Aktuelle Pressemitteilungen

4.000 Euro für den Verein Menschenskinder

Die Software-Unternehmensgruppe Eikona spendete 4.000 Euro an Menschenskinder e.V. Der Verein zur Unterstützung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen in Würzburg und Unterfranken wird das Geld dazu nutzen, das Deutsche Zentrum für Präventionsforschung und Psychische Gesundheit weiter voranzubringen.

Statt Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden zu kaufen, spendete die Eikona-Gruppe in diesem Jahr an Menschenskinder e.V. – Verein zur Unterstützung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen in Würzburg und Unterfranken. Die Eikona-Gruppe ist als Software-Unternehmen in den Geschäftsfeldern Logistik, Systemhaus, Kino und digitales Marketing aktiv. Bastian Späth, Vorstandsvorsitzender der Eikona AG, überreichte im Dezember einen Spendenscheck über 4.000 Euro an den Vereinsvorsitzenden Prof. Dr. Marcel Romanos. Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Uniklinikums Würzburg bedankte sich herzlich und kündigte an, dass das Geld dem Aufbau des im Jahr 2019 gegründeten Deutschen Zentrums für Präventionsforschung und Psychische Gesundheit (DZPP) zugutekommen wird. „Jedes fünfte Kind in Deutschland zeigt Symptome psychischer Störungen“, berichtet Prof. Romanos und fährt fort: „Vor diesem Hintergrund wollen wir mit dem DZPP die Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von Präventionsprogrammen systematisch vorantreiben.“ Dazu wird das Zentrum ein neues Institutsgebäude erhalten. Dieses soll auf dem Gelände Hubland-Nord in Würzburg errichtet werden. Menschenskinder e.V. finanziert das Bauwerk und seine Ausstattung über Spenden.

 

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Würzburger Universitätsmedizin: Erste Ergebnisse des STAAB-COVID-Programms liegen vor

Mit dem STAAB-COVID-Programm starteten das Uniklinikum und die Uni Würzburg in diesem Jahr Untersuchungen, mit denen möglichst präzise Informationen zur tatsächlichen Verbreitung und Verteilung des Corona-Virus in der Region gewonnen werden sollen. Jetzt liegen die ersten Auswertungen vor.

Die populationsbasierte STAAB-Kohortenstudie untersucht seit dem Jahr 2013 Einflussfaktoren auf Vorstadien der Herzinsuffizienz in der Würzburger Bevölkerung. Im Juni 2020 wurde ergänzend das STAAB-COVID-Programm ins Leben gerufen, das an diesen Probanden durch wiederholte Messungen die Entwicklung der Covid-19-Pandemie in Würzburg und Umgebung über etwa zwei Jahre hinweg beobachten will. Hinter dem Vorhaben stehen das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) sowie das Uniklinikum und die Uni Würzburg. Die Leitung des Programms liegt in den Händen von Prof. Dr. Peter Heuschmann vom Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie der Uni Würzburg und von Prof. Dr. Stefan Störk vom DZHI.

Alle Teilnehmenden der STAAB-Kohortenstudie wurden eingeladen, eine Blutprobe abzugeben und einen Fragebogen auszufüllen. Über den Fragebogen wurden unter anderem die aktuelle psychische Belastung der Probanden und die Auswirkung der Krise auf kardiovaskuläre Risikofaktoren erfasst. „Allen Probanden, die den Termin zur Blutabnahme wahrgenommen hatten, boten wir Anfang November 2020 zusätzlich die Teilnahme an einem eigenständig durchzuführenden Nasenabstrich an“, berichtet Prof. Störk. Die Blutproben wurden auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 untersucht, die Nasenabstriche auf das Vorliegen von SARS-CoV-2-Erbsubstanz. „Jetzt sind wir in der Lage, Zwischenergebnisse der ersten Erhebung des STAAB-COVID-Programms zu präsentieren, wobei die Endauswertungen derzeit noch laufen“, schildert Prof. Heuschmann.

Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2

Zwischen Juni und Mitte Oktober 2020 wurden von 3.001 Probanden Blutproben abgenommen; von über 96 % der Teilnehmenden lagen zudem Fragebogendaten vor. Personen zwischen 50 und 59 Lebensjahren nahmen am häufigsten an der Befragung teil (30 % aller Probanden).

Bei 33 (1,1%) der untersuchten Blutproben ergab der angewandte Suchtest ein positives Ergebnis für das Vorliegen von Antikörpern gegen SARS-CoV-2. Berücksichtigt man die Altersstruktur der Würzburger Bevölkerung im Vergleich zu derjenigen im STAAB-COVID-Programm, wo nur Personen zwischen 32 und 87 Jahren untersucht wurden, hätte man eine Positivrate von circa 1,3 % zum Zeitpunkt der Blutentnahme erwartet. „Unser Ergebnis liegt demnach im unteren Bereich, verglichen mit anderen in Deutschland durchgeführten Seroprävalenzstudien“, erläutert Prof. Störk. Weitergehende Analysen weisen außerdem darauf hin, dass die Dunkelziffer – also die Zahl der unbekannten Infizierten im Verhältnis zur Zahl der bekannten Infizierten – in Würzburg im Vergleich mit anderen Regionen in Deutschland ebenfalls im unteren Bereich liegt.

16 % der Befragten gaben an, dass sie vor dem Zeitpunkt der Befragung bereits auf SARS-CoV-2 getestet worden waren. Von diesen getesteten Probanden hatten rund 4 % (19 Probanden) ein positives Testergebnis mitgeteilt bekommen. Davon hatten circa 60 % (11 Probanden) nach eigenen Angaben Corona-spezifische Symptome.

Nachweis von SARS-CoV-2 Antigen im Nasenabstrich

Anfang November wurden an die Probanden insgesamt 2.953 Pakete für die Entnahme eines eigenständigen Nasenabstrichs verschickt. 83 % der Adressaten führten den Abstrich erfolgreich durch, so dass diese Proben analysiert werden konnten. In den Analysen zum Stichtag, dem 18. November 2020 wurden sechs Proben (0,24 %) als positiv auf eine akute Infektion mit SARS-CoV-2 getestet. Die betroffenen Personen wurden durch das Gesundheitsamt umgehend informiert und angemessene Isolationsmaßnahmen wurden ausgesprochen. „Die akute Infektionsrate deckt sich somit mit dem Infektionsgeschehen in Würzburg zum entsprechenden Zeitpunkt, wenn man berücksichtigt, dass STAAB-COVID nur Personen in der Altersgruppe von 32 bis 87 Jahren untersuchte“, verdeutlicht Prof. Heuschmann. Jüngere Altersgruppen mit möglicherweise höheren Kontaktraten und Fallzahlen waren in dieser Stichprobe nicht enthalten.

Auswertung der Befragung

Bezogen auf kardiovaskuläre Risikofaktoren gaben 28 % der Probanden an, ihr Ernährungsverhalten seit der Krise verändert zu haben; davon berichteten 44 %, sich seit der Krise gesünder zu ernähren. Des Weiteren veränderte sich bei 39 % der Probanden die sportliche Aktivität: Bei 35 % dieser Personen hatte sich die sportliche Aktivität erhöht, bei 65 % vermindert.

„Bei der Interpretation dieser Zahlen ist zu beachten, dass die Daten im Zeitraum von Juni bis Oktober 2020 erhoben wurden, in dem keine flächendeckenden Beschränkungen im Sinne eines Lockdown vorlagen. Die Daten sind daher nur begrenzt auf die Infektionswelle im November 2020 übertragbar“, gibt Prof. Störk zu bedenken. Zudem handele es sich um freiwillige Studienteilnehmer, so dass eine Übertragbarkeit auf die Gesamtbevölkerung möglicherweise eingeschränkt sei. Regelmäßige Wiederholungen der Untersuchungen sind geplant.

