin Würzburg kann jetzt als Webreader online gelesen werden unter www.ukw.de/fileadmin/uk/portal/Webmagazine/klinikum-und-wir/2022-01/webmagazin.

Die reich bebilderte Publikation spannt einen weiten inhaltlichen Bogen: von erfreulichen Personalia über zahlreiche Berichte zu aktuellen Studien und ein Interview zum zukünftigen Forschungsprofil der medizinischen Fakultät bis zum Blick in einen Bergschubraum der Zentren für Operative und Innere Medizin. 

Titelbild der aktuellen Ausgabe "Klinikum & wir"
Das Titelbild der aktuellen Ausgabe.

Online-Infoabend zu familiärem Eierstockkrebs am 27. April

Bei der kostenlosen Veranstaltung stehen acht Expertinnen und Experten neben ihren Fachvorträgen auch für individuelle Fragen zu erblich bedingtem Ovarialkarzinom zur Verfügung.

Dr. Tanja Schlaiß im gespräch.
Zu den Referentinnen des Online-Infoabends gehört Privatdozentin Dr. Tanja Schlaiß, die Koordinatorin des FBREK Würzburg. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Am Mittwoch, den 27. April 2022, lädt das Familiäre Brust- und Eierstockkrebszentrum Würzburg Betroffene, Angehörige und sonstig Interessierte zu einem virtuellen Informationsabend ein. Bei der kostenlosen Veranstaltung stehen acht Expertinnen und Experten neben ihren Fachvorträgen auch für individuelle Fragen zu erblich bedingtem Ovarialkarzinom zur Verfügung.

„In fünf bis zehn Prozent der Fälle von Brust- und Eierstockkrebs handelt es sich um Erkrankungen, die familiär gehäuft auftreten“, berichtet Prof. Dr. Achim Wöckel. Der Direktor der Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Betroffene sollten sich dazu möglichst in einer spezialisierten Einrichtung beraten lassen.“ Eine solche Einrichtung ist das schon seit 1996 vom UKW betriebene und kürzlich von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Familiäre Brust- und Eierstockkrebszentrum (FBREK) Würzburg. Es fungiert als Anlaufstelle für Frauen aus dem Raum Nordbayern und aus benachbarten Gebieten.

Am Mittwoch, den 27. April 2022, gibt eine Online-Veranstaltung allen Interessierten einen Einblick in die Tätigkeiten des FBREK Würzburg. Im Fokus steht diesmal das familiär bedingte Ovarialkarzinom. Ab 18:00 Uhr erklären acht Expertinnen und Experten, wann der Verdacht auf eine familiäre Risikosituation vorliegt, wer sich wann und wie testen lassen sollte und was im Fall des Falles die therapeutischen Konsequenzen sind.

Nach den drei Vorträgen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihre individuellen Fragen mit den Fachleuten zu diskutieren.

Die Veranstaltung nutzt die Plattform Zoom. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis 26. April 2022 bei Michaela Roth von der Würzburger Universitäts-Frauenklinik erforderlich unter E-Mail: roth_m@ukw.de.

Das detaillierte Programm findet sich unter www.ukw.de/frauenklinik

 

Dr. Tanja Schlaiß im gespräch.
Zu den Referentinnen des Online-Infoabends gehört Privatdozentin Dr. Tanja Schlaiß, die Koordinatorin des FBREK Würzburg. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg

Holetschek: Anwendung integrativer Medizin kann Symptome lindern und Lebensqualität verbessern

Bayerns Gesundheitsminister zur Vorstellung der Ergebnisse der IMBAY-Studie: Ziel ist die wirksamste Therapie für die Patientinnen und Patienten.

 

Vorstellung Akteure IMBAY-Studie mit den Ministern Holetschek und Blume
v.l.n.r.: Prof. Dr. Jost Langhorst, StM Klaus Holetschek, Dr. med. Claudia Löffler, Prof. Dr. Matthias Frosch, Xaver Frauenknecht, StM Markus Blume. Bildquelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Naturheilkunde und komplementärmedizinische Therapien können helfen, Symptome zu lindern und die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten zu verbessern - und viele bayerische Kliniken für Akutmedizin nutzen dieses Potential bereits erfolgreich. Auf entsprechende Ergebnisse der IMBAY-Studie (Integrative Medizin in Bayern) der Julius-Maximilians-Universität und des Universitätsklinikums Würzburg sowie des Klinikums Bamberg hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Freitag in München hingewiesen.