„Alle genannten Ergebnisse sind als vorläufig zu betrachten. Weitere vertiefte Analysen der Daten werden derzeit durchgeführt und im Anschluss in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht, voraussichtlich im ersten Halbjahr 2021“, kündigt Prof. Heuschmann an.
Für den Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, Prof. Dr. Georg Ertl, war noch ein Ergebnis von besonderer – auch für die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der SARS-CoV-2-Infektion – Bedeutung. Studienteilnehmer mit Scores für mehr Ängstlichkeit hatten, gemessen durch die Antikörperbildung, weniger SARS-CoV-2-Infektionen durchgemacht. „Also: Vorsicht lohnt sich in der Pandemie“, meint Ertl. Andererseits hatten diese Teilnehmer in der Pandemiezeit auch weniger Arztkontakte, was Ertl nochmal mit dem Aufruf verbindet: „Wer krank ist, soll zumindest Rat bei seinem Arzt suchen!“.
Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler freut sich: „Unsere Universitätsklinika sind sowohl in der Versorgung als auch in der Forschung die Speerspitze im Kampf gegen Corona. Ihre medizinischen Studien sind unverzichtbar, um der Pandemie verantwortungsvoll begegnen zu können. Dass wir bereits wenige Monate nach Start des STAAB-COVID-Programms erste Ergebnisse und damit wichtige Daten haben, bestätigt mich in der Entscheidung, diese Studie von Seiten des Freistaats zu unterstützen. Denn je mehr wir über SARS-CoV-2 wissen, desto besser können wir gezielte Maßnahmen ergreifen. Allen Beteiligten vielen Dank für ihren Beitrag dazu.“ Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert nicht nur das DZHI zu wesentlichen Teilen, sondern fördert auch das STAAB-COVID-Programm, das unter der Schirmherrschaft von Wissenschaftsminister Sibler steht.

Die beiden Leiter des STAAB-COVID-Programms bedanken sich bei den Würzburger Bürgerinnen und Bürgern für die Bereitstellung ihrer Daten für diese Untersuchung sowie bei den staatlichen Stellen für die Unterstützung ihrer Forschungsarbeit.
Die schon lange laufende Basisstudie STAAB wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz gefördert.

 

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Ein Zauberwald an der Würzburger Universitäts-Frauenklinik

In einen fast schon mystischen Ort verwandelt sich derzeit allabendlich der Garten der Würzburger Universitäts-Frauenklink.

In einen fast schon mystischen Ort verwandelt sich derzeit allabendlich der Garten der Würzburger Universitäts-Frauenklink. Täglich ab 16:00 Uhr tauchen Strahler dessen Bäume in farbenprächtiges Licht. „Mit der temporären Installation wollen wir unseren Patientinnen, den Klinikumsbeschäftigten und allen sonstigen Betrachtern einen freundlich-interessanten Blickfang in der dunklen Jahreszeit bieten“, erläutert Prof. Dr. Achim Wöckel. Der Direktor der Frauenklinik dankte den Kollegen vom Technischen Betrieb des Klinikums für die professionelle Umsetzung. Der illuminierte „Zauberwald“ wird voraussichtlich noch bis ins neue Jahr hinein zu erleben sein.

Würzburger Forum Bevölkerungsschutz: Absage

WüFoBEST2021 muss nun auch als Online-Veranstaltung abgesagt werden

 

Sehr geehrte Damen und Herren,  

leider müssen wir aufgrund der aktuellen Lageentwicklung das Würzburger Forum Bevölkerungsschutz, WüFoBEST2021 absagen.
Eine Präsenzveranstaltung mit der wertvollen Kontaktpflege und dem wichtigen persönlichen Austausch verbietet sich selbstverständlich.
Wir hatten alternativ eine verkürzte Onlineveranstaltung in Vorbereitung, die wir nun aber aufgrund der Feststellung des Katastrophenfalls in Bayern ebenfalls absagen.
Sie alle sind in den kommenden Wochen in den unterschiedlichsten Funktionen an der Krisenbewältigung beteiligt. Bei der Erfüllung Ihrer wichtigen Aufgaben wünschen wir Ihnen viel Kraft und Energie.
Darüber hinaus wünschen wir Ihnen eine wertvolle und vor allem gesunde Vorweihnachtszeit und ein besinnliches Fest.

 


Wir wollen zuversichtlich sein und planen WüFoBEST 2022: SAVE THE DATE: 15.01.2022

 

 

 

Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Wurmb
Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie
(Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Patrick Meybohm)
Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacherstrasse 6, 97080 Würzburg
 

 

Harald Erhard
Bezirksgeschäftsführer  
Bayerisches Rotes Kreuz
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Bezirksverband Unterfranken
Greisingstr. 10a,  97074 Würzburg

 

 

 


KIWI: Seit 30 Jahren Unterstützer der Würzburger Universitäts-Kinderklinik

Seit dem Jahr 1990 unterstützt der Kiwi e.V. die Familien von Frühgeborenen und Kindern, die in der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer entlasten die Angehörigen in schwierigen Zeiten und tragen zur Empathie im Krankenhausalltag bei.

Vor 30 Jahren gründeten betroffene Eltern, Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte der Kinderintensivstation des Uniklinikums Würzburg (UKW) die Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation, kurz KIWI. „Unser Ziel ist es, die Eltern und das Personal der Stationen bestmöglich und in jeder Hinsicht zu unterstützen“, sagt Ina Schmolke, die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. Dazu investieren dessen Aktive seit 1990 ihr ehrenamtliches Engagement und die in unermüdlicher Arbeit gesammelten Spenden in viele, auf die spezifischen Bedürfnisse der „Zielgruppen“ maßgeschneiderte Projekte. Beispielsweise können – anders als auf Normalstationen – Angehörige von Kindern, die auf der Intensivstation versorgt werden müssen, nicht in deren Zimmer übernachten. „Für Eltern, die oft bis zu 100 Kilometer oder mehr von Würzburg entfernt leben, bleiben dann nur teure Hotelaufenthalte oder lange, tägliche Anfahrten“, schildert Ina Schmolke. Denjenigen, die sich das nicht leisten können oder die durch die Krankheitssituation psychisch stark belastet sind, bietet KIWI zwei klinikumsnahe Wohnungen an, in die Mütter oder Väter in der Zeit der Behandlung ihres Kindes einziehen können.

Besprechungszimmer eingerichtet


Als weitere „räumliche Hilfestellung“ richtete der Verein auf der Intensivstation der Kinderklinik ein Besprechungszimmer ein. „Als KIWI vor 30 Jahren gegründet wurde, fanden manche Arztgespräche zwischen Tür und Angel statt. Manchmal warteten Eltern im Flur darauf, ihre Kinder sehen zu können“, erinnert sich die Stationssekretärin Birgit Borowski-Lother. Mit dem Elternzimmer sei ein Raum geschaffen worden, in dem sich Eltern und Ärzte in Ruhe austauschen könnten und der auch eine kleine Rückzugsmöglichkeit vom Klinikgeschehen sei.

„Die Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal helfen medizinisch, aber für Eltern ist der Anblick eines Frühchens im Inkubator oder eines Kindes auf der Intensivstation dennoch sehr belastend“, weiß Ina Schmolke. Eine wertvolle Ansprechpartnerin kann dann nach den Erfahrungen der Vereinsvorsitzenden die von KIWI finanzierte Psychologin sein. Sie bietet Beratungsgespräche an, steht den Familien bei, unterstützt sie und organisiert Hilfe.