Holetschek betonte: „Mein Ziel ist es, Patientinnen und Patienten die wirksamste Therapie zukommen zu lassen. Deshalb haben wir die IMBAY-Studie mit rund 360.000 Euro gefördert.“Der Minister ergänzte: „Die Studie hat ergeben, dass die Anwendung der integrativen Medizin nicht nur im ambulanten Bereich, sondern auch in bayerischen Akut-Krankenhäusern weit verbreitet ist. Zwei Teilprojekte haben dabei wissenschaftlich fundiert gezeigt, dass integrativ medizinische Verfahren wirken können und deren Einsatz – zusätzlich zur konventionellen Medizin – einen wertvollen Mehrwert für Patientinnen und Patienten bieten kann. So können sie beispielsweise zur Verminderung von Symptomen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.“

Wissenschaftsminister Markus Blume sagte: „Integrative Medizin ist Realität in der medizinischen Praxis. Sie ist ein wichtiges Puzzleteil einer modernen medizinischen Versorgung. Vor allem für chronisch kranke Patientinnen und Patienten ist sie oft ein Lichtblick – das zeigen uns auch die Studienergebnisse. Es ist deshalb richtig und wichtig, dass wir die Chancen integrativer Medizin noch stärker in den wissenschaftlichen Fokus nehmen und deren Evidenz weiter untersuchen.“

Ein Teilprojekt beurteilte anhand einer randomisiert kontrollierten Studie die Wirksamkeit von Lebensstil-Interventionen bei Patientinnen und Patienten mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn. Der Projektverantwortliche Prof. Dr. med. Jost Langhorst von der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde der Sozialstiftung Bamberg erläuterte: „Für Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn können wir auf wissenschaftlich hohem Niveau zeigen, dass integrativ-naturheilkundliche Therapiekonzepte einen gewichtigen Beitrag in der Versorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen leisten können.“

In einem weiteren Teilprojekt unter Federführung des Instituts für Klinische Epidemiologie und Biometrie ging es darum, Studien zur Beurteilung der Wirksamkeit von ganzheitlichen Empfehlungen zu Veränderungen des Lebensstils und anderen integrativen medizinischen Verfahren bei gastroenterologischen Patientinnen und Patienten mit Reizdarm systematisch zusammenzufassen und kritisch zu bewerten. Dr. med. Claudia Löffler von der Medizinischen Klinik II an der Uniklinik Würzburg fasste die Ergebnisse des Teilprojektes zusammen: „Unsere umfassende internationale Literaturrecherche zeigte, dass es für achtsamkeitsbasierte Interventionen gute Hinweise einer Wirksamkeit zur Behandlung des Reizdarmsyndroms gibt. Für viele andere Verfahren der komplementären Medizin fehlen aber noch belastbare Ergebnisse aus qualitativ guten Studien. Hier besteht für die universitäre Medizin ein großer Forschungsbedarf."

Im dritten Teilprojekt wurden die Internetauftritte der Akutkrankenhäuser in ganz Bayern gesichtet. Dadurch sollte in Erfahrung gebracht werden, wo und wie häufig die integrative Medizin Anwendung findet. Die Projektleiterin Dr. med. Löffler führte aus: „Naturheilkundliche und komplementäre Therapieverfahren gehören zur Versorgungsrealität in bayerischen Akutkrankenhäusern. Ein Großteil dieser Kliniken bietet auf ihren Websites drei oder mehr komplementärmedizinische Verfahren an. Bei Betrachtung unterschiedlicher medizinischer Fachgebiete, waren diese Verfahren in der Psychiatrie und Psychosomatik sowie in der Geburtshilfe und Gynäkologie am häufigsten vertreten.“

 

Holetschek unterstrich: „Wie die IMBAY-Studie zeigt, leisten evidenzbasierte Naturheilverfahren und Komplementärmedizin vor allem bei chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn einen wertvollen Beitrag. Deshalb ist es wichtig, diese Naturheilverfahren noch stärker in die medizinische Versorgung zu integrieren. Dafür müssen wir Naturheilverfahren vermehrt in den wissenschaftlichen Fokus nehmen.“

 

Der Projektzeitraum der IMBAY-Studie erstreckte sich vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2021. Sie bestand aus drei Teilprojekten.

Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, 8.4.2022

Große Dankbarkeit für die Unterstützung von ukrainischen Familien mit krebskranken Kindern

Vermittlung von Wohnungen, Kleidung, Lebensmittel und psychosoziale Betreuung – die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder e.V. unterstützt die Familien von krebskranken Kindern aus der Ukraine, die an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik behandelt werden.

Vermittlung von Wohnungen, Kleidung, Lebensmittel und psychosoziale Betreuung – die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder e.V. unterstützt die Familien von krebskranken Kindern aus der Ukraine, die an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik behandelt werden.

Aktuell werden mehrere krebskranke, vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtete Kinder an der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg behandelt. So sind die Familien von fünf dieser Mädchen und Jungen in Wohnungen der Elterninitiative untergebracht. Die Wohnungen, die der Verein aus Spendenmitteln unterhält, befinden sich in Kliniknähe und gewährleisten somit kurze Wege für die Behandlung und Besuche.

Weitere Unterstützung erfahren die Angehörigen durch die Arbeit des psychosozialen Teams der Kinderklinik, bei dem die Elterninitiative die Stelle der leitenden Psychologin, drei Sozialpädagoginnen, eine Sporttherapeutin sowie zwei Erzieherinnen finanziert. Auch im Alltag hilft das das Team der Elterninitiative den Familien bei Bedarf mit Lebensmitteln und Kleidung. 

„Der Krieg in der Ukraine stellt eine besondere Herausforderung dar und es ist uns ein großes Bedürfnis, den geflüchteten Familien mit einem krebskranken Kind in einer solchen extremen Notlage zur Seite zu stehen“, sagt Jana Lorenz-Eck, die Vorsitzende der Elterninitiative. Ihr Dank gilt den vielen Spenderinnen und Spendern, die die Arbeit des Vereins zur Unterstützung der Uni-Kinderklinik seit mehr als 35 Jahren ermöglichen.

In der Residenz: Benefizkonzert der Birgit-Werner-Stiftung zur Unterstützung krebskranker Frauen am 14. Mai

„MUSIK. MUT. FRAUEN.“ - So lautet der Titel für das klassische Benefizkonzert der „Birgit Werner Stiftung“ im Kaisersaal der Residenz Würzburg am 14. Mai und 19 Uhr. Der Kartenerlös und weitere Spenden durch das hochklassige Konzert kommen der Stiftung zugute.

Freuen sich auf das Benefizkonzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester in der Residenz am 14. Mai: Dr. Elisabeth Jentschke (CCC Mainfranken, Uniklinik Würzburg), Karl-Heinz und Renate Werner (Birgit-Werner-Stiftung, v.l.). Foto: UKW/Margot Rössler
Freuen sich auf das Benefizkonzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester in der Residenz am 14. Mai: Dr. Elisabeth Jentschke (CCC Mainfranken, Uniklinik Würzburg), Karl-Heinz und Renate Werner (Birgit-Werner-Stiftung, v.l.). Foto: UKW/Margot Rössler

Würzburg. „MUSIK. MUT. FRAUEN.“ - So lautet der Titel für das klassische Benefizkonzert der „Birgit Werner Stiftung“ im Kaisersaal der Residenz Würzburg am 14. Mai und 19 Uhr. Das renommierte Stuttgarter Kammerorchester, dirigiert von Nil Venditti wird begleitet von der deutsch-japanischen Pianistin Mona Asuka. Der Kartenerlös und weitere Spenden durch das hochklassige Konzert kommen der Stiftung zugute. Die Birgit-Werner-Stiftung fördert u.a. die Psychoonkologie an der Würzburger Uniklinik und unterstützt junge Frauen, die an Krebs erkrankt sind.-

Namensgeberin der Stiftung ist Dr. Birgit Werner. Die 1981 geborene Medizinerin ist im Jahr 2019 verstorben. Sie regte in ihrem Testament an, aus ihrem Nachlass eine Stiftung ins Leben zu rufen, die sich für die Teilhabe von Frauen in der Gesellschaft – im beruflichen wie im kulturell-sozialen Umfeld sowie speziell für die Unterstützung für Frauen während einer Krebserkrankung einsetzt. Aus diesem Grund fördert die gemeinnützige Stiftung, die von ihren Eltern daraufhin ins Leben gerufen wurde, auch nachhaltig das Comprehensive Cancer Center am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und finanziert dort eine psychoonkologische Stelle. Hinzu kommen Aktionen für und mit Patientinnen der Würzburger Uniklinik: Das können z.B. spezielle Wünsche sein wie ein Konzertbesuch, die Begleitung zu einer Ausstellung oder ein besonderes Essen. Auch Angehörige von Patientinnen mit einer Tumorerkrankung werden so gezielt unterstützt.