Hilfen auch nach der Entlassung

Die Arbeit des Vereins für die kleinen Patient*innen und deren Familien geht bei Bedarf auch nach dem Verlassen der Klinik weiter. Damit die erste Zeit daheim nicht zur Belastung wird, offeriert KIWI auf Wunsch eine mehrwöchige Nachsorge. Helferinnen und Helfer organisieren zum Beispiel Arzttermine, unterstützen bei der Beschaffung von Geräten und beim Ankommen im Alltag.

Damit der Kontakt zu den Familien anschließend nicht abreißt, feiert KIWI jeden Sommer das „Frühchenfest“ auf dem Spielplatz bei den Elternwohnungen. „Gerade auch für viele Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter ist dies der wohl fröhlichste und motivierendste jährliche Termin in ihrem Arbeitsalltag“, betont Prof. Dr. Johannes Wirbelauer. Der Leitende Oberarzt der Würzburger Universitäts-Kinderklinik arbeitet schon seit vielen Jahren eng und gerne mit dem KIWI e.V. zusammen.

Corona-Pandemie reduziert das Spendenaufkommen

Im Corona-Jahr 2020 musste das Frühchenfest allerdings wegen der Infektionsschutzmaßnahmen leider ausfallen. Genauso, wie viele weitere essentielle Veranstaltungen des Vereins, wie zum Beispiel der „KIWI-Cup“ – ein großangelegtes jährliche Benefiz-Fußball-Turnier des TSV Bergrheinfeld. „Diese Absagen treffen uns nicht nur emotional, sondern auch wegen der Spendensituation hart“, bedauert Ina Schmolke. Umso mehr freut sich die Vorsitzende über die Möglichkeit der Pfandspende: „Seit 2017 haben wir unter dem Motto ‚Zettel rein – Spender sein‘ eine Sammelbox für Leergut-Pfandbons im Würzburger Edeka-Markt Popp installiert. Nach und nach kamen weitere Edeka- und Kupsch-Märkte in der Region hinzu. Mit dem Einwurf eines Bons können Kunden schnell und unkompliziert helfen.“ Unterstützt wird Kiwi e.V. auch durch das Sozialreferat der Stadt Würzburg, das dem Verein eine der beiden Elternwohnungen mietfrei zur Verfügung stellt.

Herzlicher Dank von der Kinderklinik

„Ich kenne KIWI und die dahinter stehenden Akteure im Detail erst seit wenigen Monaten“, sagt Prof. Dr. Christoph Härtel, der im Mai dieses Jahres den Posten als Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik übernahm. Er fährt fort: „Aber selbst in dieser vergleichsweise kurzen Zeit wurde mehr als deutlich, welch ein großer Gewinn das Wirken dieser sympathischen, hochengagierten Helferinnen und Helfer für die Kinderklinik ist. Das gilt sowohl für konkrete Beiträge zu unserem Versorgungsangebot, wie vor allem auch für die menschliche Atmosphäre in unserem Haus.“ Das Jubiläum ist für ihn, Prof. Wirbelauer sowie alle Klinikbeschäftigten ein schöner Anlass, dem Verein ein weiteres Mal herzlichst zu danken.

Spenden willkommen

KIWI e.V. freut sich über jede kleine und auch große Spende. Das Geld kommt ausschließlich und ohne Verwaltungskosten den Patientinnen und Patienten der beiden Intensivstationen des UKW, der „Raumstation“ und der „Früh- und Neugeborenen-Intensivstation“, zugute.

Spendenkonto:
KIWI Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation e.V.
Sparkasse Mainfranken
IBAN: DE91 7905 0000 0000 0262 45
BIC: BYLADEM1SWU

 

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Uniklinikum Würzburg: Breite Dankbarkeit am zweiten Tag der Selbsthilfe

Am Samstag, dem 5. Dezember 2020, beging das Uniklinikum Würzburg seinen zweiten Tag der Selbsthilfe. Die Referent*innen der online übertragenen Veranstaltung – unter ihnen der Würzburger Bischof Dr. Franz Jung – würdigten die oft ehrenamtlich erbrachten Leistungen der vielen, mit dem Klinikum kooperierenden Selbsthilfegruppen.

Der 5. Dezember ist der jährliche „Internationale Tag des Ehrenamts“. Wie schon im vergangenen Jahr nutzte das Uniklinikum Würzburg (UKW) diesen Anlass auch heuer zu einem „Tag der Selbsthilfe“. Seit gut zwei Jahren intensiviert das Klinikum kontinuierlich seine Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen. Seit einem Jahr darf es den vom bundesweiten Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ vergebenen Titel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ führen.
Wegen der Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie musste der zweite Tag der Selbsthilfe als Online-Veranstaltung stattfinden. Dazu kam eine kleine Gruppe von Aktiven und Gastredner*innen in der Magistrale und im Raum der Stille am Zentrum für Operative Medizin des UKW zusammen. Alle Interessierten konnten sich über eine Internet-Kommunikationsplattform zuschalten und den Ansprachen in Wort und Bild folgen.
In seiner Begrüßungsrede wies Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW, darauf hin, dass die Medizin gerade in den letzten Jahren gelernt habe, die Patienten noch viel weitreichender als Partner zu akzeptieren. Selbsthilfegruppen spielen in diesem Beziehungsgeflecht nach seinen Worten eine entscheidende Rolle. Der Tag der Selbsthilfe sei eine Gelegenheit, sich hierfür seitens des Uniklinikums herzlichst bei allen Beteiligten zu bedanken.

Selbsthilfe schließt eine Lücke im Gesundheitssystem

Als erster Gastredner würdigte der Würzburger Bischof Dr. Franz Jung Selbsthilfegruppen als „eine ansteckende Form von Gesundheit“. Der Selbsthilfe gehe es darum, die Ehre des Patienten zu wahren und ihn in seiner Würde und Selbstwirksamkeit zu bestärken. „Zugleich will sie aber dem Krankenhaus zur Ehre gereichen, das erkannt hat, dass Selbsthilfe eine Lücke im Gesundheitssystem schließt, die weder durch den Patienten noch durch die Klinik abgedeckt werden kann“, sagte der Bischof. Um das facettenreiche Zusammenspiel von Patient, Selbsthilfe und Arzt weiter zu beschreiben, nutzte Jung die Geschichte des „Hauptmanns von Kafarnaum“ aus dem achten Kapitel des Matthäus-Evangeliums. Unter anderem wurde hierbei deutlich, dass es zu den wesentlichen Aufgaben der Selbsthilfe gehört – kombiniert mit einer kritisch-konstruktiven Begleitung – das Vertrauen des Patienten in die behandelnde Institution und Person zu stärken.

Die Digitalisierung eröffnet neue Wege

Christian Schuchardt, der Würzburger Oberbürgermeister, nutzte seine Ansprache, um die gemeinsamen Digitalisierungsbemühungen des UKW und des Aktivbüros der Stadt Würzburg im Corona-Jahr zu loben. So hätten, neben dem virtuellen Tag der Selbsthilfe, in den vergangenen Monaten schon eine ganze Reihe von erfolgreichen Online-Veranstaltungen stattgefunden, die dazu beigetragen hätten, mit der Selbsthilfe in Kontakt zu bleiben.

„Die Digitalisierung wird uns auch in Zukunft weitere neue Wege eröffnen“, betonte anschließend Dr. Hülya Düber. Die Sozialreferentin der Stadt Würzburg fuhr fort: „Es ist uns wichtig, auch diejenigen Menschen zu erreichen, die hier bislang Berührungsängste oder keine technischen Voraussetzungen hatten.“ Deshalb werde das Aktivbüro der Stadt Würzburg im Jahr 2021 das Projekt „Digitalisierung in der Selbsthilfe“ durchführen. Hierzu zählt das Online-Seminar „Gesundheit stärken“, das im kommenden Jahr vom Aktivbüro im Verbund mit den anderen unterfränkischen Selbsthilfe-Kontaktstellen angeboten werden soll.