Mit dem Konzert am 14. Mai möchte die Stiftung nun zum einen für Spenden werben aber auch die Arbeit und das Wirken der noch jungen Stiftung in Würzburg und Franken bekannter machen. Das Konzert findet unter den geltenden Corona-bestimmungen statt. Tickets können direkt auf der Homepage der Stiftung erworben werden:

www.birgitwernerstiftung.de

Auch direkt Spenden sind dort möglich.

 Infos auf einem Blick:

MUSIK. MUT. FRAUEN.

Klassisches Benefizkonzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Nil Venditti, am Flügel Mona Asuka im Kaisersaal der Residenz Würzburg.

14. Mai, 19:00

Würzburg, Residenzplatz 2, 97070 Würzburg, Deutschland

Freuen sich auf das Benefizkonzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester in der Residenz am 14. Mai: Dr. Elisabeth Jentschke (CCC Mainfranken, Uniklinik Würzburg), Karl-Heinz und Renate Werner (Birgit-Werner-Stiftung, v.l.). Foto: UKW/Margot Rössler
Freuen sich auf das Benefizkonzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester in der Residenz am 14. Mai: Dr. Elisabeth Jentschke (CCC Mainfranken, Uniklinik Würzburg), Karl-Heinz und Renate Werner (Birgit-Werner-Stiftung, v.l.). Foto: UKW/Margot Rössler

Uniklinikum Würzburg: Zwei Tage lang neue Erkenntnisse zu ADHS

Am 30. April und 1. Mai dieses Jahres laden der Selbsthilfeverein ADHS Deutschland e.V. und die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Uniklinikums Würzburg zu einem gemeinsamen Symposium in die Mainfrankensäle nach Veitshöchheim ein. Dort werden Betroffene, Pädagoginnen und Pädagogen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie alle sonstigen Interessierten von Fachleuten über neue Entwicklungen zu diversen Aspekten der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) informiert.

Gemeinsam ist besser – so lautet der Titel des diesjährigen ADHS Deutschland Symposiums, der gleichzeitig auch der 8. Bayerische ADHS-Tag ist. Das Motto spielt auf die hier verwirklichte, allseits vorteilhafte Kooperation von Selbsthilfe und Klinik an. Denn die zweitägige Veranstaltung wird gemeinschaftlich organisiert vom ADHS Deutschland e.V. und der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPPP) des Uniklinikums Würzburg (UKW). Am Wochenende vom 30. April und 1. Mai 2022 laden beide Einrichtungen gemeinsam zu aktuellen Informationen aus einem breiten Themenspektrum rund um die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) in die Mainfrankensäle in Veitshöchheim bei Würzburg ein. Mit allgemeinverständlichen Vorträgen wollen die sechs Referentinnen und Referenten gleichermaßen Betroffene, Pädagoginnen und Pädagogen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie alle sonstigen Interessierten erreichen. 

Die häufige Abwärtsspirale frühzeitig unterbrechen 

„ADHS ist eine in den letzten Jahren medial sehr kontrovers diskutierte Erkrankung. Die Betroffenen – darunter auch viele Erwachsene – fühlen sich häufig durch ihre Unaufmerksamkeit, Impulsivität oder Überaktivität im Alltag beeinträchtigt“, berichtet Silvia Stein. Die 2. Landesgruppenleiterin der Landesgruppe Bayern des ADHS-Deutschland e.V. und Co-Organisatorin des Symposiums fährt fort: „Bei hoher Symptomausprägung können persönliche, schulische, berufliche wie private Ziele kaum erreicht werden, was langfristig zu einem erhöhten Risiko für weitere Erkrankungen wie Depressionen führen kann. Um diese Abwärtsspirale zu unterbrechen, ist es wichtig, frühzeitig zu informieren und Behandlungsangebote zu unterbreiten.“

Breites Themenspektrum 

Dazu deckt das Themenspektrum der Großveranstaltung den Verlauf von ADHS bei Kindern wie auch Erwachsenen, gesellschaftliche Aspekte sowie Behandlungsmöglichkeiten, wie Verhaltenstherapie, Medikation und weitere Ansätze, ab.