Selbsthilfefreundlichkeit trotz aller Hindernisse vorangekommen

Kathrin Speck, die Geschäftsführerin des Bezirksverbands Unterfranken des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, schilderte in ihrem Vortrag einige der Herausforderungen, die die Selbsthilfe unter den Bedingungen der Covid-19-Pandemie zu meistern hatten – und teilweise nach wie vor zu meistern haben. So konnten zum Beispiel mit dem Lockdown über lange Zeit keine persönlichen Treffen der Gruppen stattfinden, viele Veranstaltungen mussten abgesagt werden. „Hier war eine große Flexibilität und Kreativität gefragt, um überhaupt weiterarbeiten zu können“, berichtete Speck. Trotz dieser Hindernisse sei der Prozess des „Selbsthilfefreundlichen Krankenhauses“ am UKW durch das bereitwillige Engagement aller Beteiligten auch in diesem Jahr ein gutes Stück vorangekommen.

Drei regionale Selbsthilfegruppen vorgestellt

Im Vorfeld des Tags der Selbsthilfe hatte das UKW alle kooperierenden Selbsthilfe eingeladen, an einem Preisrätsel teilzunehmen. Barbara Stamm, die bayerische Landtagspräsidentin a.D., übernahm die Aufgabe, die drei Gewinnergruppen vorzustellen. Dazu zählt die Selbsthilfegruppe Grombühl 4 des Kreuzbundes. In der Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Sucht kommen Betroffene mit Schwerpunkt Alkohol, Medikamente und illegale Drogen – zum Teil mit Doppeldiagnosen, wie beispielsweise Depressionen – zusammen.

Gewonnen hat auch die Selbsthilfegruppe Aphasie & Schlaganfall Mömbris. Die seit 13 Jahren bestehende Gruppe umfasst Schlaganfallpatienten und teils von Aphasie betroffene Personen im Alter von etwa 45 bis gut 70 Jahren sowie deren Angehörige.
Das Losglück war außerdem der Selbsthilfegruppe Würzburg 3 für Leukämie-und Lymphomerkrankte hold. Deren rund 15 Gruppenmitglieder sind der festen Überzeugung, dass sie sich gegenseitig im Umgang mit diesen Krankheiten unterstützen, informieren und ermutigen können.

Alle drei Gewinnergruppen erhielten jeweils einen großen, kulinarischen Geschenkkorb.
Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Gabriele Nelkenstock, die externe Selbsthilfebeauftragte des UKW, nochmals allen Engagierten für ihren Einsatz – für den zweiten Tag der Selbsthilfe, wie auch während des gesamten Jahres 2020.
Aufgelockert wurden die Redebeiträge durch Musikstücke, an Violine und Piano vorgetragen von Paula und Michaela Schlotter, sowie eine humoristische Videobotschaft des Bauchredners und Comedians Sebastian Reich.

 

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Uniklinikum Würzburg: Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V. fördert zwei Projekte der Palliativmedizin

Der Verein Hilfe im Kampf gegen Krebs stellt in einer Sonderförderung die Anschubfinanzierung von zwei innovativen palliativmedizinischen Vorhaben am Uniklinikum Würzburg sicher. Zum einen soll in Zukunft eine Würdetherapie angeboten werden, zum anderen ist geplant, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie videobasierte Arzt- und Familiengespräche zu organisieren.

„Viele Menschen haben am Lebensende das tiefe Bedürfnis, dass etwas von ihnen bleibt“, sagt Dr. Elisabeth Jentschke. Die Psychologin, die unter anderem den Psychoonkologischen und Gerontologischen Dienst am Interdisziplinären Zentrum Palliativmedizin des Uniklinikums Würzburg (UKW) leitet, fährt fort: „Genau da setzt die Dignity Therapy an.“ Bei dieser „Würdetherapie“ werden palliativ behandelte Patient*innen im Rahmen von teilstrukturierten Interviews zu einem Lebensrückblick eingeladen, wobei die Erinnerungen an positive Aspekte im Vordergrund stehen sollen. Das jeweilige Gespräch wird aufgenommen und anschließend von psychologisch geschulten Kräften transkribiert und editiert. Das Ergebnis wird nochmals mit dem Patienten abgestimmt. Nach dessen Tod erhalten die Angehörigen das biografische Dokument. „Nach den internationalen Erfahrungen mit der Dignity Therapy gewinnen die Patienten durch diesen Gesamtprozess ein Gefühl von gestärkter Zufriedenheit und Würde, was sich sehr positiv auf die Qualität der verbleibenden Lebenszeit auswirkt. Den Angehörigen wiederum kann das sogenannte Generativitäts-Dokument in der Zeit der Trauer und auch langfristig ein Trost sein“, berichtet Dr. Jentschke.

Damit diese, die regulären palliativmedizinischen Leistungen ergänzende Therapie in Zukunft am Interdisziplinären Zentrum Palliativmedizin des UKW angeboten werden kann, fördert „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“ das Vorhaben in einer Sonderausschüttung mit 5.000 Euro. Gabriele Nelkenstock, die Vorsitzende des Würzburger Vereins, überreichte dazu am 5. Dezember 2020 einen entsprechenden symbolischen Scheck an Dr. Jentschke.

Online für wichtige Entscheidungen im Gespräch bleiben

Ein zweites, von „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ mit 2.500 Euro gefördertes palliativmedizinisches Projekt am UKW zielt auf die besonderen Bedingungen während der Corona-Pandemie ab. „Die Besuchs- und Kontaktbeschränkungen limitieren unsere Möglichkeiten, Angehörige, Vorsorgebevollmächtigte oder Betreuer bei Aufklärungsgesprächen und bei Gesprächen zur Therapiezielklärung hinzuzuziehen – obwohl dies vielfach der ausdrückliche Wunsch unserer Patienten ist“, schildert Prof. Dr. Birgitt van Oorschot. Wie die Leiterin des Interdisziplinären Zentrums Palliativmedizin in der täglichen Praxis beobachtet, können nahestehende Menschen außerdem den Krankheitsverlauf nicht mehr ausreichend nachvollziehen und werden dann – zum Beispiel von Verschlechterungen – geradezu überrascht.

„Um hier neue Wege zu öffnen, wollen wir mit Hilfe einer Online-Videoplattform Familiengespräche mit den primär behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie den Palliativmedizinerinnen und -medizinern ermöglichen“, erläutert Prof. van Oorschot. Nach ihren Worten soll von dem Fördergeld eine studentische Hilfskraft finanziert werden, die Termine abstimmt, den Ablauf organisiert, die Teilnehmer*innen der Gespräche bei Bedarf schult sowie technischen Support leistet.

„Selbst wenn eine Krebserkrankung nicht heilbar ist, stehen Lebensqualität und Wohlbefinden des Patienten weiterhin im Mittelpunkt. Wir freuen uns, wenn wir durch unsere Förderung hier weitere hilfreiche Therapieangebote und Unterstützungsleistungen mit anschieben können“, unterstreicht Gabriele Nelkenstock von „Hilfe im Kampf gegen Krebs“.

Um die Arbeit des Vereins „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ auch in Zukunft voranzutreiben, sind Spenden immer willkommen unter:
Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.
Castell Bank Würzburg
IBAN: DE 74 7903 0001 0000 0092 45
BIC: FUCEDE77XXX

 

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