„Der Schulterschluss mit der Selbsthilfe ermöglicht uns einen besonders ganzheitlichen Blick auf diese neurologisch bedingte Erkrankung, die zu den häufigsten psychischen Problemen der Kinder und Jugendlichen in Deutschland gehört“, freut sich Prof. Dr. Marcel Romanos, der Direktor der KJPPP des UKW über die gelebte Kooperation. 

Auch spezielles Kinder- und Jugendprogramm

Neben den Fachvorträgen für Erwachsene bietet das Symposium an beiden Tagen auch ein Kinder- und Jugendprogramm an. Gegliedert in drei Altersgruppen gibt es hier jeweils passende Angebote. „Neben dem Informationsgewinn und der Selbsterfahrung profitieren viele Kinder durch die Gruppenveranstaltungen von der Erkenntnis, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind“, verdeutlicht Silvia Stein.

Schirmherrin des Symposiums ist Staatssekretärin Anna Stolz vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist als Fortbildung für Lehrkräfte anerkannt und wird zudem durch die Bayerische Landesärztekammer und die Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zertifiziert.

Das Symposium findet am Samstag, den 30. April 2022, von 9:00 bis 16:30 Uhr und am Sonntag, den 1. Mai 2022, von 9:15 bis 12:00 Uhr in den Mainfrankensälen in Veitshöchheim statt. Alle Details über das Programm, die Kosten und die Online-Anmeldung finden sich unter www.adhs-deutschland.de.

Eine Teilnahme ist nur mit vorhergehender Online-Anmeldung möglich, es wird keine Tageskasse geben.

Hilfe für krebskranke Menschen aus der Ukraine

Tausende Menschen aus der Ukraine haben ihre Heimat verlassen und benötigen jetzt medizinische Hilfe. Darunter auch viele Krebspatientinnen und Krebspatienten, die sich in ihrem Heimatland in Behandlung befanden. Nach der Registrierung erwartet die krebskranken Menschen nun auch noch die Suche nach Möglichkeiten der Weiterbehandlung und das unter der ohnehin schon extrem belastenden Situation. Der kostenfreie Service des Bayerischen Zentrum für Krebsforschung (BZKF) hilft ukrainischen Geflüchteten bei der Organisation ihrer weiteren Krebsbehandlung.

Ukrainische Geflüchtete erhalten in Deutschland zunächst eine medizinische Grundversorgung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Für Krebspatientinnen und Krebspatienten bedeutet dies in der Regel, dass eine onkologische Behandlung fortgesetzt oder auch begonnen werden kann. Das BürgerTelefonKrebs des BZKF bietet kosten-freie Hilfe:

„Wir erhalten derzeit viele Fragen, von den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen aus der Ukraine, aber auch von aufnehmenden Familien aus Deutschland“, erklärt Susanne Kagermeier, ausgebildete Krankenpflegerin und Ansprechpartnerin am BürgerTelefonKrebs. „Wir verfolgen laufend die bundesweit einheitlichen Lösungen. Um dann rasch zu helfen und Patientinnen und Patienten zur Weiterbehandlung an passende onkologische Einrichtungen in der Nähe weiterzuleiten. Bei vielen Geflüchteten herrscht große Unsicherheit darüber, welchen Anspruch sie auf medizinische Versorgung haben - wir versuchen die Angst zu nehmen“, so Susanne Kagermeier weiter. Das Team des BürgerTelefonKrebs beantwortet alle Fragen bezüglich einer Krebserkrankung. Die Vermittlung an ein wohnortnahes Krebszentrum und Zugang zu neuesten Therapieoptionen und finanziellen Hilfen aufzuzeigen, gehört zu den kostenfreien Leistungen des BürgerTelefonKrebs.

Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)

Das BZKF ist ein Zusammenschluss der sechs bayerischen Universitätsklinika und vereint die fachlichen Kompetenzen der Expert:innen aus Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten aus München, Regensburg und Würzburg. „Ziel des Zentrums ist es, die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten in Bayern voranzutreiben. Durch die vorhandenen Strukturen und das BürgerTelefonKrebs haben wir bewiesen, dass wir in Krisensituation schnell weiterhelfen können“, so Prof. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF.

Auskunft und Hilfe: buergertelefon@ bzkf.de 

Telefonische Beratung in deutscher Sprache: Tel. 0800 85 100 80

Weitere Informationen finden Sie unter www.bzkf.de 

 

Pressemitteilung des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) vom 06.04.2022